Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) sucht einen Generalplaner für die energetische und bauliche Erneuerung der Gebäudehülle (Dach und Fassade) der Justizvollzugsanstalt Bielefeld Brackwede.
Was zu tun ist:
Verfahren: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (zweistufig). Zunächst Bewerbung, danach Angebotsabgabe für maximal 6 ausgewählte Bewerber.
Wichtigster Termin: Bewerbungsschluss am 04.08.2026, 12:00 Uhr (elektronisch über den Vergabemarktplatz NRW).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtziel und Projektrahmen
Generalplanung (VP02) für die energetische Ertüchtigung der JVA Bielefeld Brackwede – Liegenschaft Umlostraße 100, 33649 Bielefeld (Projektnummer 50-11-1399-25).
Kostenobergrenze: 27.600.000 € netto (davon KG 300: 21 Mio. €, KG 400: 5,4 Mio. €, KG 500: 1,2 Mio. €).
Angestrebte Zertifizierungen/Standards:
Verbindliche Meilensteine (Rahmenterminplan):
Stufenweise Beauftragung
Die Leistungen werden stufenweise abgerufen. Anfänglich abgerufen sind die Leistungsphasen 1–3 gem. HOAI sowie Leistungsstufe 1 gem. AHO 28 (Fassadentechnik):
1. Stufe: HOAI LPH 1–3 inkl. Fassadentechnik nach AHO (Vor- und Entwurfsplanung)
2. Stufe: Erstellung und Koordination FLB + Vorbereitung/Mitwirkung Vergabe TU
3. Stufe: Qualitätssicherung Ausführungs- und Werkplanung des TU
4. Stufe: Baubegleitende fachtechnische Qualitätssicherung (wöchentliche Baustellenpräsenz)
5. Stufe: LPH 9 nach HOAI (Objektbetreuung)
Abruf weiterer Leistungsphasen: max. 6 Monate nach Fertigstellung der zuletzt abgerufenen Phase. Vertragliche Gesamtlaufzeit bis 31.12.2035.
Planungsleistungen – Architektur/Objektplanung (O1)
Erweiterte Objektplanung Gebäude (KG 300 + KG 400) nach HOAI:
Planungsleistungen – Fassadentechnik (O1/AHO 28)
Fachingenieurleistungen für die Fassadentechnik nach AHO Heft 28:
Planungsleistungen – Tragwerksplanung (F1)
Tragwerksplanung für alle Objektplanungen, Leistungsphasen 1–3:
Planungsleistungen – Bauphysik (B2)
Beratungsleistungen Bauphysik mit 9 Leistungsphasen:
Funktionale Leistungsbeschreibung (FLB) und TU-Vergabe
Erstellung einer funktionalen Leistungsbeschreibung (Leistungsprogramm nach § 7c VOB/A EU) als Grundlage für die Vergabe eines Totalunternehmers:
Qualitätssicherung der TU-Ausführung
Fachtechnische Qualitätssicherung nach TU-Beauftragung:
Inhaltlicher Gegenstand der Sanierung
Dachflächen: Erneuerung der Dachflächen einschließlich Lichtkuppeln, Dachentwässerung und Dachrandsicherung.
Fassade: Energetische und konstruktive Erneuerung der Fassadenkonstruktion bis in den erdberührten Bereich.
Photovoltaik: Berücksichtigung von Aufstell- und Nutzungsflächen für PV-Anlagen.
Lüftung & Beleuchtung (im Gesamtprojekt): Erneuerung der Lüftungsanlagen, LED-Umrüstung der Beleuchtung.
Weitere Maßnahmen im Projektkontext (nicht im GP-Auftrag, aber zur Information): Interim-Küche, Interim-Büros in Containerbauweise, Asphaltdecke als Nagetierschutz im Sockelbereich, Erneuerung Großküchengeräte.
Bauphase, Sicherheit und Koordination
Bauabschnitte: Umsetzung in mehreren Bauabschnitten (BA1–BA7) im laufenden Betrieb der JVA zwischen 2028 und 2032.
Sicherheitskonzept: Fortschreibung und Plausibilisierung des Sicherheitskonzeptes; Koordination mit der JVA-Baustellenlogistik (Detektion, Schleusenbetrieb, Organisationsplanung).
Freizug: Zeitfenster für Freizug einzelner Hafthäuser 2028–2032.
Erläuterungsberichte: Nach jeder Leistungsphase (LPH 1–3, 5 sowie nach jeder Stufe) sowie Sicherheitskonzept-Überprüfung und Fortschreibung.
Projektmanagement, Dokumentation & CAD-Standards
Projektmanagement: Nutzung des Bauprojektmanagementsystems (CONCLUDE CDE / später TP PLM); monatliche Terminkontrollberichte (Soll-Ist-Vergleich); Besprechungsniederschriften binnen 4 Werktagen.
Dokumentation: Dokumentation gemäß RiDo NRW; Leistungsverzeichnisse mit StLB-Bau (GAEB), AVA-Programm mit zertifizierter GAEB-Schnittstelle; Aufbewahrung der Unterlagen 5 Jahre nach Fertigstellung.
