Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Techniker Krankenkasse (TK) beschafft eine zentrale Cloud-basierte BPM-Software (Business Process Management) als SaaS-Lösung für sich und ihre Tochtergesellschaft TKgesundheit GmbH (TKGG). Die Software soll Geschäftsprozesse abbilden, dokumentieren und steuern – als Nachfolger der Eigenentwicklung „TK-Modeller" (TK) bzw. „BIC Process Design" (TKGG).
Was zu bieten ist:
Zwei Lizenzmodelle zur Auswahl: Unternehmens-Lizenzierung oder User-basiertes Modell (jeweils eigenes Preisblatt A1).
Verfahren: Offenes Verfahren, keine Losaufteilung, Angebotsabgabe nur elektronisch über www.dtvp.de. Angebotsfrist: 17.08.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis40%
Bewertung auf Grundlage des Angebotsvergleichspreises gemäß Anlage 'Preisblatt' (abzüglich Skonto, soweit angeboten und wertbar). Das Angebot mit dem günstigsten Preis wird normiert auf 40, die weiteren Angebote auf einen entsprechend geringeren Wert.
- Qualität der Leistung60%
Bewertung auf Grundlage des Fragenkatalogs (Anlage A2) mittels Selbstbewertung des Bieters und verifizierender Teststellung durch die TK. MUSS-Kriterien müssen erfüllt sein (sonst Ausschluss), SOLL-Kriterien werden mit Gewichtungsfaktor (1, 5 oder 10) bewertet. Das Angebot mit der höchsten Leistungspunktzahl wird normiert auf 60, die weiteren Angebote auf einen entsprechend geringeren Wert.
W = (60 x L / Lmax) + (40 x Pmin / P); W = Gesamtwertung; 40 = Gewichtung Preis; 60 = Gewichtung Leistung; P = Angebotsvergleichspreis des jeweiligen Angebotes; Pmin = Preis des kostengünstigsten Angebotes; L = Leistungspunkte des jeweiligen Angebotes; Lmax = Leistungspunkte des fachlich besten Angebotes
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenModellierung – Sprachen und Funktionen
Die Software muss vollständige BPMN-2.0-Kollaborationsdiagramme abbilden (mit Pools, Lanes, Nachrichtenflüssen, Ereignissen, Aktivitäten, Gateways). Zusätzlich sind Prozesslandkarten/Wertschöpfungskettendiagramme (WKD), Organigramme und – als Wunschkriterium – Customer Journey Maps zu unterstützen.
Modellierungsfunktionen:
Verwaltung, Stammdaten und Dokumentation
Die Software muss vollständig über die GUI konfigurierbar sein (kein Datei-/Code-Zugriff nötig) und eine automatische Versionierung mit Vergleich/Wiederherstellung von Versionen bieten. Individuelle Ordnerstrukturen, pro Modellierungstyp konfigurierbare Elemente und Attribute (Text, Zahl, Datum, Checkbox, Liste, Hyperlink, Verknüpfung) sind Pflicht.
Prozessportal, Analyse und Risikomanagement
Prozessportal für freigegebene/veröffentlichte Prozesse mit Anzeige der Stammdaten samt Prozessreferenzen, Favoriten/Abonnements, Kommentaren mit Benachrichtigung, Volltextsuche, Drill-down, Breadcrumb-Navigation, Zoom und Minimap.
Analyse: Auswertungen der Stammdaten für einzelne oder mehrere Prozesse.
Risikomanagement (integriert): Funktionen für Risiko- und Kontrollmanagement, zentrale Übersicht/Repository, Verknüpfung auf Aktivitäts- und Prozessmodellebene, visuelle Kennzeichnung (Symbole), Risikomanagement-Report.
Administration, Schnittstellen und Mehrfachinstanzen
Administration: Layout/Struktur des Portals konfigurierbar, Zugriffsrechte nach Nutzergruppen, Benutzerverwaltung über AD-Gruppen, Berechtigungen über die Programmoberfläche, Active-Directory-Anbindung, Single Sign-on, Ordner-/Modell-Zugriff einschränkbar (Anzeige/Schreiben/Löschen), Corporate-Design-Anpassung ohne Programmierung.
