Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung:
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) schreibt am Standort Köln-Porz (Linder Höhe) die Ertüchtigung des Trinkwassernetzes als offenes Verfahren nach VOB/A aus. In rund 40 Gebäuden werden rund 620 m Trinkwasserleitungen neu verlegt, zahlreiche Armaturen, Hauswasserstationen, Wasserzähler und automatische Hygienespüleinrichtungen eingebaut sowie bestehende Installationen zurückgebaut.
Was zu tun ist:
Wichtige Fristen und Anforderungen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und Umfeld der Maßnahme
Die Ertüchtigung des Trinkwassernetzes erfolgt am Standort Köln-Porz, Linder Höhe, 51147 Köln, auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Bauseits wird die neue Trinkwasser-Hausanschlussleitung durch den Tief- und Rohrleitungsbau (Objekt 1) verlegt; das hier beschriebene Los TA-SAN umfasst die technische Ausrüstung Sanitär in den Gebäuden. Insgesamt sind rund 40 Gebäude mit sanitären Installationen betroffen. Die Zufahrt zur Baustelle erfolgt über die Nordpforte. Die Baustelleneinrichtungsfläche liegt neben Gebäude 58. Während der Arbeiten ist die Löschwasserversorgung sicherzustellen und mit dem Gebäudebetreiber abzustimmen, wann, in welchem Umfang und wie lange die Trink- und Löschwasserversorgung außer Betrieb genommen werden darf.
Demontage und Entsorgung der Bestandsinstallationen
Vor der Neuinstallation sind alle vom Eingriff betroffenen Bestandteile des Trinkwassernetzes zurückzubauen:
Die Entsorgung erfolgt gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz und Nachweisverordnung nach den Abfallschlüsseln AVV 170401 (Kunststoff), 170405 (gemischte Bau- und Abbruchabfälle), 170904 (gefährliche Dämmmaterialien), 170203 (gebrauchte Geräte), 170603 (Fliesen/Keramik), 160214 (Elektroaltgeräte) und 170103 (Eisen/Stahl). Bei KMF-haltigen Materialien sind die Schutzmaßnahmen gemäß TRGS 521 einzuhalten (FFP2-/FFP3-Masken, Schutzbrillen, geschlossene Arbeitsverfahren).
Trinkwasserinstallation – Rohrleitungen und Verbindungstechnik
Die neue Trinkwasserinstallation wird durchgängig in Edelstahlrohr (Werkstoff-Nr. 1.4401, DVGW GW 541) ausgeführt. Insgesamt sind rund 620 m Rohr in den Abmessungen AD 18 bis AD 108 mm zu verlegen – sowohl für provisorische Anschlüsse als auch für den finalen Umschluss, unabhängig vom Bestandsmaterial (Kupfer, Mehrschichtverbundrohr, Edelstahl, duktiles Gusseisen).
Zum Lieferumfang gehören:
Maßgeblich sind die Festlegungen im Leistungsverzeichnis; abweichende Angaben in den Planunterlagen sind nicht zulässig.
Armaturen, Sicherheits- und Messeinrichtungen
Lieferung und Einbau der folgenden sanitären Komponenten:
Spüleinrichtungen und Hygienespülung
Zur Vermeidung von Stagnation in den Trinkwasserleitungen sind automatische Hygienespüleinrichtungen vorzusehen:
Abwasser-, Trinkwassererwärmung und Löschwasserversorgung
Zum Leistungsumfang gehören außerdem:
Werk- und Montageplanung, Dokumentation, Prüfungen und Inbetriebnahme
Folgende vom Auftragnehmer zu erbringende Planungs- und Dokumentationsleistungen sind Teil des Auftrags:
Allgemeine Dienstleistungen und Stundenlohnarbeiten
Im Leistungsumfang enthalten sind ferner allgemeine Dienstleistungen wie Druck- und Dichtheitsprüfungen, Spülungen, mikrobiologische und Legionellen-Untersuchungen, Spülpläne, Inbetriebnahme und Einweisung. Stundenlohnarbeiten können für Facharbeiter, Fachhelfer, Meister und Ingenieur (jeweils ca. 400 h) abgerufen werden. Sonstige Leistungen umfassen fahrbare Gerüste, Bezeichnungsschilder sowie Kernbohrungen und Mauerwerksdurchbrüche.
