Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) – Niederlassung Köln, handelnd im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) – sucht für die Truppenunterkunft Hardthöhe in Bonn ein qualifiziertes Ingenieur-/Architekturbüro für eine umfassende Sanierungsstudie mit Variantenvergleich.
Gebäude: 5 Stahlbeton-Skelettbauten (Geb. 200–204) aus den Jahren 1960–1964 mit ca. 15.000 m² BGF.
Aufgabe: Bestandsaufnahme, Zustandsfeststellungen (Fassade, Dach, Fenster, Innenbereich, Brandschutz, TGA), Schadstoffuntersuchung, Entwicklung von zwei Sanierungsvarianten (Vollständiger Leerzug vs. Sanierung „Zug um Zug" in 3 Bauabschnitten), energetisches Konzept (EGB-55-Standard), Kostenschätzung nach DIN 276 und Rahmenterminplan.
Verfahren: EU-weites Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Es werden 5 Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert. Bearbeitungsdauer: 8 Monate ab Auftragserteilung.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebot (Preis)30%
Das günstigste Angebot wird mit 10 Punkten gewertet. Alle anderen Angebote werden zum niedrigsten Angebot ins Verhältnis gesetzt. Die Differenz zum günstigsten Angebot wird in Prozent ermittelt, je % höherem Preis erfolgt ein Punktabzug in gleicher Höhe.
- Vorgehen im ausgeschriebenen Projekt15%
Darstellung der Projektbearbeitung unter Berücksichtigung der Anforderungen, Vorgaben, Besonderheiten, Projektziele und Projektrisiken. Bewertet werden Projektanforderungen/Vorgaben, Besonderheiten der parallelen Bearbeitung von 5 Gebäuden, Projektrisiken, Herangehensweise an den Variantenvergleich (Vollständiger Leerzug vs. Sanierung im laufenden Betrieb) sowie alternative Vorgehensweisen.
- Projektablauf10%
Geplanter Projektablauf mit Aussagen zu internen und externen Schnittstellen, Tätigkeitsverteilung, Krankheits- und Urlaubsvertretung. Bewertet werden Struktur des Projektablaufs, Tätigkeits- und Aufgabenverteilung, Schnittstellenmanagement, Risiko- und Konfliktmanagement sowie Steuerungsinstrumente zur Qualitätssicherung.
- Erläuterungen zur Kostenplanung und -steuerung am ausgeschriebenen Projekt15%
Darstellung, wie die vorgegebenen Projektkosten eingehalten werden. Bewertet werden Methodik der Kostenschätzung (DIN 276), Kostenrisiken bei der Sanierung, Ermittlung von Einsparpotentialen bei Vorabmaßnahmen (Aufzüge), Methoden zur Einhaltung der Kostenobergrenze sowie Umgang mit Marktpreisentwicklungen und Nachtragsmanagement.
- Erläuterungen zur Terminplanung und -steuerung am ausgeschriebenen Projekt10%
Darstellung der Einhaltung der Projekttermine und Aufzeigen von Terminrisiken. Bewertet werden Terminplanung zur Einhaltung der Meilensteine, Terminrisiken bei der Bestands-/Schadstoffanalyse, Plausibilität der Bauzeitenermittlung in den Varianten, Optimierungen in der Terminplanung sowie eingesetzte Instrumente für die Terminsteuerung.
- Erläuterungen zur Qualitätssteuerung am ausgeschriebenen Projekt10%
Darstellung, wie die vorgegebene Qualität im Projekt eingehalten wird. Bewertet werden Methodik zur Sicherung der inhaltlichen Qualität der Bestandsanalyse, Qualitätssicherung bei Nachhaltigkeits- und Energiestandards (GEG), Koordination der Fachplanung, Qualitätskontrolle im Abstimmungsverfahren sowie Prüf- und Freigabeprozesse.
- Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals10%
Berufserfahrung der verantwortlichen Projektleitung und Stellvertretung in Jahren (>10 Jahre = 10 Pkt., >5 Jahre = 5 Pkt., ≤5 Jahre = 0 Pkt.) sowie in Projekten (>10 Projekte = 10 Pkt., >5 Projekte = 5 Pkt., ≤5 Projekte = 0 Pkt.). Bewertet wird der Mittelwert aller erzielten Punkte.
