Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Braunlage schreibt die Dachsanierung der denkmalgeschützten Friedhofskapelle in Hohegeiß öffentlich aus. Ausgeschrieben ist ein einziger Bauauftrag (keine Aufteilung in Lose). Geboten werden müssen u.a. Baustelleneinrichtung, Rückbau der alten Dacheindeckung, Neueindeckung mit Hohlpfalzziegeln inklusive Unterspannbahn und Lattung, Blei- und Klempnerarbeiten (Kupfer) sowie Stundenlohnarbeiten. Die Ausführung ist vom 01.09.2026 bis spätestens 15.11.2026 geplant. Angebote müssen bis zum 16.07.2026 um 08:30 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform subreport eingereicht werden. Maßgeblich sind die VOB/A sowie die VOB/B und das niedersächsische Tariftreue- und Vergabegesetz (NTVergG).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis: Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Für Angebote von Werkstätten für Behinderte wird ein Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme eingeräumt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Verkehrssicherung
Aufbau eines Fassadengerüsts (Lastklasse 3, W06), eines Dachfanggerüsts, Dachgerüsts, Schutzdachs am Eingang sowie ggf. einer Gerüstüberbrückung. Grundeinsatzzeiten: Fassadengerüst ca. 6 Wochen, Dachfanggerüst ca. 6 Wochen, Dachgerüst ca. 2 Wochen. Verkehrssicherung und tägliche Kontrolle der Baustelle auf Verkehrssicherheit. Aufstellung einer Baustellentoilette auf der Freifläche Hubertusstraße. Lagerfläche auf dem Parkplatz am Eingangsbereich. Wasser- und Stromverbrauch gehen zu Lasten des Auftragnehmers.
Rückbauarbeiten
Aufnehmen und fachgerechtes Entsorgen der bestehenden Dacheindeckung (Hohlpfannen), der Traglattung sowie der vorhandenen Dachentwässerung. Bauschutt ist mindestens wöchentlich von der Baustelle zu entfernen.
Neueindeckung des Daches
Ausgleich der Dachfläche auf den Sparren, Verlegung einer Unterspannbahn (PUR-Folie), Konterlattung 30/50 und Dachlattung 40/60, Traufdiele. Eindeckung mit naturroten Hohlpfalzziegeln (Geradschnitt, z.B. Meyer-Holsen Vario) inkl. Sturmverklammerung. Ausführung des Lüfterfirsts, Ortgang mit Doppelwulstziegeln und Lärchenholz, Schieferdeckung am unteren Abschluss des Dachreiters sowie Blei-Anschlüsse. Mengengrößen (ca.): Dachfläche 205 m², Traufenlänge 31 m, Ortgang 40 m.
Klempner- und Spenglerarbeiten
Herstellen der Blei-Wandanschlüsse, Insektenschutzgitter aus Kupfer, Sicherheitsdachhaken aus Hartkupfer. Erneuerung der Dachentwässerung in Kupfer: Außendachrinne (6-teilig), Endplatten, Rinnenablaufstutzen, Regenfallrohre, Rohrbögen, Trauf- und Tropfbleche. Mengengrößen (ca.): Dachrinne 30 m, Regenfallrohr 25 m.
Stundenlohnarbeiten
Abrechnung von Meister-, Facharbeiter- und Helferstunden nach Aufwand. Zusätzlich sind der Einsatz eines Hubsteigers sowie Stillstandzeiten separat zu vergüten.
Entsorgung und Umweltschutz
Bauabfälle sind gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) ordnungsgemäß zu verwerten oder zu beseitigen. Recycling ist zu bevorzugen. Entsorgungsnachweise sind während und nach der Ausführung vorzulegen. Weicht die Entsorgungslösung von der Leistungsbeschreibung ab, sind Berechtigungsnachweise der Anlage sowie Bestätigungen der Betreiber und ggf. der Abfallwirtschaftsbehörde mit dem Angebot einzureichen.
Verwendung von Holzprodukten
Sämtliche eingesetzten Holzprodukte (z.B. Lärchenholz am Ortgang) müssen aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen (FSC oder PEFC). Der entsprechende Nachweis (CoC-Zertifikat, Thünen-Institut/BfN-Prüfbericht, Sachverständigen-Einzelnachweis oder Lieferschein) ist vor dem Einbau vorzulegen.
Technische und normative Anforderungen
Die Arbeiten sind nach DIN 18338 (Dachdeckungsarbeiten), DIN 18299 (Allgemeine Regelungen für Bauarbeiten), VOB Teil A, B und C sowie den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) auszuführen. Die Sanierung erfolgt im 1. Bauabschnitt (2026); ein 2. Bauabschnitt (Fassadensanierung 2027) ist nicht Bestandteil dieser Ausschreibung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenEignungsnachweis durch Präqualifikation oder Eigenerklärung
Jeder Bieter muss seine Eignung nachweisen. Präqualifizierte Unternehmen geben ihre PQ-Nummer im Angebotsschreiben an. Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen das Formblatt 124 (Eigenerklärung zur Eignung) vollständig ausgefüllt und unterschrieben ein. Bei Einsatz von Nachunternehmen sind deren PQ-Nachweis oder Eigenerklärung auf Verlangen vorzulegen.
Fachliche Eignung – Dachbauleistungen
Die Ausschreibung richtet sich an Unternehmen mit Erfahrung im Dachbau (Dachdeckungs- und Klempnerarbeiten an Bestandsgebäuden). Konkrete Mindestanforderungen (z.B. Referenzen, Umsatz, Personal) sind in den Vergabeunterlagen nicht explizit beziffert; auf Verlangen der Vergabestelle sind jedoch Referenznachweise vorzulegen.
Kaufmännische Eignung (auf Verlangen)
Auf Verlangen sind vorzulegen: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrolle, Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Sozialkasse, des Finanzamts (Bescheinigung in Steuersachen) und der Berufsgenossenschaft sowie die Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Tariftreue und Mindestlohn
Der Bieter muss sich mit der Erklärung nach § 4 Abs. 1 NTVergG verpflichten, seinen Beschäftigten mindestens den gesetzlichen Mindestlohn (13,90 €/Std. ab 01.01.2026) sowie die geltenden tariflichen Bedingungen (AEntG, AÜG, allgemeinverbindliche Tarifverträge) zu zahlen. Diese Pflicht gilt auch für alle eingesetzten Nachunternehmer und Verleihunternehmen.
Geheimschutz / Sicherheitsauskunft (sofern einschlägig)
Soweit Verschlusssachen betroffen sind, ist das Formblatt 125 (Sicherheitsauskunft und Verpflichtungserklärung) auszufüllen und zu unterschreiben. Gegebenenfalls sind die Geheimschutzbetreuung, ein gültiger Sicherheitsbescheid (mindestens VS-VERTRAULICH) und eine ausreichende Anzahl sicherheitsüberprüfter Beschäftigter nachzuweisen. Änderungen bei Nachunternehmern sind dem Auftraggeber mitzuteilen.
Sprache und Form
Das Angebot ist in deutscher Sprache abzufassen. Fremdsprachige Bescheinigungen sind mit deutscher Übersetzung vorzulegen. Alle Eintragungen müssen dokumentenecht sein. Preise sind in Euro mit maximal 3 Nachkommastellen (ohne USt.) anzugeben. Bei schriftlicher Einreichung ist das Angebot zu unterschreiben, bei elektronischer Einreichung genügt Textform bzw. eine qualifizierte elektronische Signatur/ein elektronisches Siegel.
Zuschlagskriterium
Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt. Maßgebliches Wertungskriterium ist ausschließlich der niedrigste Preis (100 %).