Containergestellung, Übernahme, Transport und Verwertung von Elektroaltgeräten
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Landratsamt Landsberg am Lech vergibt zum 01.04.2027 die flächendeckende Bereitstellung von Containern sowie die Abholung, Verwiegung, Beförderung und Verwertung von Elektroaltgeräten der Sammelgruppen 4 und 5. Die Leistungen werden an fünf Annahmestellen erbracht und umfassen unter anderem den bedarfsgerechten Containertausch, den Umgang mit Geräten mit fest verbauten Batterien, den Transport in zugelassene Behandlungs- und Verwertungsanlagen sowie Mengen- und Stoffstromnachweise.
Das Angebot ist bis zum 24.11.2026 um 10:00 Uhr elektronisch in Textform über die deutsche eVergabe-Plattform einzureichen. Mit dem Angebot sind insbesondere das ausgefüllte Leistungsverzeichnis, das Angebotsschreiben, die geforderten Eigenerklärungen, Nachweise über die fachliche Eignung sowie eine Referenzliste einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Wertungssumme des Angebotes; der Preis wird aus der nachgerechneten Angebotssumme unter Berücksichtigung von Nachlässen ermittelt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenContainergestellung und -unterhalt
Bereitstellung, Verteilung, Aufstellung, Unterhaltung, Wartung, Reinigung, Reparatur und Abtransport der erforderlichen Container und geschlossenen Behälter.
Vorgesehen sind 12 reguläre 36-m³-Abrollcontainer mit Deckel, 2 Tauschreservecontainer, 8 geschlossene Behälter für Geräte mit fest verbauten Batterien sowie etwa 10 Europaletten für den Transport von NSH-Geräten. Die Batteriebehälter müssen wetterfest und geschlossen sein; undichte oder beschädigte Behälter sind unverzüglich auszutauschen.
Abholung, Transport und Verwiegung
Bedarfsgerechte Abholung nach Abruf durch den Landkreis sowie Abholung und Rückstellung innerhalb von zwei Werktagen. Vorgesehen sind Vollaustausch voll gegen leer und bei NSH-Geräten der Austausch leerer gegen beladene Europaletten. Die Abholung erfolgt grundsätzlich außerhalb der Öffnungszeiten; in Hofstetten werktags Mo–Sa 08:00–12:00 Uhr und 13:00–15:00 Uhr.
Mitgenommen werden auch Elektroaltgeräte oder Geräteteile, die neben Containern liegen. Geeignetes Beladegerät ist bereitzustellen. Unmittelbar nach Anlieferung erfolgt die Verwiegung auf einer geeichten und vorschriftsmäßig betriebenen Wiegeeinrichtung; Brutto- und Taragewicht sind festzustellen und die Verwiegungskosten trägt der Auftragnehmer.
Verwertung und sachgerechte Entsorgung
Übernahme, Transport, Aufbereitung, Verwertung beziehungsweise Vermarktung und sachgerechte Entsorgung der Elektroaltgeräte sowie von Störstoffen. Die Behandlung und Entsorgung erfolgen in zugelassenen Anlagen unter Beachtung der Anforderungen des ElektroG sowie der weiteren abfall- und gefahrgutrechtlichen Vorschriften.
Der Auftragnehmer haftet für die ordnungsgemäße Verwertung. Das Aussortieren und Entsorgen von Fehlwürfen beziehungsweise Störstoffen ist mit abgegolten; ein gesonderter Vergütungsanspruch besteht nicht.
Mengen- und Stoffstromnachweise
Lückenloser Nachweis der Stoffströme sowie Erfassung der Wiegedaten der ersten Umlade-, Sortier- oder Verwertungsanlage. Ausgangswiegungen an den Annahmestellen und Eingangswiegungen in der Verwertungsanlage beziehungsweise im Zwischenlager sind abzugleichen.
Eine monatliche tabellarische Mengenaufstellung in Mg sowie statistische Daten und Mengenstromnachweise nach den einschlägigen Vorgaben sind bereitzustellen.
Fahrzeuge, Personal und Betrieb
Einsatz von technisch einwandfreien Fahrzeugen, die mindestens Emissionsnorm Euro VI erfüllen, sowie geeignetem Beladegerät und wintertaugener Ausrüstung. Flüssigkeitsaustritt aus Fahrzeuginnenraum und Containern ist technisch zu verhindern. Jedes Einsatzfahrzeug benötigt Funk oder Mobiltelefon sowie ein Fotogerät.
Fachkundiges, ausreichend deutschsprechendes Personal sowie Fahrer mit erforderlicher Fach- und Ortskenntnis sind einzusetzen. Arbeits- und Lenkzeiten sowie Lärmschutz sind zu beachten. Container und Behälter werden mindestens jährlich geprüft; Personal ist mindestens jährlich zu schulen und die Schulung zu dokumentieren.
Anlaufstellen und Abholmodalitäten
Die Leistungen werden an fünf Annahmestellen erbracht: Dießen am Ammersee, Geltendorf/Kaltenberg, Hofstetten, Kaufering und Fuchstal/Asch. Die Abholmodalitäten sind vor Auftragsbeginn mit dem Landkreis abzustimmen.
Zum Leistungsbeginn sind Container und Behälter an den fünf Annahmestellen zu verteilen und aufzustellen. Bei Vertragsende sind sie vollständig abzuziehen.
