Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung für eine Rahmenvereinbarung über Baum- und Gehölzpflegearbeiten entlang der Bundes- und Landesstraßen im Landkreis Nordhausen (Thüringen) für die Jahre 2026 und 2027.
Die Auftraggeberin ist der Freistaat Thüringen, Landesamt für Bau und Verkehr (Region Nord, Leinefelde-Worbis). Der Baumbestand umfasst rund 4.574 Bäume; die Einzelaufträge werden je nach Bedarf vergeben – ein Anspruch auf bestimmte Jahresmengen besteht nicht.
Was zu tun ist:
Geschätztes Auftragsvolumen: ca. 180.000 EUR netto. Vertragslaufzeit: 01.10.2026 bis 30.09.2027 (mit Verlängerungsoption bis max. 4 Jahre).
Angebotsfrist: 12. August 2026, 13:00 Uhr.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Geltungsbereich
Rahmenvereinbarung für Baum- und Gehölzpflegearbeiten an Bundes- und Landesstraßen im Landkreis Nordhausen.
Schonende Form- und Pflegeschnitte
Erziehungsschnitte an Jungbäumen (verschiedene Größenklassen bis >8 m Höhe), Kronenpflege in mehreren Größenklassen bis >20 m Baumhöhe, Lichtraumprofilschnitt (Lichtraumprofil: 4,50 m Höhe über Fahrbahn, 1,25 m seitlicher Sicherheitsraum ab Fahrbahnrandmarkierung), Totholzbeseitigung in mehreren Größenklassen sowie Entfernung von Stamm- und Stockaustrieben.
*Beispiele aus dem LV: 20 St Jungbäume bis 4 m, 50 St 4–6 m, 50 St 6–8 m; 500 St Lichtraumprofilschnitt; 30 St Totholzbeseitigung je Größenklasse; 200 St Austriebe je Größenklasse.*
Stark eingreifende Schnittmaßnahmen
Kroneneinkürzungen um ca. 10 % (8 Positionen à 10 Stück) und um ca. 20 % (8 Positionen à 5 Stück) in verschiedenen Baumgrößen bis >20 m Höhe. Auch als Sofortmaßnahmen an geschädigten Baumkronen.
Fällungen und Wurzelstockentfernung
Bäume fällen ohne Roden in verschiedenen Durchmesserklassen von 0,10 m bis >1,00 m (z.B. 200 St 0,1–0,3 m Ø, 100 St 0,3–0,5 m Ø, 20 St 0,5–0,75 m Ø, 5 St 0,75–1 m Ø, 5 St >1 m Ø). Wurzelstöcke ausfräsen in denselben Durchmesserklassen. Fachgerechte Fällung vom Boden aus oder stückweise von oben (Hubarbeitsbühne/Seilklettertechnik); Straßenkörper und Straßeneinrichtungen dürfen nicht beschädigt werden. Wurzellöcher sind mit geeignetem Boden zu verfüllen und zu verdichten.
Sonstige Pflegeleistungen
Entsorgung und Abfallnachweis
Entsorgung nicht gefährlicher Abfälle (Schnittgut, AVV 020107 – Abfälle aus der Forstwirtschaft). Verwertungsweg nach Wahl des Auftragnehmers. Führung einer Abfallliste als Excel (.xlsx) bis zur Schlussabnahme. Bei Einschaltung eines Entsorgungsbetriebs: Entsorgungsfachbetriebezertifikat oder Genehmigungsbescheid mit Auszügen und Annahmegrenzwerten vorlegen.
Baustelleneinrichtung und Verkehrssicherung
Nicht gesondert vergütet und daher in die Preise einzurechnen sind: Baustelleneinrichtung und -beräumung, Verkehrssicherung sowie kurzzeitige Vollsperrungen bei Baumfällarbeiten.
Dringlichkeitskategorien für Einzelaufträge
| Kategorie | Beginn | Vollendung |
|---|---|---|
| I | Unverzüglich nach Einzelauftrag | – |
| II | Max. 5 Werktage nach Einzelauftrag | 6 KW nach Einzelauftrag |
| III | Max. 5 Werktage nach Einzelauftrag | 12 KW nach Einzelauftrag |
Bei Fristüberschreitung fällt eine Vertragsstrafe von 0,2 % je Werktag der Auftragssumme (netto) an, maximal 5 % der Abrechnungssumme.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage – Ausschlussgründe
*Auf Verlangen der Vergabestelle: Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Sozialkasse, des Finanzamts und der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen.*
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auftragsspezifische Qualifikation
Nachweis über die Teilnahme an einer Schulung/Fortbildung gemäß dem Merkblatt über Rahmenbedingungen für erforderliche Fachkenntnisse zur Verkehrssicherung von Arbeitsstellen an Straßen (MVAS) – als einzige konkret auftragsspezifische Qualifikation gefordert.
Pflichten nach dem Thüringer Vergabegesetz (ThürVgG)
Mit Abgabe des Angebots ist zwingend die Eigenerklärung zum Thüringer Vergabegesetz gemäß § 8 Abs. 1 S. 1 ThürVgG vorzulegen – eine Nachforderung ist ausgeschlossen. Ohne diese Erklärung erfolgt Angebotsausschluss. Inhalt:
1. Tariftreue gemäß § 6 Abs. 1 ThürVgG
2. Zahlung des repräsentativen Tarifentgelts oder mindestens 1,50 EUR über dem gesetzlichen Mindestlohn (§ 6 Abs. 4 ThürVgG)
3. Einsatz von Leiharbeitskräften (§ 6 Abs. 5 ThürVgG)
4. Entgeltgleichheit (§ 6 Abs. 10 ThürVgG)
5. Zustimmung des Auftraggebers vor Einsatz von Nachunternehmern (§ 7 Abs. 1 ThürVgG)
6. Weitergabe der Pflichten an Nachunternehmer und Kontrolle (§ 7 Abs. 2 und 4 ThürVgG)
7. Vorhaltung von Unterlagen für Kontrollen (§ 12 Abs. 1 ThürVgG)
Zusätzlich: Benennung eines SiGe-Koordinators gemäß Baustellenverordnung/RAB 30.
Möglichkeit der Präqualifikation
Präqualifizierte Unternehmen können ihre Eignung durch den Eintrag in die Liste des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nachweisen, ggf. ergänzt um auftragsspezifische Einzelnachweise. Bei Einsatz von Nachunternehmen ist deren Präqualifikation oder Eignung auf Verlangen nachzuweisen.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen über die Ausführung vergleichbarer Bauleistungen in den letzten 5 Kalenderjahren (vergleichbare Bauleistungen im Bereich Baum- und Gehölzpflege/Fällungen/Landschaftsbauarbeiten). Jede Referenz muss enthalten: Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (Anteil des Bieters), Ausführungszeitraum, Auftraggeber.
Bescheinigungen über ordnungsgemäße Ausführung sind auf Verlangen vorzulegen; Referenzen älter als 5 Jahre nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Auftraggebers