Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung:
Die Bundesstadt Bonn sucht für ihr Seniorenzentrum einen Generalplaner, der ein bestehendes Alten- und Pflegeheim (Baujahr 1975, 130 Pflegeplätze) umfassend saniert, umbaut und erweitert.
Wesentliche Eckpunkte:
Hinweis: Der Teilnahmeantrag ist ausschließlich elektronisch über den Vergabemarktplatz NRW einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Honorar20%
Bewertet wird das angebotene Honorar einschließlich Nebenkosten und angebotener Zuschläge. Rechnerische Bewertung, niedrigster Angebotspreis erhält maximale Punktzahl, übrige Angebote linear im Verhältnis zum niedrigsten Angebotspreis.
- Fachliche Qualität, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit der zu erwartenden Leistung5%
Bewertet werden die fachliche Qualität der vorgestellten Lösungsansätze sowie die zu erwartende Funktionalität und Wirtschaftlichkeit der Planungs- und Umsetzungsleistungen. Berücksichtigt werden: Umgang mit Anforderungen einer Pflegeeinrichtung, laufender Betrieb, Funktionalität der Nutzungsabläufe, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Umsetzbarkeit der Konzepte.
- Verständnis der Aufgabenstellung und konzeptionelle Herangehensweise15%
Bewertet werden das Verständnis der Projektanforderungen sowie die dargestellte Herangehensweise an die Kernsanierung und Erweiterung. Berücksichtigt werden: Bauen im Bestand, laufender Betrieb, gesetzliche Anforderungen (APG NRW, WTG NRW), Bauphasen, konzeptionelle Lösungsansätze, Schnittstellen, Fördermittel (KfW, EFRE/JTF NRW).
- Personaleinsatzkonzept und Leistungsfähigkeit des Projektteams15%
Bewertet werden die Organisation des Projektteams sowie die fachliche Leistungsfähigkeit. Berücksichtigt werden: Aufbau und Struktur, personelle Verfügbarkeit, Vertretungsregelungen, Erfahrung mit vergleichbaren Projekten und öffentlichen Auftraggebern, Zusammenarbeit mit Fachplanern/Sachverständigen/SiGeKo, Zusammenarbeit mit Generalunternehmern, interdisziplinäre Zusammenarbeit.
- Persönlicher Eindruck aus dem Verhandlungsgespräch15%
Bewertet werden die im Verhandlungsgespräch gewonnenen Eindrücke hinsichtlich der zu erwartenden Projektbearbeitung. Berücksichtigt werden: Fachkompetenz, Kommunikationsfähigkeit, Problemlösungskompetenz, Projekterfahrung, Sicherheit im Umgang mit Projektanforderungen, Verständnis der Aufgabenstellung, Teamorganisation und Entscheidungsstrukturen.
- Kosten- und Nachtragsmanagement5%
Bewertet werden die vorgesehenen Maßnahmen zur Kostensteuerung und Nachtragsvermeidung. Berücksichtigt werden: Kostenkontrolle, Kostenverfolgung, Nachtragsmanagement, Umgang mit Kostenabweichungen, Maßnahmen zur Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit.
- Terminplanung und Terminsteuerung15%
Bewertet werden die dargestellten Maßnahmen zur Terminplanung und Sicherstellung der Termineinhaltung. Berücksichtigt werden: Qualität und Vollständigkeit eines Übergabe-/Inbetriebnahme-Konzepts (Detailterminplan 9 Monate vor Fertigstellung), Bauablaufplanung, Terminsteuerung, Umgang mit Verzögerungen, Koordination der Bauabschnitte.
- Qualitätssicherung und Präsenz vor Ort5%
Bewertet werden die vorgesehenen Maßnahmen zur Qualitätssicherung während Planung und Ausführung. Berücksichtigt werden: Qualitätskontrollen, Baustellenpräsenz, Dokumentation, Mängelmanagement, Organisation der Objektüberwachung.
