Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz schreibt die systematische Erfassung von Brut- und Rastvögeln in 42 EU-Vogelschutzgebieten (VSG) in Rheinland-Pfalz aus. Jedes Los umfasst ein konkretes Schutzgebiet mit einer bestimmten Fläche und einer definierten Lebensraumstruktur (Wald, Agrarlandschaft, Binnengewässer).
Bieter übernehmen die komplette einjährige Kartierung – also die Revierkartierung von Brutvogelgemeinschaften nach dem Methodenstandard SÜDBECK et al. (2025) sowie die zehnmonatige Erfassung von Rast- und Zugvogelbeständen. Hinzu kommen Planung, Vorbereitung, digitale Datenerfassung über die App NaturaList, Auswertung und ein schriftlicher Ergebnisbericht je Los.
Die Lose 1–21 werden 2027 bearbeitet, die Lose 22–42 im Jahr 2028. Angebote sind ausschließlich elektronisch über den Vergabemarktplatz RLP einzureichen, und zwar bis zum 21.09.2026 um 10:00 Uhr. Mehrere Lose dürfen im selben Angebot kombiniert werden, jedes Los muss aber komplett angeboten werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Wertungspreis100%
Der Zuschlag wird auf das Angebot mit dem niedrigsten Wertungspreis je Los erteilt. Der Wertungspreis errechnet sich aus den Pauschalpreisen der Positionen 1a, 1b, 2, 3 und 4 des Preisblatts, abzüglich ggf. gewährtem Skonto, zuzüglich Umsatzsteuer.
Wertungspreis = 2 × Pauschalpreis netto Pos. 1a + 2 × Pauschalpreis netto Pos. 1b + 1 × Pauschalpreis netto Pos. 2 + 1 × Pauschalpreis netto Pos. 3 + 1 × Pauschalpreis netto Pos. 4 - SKONTO + USt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und Gesamtziel
Die Ausschreibung umfasst die vollständige, einjährige Erfassung von Brut- und Rastvögeln in 42 EU-Vogelschutzgebieten (VSG) in Rheinland-Pfalz. Ziel ist die Bereitstellung belastbarer Daten für den Vogelschutzbericht 2031 (Berichtsperiode 2023–2028) sowie für die EU-Berichtspflichten nach Artikel 12 der Richtlinie 2009/147/EG und der Verordnung 2019/1010.
Die Lose 1–21 werden 2027 bearbeitet, die Lose 22–42 im Jahr 2028. Jedes Los muss als geschlossene Leistungseinheit komplett angeboten werden; Bieter können ein oder mehrere Lose kombinieren, aber keine Teilgebiete herauslösen.
Abstimmung, Planung und Methodik
Pro Los finden bis zu zwei Abstimmungsgespräche statt (Präsenz in Mainz oder online, je ca. 2 Stunden). Im Anschluss übernimmt der Bieter Vorbereitung, Planung und Koordination der Geländearbeiten.
Die Erfassung folgt dem Methodenstandard SÜDBECK et al. (2025). Die Datenerfassung läuft über die App NaturaList (Module StaR und StaR-trek), flankiert von ergänzenden externen Daten (Monitoring rastender Wasservögel, ornitho.de).
In VSG >1.000 ha (z. B. Lose 2, 3, 5, 8, 11, 15, 17, 20, 27, 29, 30, 36, 39, 41) werden Brutvögel nur auf repräsentativen Habitat-Teilflächen (RHT) erfasst.
Brutvogelerfassung
Vollständige einjährige Revierkartierung relevanter Brutvogelarten nach SÜDBECK et al. (2025).
In Agrarlandschaften werden rast- bzw. brutrelevante Agrarvogelarten auf 500 ha oder vollständig kartiert (je nach VSG).
Rastvogelerfassung
Zehnmonatige Erfassung relevanter Zug- und Rastvogelarten mittels landbasierter Zählungen in definierten Rastgebieten.
Gewässergebundene Arten werden vollständig in der Gewässer-Lebensraumkategorie erfasst.
Datenlieferung und Berichterstattung
Je Los sind folgende Daten zu liefern:
Fristen:
Teilrechnungen können bis 31.08. des jeweiligen Bearbeitungsjahres gestellt werden. Die Bereitstellung ergänzender ehrenamtlicher Daten durch den Auftraggeber erfolgt bis 31.10. des jeweiligen Jahres.
Lebensraumkategorien je Los
Je nach VSG-Typ sind unterschiedliche Lebensraumkategorien zu bearbeiten. Die zu kartierende Fläche pro Los ergibt sich aus der Summe aller relevanten Lebensraumkategorien.
Die für jedes Los konkret erforderlichen Lebensräume und Themen (Brutvogel-Revierkartierung und/oder Rastvogelerfassung) sind im Angebotsschreiben hinterlegt; siehe auch Tabelle der Referenzanforderungen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche und rechtliche Eignung
Es dürfen keine schweren Verstöße gegen gesetzliche Pflichten vorliegen (Ausschlussgründe nach §§ 123 ff. GWB, z. B. Korruption, Insolvenz). Der Bieter muss eine Eigenerklärung zu Ausschlussgründen (Formular 303) abgeben.
