Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) schreibt im offenen Verfahren (VOB/A) den Einbau einer neuen, befüllbaren Boden-/Schachtabdeckung in eine vorhandene Bodenöffnung in einer Stahlbeton-Geschossdecke im Eingangsbereich des Museums für antike Schifffahrt (Mufas) in Mainz aus.
Die Arbeiten umfassen Staubschutz und Unterdruckhaltung (HEPA-Filter) wegen angrenzender Museumsbereiche, bewehrungserhaltenden Rückbau und Ergänzung der Stahlbetondecke (C25/30, B500A), Lieferung und Einbau einer befüllbaren Edelstahl-Schachtabdeckung (ca. 1.070 × 753 mm, Sonderanfertigung) sowie Betonwerksteinverlegearbeiten im Raster 30×30 cm.
Bieter müssen mehrere Eigenerklärungen und Nachweise einreichen (Eignung, Versicherung, Russland-Sanktionen, Mindestentgelt, Mitarbeiteranzahl, Referenzen). Angebotsabgabe elektronisch über die Vergabeplattform.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenSchutz- und Sicherungsmaßnahmen (Museumsumfeld)
Baustelleneinrichtung und Staubschutz: Aufbau temporärer Staubschutzwände (bis 5 m Höhe), Errichtung von Staubschutztüren/Schleusen sowie staubdichte Abdichtung angrenzender Öffnungen (insgesamt ca. 75 m² Wand, 2 St. Schleusen, 50 m² Abklebung).
Unterdruckhaltung: Aufrechterhaltung eines kontrollierten Unterdrucks (ca. 20–50 Pa) mit HEPA-Filter H13 oder besser, Luftwechselrate mindestens 3- bis 5-fach pro Stunde, um die angrenzenden Museums- und Ausstellungsflächen vor Staub und Schadstoffen zu schützen.
Erfordernis: Diese Maßnahmen sind zwingend, da die Arbeiten im Eingangsbereich eines öffentlichen Museums mit angrenzenden Ausstellungsflächen stattfinden.
Rückbau und Ertüchtigung der Bestandsdecke
Demontage Bodenbelag: Aufnehmen und fachgerechtes Lagern der vorhandenen Betonwerksteinplatten (ca. 3 m²) sowie Aufnehmen und Entsorgen der Bettungs- und Ausgleichsschichten (ca. 3 m²).
Temporäre Abstützung: Sicherung der Stahlbeton-Geschossdecke während der Arbeiten.
Bewahrungserhaltender Rückbau: Behutsamer Abbruch des Bestands-Stahlbetons (ca. 0,4 m³, ca. 50 cm umlaufend um die Öffnung, ca. 20 cm Deckendicke) unter Erhalt der Bestandsbewehrung. Schneiden und Umbiegen der vorhandenen Bewehrungsstäbe (ca. 20 Stück).
Stahlbetonergänzung
Bewehrung: Liefern und Einbauen von Betonstahl B500A (ca. 125 kg) sowie Herstellen von ca. 20 Bewehrungsanschlüssen an den Bestand (Verbundankersystem).
Schalung und Beton: Schalung der Deckenöffnung (1 Stück) und Ergänzung der Stahlbetonkonstruktion mit Beton C25/30 (1 Position), Betondeckung 20 mm.
Lieferung und Einbau der Boden-/Schachtabdeckung
Befüllbare Schachtabdeckung: Sonderanfertigung in Edelstahl (Werkstoff V2A), lichte Weite ca. 1.070 × 753 mm, mit Wanne zur bauseitigen Befüllung mit Bodenbelag. Zugelassene Fabrikate: Hagodeck, BVE-GD Sonder oder gleichwertig.
Leistungsumfang: Lieferung der Abdeckung inklusive Werk- und Montageplanung sowie Einbau der Abdeckung in die ertüchtigte Deckenöffnung. Aufmaß am Bestand und Werkplanung sind vor Fertigung zwingend erforderlich.
Betonwerksteinarbeiten
Deckelbefüllung: Befüllen der Wanne der Schachtabdeckung mit Betonwerkstein (30 × 30 × 3 cm) im Raster des umgebenden Bestandsbodens.
Wiederverlegung: Zuschnitt und Verlegung des Betonwerksteinbelags im Bereich der neuen Abdeckung; Anarbeitung an das bestehende Fugenraster (30 × 30 cm).
