Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWas wird hier beschafft?
Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (Bundesbau) sucht ein Unternehmen, das am Tanklager Würselen (militärischer Flugplatz) 8 Kerosin-Rohrleitungen zwischen den Stationen A-B und A-C mit sogenannten Molch-Verfahren prüft. Zusätzlich werden Molchschleusen an die Leitungen angebaut und nach der Inspektion wieder zurückgebaut.
Was genau passiert?
Zuerst werden die Rohre gereinigt. Dann fahren spezielle Mess-Sonden (Molche) durch die Leitungen und prüfen sie von innen: auf Beulen, auf die Wanddicke per Ultraschall und per GPS auf den genauen Verlauf unter der Erde. Am Ende wertet der Auftragnehmer die Daten aus und liefert einen Bericht mit einer aktuellen Lebensdauerabschätzung der Leitungen.
Was ist besonders wichtig?
Das Tanklager ist NATO-relevant und explosionsgefährdeter Bereich. Die Arbeiten erfordern ATEX- und TÜV-Zertifikate, deutschsprachiges Fachpersonal vor Ort und die Einhaltung der gesperrten Länderliste.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Preisermittlung bei Zuschlagskalkulation (VVB 221) bzw. bei Kalkulation über die Endsumme (VVB 222) – Niedrigster Preis erhält den Zuschlag gemäß VOB/A Abschnitt 1.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenVorbereitende Arbeiten und Baustelleneinrichtung
Der Auftragnehmer liefert und unterhält die gesamte Baustelleneinrichtung: Mobilisierung, Transport, Montage und Demontage der Molchschleusen inkl. Passtücke und Rohrleitungsteile (Druckstufe PN 100, TRFL, AwSV, DIN/DIN EN/DIN EN ISO) sowie Wetterschutz. Er liefert und baut außerdem GPS-Marker zur Molchverfolgung ein.
Die Baustelle umfasst eine mobile Pumpenstation inkl. Puffertank und Filter (ATEX, drehzahlregelbar, 2× Filter, max. Druck 16 bar) sowie eine Reinigung des Puffertanks/Saugdruckwagens mit Nachweisen vor und nach den Arbeiten. Nach Abschluss aller Arbeiten räumt der Auftragnehmer die Baustelle vollständig (Demobilisierung, Rückbau).
Die Arbeitszeiten sind Mo–Do 7:30–16:15 Uhr und Fr bis 13:30 Uhr. Die Ausführung erfolgt in Absprache mit Auftraggeber und Betreiber; die Leitungen 26/27 (Einlagerungsleitungen) erfordern eine besonders enge terminliche Abstimmung.
Molchläufe und Inspektion der Leitungen
Für jede der 8 Leitungen (Lt. 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33) sind folgende Molchläufe durchzuführen:
Geschwindigkeitsbereich aller Molche: 0,4 m/s bis 2,0 m/s (bezogen auf Innendurchmesser).
Die Leitungen haben DN250/DN200 (Außendurchmesser 273,0 bzw. 219,1 mm), Längen zwischen 370 m und 445 m, Gesamtlänge ca. 4.025 m. Fördermedium: Kerosin (UN 1863), Betriebsdruck min. 8 bar / max. 16 bar, Füllvolumen 11–21 m³ pro Leitung.
Dokumentation und Berichte
Der Auftragnehmer erstellt nach jedem Molchlauf:
Inhaltlich umfasst die Dokumentation u. a. die Datenchecks nach den Molchuntersuchungen, Auswertung der Ergebnisse sowie eine aktuelle Lebensdauerabschätzung der Rohrleitungen. Berichte werden 3-fach in Papier und 3-fach digital übergeben, der Abschlussbericht zusätzlich 2-fach digital.
Sicherheits- und Umweltanforderungen bei der Ausführung
Die Arbeiten finden in einem explosionsgefährdeten Bereich statt (Kerosin, NATO-Liegenschaft). Es gelten:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auftragsspezifische technische Eignung (Molchung/Kerosinleitungen)
Verfahren der Eignungsprüfung
Mindestens 3 Referenznachweise vergleichbarer Leistungen - Pipeline-Inspektion und Instandsetzung von Verbindungsleitungen für Kerosin/Düsenkraftstoff; Art und Umfang vergleichbar zum Auftragsgegenstand
Vergleichbarkeit mit Pipeline-Inspektion (Molchung) und Verbindungsleitungen für Kerosin. Pflichtangaben je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen bzw. Baumaßnahmen-Beschreibung, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/NU), ggf. koordinierte Gewerke, Auftraggeber-Bestätigung über vertragsgemäße Ausführung. Auch für präqualifizierte Unternehmen relevant, wenn PQ-Referenzen nicht vergleichbar sind.