Preis: Günstigstes Angebot erhält 10 Punkte; alle weiteren Angebote erhalten Punkte = 10 × (niedrigster Preis / eigener Preis). Die Preisdifferenz in % wird als Punktabzug berechnet (10 - Differenz in %). Die erreichten Punkte werden mit der Gewichtung multipliziert.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGebäude und Ausgangslage
Auf der Truppenunterkunft Hardthöhe (Fontainengraben 150, 53123 Bonn) sollen fünf Gebäude (Geb. 200–204) aus den Jahren 1960–1964 in Stahlbeton-Skelettbauweise (3- und 6-geschossig, ca. 15.000 m² BGF) ganzheitlich saniert werden. Die Gebäude verfügen über Flachdächer, eine hinterlüftete Natursteinfassade, neun Aufzugsanlagen (6 Personen-, 3 Lastenaufzüge) sowie unterschiedliche Untergeschoss-Situationen. Geplanter Baubeginn der späteren Sanierung: ca. 2030. Bearbeitungszeitraum der Studie: 8 Monate ab Auftragserteilung.
Arbeitsvorbereitung und Projektkommunikation
Zustandsfeststellung Bausubstanz
Zustandsfeststellung Technische Gebäudeausrüstung (TGA)
Zustandsfeststellung Brandschutz
Schadstoffuntersuchung
Aufzugsanlagen (Vorabbericht nach 10 Wochen)
Sanierungskonzept und Variantenvergleich
• Variante 1: Vollständiger Leerzug der Gebäude
• Variante 2: Sanierung „Zug um Zug" in drei Bauabschnitten
Energetisches Konzept und Nachhaltigkeit
Interimskonzept
Kosten, Termine und Abschlussdokumentation
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Bewerber müssen die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt oder Beratender Ingenieur/Ingenieur nach den Architekten-/Ingenieurgesetzen der Länder oder nach EU-Richtlinien zur Anerkennung von Diplomen nachweisen. Bei Objektplanung: Bauvorlageberechtigung. Juristische Personen müssen einen entsprechenden Architekten/Ingenieur für die Auftragsdurchführung benennen. Ausländische Bieter: Berechtigung gemäß RL 2005/36/EG.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Referenzen und Personal
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Technische Ausstattung
Im Auftragsfall muss folgende technische Ausstattung verfügbar sein:
1. Planungsdienstleistungen unter Einsatz von BIM unter Einhaltung der BIM-Standards des BLB NRW
2. AVA-Programm mit zertifizierter Schnittstelle nach GAEB-Standard 1990
3. Erstellung der Leistungsverzeichnisse unter Verwendung des Standardleistungsbuches Bau (StLB-Bau)
4. Internetbasierter Projektraum als Cloud-Anwendung (elektronisches Bauprojekt- und Dokumentenmanagementsystem)
Ausschlussgründe und sonstige Erklärungen
Verfahrensrahmen
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (VgV). Es werden 5 Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert (Mindest- und Höchstzahl je 5), schrittweise Reduzierung auf die Endauswahl möglich. Keine Verhandlungsphase vorgesehen. Sprache: Deutsch. Verfahren geeignet für kleine und mittlere Unternehmen. Keine Sicherheit/Bürgschaft gefordert. Bearbeitungsdauer 8 Monate ab Auftragserteilung.
Informationssicherheit und Zugangsbedingungen
Die Liegenschaft ist militärisch; für Ortstermine gelten besondere Zugangsregelungen (vereinfachte Sicherheitsüberprüfung, Anmeldung mind. zwei Wochen vor Ortstermin, Passwechselverfahren ca. 10 Min. pro Person, Staatenliste zu beachten). Vertraglich gelten die Anforderungen an die Informationssicherheit (Anlage InfoSichh): Grundwerte Vertraulichkeit, Verfülbarkeit, Integrität; Gewährleistungsziele Nichtverkettung, Transparenz, Intervenierbarkeit; Meldepflichten bei Sicherheitsvorfällen; Umsetzungsbestätigung mind. alle 3 Jahre.
Drei Referenzen für Sanierungsstudien (HOAI-Leistungsphasen 1 und 2)
Vergleichbare Leistung erforderlich; mindestens eine Referenz muss für einen öffentlichen Auftraggeber (z.B. Bundesbau) erstellt worden sein. Bestmögliche Bewertung erhalten fachübergreifende Sanierungsstudien inkl. TGA-, Schadstoff- und Energiekonzept bei Sanierung/Modernisierung im laufenden Betrieb. Nachweis über Referenzformblatt im Eignungsbogen plus Referenzschreiben des Auftraggebers.