- Projektkoordination und Schnittstellenmanagement5%
Bewertet werden die Organisation und Koordination der fachübergreifenden Planungs- und Ausführungsprozesse. Berücksichtigt werden: Koordination der Fachplaner, Prüfsachverständigen und SiGeKo, Schnittstellenmanagement, Abstimmung zwischen allen Fachdisziplinen, Koordination der Beteiligten, Organisation der Planungsabläufe, Informationsfluss.
Für Preis: lineare Interpolation - niedrigster Preis = 5 Punkte, 2-facher Preis = 0 Punkte, Formel: (2 x Bestwert - Wert des Angebotes) / Bestwert x 5. Für Qualitätskriterien: Punkteskala 0-5 je nach Zielerreichungsgrad (5=Übererfüllung, 4=vollständige Erfüllung, 3=unwesentliche Einschränkungen, 2=hinnehmbare Einschränkungen, 1=deutliche Einschränkungen, 0=keine Erfüllung). Gewichtete Punktzahl = Punktzahl x Gewichtung.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeiner Auftragsgegenstand
Generalplanerleistungen für die Modernisierung und Erweiterung des Wilhelmine-Lübke-Hauses in 53123 Bonn-Duisdorf. Die Planung des Architekturbüros soleo* GmbH (Bauantrag AZ 10850/2025) liegt bereits vor und bildet die Grundlage für die weitere Bearbeitung ab Leistungsphase 5.
Fachbereiche des Generalplaners
Als Generalplaner koordiniert der Auftragnehmer folgende 11 Fachbereiche und übernimmt eine zentrale Schnittstellenfunktion:
1. Objektplanung – Gebäude (LPH 5–9)
2. Objektplanung – Innenräume
3. Objektplanung – Freianlagen
4. Fachplanung – Tragwerksplanung
5. Fachplanung – Technische Ausrüstung (HLSE)
6. Bauphysik – Wärmeschutz, Energiebilanzierung und Bauakustik
7. Brandschutz (Vorbetrachtung und Brandschutzkonzept nach AHO)
8. Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination (SiGeKo)
9. Großküchenplanung
10. Begleitung als Energie-Effizienz-Experte (KfW-Förderung)
11. Besondere Leistungen gem. Ziffer 11 der Leistungsbeschreibung
Nicht im Auftrag enthalten (durch AG erbracht): Vermessung, Prüfstatik, Schadstoffuntersuchungen.
Leistungsphasen 5–9 (HOAI) – Inhalt
Der Vertrag ist in zwei Bearbeitungsstufen gegliedert: Stufe 1 (Genehmigungs- und Ausführungsplanung) und Stufe 2 (Vergabe und Objektüberwachung). Nach Stufe 1 erfolgt eine separate Aufforderung zur Angebotsabgabe für Stufe 2.
Bauliche Maßnahmen und Projektziele
Besondere Leistungen (Anlage 1, Ziffer 11)
Folgende besondere Leistungen sind zusätzlich zu erbringen:
a) Detaillierte Baubeschreibung nach Gewerken
b) Kostenberechnung auf Basis der Baubeschreibung
c) Nacharbeiten von Vorgaben/Hinweisen/Auflagen aus Baugenehmigung
d) Nacharbeiten von Vorgaben/Hinweisen/Auflagen aus Abstimmungsbescheid
e) Detailterminplan für Übergabe und Inbetriebnahme (9 Monate vor Betriebsfertigkeit)
f) Auswertungsblatt/Rechnungsbeiblatt für GU-Ausschreibung bzgl. förderfähiger Kosten KfW
g) Kostenverfolgung gemäß WTG/LVR (Instandhaltung, must have, nice-to-have)
h) Mitwirken bei der Erwirkung der Betriebserlaubnis, Abnahmevorbereitung WTG/LVR
Koordinations- und Dokumentationspflichten
Als Generalplaner ist der Auftragnehmer zentraler Ansprechpartner und übernimmt:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBerufsrechtliche Befähigung
Voraussetzung für die Teilnahme ist die Befähigung zur Berufsbezeichnung Architekt / Ingenieur gemäß den Regeln des jeweiligen Herkunftslandes (EWR-/WTO-/GPA-Staaten). Juristische Personen sind teilnahmeberechtigt, wenn sie einen verantwortlichen Berufsangehörigen benennen, der die vorgenannte Voraussetzung erfüllt. Entsprechende Nachweise (Berufsregistereintrag oder begründete Erklärung) sind mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.
