Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht:
Das Land Brandenburg (Landesamt für Umwelt, Potsdam) richtet ein Monitoring für die Pflanzenarten ein, die im Anhang V der FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat) gelistet sind – als Teil 1 eines längerfristigen Vorhabens. In diesem ersten Teil geht es nicht um Geländeerhebungen, sondern um die Erarbeitung der fachlich-technischen Grundlagen: Wie häufig kommt jede der 46 Arten vor? Wie soll sie künftig überwacht werden – durch Totalzensus oder durch Stichproben? Welche Bewertungsverfahren sind anzuwenden?
Was zu tun ist:
Bieter reichen ein vollständiges Angebot mit ausgefüllten Formularen, Eigenerklärungen und Referenzen bis zum 26.08.2026 um 08:00 Uhr ein. Die Leistung muss bis 30.11.2026 erbracht sein. Erfüllungsort ist das Landesamt für Umwelt in Potsdam. Es ist keine Los-Teilung vorgesehen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis30%
Angebotssumme Netto zuzüglich Nebenkosten und der vom Auftraggeber zu tragenden Umsatzsteuer. Bewertung durch lineare Interpolation im Schwankungsbereich von 100% vom Bestwert (niedrigster Preis).
- Angebotsinhalt30%
Nachvollziehbarkeit und Widerspiegelung der Arbeitsschritte nach Leistungsbeschreibung im Angebot. Bewertung mit 6 Erfüllungsgraden (0-10 Punkte).
- Organisation und Erfahrungen des Projektteams40%
Darlegung der Voraussetzungen des Unternehmens für die effektive Bearbeitung der werkspezifischen Aufgabenstellung, insbesondere besondere Erfahrungen der bearbeitenden Personen mit Werkbearbeitungen im Rahmen von Berichten zur Umsetzung der FFH-Richtlinie sowie mit Teilen des zu bearbeitenden Artenspektrums. Bewertung mit 6 Erfüllungsgraden (0-10 Punkte).
Preis: Lineare Interpolation im Schwankungsbereich (100%) vom Bestwert (niedrigster Messwert). Qualitätskriterien: Bewertung mit 6 Erfüllungsgraden (Punktzahlen 0, 2, 4, 6, 8, 10). Gesamtwertung durch gewichtete Addition der Kriterien.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Ziel der Leistung
Erstellt werden die technischen Vorgaben für das künftige Monitoring der Pflanzenarten des Anhangs V der FFH-Richtlinie in Brandenburg – als Teil 1 eines mehrteiligen Vorhabens (Jahr 2026). Die Leistung ist beratend-planerisch: keine Geländeerhebungen. Adressaten sind 46 Arten aus den Gruppen Gefäßpflanzen/Bärlappe, Flechten und Moose.
Erfüllungsort: Landesamt für Umwelt Brandenburg, Seeburger Chaussee 2, 14476 Potsdam.
Leistungszeitraum: nach Auftragserteilung bis 30.11.2026 (einzelne Leistungspositionen beginnen erst nach Abruf durch den Auftraggeber).
Paket 1 – Häufigkeit und Methode (rasterbezogene Verbreitung)
Paket 2 – Vorkommen und Stichprobenbestimmung
Paket 3 – Artspezifische Bewertungsverfahren
Datengrundlagen (vom Auftraggeber bereitgestellt)
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe (§§ 123, 124 GWB)
Der Bieter hat durch die Eigenerklärung Ausschlussgründe (Formular 4.1) zu erklären, dass keine Ausschlussgründe vorliegen:
Bei zutreffender Selbstreinigung sind entsprechende Nachweise (Schadensausgleich, Kooperation mit Ermittlungsbehörden, technische/organisatorische/personelle Maßnahmen) beizufügen. Von Unterauftragnehmern ist die Erklärung vor Vertragsschluss vorzulegen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
1. Statistische Verfahren: Erfahrung mit einfachen statistischen Verfahren, insbesondere zur Bestimmung repräsentativer Stichproben im Zusammenhang mit naturräumlichen Gegebenheiten (Nachweis als Eigenerklärung, plausible Darlegung).
2. DV-Kenntnisse: Grundlegende Kenntnisse in ACCESS und ARCGIS (oder vergleichbar) sowie QGIS (oder vergleichbar); nachgewiesen durch mindestens eine Referenzleistung mit eigenständiger Bearbeitung in GIS und Access, Zeitraum 2021–2026.
3. Floristisch-geobotanische Expertise: Vertiefte Fach- und Sachkunde zur Flora Brandenburgs und Nordostdeutschlands (Geobotanik); nachgewiesen durch mindestens eine Referenzleistung mit Bezug auf regionale Pflanzenwelt, Zeitraum 2021–2026.
4. Verantwortliche Personen: Juristische Personen müssen die Namen und die berufliche Qualifikation der für die Ausführung verantwortlichen Personen angeben.
Unternehmensangaben und Angebotsdeckblatt
Im Angebotsdeckblatt (CSX 51) sind u. a. anzugeben:
Mindestanforderungen nach BbgVergG und MiLoG
Mit der Vereinbarung nach Formular 5.3 (und ggf. 5.4 für Nachunternehmer) verpflichtet sich der Bieter:
Sanktionen bei Verstößen: Vertragsstrafe 1 % der Auftragssumme (max. 25.000 €) je Fall, max. 5 % (max. 250.000 €) insgesamt; Auftragssperre bis 3 Jahre; Meldung an Zollbehörde bei Verstößen gegen AEntG/MiLoG.
Bietergemeinschaften, Unteraufträge und Eignungsleihe
Eigenständige Bearbeitung in GIS und Datenbank (ACCESS und ARCGIS oder vergleichbar; QGIS oder vergleichbar)
Eigenerklärung in Form einer Referenzliste mit Auftragswert, Leistungszeitraum und Leistungsempfänger
Vertiefte Fach- und Sachkunde zur Flora Brandenburgs/Nordostdeutschlands (Geobotanik) – Bezug auf regionale Pflanzenwelt
Eigenerklärung in Form einer Referenzliste mit Auftragswert, Leistungszeitraum und Leistungsempfänger; auch unentgeltliche Aufträge/Gutachten/Fachveröffentlichungen anerkannt