Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Landeshauptstadt Mainz sucht ein Planungsbüro, das zwei vorbereitende Untersuchungen (VU) gemäß § 165 Abs. 4 BauGB durchführt — eine für den Bereich Mainz-Ebersheim-Nord/Süd und eine für Mainz-Hechtsheim-Süd (Gesamtfläche ca. 85 ha).
Ziel ist es, Beurteilungsgrundlagen dafür zu liefern, ob in den genannten Bereichen eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme nach § 165 ff. BauGB durchgeführt werden kann. Hintergrund ist das starke Bevölkerungswachstum in Mainz und der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum.
Die Leistung umfasst u. a. Bestandsaufnahme, Zielvorstellungen, Öffentlichkeits- und Eigentümerbeteiligung, Fachgutachten-Abstimmung, Kosten- und Finanzierungsübersichten, Alternativenprüfung sowie die Erstellung eines gemeinsamen Endberichts. Beide Untersuchungen werden parallel von einem Auftragnehmer bearbeitet.
Das Verfahren ist ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb, die Auswahl erfolgt auf 3 Bieter. Bewerbungsfrist: 25.08.2026, 23:59 Uhr, ausschließlich elektronisch über subreport.de.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Team Vorstellung15%
Bewertung der angemessenen Teamgröße, Qualifikation und Erfahrung der Mitglieder, kompetenzbasiert ausgewogene Zusammensetzung sowie Sicherstellung der Verfügbarkeit aller Mitglieder während des gesamten Projekts.
- Skizze der Projektstrategie25%
Bewertung der Verständlichkeit und Präsentation, Benennung von Herausforderungen und Maßnahmen zur Überwindung von Hindernissen, korrekte Darstellung des aktuellen Projektstands sowie logische und plausible zeitliche Strukturierung.
- Referenzen30%
Bewertung, ob die Referenzen vergleichbare Komplexitäten mit der Aufgabenstellung der Ausschreibung aufweisen und ob die jeweiligen Herausforderungen nachvollziehbar strategisch gelöst wurden.
- Honorar30%
Bewertung des Honorarangebots: niedrigstes Honorarangebot erhält 5 Punkte, Angebote ≥ 1,5-faches des niedrigsten Honorars erhalten 0 Punkte, dazwischen liegende Angebote erhalten linear interpolierte Punkte.
Lineare Interpolation für das Kriterium Honorar: Niedrigstes Honorarangebot erhält 5 ungewichtete Punkte, Angebote ≥ 1,5-faches des niedrigsten Honorars erhalten 0 Punkte, dazwischen liegende Angebote erhalten linear interpolierte Punkte zwischen 0 und 5. Bei den leistungsbezogenen Kriterien (Team, Projektstrategie, Referenzen) wird jedes Hauptkriterium zunächst mit Noten von 1 (mangelhaft) bis 5 (sehr gut) bewertet; die ungewichteten Punkte des Hauptkriteriums werden mit dem jeweiligen Gewichtungsfaktor multipliziert.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenZielsetzung und Untersuchungsgegenstand
Auftraggeber: Landeshauptstadt Mainz (Stadtplanungsamt)
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb; nach Teilnahmewettbewerb werden maximal 3 Bieter zur Angebotsphase zugelassen.
Gegenstand: Durchführung von zwei vorbereitenden Untersuchungen (VU) gemäß § 165 Abs. 4 BauGB für städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen. Beide Untersuchungen sind parallel von einem Auftragnehmer zu bearbeiten.
Untersuchungsräume (Gesamtfläche ca. 85 ha):
Ziel: Gewinnung von Beurteilungsgrundlagen, ob in den genannten Bereichen oder Teilbereichen eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme nach § 165 ff. BauGB durchgeführt werden kann. Hintergrund: starkes Bevölkerungswachstum in Mainz und steigender Bedarf an bezahlbarem Wohnraum.
Politischer Beschluss: Stadtrat Mainz hat am 06.03.2024 den Beginn der VU beschlossen (Einleitungsbeschluss).
Erfüllungsort: Mainz, Kreisfreie Stadt (NUTS-3 DEB35).
Vertragliche Eckdaten
Leistungsbausteine im Detail (gelten für beide Untersuchungsbereiche)
1. Bestandsaufnahme — Erfassung städtebauliche Situation, soziale/technische/wirtschaftliche/ökologische Gegebenheiten, planerische und rechtliche Rahmenbedingungen, Nutzungs- und Eigentumsverhältnisse; in Text und Karte (jeweils einmal für Teil A und Teil B).
2. Zielvorstellung — Konkrete Ziele und Zwecke, städtebauliche Neuordnung (Nutzungskonzepte, Dichte, Freiraum, Klimaschutz, Mobilität) — jeweils einmal für Teil A und Teil B.
3. Abstimmung Rahmenpläne — Unterstützung des Auftraggebers bei Erarbeitung der verwaltungsinternen Rahmenpläne (Zuarbeit, Mitwirkung, Integration) — jeweils einmal für Teil A und Teil B.