Zudem gilt das 5. EU-Sanktionspaket: Bieter und Unterauftragnehmer/Lieferanten mit mehr als 10 % Auftragswert dürfen keinen Bezug zu Russland haben (keine russische Staatsangehörigkeit/Niederlassung, kein Anteilsbesitz > 50 %, kein Handeln im Auftrag sanktionierter Personen). Nachweis über Formular 312.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Berufshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungssummen:
Alternativ genügt die Bereitschaftserklärung, die Versicherung im Auftragsfall abzuschließen. Der endgültige Versicherungsnachweis (Bescheinigung der Haftpflicht- oder Exzedentenversicherung) ist spätestens zum Vertragsbeginn vorzulegen. Bei Arbeitsgemeinschaften muss der Versicherungsschutz auf die ARGE ausgestellt sein oder gleichlautend für alle Mitglieder mit Außenhaftung für die gesamte ARGE bestehen. Nachweis über Formular 310.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Der Bieter muss je Los vergleichbare Referenzprojekte nachweisen:
Eine Referenz kann für mehrere Lose und mehrere Themen genutzt werden. Bei Bietergemeinschaften zählt die Gesamtheit aller Mitglieder für die Anzahl der geforderten Referenzen. Nachweis je Referenz über Formular 311; Gesamterklärung über Formular 304.
Die je Los erforderlichen Themen (A = Revierkartierung Brutvogelgemeinschaften, B = Rastvogelerfassung) sind in der Themenmatrix der Vergabeunterlagen hinterlegt.
Personelle Eignung (Sachkundenachweis)
Jede eingesetzte Person muss ihre Eignung über ein ausgefülltes Mitarbeiterprofil (Anlage LB 6) nachweisen, das vor erstmaligem Einsatz vorzulegen ist. Die Hauptverantwortliche Kontaktperson muss alle nachstehenden Kenntnisse mitbringen.
Anforderungen je Person (mind.):
Alternativ zu Berufserfahrung werden auch Abschlussarbeiten (Bachelor/Master/Diplom) und Drittmittelprojekte an Hochschulen oder Forschungseinrichtungen akzeptiert. Methodenkenntnisse nach SÜDBECK et al. (2025) und NaturaList (StaR, StaR-trek, MhB, WVZ) müssen spätestens zum Leistungsbeginn eigenständig erarbeitet sein.
Tariftreue und Mindestlohn
Verpflichtung zur Einhaltung des rheinland-pfälzischen Landestariftreuegesetzes (LTTG) und des gesetzlichen Mindestlohns. Der Bieter muss mindestens den gesetzlichen Mindestlohn zahlen (derzeit 13,90 €/Stunde ab 01.01.2026) sowie für AEntG-erfasste Beschäftigte das einschlägige tarifliche Entgelt.
Diese Pflichten sind auch auf Nachunternehmer und Verleiher zu erstrecken; auf Verlangen sind deren Eigenerklärungen vorzulegen. Nachweis über Formular 305a (ggf. § 4 Abs. 2 LTTG) und/oder 305b (§ 4 Abs. 1 LTTG).
Verfahren und Formalien
Verfahrensart: offenes Verfahren nach VgV. Die Eignungsprüfung folgt den Standard-Auswahlkriterien.
Vergleichbare Referenzprojekte aus den Bereichen (a) Revierkartierung Brutvogelgemeinschaften nach SÜDBECK et al. (2025) und/oder (b) Rastvogelbestandserfassung mittels landbasierter Zählungen
Erfassung von mindestens zwei Vogelarten; eine Referenz kann für mehrere Lose und mehrere Themen genutzt werden; bei Bietergemeinschaften zählt die Gesamtheit der Mitglieder; Nachweis je Referenz über Formular 311
Themen A (Brutvogel-Revierkartierung) und B (Rastvogelerfassung) – beide Themen erforderlich
Lebensräume W, A, G; mind. 2 Vogelarten
Themen A und B – beide Themen erforderlich
Lebensräume W, A, G
Themen A und B – beide Themen erforderlich
Lebensräume W, A, G
Thema A (Brutvogel-Revierkartierung)
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Thema B (Rastvogelerfassung)
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Thema B (Rastvogelerfassung)
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Thema B (Rastvogelerfassung)
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Thema A (Brutvogel-Revierkartierung)
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Thema A (Brutvogel-Revierkartierung)
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Thema B (Rastvogelerfassung)
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Thema B (Rastvogelerfassung)
Lebensräume W, A, G
Thema B (Rastvogelerfassung)
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Thema A (Brutvogel-Revierkartierung)
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Thema A (Brutvogel-Revierkartierung)
Lebensräume W, A, G; Los 34 umfasst Rheininseln – Besonderheit beachten
Thema B (Rastvogelerfassung)
Lebensräume W, A, G
Thema A (Brutvogel-Revierkartierung)
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Thema A (Brutvogel-Revierkartierung)
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G
Thema A (Brutvogel-Revierkartierung)
Lebensräume W, A, G
Themen A und B
Lebensräume W, A, G