Eventualposition / Stundenlohnarbeiten
Facharbeiterstunden auf Nachweis: 10 Stunden als Eventualposition, die ausschließlich auf besondere Anordnung der Bauleitung abgerechnet werden dürfen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche und unternehmerische Eignung
Eigenerklärung zur Eignung: Vollständig ausgefüllter Vordruck 124 (alternativ: PQ-Nummer oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung/EEE) ist mit dem Angebot einzureichen.
Gewerberechtliche Zulassung: Auf Verlangen sind Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug und Eintragung in der Handwerksrolle (bzw. IHK-Karte) vorzulegen.
Keine Insolvenz: Falls ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, ist ein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan vorzulegen.
Wirtschaftliche und personelle Leistungsfähigkeit
Beschäftigtenanzahl: Erklärung zur durchschnittlichen Arbeitskräftezahl der letzten 3 Jahre (gegliedert nach Lohngruppen, mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal).
Betriebshaftpflichtversicherung: Nachweis einer bestehenden Betriebshaftpflichtversicherung oder Verpflichtungserklärung, diese binnen 6 Wochen nach Zuschlag abzuschließen. Erforderliche Mindestdeckung pro Schadensfall (mind. 2-fach maximiert):
Alternativ genügt eine spezifische Projekt-/Excedentendeckung mit 1-facher Maximierung.
Steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Zuverlässigkeit
Finanzamt: Unbedenklichkeitsbescheinigung / Bescheinigung in Steuersachen.
Freistellung Bauabzugssteuer: Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Sozialkasse: Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse, falls beitragspflichtig.
Berufsgenossenschaft: Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (mit ausgewiesenen Lohnsummen).
Technische Leistungsfähigkeit (Referenzen)
Referenznachweise: Mit dem Angebot sind mindestens 1, bis zu 3 Referenzprojekte einzureichen (Formular 'Eigenerklärung technische und berufliche Leistungsfähigkeit/Referenzen'). Je Referenz sind anzugeben: Kurzbeschreibung der Baumaßnahme, Auftraggeber (Name, Anschrift, Ansprechpartner mit Funktion, E-Mail, Telefon), erbrachte Arbeiten/Leistungsphasen, Datum der Fertigstellung, Auftragsvolumen in Euro sowie eine Bestätigung des Referenzgebers (Ort, Datum, Unterschrift). Konkrete Mindestanforderungen (Zeitraum, Volumen, Vergleichbarkeit) sind in den vorliegenden Unterlagen nicht definiert.
Rechtliche und vergaberechtliche Erklärungen
Mindestentgelt/Tariftreue: Verpflichtungserklärung gemäß § 4 Abs. 2 LTTG Rheinland-Pfalz zur Zahlung des Mindestlohns nach MiLoG, zur sorgfältigen Auswahl von Nachunternehmen und zur Vorlage entsprechender Erklärungen sämtlicher Nachunternehmer/Verleiher.
Russland-Sanktionen: Eigenerklärung gemäß EU-Verordnung 833/2014 (i.d.F. 2022/576), dass weder der Bieter noch eingesetzte Unterauftragnehmer/Lieferanten (>10 % Auftragswert) einen Russland-Bezug im Sinne der Sanktionen aufweisen.
Bietergemeinschaft und Nachunternehmer
Bietergemeinschaft: Erklärung der Bieter-/Arbeitsgemeinschaft (Vordruck 234) ist mit dem Angebot einzureichen.
Nachunternehmer: Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (Vordruck 233) mit Namen bereits bei Angebotsabgabe; Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (Vordruck 235); je Nachunternehmer Verpflichtungserklärung (Vordruck 236) sowie auf Verlangen Sicherheitsauskunft und Verpflichtungserklärung (Vordruck 126).
Referenzen zur technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit (bis zu 3 Referenzprojekte möglich)
je Referenz: Kurzbeschreibung der Baumaßnahme, Auftraggeber (Name, Anschrift, Ansprechpartner, Funktion, E-Mail, Telefon), erbrachte Arbeiten/Leistungsphasen, Fertigstellungsdatum, Auftragsvolumen und Bestätigung des Referenzgebers (Ort, Datum, Unterschrift)