Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenBauleistung der DB InfraGO AG zur Erneuerung eines bestehenden Durchlasses auf der Bahnstrecke 3400 bei km 58,713 nordöstlich von Berg (Pfalz). Das alte, stark versandete Plattendurchlass-Bauwerk (Baujahr 1953) wird zurückgebaut und ein neues Stahlrohr (DN/OD 914 mm) in den Bestand eingeschoben – alles unter laufendem Bahnbetrieb ohne Gleissperrung. Der Auftrag umfasst zudem Erdarbeiten, Wasserhaltung, Kampfmittelbegleitung, Entsorgung sowie umfangreiche landschaftspflegerische Ausgleichs- und Pflanzmaßnahmen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Angebotspreis als alleiniges Zuschlagskriterium mit 100% Gewichtung
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenArt und Umfang der Bauaufgabe
Ersatzneubau des Durchlasses km 58,713 auf der nicht elektrifizierten, eingleisigen Strecke 3400 (Schifferstadt – Berg / Pfalz). Der bestehende Plattendurchlass aus Natursteinen (Baujahr 1953, stark versandet, verschlammt, teils morsch) wird im Auslaufbereich einschließlich Stirnmauer sowie 50 cm Stirnwand im Einlaufbereich zurückgebaut.
In den Bestand wird ein Stahlrohr Da 914 x 20 mm eingeschoben. Das Rohr wird werksseitig in zwei Teilen (10 m und 10,5 m) vorgefertigt, in der Baugrube zusammengeschweißt und mittels Seilwinde und Kran eingeschoben. Die Sohlneigung beträgt 1,0 %.
Der Auftrag ist nicht in Lose aufgeteilt – ein einziger Auftrag.
Erdarbeiten und Baugruben
Herstellung einer Start- und einer Zielgrube (insgesamt ca. 80 m³ Aushub bis 2,50 m unter Geländeoberkante, Homogenbereiche HGB I.A – I.B) einschließlich Presswiderlager. Bauwerkshinterfüllung ca. 22 m³ mit Verdichtungsanforderung DPr ≥ 100 %, Baugrubenverfüllung ca. 52 m³ mit DPr ≥ 98 %. Drei statische Plattendruckversuche nach DIN 18134.
Bodenaushub getrennt nach Schichten ausheben (keine Vermischung, zahnloser Baggerlöffel empfohlen). Oberboden gemäß DIN 18320 / DIN 18915 separieren und separat lagern. Bodenaustausch ca. 0,3 m Mächtigkeit, Kies-Sand-Gemisch der Verdichtbarkeitsklasse V1, lagenweiser Einbau mit Eigenüberwachungs- und Kontrollprüfungen. Geotextil GRK 3 am Übergang zu bindigen Böden.
Ggf. Verbau (Berliner Verbau oder Spundwand) mit erhöhtem Erddrucknachweis. Gründungsabnahme durch geotechnischen Sachverständigen. Mehrmaliges Gleisnachstopfen zur Wiederherstellung der Soll-Gleislage einplanen.
Wasserhaltung und Baugrubenbedingungen
Hochanstehendes Grundwasser, vorhandener Bachlauf. Offene Wasserhaltung mit Pumpensümpfen sowie Fangedamm im Einlaufbereich zur Umleitung des Berger Grabens.
Oberflächenwasserhaltung 5 – 20 m³/h, Förderhöhe ca. 1,00 m, Betriebsdauer 72 Stunden (vom AG bestätigt). Sandsackbarrieren und Absetzcontainer (5 – 10 m³, bis 20 m³/h). Wasserrechtsantrag ist durch den Auftragnehmer zu stellen.
Durchlassbauwerk und Ausstattung
Reinigung der Durchlasssohle (ca. 4 m³), Herstellung des Kolkschutzes (ca. 3 m³, C20/25, XF1, WF, Höhe 0,80 m) und Rohrauflagers (ca. 2 m³, C12/15, mind. 10 cm Bettung). Einhub aller Bauteile per Seilwinde, anschließend Verrohrung mit dem Stahlrohr 20,5 m / OD/ID 914 mm / Wanddicke mind. 28 mm / S235 J2H(P).
Verfüllung des Restraums (ca. 6 m³, mind. 2 N/mm² nach 3 Tagen). Sohl- und Böschungsbefestigung als Granit-Großsteinpflaster (ca. 5 m², 17 × 17 × 17 cm, 25 cm Betonbett C25/30). Reinigung nach Fertigstellung und Reprofilierung des Bachlaufs (ca. 27 m, Breite 0,90 – 1,50 m, Tiefe 1,20 – 1,50 m).
Stahlgeländer als Absturzsicherung: 10 m Länge, 1,20 m hoch, Rohrgeländer feuerverzinkt + PUR DB 702 (gemäß RIZ Gel 7). Sicherheitsraum und Böschungsherstellung mit Neigung 1:1,5.
Baufeldfreimachung und Bestandsschutz
Suchgräben Kabel / Leitungen (ca. 10 m³, Tiefe > 1,25 – 1,75 m), Sicherung und ggf. Umlegung von Leitungen (F4027, Telekom), Schutz von Kabeltrassen, Sicherung von Grenzsteinen. Vermessung der Räumabschnitte, Einmessen Bohrlochraster.