CAD-Standards: Einhaltung der BLB-NRW-CAD-Standards (www.blb.nrw.de/standards); zugelassene Applikationen u.a. AutoCAD, AutoCAD Architecture, Revit; Pflichtformate: DWG, RVT, IFC, PDF, DWF; Übergabe auch über Bauprojektmanagementplattform.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBerufsqualifikation und Befähigung
Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt*in oder Ingenieur*in nach dem für die Auftragsvergabe geltenden Landesrecht (Pflicht).
Falls Leistungsphase 4 der Objektplanung Gebäude beauftragt werden soll: Nachweis der Bauvorlageberechtigung gemäß § 70 BauO NRW.
Berufshaftpflichtversicherung
Nachweis einer Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung (oder Projekt-/Objektversicherung) mit folgenden Mindestdeckungssummen je Schadensfall:
Nachweis durch Erklärung/Deckungszusage des Versicherers, dass im Auftragsfall Versicherungsschutz in dieser Höhe besteht.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Angabe des durchschnittlichen spezifischen Netto-Umsatzes in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (2023–2025) für Leistungen, die mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind. Einschluss des Anteils bei gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführten Leistungen.
Hinweis: Es ist keine Mindestsumme definiert; die Angabe ist aber verpflichtend.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Technische Ausstattung: Nachweis über Geräte und technische Ausrüstung für die Auftragsausführung.
Personal: Angabe der durchschnittlichen Zahl der in den letzten 3 Jahren (2023–2025) jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, insbesondere Ingenieure/Architekten.
Referenzen – Fachliche Eignung
Objektplanung Gebäude (3 Referenzen, letzte 3 Jahre):
Tragwerksplanung (2 Referenzen, letzte 3 Jahre):
Bauphysik (1 Referenz, letzte 3 Jahre):
Nachweis: Ausgefülltes Referenzformblatt (Anlage 3) und/oder Referenzschreiben des Auftraggebers mit allen wertungsrelevanten Angaben.
Persönliche Qualifikation der Schlüsselpersonen
Für die Schlüsselpersonen (Person A und Person B):
Ausschlussgründe und Sanktionen
Ausschlussgründe (§§ 123, 124 GWB) – Eigenerklärung (Formblatt 521 EU):
Bei Vorliegen von Ausschlussgründen können Selbstreinigungsmaßnahmen nachgewiesen werden.
Sanktionspaket 5 EU (Formblatt 523 EU):
Mindestlohngesetz (Formular 522 EU): Eigenerklärung erforderlich.
Bewerbergemeinschaften, Unteraufträge und Eignungsleihe
Bewerbergemeinschaften: Zulässig; bei Zuschlag Bildung einer gesamtschuldnerisch haftenden ARGE mit bevollmächtigtem Vertreter (Formblatt 531 EU). Alle Mitglieder müssen die Eignungskriterien gemeinsam erfüllen.
Unterauftragnehmer: Bekannte Unterauftragnehmer sollten bereits mit dem Angebot benannt werden (Formblatt 533a EU, ggf. 533b EU auf Verlangen).
Eignungsleihe: Möglichkeit, Kapazitäten Dritter für wirtschaftliche, finanzielle, technische und berufliche Leistungsfähigkeit in Anspruch zu nehmen (Formblätter 534a EU und 534b EU).
Verfahrensrahmen und Zuschlag
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (zweistufig).
Mindest-/Höchstanzahl Bieter: Mindestens 3, höchstens 6 Bieter; sukzessive Reduzierung vorgesehen.
Stufen:
Zuschlagskriterium: Sicherheit der Versorgung (Sicherheit der Versorgung mit Planungs-/Bauphysikleistungen in sensiblen Sicherheitsbereichen).
Kaution/Bürgschaft: Nicht erforderlich.
Späte Einreichung: Verspätete Teilnahmeanträge werden abgelehnt.
Nachforderung: Fehlende Erklärungen/Nachweise können innerhalb von 6 Kalendertagen nach schriftlicher Anforderung nachgereicht werden.
Objektplanung Gebäude (3 Referenzen)
Davon mind. eine für einen öffentlichen Auftraggeber, mind. eine über Abwicklung eines TU-Projekts mit FLB und fachtechnischer QS für LPH 5+8; Nachweis über Referenzformblatt und/oder Referenzschreiben des Auftraggebers
Tragwerksplanung (2 Referenzen)
Davon mind. eine über Dach- und Fassadenplanung; Honorarzone II oder höher; LPH 1–8 oder mind. LPH 1–3
Bauphysik (1 Referenz)
Pflicht: Nachhaltigkeitszertifizierung nach BNB, DGNB o.ä.; Sanierung/Modernisierung im laufenden Betrieb oder Umbau
Persönliche Referenzen der Schlüsselpersonen (Person A und Person B)
Erfahrung in Objektplanung mit Sicherheitsanforderungen in Justizvollzugsanstalten (geschlossener Vollzug); bevorzugt mehrere Bauabschnitte im laufenden Betrieb; Nachweis mit Auskunftsperson beim Auftraggeber