4. Informelle Beteiligungsformate (Öffentlichkeit) — 2 Vor-Ort-Veranstaltungen je Stadtteil (Durchführung durch Drittunternehmen); Unterstützung und Ergebniseinarbeitung.
5. Info-Veranstaltungen für Eigentümer:innen/Betroffene — 1 Vor-Ort-Veranstaltung je Stadtteil (Durchführung durch Drittunternehmen); Unterstützung und Ergebniseinarbeitung.
6. Einarbeitung Eigentümer-/Betroffenengespräche — Auswertung, thematische Ordnung, Integration in Planung; transparente Dokumentation.
7. Fachgutachten & TÖB-Abstimmungen — Auswertung, Abgleich mit Zielvorstellungen/Rahmenplänen, Einarbeitung in Maßnahmenkataloge, Dokumentation, Mitwirkung bei verwaltungsinternen Runden (2 Videokonferenztermine/Jahr).
8. Politik-Unterstützung — Zuarbeit, Präsenzteilnahme (2 Präsenzveranstaltungen vorgesehen), Protokollierung, Beschlussvorlagen/Präsentationen.
9. Kosten- und Finanzierungsübersichten (KoFi) — Detaillierte Kostenaufstellung, Finanzierungsquellen, Fortschreibung, Wirtschaftlichkeitsprüfung — jeweils einmal für Teil A und Teil B.
10. Alternativenprüfung — Für jeden Bereich und dessen Ziele; Alternativen von Flächen, alternativen Instrumenten, auch Bereiche untereinander.
11. Endbericht — Gemeinsame Einleitung, Ergebnisse je Untersuchungsbereich, Gesamtbetrachtung/Abwägung/Empfehlung inkl. Zeit- und Maßnahmenplan (zusammenfassend für beide Bereiche).
12. Strategie & Zeitplanung VU-Prozess — Gesamtstrategie, realistischer Zeitplan, Fortschreibung, Meilensteine, regelmäßige Überprüfung.
13. Regelmäßige Abstimmungstermine — 2-wöchentliche Jour-fixe-Termine mit dem Auftraggeber (Tagesordnung mind. 48 h vorher, Protokoll innerhalb 1 Arbeitswoche).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage und Zuverlässigkeit
Zwingende Ausschlussgründe (§ 123 GWB): Es dürfen keine rechtskräftigen Verurteilungen wegen u. a. Bildung krimineller/terroristischer Vereinigungen, Terrorismusfinanzierung, Geldwäsche, Betrug/Subventionsbetrug, Bestechlichkeit/Bestechung oder Menschenhandel/Zwangsarbeit vorliegen.
Fakultative Ausschlussgründe (§ 124 GWB): u. a. Verstöße gegen umwelt-, sozial- oder arbeitsrechtliche Verpflichtungen, Insolvenz, schwere Verfehlung, wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen, Interessenkonflikt, wesentliche mangelhafte Auftragserfüllung.
Selbstreinigung: Gemäß § 125 GWB können Unternehmen trotz Ausschlussgründen zugelassen werden, wenn ausreichende Selbstreinigungsmaßnahmen nachgewiesen werden.
Erforderliche Erklärungen: Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (§§ 123, 124 GWB); Erklärung zur Insolvenz/Liquidation; Erklärung zu Verurteilungen; Erklärung zur ordnungsgemäßen Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Leistungsprofil des Bewerbers: Angaben zu Personalstärke, Interdisziplinarität und technischer Ausstattung des Büros (Verwendung Fragebogen Anlage 5 empfohlen).
Referenzen (Unternehmensreferenzen, 1–5 Stück):
Bewertung der Referenzen (Teilnahmewettbewerb):
Bewertungskriterien (Angebotswertung Phase 2):
Verfahrensrechtliche und sonstige Anforderungen
1–5 Referenzen über vergleichbare städtebauliche Planungs-/Beratungsleistungen; mindestens eine Referenz muss die Durchführung einer vorbereitenden Untersuchung (VU) mit Endbericht für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme gemäß § 165 Abs. 4 BauGB sein (VU-Referenz)
VU-Referenz: Endbericht für Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme nach § 165 Abs. 4 BauGB. Fehlende VU-Referenz führt zum Ausschluss des Teilnahmeantrags. Bewertet nach: Art des Vorhabens, Größe (51–100 ha = 5 Pkt., >100 ha = 3 Pkt., 20–50 ha = 1 Pkt.), Ziel (Wohnen = 5 Pkt., Arbeiten = 3 Pkt.), Aktualität (≤3 J. = 5 Pkt., ≤6 J. = 3 Pkt., ≤10 J. = 1 Pkt.), Komplexität (1–5). Max. 25 Pkt./Referenz, Mittelwert bildet Gesamtbewertung; Auswahl von max. 3 Bewerbern.