Koordination und Schnittstellen
Der Auftragnehmer hat die Arbeiten mit den Parallelgewerken (Tief- und Rohrleitungsbau, MSR/Elektro) und dem SiGeKo abzustimmen. Zu den Pflichten gehören die Erstellung eigener Gesamtterminpläne unter Berücksichtigung aller beteiligten Gewerke, die Teilnahme an zusätzlichen Baustellenbesprechungen sowie die planerische, organisatorische und dokumentarische Schnittstellenkoordination. Vor Beginn der Demontage ist mit den Gebäudebetreibern der Zeitpunkt, Umfang und die Dauer der Außerbetriebnahme der Trink- und Löschwasserversorgung verbindlich abzustimmen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZulassung, Registereintrag und rechtliche Eignung
Die fachliche Eignung ist durch einen aktuellen Auszug aus dem Handelsregister, der Handwerksrolle oder dem IHK-Verzeichnis nachzuweisen (nicht älter als 3 Monate zum Submission-Zeitpunkt). Bei ausländischen Bewerbern genügt ein gleichwertiges Dokument. Eine bestimmte Firmenrechtsform ist nicht vorgeschrieben. Es dürfen keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A vorliegen (insbesondere keine Verurteilung zu Freiheitsstrafe > 3 Monaten, Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten zwei Jahren wegen Verstößen, die zu einem Eintrag im Gewerbezentralregister führten). Der Bieter hat zu erklären, dass weder ein Insolvenzverfahren noch ein vergleichbares Verfahren anhängig ist und keine Liquidation erfolgt; ein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan ist auf Verlangen vorzulegen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Der Bieter muss nachweisen, dass er seit mindestens 3 Jahren am Markt tätig ist und in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren jeweils einen Umsatz von mindestens 500.000 € netto mit vergleichbaren Bauleistungen erzielt hat. Die Vorlage einer entsprechenden Übersicht der Umsatzzahlen ist erforderlich. Zum Nachweis der finanziellen Leistungsfähigkeit ist außerdem eine Haftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungssummen nachzuweisen: 3.000.000 € je Schadensereignis für Sachschäden und 5.000.000 € für Personenschäden. Der Versicherer muss in Deutschland zugelassen sein; der Nachweis ist im Auftragsfall zu erbringen.
Steuern, Sozialversicherung und Berufsgenossenschaft
Der Bieter hat zu erklären, dass Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge ordnungsgemäß abgeführt werden. Auf Verlangen der Vergabestelle sind vorzulegen: Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (soweit beitragspflichtig), Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts bzw. Bescheinigung in Steuersachen, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG sowie qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen. Bei Auftragssummen ab 30.000 € wird der Gewerbezentralregisterauszug nach § 150a GewO direkt vom Auftraggeber angefordert.
Fachliche und personelle Eignung
Der Bieter muss die Verfügbarkeit der für die Auftragsausführung erforderlichen Arbeitskräfte erklären. Auf Verlangen sind Angaben zur durchschnittlichen Zahl der Arbeitskräfte in den letzten drei Jahren – aufgeschlüsselt nach Lohngruppen und Leitungspersonal – vorzulegen. Zudem ist ein geeigneter Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator gemäß Baustellenverordnung und RAB 30 zu benennen. Die Sprachanforderung ist Deutsch (Verfahrenssprache); der Bieter muss sicherstellen, dass alle beteiligten Mitarbeiter einschließlich Nachunternehmer ausreichend Deutsch sprechen.
Referenzen
Es sind drei vergleichbare Referenznachweise aus den letzten fünf abgeschlossenen Kalenderjahren vorzulegen (bzw. aus dem in der Auftragsbekanntmachung genannten Zeitraum; der längere Zeitraum ist maßgebend). Vergleichbar sind Projekte zur Ertüchtigung oder Errichtung von Trinkwasserinstallationen in Bestandsgebäuden. Je Referenz sind anzugeben: Ansprechpartner beim Auftraggeber, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, mit eigenem Personal ausgeführter maßgeblicher Leistungsumfang einschließlich erbrachter Mengen, durchschnittlich eingesetzte Arbeitnehmerzahl, besondere technische und gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), koordinierte Gewerke sowie eine Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung.
Verfahren, Vertragsbedingungen und Sicherheiten
Das Verfahren ist ein offenes Verfahren nach VOB/A Abschnitt 2. Zuschlagskriterium ist zu 100 % der Preis. Nebenangebote und mehrere Hauptangebote je Bieter sind nicht zugelassen. Die Angebotsabgabe erfolgt ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform subreport.de (Vergabe-ID E81228141); Sprache ist Deutsch. Bei einer Auftragssumme ab 250.000 € netto sind Sicherheiten zu leisten: 5 % der Auftragssumme (inkl. USt, ohne Nachträge) als Vertragserfüllungssicherheit sowie 3 % der Summe der Abschlagszahlungen zum Zeitpunkt der Abnahme als Mängelanspruchssicherheit. Die elektronische Rechnungsstellung und elektronische Zahlung sind vorgesehen. Maßgeblich sind die VOB/B (Ausgabe 2016) und die besonderen Vertragsbedingungen des Auftraggebers.
Vergleichbare Sanitär- und Installationsarbeiten zur Ertüchtigung von Trinkwassernetzen in Bestandsgebäuden (Demontage und Neuinstallation von Trinkwasserleitungen, Armaturen, Wasserzählern, Hygienespüleinrichtungen)
Projektbezeichnung, Auftraggeber mit Kontaktdaten, Ausführungszeitraum (Beginn–Ende), Auftragssumme netto, Projektgegenstand vergleichbar; Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), eingesetzte Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt, kurze Leistungsbeschreibung; Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung