Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Verbandsgemeindeverwaltung Diez für die Stadt Diez.
Es geht um Dachdecker-, Dachabdichtungs- und Klempnerarbeiten an der „Halle am Wirt" in 65582 Diez (Jahnstraße/Ecke Mühlgraben). Das historische Bestandsgebäude (Baujahr 1925/26) und ein angrenzender Umkleidetrakt sollen energetisch saniert werden.
Die Ausschreibung umfasst ein einziges Los (keine Mehrlosvergabe).
Wesentliche Inhalte:
Ausführungszeitraum: 11/2026 – 03/2027. Angebote sind elektronisch über die Vergabeplattform einzureichen, Angebotsfrist ist der 01.09.2026 um 09:00 Uhr.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (Wertungssumme einschl. evtl. Wartungskosten)100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBereich Halle – Hauptdach (Tonnen-Walm, Zollingerbauweise)
Werk- und Montageplanung: prüffähige statische Berechnung des Bedachungssystems (Hut-Profile, Klipp-Befestigung, PV-Last ca. 25 kg/m², konkaver Übergang), Verlege- und Detailpläne, Stücklisten, örtliches Aufmaß.
Dacheindeckung: ca. 1.130 m² Aluminium-Profiltafeln (Kalzip 50/429/1,0 mm) als Stehfalz konvex/konkav gewalzt; Wärmedämmung Mineralfilz 300/260 mm (komprimierbar + trittfest).
Sonderbauteile: Traufenabschluss, Ortgang, Kantteile, Schneefang, Blitzschutzanschluss, Lüfterstutzen, Kamineinfassung, Dachausstieg, PV-Befestigungsklemmen (durchdringungsfrei, ca. 1,5 Stk/m²), Dampfsperre am Ortgang.
Dachreiter/RWA: Rückbau Bestandsdachreiter (ca. 11,0 × 2,5 × 0,8 m inkl. Lichtband und Elektrik); neuer Lichtband-Dachreiter ca. 2.500 × 10.700 mm mit 3 RWA-Klappen 110 × 188 cm, Durchsturzsicherung, Wind-/Regensensor, RWA-Montage.
Entwässerung: Rinnen und Fallrohre aus Aluminium.
Holzbauteile: Ortgangbohle, Kanthölzer.
Sicherheit: Seilsicherungssystem (z.B. Latchways CFP 2), Einweisung des Nutzers.
Konstruktion: ca. 25 × 35 m Grundriss, First ca. 12,5 m, Traufe ca. 4,5 m über Gelände, Pultdach-Neigung ca. 15°.
Bereich Umkleidetrakt – Flachdächer
Flächen: ca. 207 m² Umkleidetrakt + ca. 120 m² TGA-Fläche auf Gymnastikraum + ca. 50 m² Büroeinschub/Zwischenbauwerk; Dachneigung ≤ 8° (Gefälle 2 %).
Aufbau: Dampfsperre Bitumen-Schweißbahn (Al+G200 S4), Gefälledämmung PUR/PIR mittlere Dicke 140 mm, EPDM-Dachabdichtung 1,5 mm selbstklebend (z.B. Alwitra Evalastic), Schutzlagen (Trennlage, Gummigranulmatte).
Dachbegrünung (Extensivbegrünung): Dränschicht, Filtervlies, Kiesschüttung, Vegetationstragschicht, Ansaat.
Terrassenbelag: Betonwerkstein auf Stelzlagern.
Einbauteile: Entlüfter, Stahlfüße für Sichtschutz, Verankerung Absturzsicherung, Kiesleiste, Randbohle, Mauerabdeckung, Anschlagkonstruktion PSA, Fassadenrinne Edelstahl.
Entwässerung: Rinnen und Fallrohre aus Aluminium.
Werk- und Montageplanung inkl. Gefälleplan.
Bereich TGA-Fläche – Pultdach und TGA-Aufstellfläche
03.01 Geneigtes Pultdach (ca. 20 × 8,5 m, ca. 8° Neigung auf Stahltrapezblech): Aluminium-Profiltafeln (Kalzip 50/429/1,0 mm), Festpunkte und Klippbefestigung, Wärmedämmung Mineralfilz 140 mm + trittfest, Dampfsperre Elastomerbitumen kaltselbstklebend, Rinnen/Fallrohre Aluminium, Holzbauteile (Traufbohle, Festpunktbohle, Randbohle KVH), Lüfterstutzen, Seilsicherungssystem mit 3 Dachankern, Schneefang, Blitzschutz, Solarbefestigung.
03.02 TGA-Aufstellfläche (Massivdach): Dampfsperre, Gefälledämmung EPS 180 mm, EPDM-Abdichtung 165 m², Schutzlage.
Werk- und Montageplanung inkl. Statik, Verlegeplänen und Gefälleplan.
Gemeinsame Pflichten über alle Bereiche
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenUnternehmensbezogene Eignung
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle (für Dachdeckerarbeiten) oder bei der IHK – auf Verlangen Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug bzw. Handwerkskarte vorlegen. Klein-/Mittelunternehmen-Status (< 250 Beschäftigte, ≤ 50 Mio. € Umsatz oder ≤ 43 Mio. € Bilanzsumme) kann optional erklärt werden.
Finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Umsatz des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit er Bauleistungen und vergleichbare Leistungen betrifft (inkl. ARGE-Anteil). Eine konkrete Mindestumsatzschwelle ist in den vorliegenden Unterlagen nicht genannt.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis (PQ-Nummer) oder Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124). Auf Verlangen mindestens 3 vergleichbare Referenznachweise aus den letzten 5 Kalenderjahren (Details siehe Referenzprojekte). Nachweis ausreichender Arbeitskräfte über Erklärung zur jahresdurchschnittlichen Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre nach Lohngruppen (Leitungspersonal separat ausgewiesen). Benennung eines deutschsprachigen aufsichtsführenden Poliers/Fachbauleiters spätestens bei Auftragserteilung.
Ausschlussgründe
Keine Eröffnung/Antragstellung eines Insolvenzverfahrens oder vergleichbares, keine Liquidation, keine schwere Verfehlung gem. § 6e EU VOB/A, keine Verurteilung wegen Verstößen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren. Verpflichtung zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen; Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Ab Auftragssumme ≥ 30.000 € wird der Auftraggeber einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister (§ 150a GewO) anfordern.
Sonderbedingungen: Tariftreue und Holzprodukte
Tariftreue/Mindestlohn (LTTG Rheinland-Pfalz): Verpflichtung zur Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns (ab 01.01.2026 = 13,90 €/h, ab 01.01.2027 = 14,60 €/h) sowie zur Kontrolle und Vorlage der Nachunternehmer-Erklärungen.
Holzprodukte: Alle verwendeten Holzprodukte müssen FSC, PEFC oder gleichwertig zertifiziert sein; Nachweiskette (CoC-Zertifikat, Lieferschein) ist zu erbringen.
Wettbewerbsrecht: Pauschaler Schadensersatz von 15 % der Bruttoabrechnungssumme bei nachgewiesener unzulässiger Wettbewerbsbeschränkung.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften benötigen eine Erklärung aller Mitglieder in Textform (Bildung ARGE, Bevollmächtigter, gesamtschuldnerische Haftung); auf Verlangen ist die Erklärung von allen Mitgliedern unterzeichnet vorzulegen. Für Nachunternehmer ist auf Verlangen der Präqualifikationsnachweis oder eine Eigenerklärung zur Eignung vorzulegen.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen über Dachdecker- und Dachabdichtungsarbeiten aus den letzten 5 Kalenderjahren
Mit Ansprechpartner beim Auftraggeber, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang mit Mengen, Zahl durchschnittlich eingesetzter Arbeitnehmer, Beschreibung besonderer technischer Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung – vorzulegen nur auf Verlangen der Vergabestelle bei enger Wahl