Wirtschaftliche Eignung – Haftpflichtversicherung
Nachweis einer Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 5 Mio. € – bestehend oder im Auftragsfall abzuschließen. Im späteren Vertragsverhältnis gelten ergänzend Mindest-Deckungssummen von 3 Mio. € für Personen- und Sach-/Vermögensschäden.
Wirtschaftliche Eignung – Mindestumsatz
Nachweis eines durchschnittlichen Jahresumsatzes (2023–2025) von mindestens 600.000 € netto für vergleichbare Planungs- und Generalplanerleistungen (Objektplanung Gebäude, Koordination Fachplanungen bei Sanierung/Erweiterung/Neubau). Ausschlusskriterium bei Nichterfüllung.
Sanktionspaket / Eigenerklärungen
Mit dem Teilnahmeantrag ist die Eigenerklärung zum EU-Sanktionspaket (Formular 523 EU) sowie die Eigenerklärung zu Ausschlussgründen (Formular 521 EU) abzugeben.
Bietergemeinschaften, Unterauftragnehmer, Eignungsleihe
Fachliche Eignung – Unternehmensreferenzen
Mindestens 3 Referenzprojekte für stationäre Pflegeeinrichtungen (Sanierung/Erweiterung/Ersatzneubau), davon:
Leistungsphasen in den Jahren 2023–2025 erbracht und abgeschlossen. Je Referenz sind Name und Kontaktdaten des Referenzgebers anzugeben. Ausschlusskriterium bei Nichterfüllung.
Fachliche Eignung – Besondere Fachkunde NRW
Persönliche Eignung – Projektleitung
Vertragliche Pflichten
Mit Auftragserteilung sind folgende Erklärungen abzugeben:
Unternehmensreferenzen: mind. 3 Projekte stationärer Pflegeeinrichtungen
vergleichbar hinsichtlich Größe, Komplexität und Nutzungsanforderungen; je Referenz Name und Kontaktdaten des Referenzgebers; Ausschlusskriterium
Unternehmensreferenzen – Bauen im Bestand
Bestandsbau ist Pflicht-Referenz innerhalb der 3 Unternehmensreferenzen; Ausschlusskriterium
Unternehmensreferenzen – öffentlicher/gemeinnütziger Auftraggeber
mind. 1 Referenzprojekt für einen öffentlichen oder gemeinnützigen Auftraggeber; Ausschlusskriterium
Besondere Fachkunde NRW – Pflegeeinrichtungen mit Genehmigungs-/Förderverfahren
stationäre Pflegeeinrichtungen in NRW; Nachweis von Erfahrungen mit Genehmigungs- und/oder Förderverfahren
Barrierefrei-Expertise (DIN 18040-2)
Barrierefrei-Konzepte für vergleichbare Nutzungen
Projektleiter – vergleichbare Projekte
Sanierung/Erweiterung/Ersatzneubau Alten- und Pflegeheime; mind. 1 mit öffentlichem Auftraggeber; Kontaktdaten Referenzgeber; Ausschlusskriterium
Stellv. Projektleiter – vergleichbare Projekte
mind. 1 Referenz für öffentlichen/gemeinnützigen Auftraggeber mit öffentlicher Ausschreibung; Ausschlusskriterium