Sonderleistungen und Prozessverbesserung
Besondere Vorkommnisse, Betriebsstörungen, Unfälle und behördliche Maßnahmen sind unverzüglich zu melden. Reklamationen sind am selben Tag zu bestätigen und spätestens innerhalb von 24 Stunden zu beheben. Nicht ordnungsgemäß erbrachte Leistungen sind bei besonderen Vorkommnissen unverzüglich, spätestens am nächsten Werktag, nachzuholen.
Der Landkreis kann während der Vertragslaufzeit örtlich und zeitlich begrenzte Erprobungsphasen zur Sammlung anordnen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Zulassung und Anlagen
Vorweisung beziehungsweise Nachweis der Zulassung als Entsorgungsfachbetrieb oder eines gleichwertigen Nachweises. Erforderliche behördliche Genehmigungen müssen für die gesamte Vertragslaufzeit erworben und aufrechterhalten werden.
Die Erstbehandlungsanlage muss die Anforderungen nach dem ElektroG erfüllen; das entsprechende Zertifikat ist vorzulegen. Falls die Zertifizierung noch nicht vorliegt, ist eine Erklärung des Zertifizierers über die rechtzeitige Ausstellung vorzulegen.
Technische und organisatorische Leistungsfähigkeit
Darstellung der für die Auftragsausführung verfügbaren technischen Ausstattung sowie der technischen und organisatorischen Konzeption für die erforderlichen Transporte. Die Standorte der Sortier- und Verwertungsanlagen sowie der geplanten Erstbehandlungsanlagen sind anzugeben.
Ebenfalls anzugeben sind die verwendeten Containertypen und eine etwaige Zwischenlagerung. Für diese ist die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen an die Erfassung und Lagerung von Elektroaltgeräten darzulegen.
Referenzen und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Drei vergleichbare Leistungen aus den letzten drei Jahren sind nachzuweisen. Die Referenzliste enthält Art der Leistung, Auftragswert beziehungsweise Auftragssumme, Leistungszeitraum, öffentlichen oder privaten Empfänger sowie Ansprechpartner.
Im Eignungsformular sind außerdem der Umsatz aus vergleichbaren Leistungen in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren sowie die durchschnittliche jährliche Beschäftigtenzahl und die Zahl der Führungskräfte anzugeben. Ein konkreter Mindestumsatz ist nicht genannt.
Personal, Versicherung und Sicherheit
Nachweis beziehungsweise Zusage der erforderlichen Versicherungsdeckung. Vorgesehen sind mindestens 3 Mio. EUR für Personenschäden, 1 Mio. EUR für Sach- und Vermögensschäden sowie 50 Mio. EUR Kfz-Haftpflichtdeckung. Die Deckung ist über die gesamte Vertragslaufzeit sicherzustellen; eine vertragsgemäße Bürgschaft ist als Sicherheitsleistung erforderlich.
Fachkundiges, ausreichend deutschsprechendes Personal sowie Fahrer mit erforderlicher Fach- und Ortskenntnis müssen verfügbar sein.
Register, Zuverlässigkeit und steuerliche Pflichten
Angaben zur Eintragung im Handelsregister sowie Erklärungen zum Insolvenz- und Liquidationsstatus, zu Ausschlussgründen und gegebenenfalls zur Selbstreinigung bei einem Eintrag im Wettbewerbsregister.
Außerdem ist die ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Beiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung zu erklären. Auf gesondertes Verlangen können Registerbescheinigungen, Unbedenklichkeitsbescheinigungen und weitere Bestätigungen vorgelegt werden müssen.
Unterauftragnehmer und Eignungsleihe
Beabsichtigte Unterauftragnehmer und die von ihnen auszuführenden Teilleistungen sind im Angebot zu benennen. Auf gesondertes Verlangen sind geeignete Eignungsnachweise vorzulegen. Grundsätzlich sind nur die im Angebot genannten Unterauftragnehmer zulässig.
Bei einer Eignungsleihe sind die beteiligten Unternehmen und gegebenenfalls eine Haftungserklärung einzureichen. Formblätter für Bietergemeinschaften und andere Unternehmen sind entsprechend auszufüllen.
Erklärungen und formale Anforderungen
Das Angebot ist in deutscher Sprache zu verfassen und fristgerecht einzureichen. Das Angebotsschreiben ist zu unterzeichnen beziehungsweise elektronisch so zu übermitteln, dass der Bieter erkennbar ist. Bei elektronischer Einreichung ist L124 grundsätzlich ohne Unterschrift gültig, sofern die Erklärungen vollständig eingereicht werden.
Nicht form- oder fristgerecht eingereichte Angebote sowie elektronische Angebote ohne erkennbaren Bieter können vom Verfahren ausgeschlossen werden.
Drei wesentliche vergleichbare Leistungen aus den letzten drei Jahren; je Referenz Art der ausgeführten Leistung, Auftragswert beziehungsweise Auftragssumme, Ausführungszeitraum beziehungsweise Erbringungszeitpunkt, öffentlichen oder privaten Empfänger und Ansprechpartner angeben.
Leistungen müssen mit der ausgeschriebenen Containergestellung sowie der Übernahme, dem Transport und der Verwertung von Elektroaltgeräten vergleichbar sein. Ergänzend kann eine Referenzliste für wesentliche Unterauftragnehmerleistungen verlangt werden.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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