Oberflächensondierung Kampfmittel (ca. 1.500 m²) auf 'Kampfmittelverdachtsfläche Artilleriebeschuss – km 12' (Kategorie 2 nach BFR KMR) sowie Dokumentation der Kampfmittelräumung. Mitwirkung bei der Kampfmittelräumung (ANKaMiSo) ist vorgesehen.
Baustelleneinrichtung und Logistik
Baustellenlogistik inkl. Rangierbegleiter und Triebfahrzeugführer, Einrichtung, Vorhaltung und Räumung der gesamten Baustelleneinrichtung. Baustraßen einschließlich Wasserlochüberfahrt mit geeigneten Hilfsmitteln. Mobilbauzaun 200 m mit zwei 3,00-m-Toren, blendfreie Baustellenbeleuchtung für den Zugverkehr, Biotopschutzzaun 740 m (mind. 2,00 m hoch).
Vorhaltung von mindestens 70 m² zusammenhängender, LKW-erreichbarer Fläche für die Bauüberwachung (BÜW). IT-Fernzugang für DMS DOXiS oder EPLASS (DB Systel, Kosten 971,61 €/Jahr). Baustelleneinrichtungsplan ist vor Baubeginn mit dem AG abzustimmen.
Vermessung, Beweissicherung und Dokumentation
Technische Bearbeitung: Vermessung (MLV-ALI_01010050), Zuarbeit SiGe-Plan, Messprogramm Gleisüberwachung 2-gleisig / 40 m, messtechnische Prüfung Erdung nach VDE, Sicherung Festpunktfeld im DB-REF2016-System, allgemeine Beweissicherung und Beweissicherung nach BBodSchV.
Bestandspläne (DWG gemäß Ril 886.0103A01), Bauwerksbuch / -heft (3-fach Papier + 1-fach digital als PDF/A-1b), AVANI-Aktualisierung (Ril 885/458/883.0026), Fotodokumentation (mind. 99 Fotos, JPG mind. 900 × 600 Pixel), elektronischer Planprüflauf. Liefertermine: Bestandspläne 4 Wochen vor VOB-Abnahme, Bauwerksbuch Entwurf 3 Wochen vor Inbetriebnahme, Endfassung 2 Wochen vor Inspektion / VOB-Abnahme, Messprogramm 2 Wochen nach Auftragserteilung.
Entsorgung und Abfallwirtschaft
Benennung eines Abfallverantwortlichen (§ 59 KrWG, mind. 1 Jahr Praxiserfahrung) mit Sachkundenachweis LAGA PN 98. Akkreditiertes Institut (DIN EN ISO/IEC 17025) für Probenahme / Analytik. Nachunternehmer für Entsorgung benennen mit Fachnachweisen (Beförderer- / Entsorgungsfachbetriebszulassung gem. KrWG).
Entsorgungskonzept (gemäß DB InfraGO M.01.02.15.03, Anlage 8): Entwurf 4 Wochen nach Zuschlag, erste Vollversion 6 Wochen vor Baubeginn. Elektronische Nachweisführung über eANV / ZEDAL. Einbaudokumentation gemäß EBV. Beprobung und Analytik nach EBV Anlage 1 Tab. 3 + 4 (Boden) und EBV (Betonbruch). Bereitstellungsfläche ca. 50 m².
Zu entsorgen sind ca. 235 t nicht gefährlicher Boden und 12 t Bauschutt. Voranzeige an die Bodenschutzbehörde 4 Wochen vor Einbaubeginn (falls erforderlich), Abschlussanzeige spätestens 2 Wochen nach Einbauende.
Landschaftspflegerische und Umweltleistungen
Oberbodenmanagement (Abtrag, Zwischenlagerung ca. 275 m³, Andecken ca. 910 m²), Rasenansaat RSM 7.1.2 (15 g/m²) auf 910 m². Vorbereitende Arbeiten: Müllentsorgung, Verkehrssicherung, Tankanlage, Bindemittel, Absteckung, Einzelstammschutz (2 Stk.), Zaunplane (30 m).
Rodung Staudengestrüpp 95 m², Feldgehölze 390 m², Neophytenfläche 50 m². Vergrämungsmahd 430 m². Wegebau: Beweissicherung und Wiederherstellung 310 m². Vegetationstechnische Arbeiten: Tiefenlockerung 910 m² (mind. 50 cm), Flächenvorbereitung 910 m².
Pflanzungen: Grabenböschung 115 m², Ackerflächen 810 m², Wiesenansaat 435 m², Gehölze (Hasel 40 Stk., Hartriegel 30 Stk., Feldahorn 30 Stk., Liguster 30 Stk., Pfaffenhütchen 30 Stk.), Schilf 200 Stk., Mulchen 360 m². Pflege (Mahd, Wässern, Mulchnachbesserung) über Fertigstellungs- und Entwicklungspflege über mehrere Vegetationsperioden.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung zur Berufsausübung
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Bauleiter-Qualifikation
Unabhängigkeit / Ausschlussgründe
Mindestens 3 im Wesentlichen mangelfreie Referenzprojekte in vergleichbarer Bauweise (Verrohrung), abgeschlossen mit VOB-Abnahme
Pro Referenzprojekt: Name/Bezeichnung, Kurzbeschreibung der ausgeführten Arbeiten, Bauzeit, Bauherr inkl. Ansprechpartner