Allgemein: Deutsche Menüführung/Hilfe, Mehrfachinstanzen, Datenkonsistenz bei Verbindungsabbrüchen, separate Schulungsinstanz, digitales Handbuch (mind. englisch, idealerweise deutsch), getrennte Datenhaltung für TK und TKGG (Mandantenfähigkeit/mehrere Instanzen).
Schnittstellen (SOLL):
Setup, Migration, Pflege und abrufbare Leistungen
Setup TK (Werkleistung): Bereitstellung vollständig funktionsfähiger Software und AD-Anbindung innerhalb von 10 Arbeitstagen (Mo–Fr) nach Vertragsschluss.
Erweiterung TKGG (ab 01.01.2028):
Pflegeleistungen: Aktualisierung, Störungsmeldung und Störungsbeseitigung nach Maßgabe der 'Regelungen zur Softwarepflege' im Vertrag.
Beratung auf Abruf: ca. 10 Personentage pro Jahr für TK und TKGG (Konfiguration, Administration).
Schulungen auf Abruf:
Benötigte Lizenzen (TK und TKGG)
TK:
TKGG:
Der Bieter wählt zwischen zwei Preisblättern: Unternehmens-Lizenzierung (unbegrenzte User, monatliche Pauschale) oder User-basiertes Modell (Bepreisung je Nutzerkategorie). Es ist nur das zum angebotenen Lizenzmodell passende Preisblatt einzureichen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung über Umsätze der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre:
Weitere Prüfungen durch die TK:
Eignungsleihe ist zulässig; bei Bietergemeinschaften gesamtschuldnerische Haftung.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Referenzen
Mindestens 2 Unternehmensreferenzen aus den letzten 3 Jahren, vergleichbar in Art, Umfang und Schwierigkeitsgrad.
Vergleichbarkeit: Migration von mindestens 200 BPMN-2.0-Modellen inklusive Stammdatenübernahme von einer Fremdsoftware in die eigene Software sowie Verknüpfung der Modelle mit den übernommenen Stammdaten.
Pflichtangaben je Referenz: Name/Firma des Auftraggebers, Zeitraum der Leistungserbringung, Beschreibung der Leistung, Ansprechpartner mit Kontaktdaten (auf Anfrage).
Bei Bietergemeinschaften/Eignungsleihe sind Referenzen auf mehrere Mitglieder verteilbar.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Mitarbeiterprofile
Mindestens 2 Mitarbeiterprofile mit jeweils:
Ausschlussgründe und sonstige Erklärungen
Erklärung zu Ausschlussgründen §§ 123, 124 GWB: keine rechtskräftige Verurteilung innerhalb der letzten 5 Jahre (§ 123) und keine Ereignisse innerhalb der letzten 3 Jahre (§ 124) – entweder positive Erklärung oder Begründung bei Vorliegen.
Erklärung EU-Sanktionspaket (Russland-Sanktionen gem. VO (EU) Nr. 833/2014): keine Beteiligung russischer Staatsangehöriger oder in Russland niedergelassener Personen/Organisationen mit > 50 % Anteilen; kein Unterauftragnehmer/Lieferant mit > 10 % Auftragswert aus diesen Kreisen.
Datenschutz: Sicherstellung, dass personenbezogene Daten mit Zustimmung der Betroffenen weitergegeben werden dürfen.
Mindestlohn-Compliance: Erklärung zur Einhaltung MiLoG/AEntG (auch bei Unterauftragnehmern).
Haftpflichtversicherung: Nachweis gemäß Ziffer 21 EVB-IT Cloud-AGB.
Unternehmensreferenz: Bereitstellung und Support einer BPM-Software inkl. Migration aus einer Fremdsoftware
Referenz muss Migration mind. 200 BPMN-2.0-Modelle inkl. Stammdatenübernahme und Verknüpfung der Modelle mit den übernommenen Stammdaten umfassen. Angabe Auftraggeber, Zeitraum, Leistungsbeschreibung; Ansprechpartner auf Anfrage. Bei Bietergemeinschaft/Eignungsleihe auf mehrere Unternehmen verteilbar.
Mitarbeiterprofil: BPM-Software-Bereitstellung, -Implementierung und -Migration
Nachweis deutscher Sprachkenntnisse (Muttersprache oder nachgewiesene Projektarbeit in deutscher Sprache); ggf. pseudonymisiert zulässig.