Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Alte Hansestadt Lemgo sucht für die energetische Sanierung und den Umbau der ehemaligen Anne-Frank-Schule zu einem barrierefreien, multifunktionalen Zentrum für musikalische und kulturelle Bildung (mit Musikschule, Volkshochschule, Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt und Veranstaltungsräumen) Fachplanerinnen und Fachplaner für Technische Ausrüstung nach HOAI.
Das Vorhaben wird als EFRE/LEADER-gefördertes Projekt im Rahmen der Strategischen Stadtziele 2030 umgesetzt. Die Leistung ist in zwei Lose aufgeteilt: LOS 1 umfasst Heizung, Lüftung und Sanitär (Anlagengruppen 1–3), LOS 2 umfasst Elektrotechnik (Anlagengruppen 4–6). Die Planungsleistungen werden stufenweise beauftragt (zunächst Leistungsphasen 1–4). Angebote sind elektronisch über die Vergabeplattform Deutsche eVergabe einzureichen.
Bieter müssen u.a. Referenzen für vergleichbare Fachplanungsprojekte, Angaben zum Projektteam, ein Honorarangebot und verschiedene Eigenerklärungen (u.a. Sanktions- und Ausschlussgründe) vorlegen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Kriterium 1 – Honorarangebot40%
Höhe des Honorarangebotes; linear interpolierte Bewertung zwischen Niedrigstpreis (160 Pkt. = 4 × 40) und 2,0-fachem Preis (0 Pkt.)
- Kriterium 2 – Qualifikation des Projektteams20%
Benennung und Vorstellung der vorgesehenen Personen (insb. Projektleitung, stellv. Projektleitung, Bauleitung), Dauer der Berufserfahrung und vergleichbare Referenzprojekte; besonderer Fokus auf Bauen im Bestand und Sanierungsprojekte im Zusammenhang mit dem GEG
- Kriterium 3 – Organisation der Projektabwicklung20%
Darstellung der Projekt-Koordination, Verfügbarkeit der Teammitglieder, Regelungen zur Urlaubs-/Krankheitsvertretung und Sicherstellung der örtlichen Präsenz des Projektteams
- Kriterium 4 – Maßnahmen zur Sicherstellung der Kosten- und Termineinhaltung20%
Konzept zur Einhaltung der Baukostenobergrenze und des Fertigstellungstermins (bauliche Fertigstellung und vollständige Abrechnung der energetischen Sanierung); Vorschlag Planungs- und Bauausführungsterminplan, Maßnahmen zur Termin- und Kosteneinhaltung im eigenen Unternehmen und in der Schnittstellenkoordination; Hinweis auf Bonus von max. 5 % des Honorars bei Termineinhaltung
Preis: 160 Pkt. * (2,0 * Niedrigstpreis - Angebotspreis) / (2,0 * Niedrigstpreis - Niedrigstpreis); Qualitätskriterien: 0–4 Punkte multipliziert mit Gewichtung; max. 16 Punkte bzw. 400 gewichtete Punkte
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAufgabenstellung und Projektrahmen
Fachplanung Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI für die energetische Sanierung und Umnutzung der ehemaligen Anne-Frank-Schule, Menkestraße/Henkelstraße, 32657 Lemgo (zwei Bestandsgebäude in Hanglage). Die Planung muss auf die Ziele Bestandserhalt, Barrierefreiheit, Klimaschutz und Gemeinwohlorientierung ausgerichtet sein und den Beitrag zum klimaneutralen Gebäudebestand bis 2035 unterstützen.
Das Vorhaben ist eingebettet in die Strategischen Stadtziele 2030 der Alten Hansestadt Lemgo und wird als EFRE/LEADER-Projekt gefördert (Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung Detmold vom 09.07.2026). Die Bewerberinformation und der Ingenieurvertrag sind Teil der Vergabeunterlagen.
Die Leistung kann wahlweise für ein einzelnes Los oder für beide Lose angeboten werden. Bei Beauftragung beider Lose ist ein Kombinationsrabatt anzubieten.
Leistungsstufen und Grundleistungen LPH 1–9
Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Leistungsstufe 1 umfasst die Leistungsphasen 1–4 (Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung), Leistungsstufe 2 umfasst die Leistungsphasen 5–9 (Ausführungsplanung, Vorbereitung der Vergabe, Mitwirkung bei der Vergabe, Objektüberwachung, Objektbetreuung). Der Auftraggeber entscheidet über den Abruf der weiteren Stufe.
Die Grundleistungen je Leistungsphase umfassen u.a.:
Stichtag für die Abgabe der Genehmigungsplanung (LPH 4) ist der 31.12.2026, gewerkeweise müssen die Ausführungsunterlagen bis 01.02.2027 vorliegen.
Besondere Leistungen und Fördermittel
Über alle Leistungsphasen ist verpflichtend die elektronische Austauschplattform „Planfred" zu nutzen. Hinzu kommen besondere Leistungen wie:
Die Kommunikation erfolgt in deutscher Sprache, Verschwiegenheitspflicht ist zwingend. Die Baukostenobergrenze liegt bei insgesamt max. 7.225.852 EUR brutto, maximal förderfähige Gesamtausgaben 6.555.000 EUR (Zuwendungsquote 80 %). Bei termingerechter Fertigstellung kann eine Bonusregelung von bis zu 5 % des Nettohonorars zur Anwendung kommen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche und wirtschaftliche Eignung
Bieter müssen wirtschaftlich und finanziell leistungsfähig sein, was u.a. über Eigenerklärungen, ggf. Präqualifikation (amtliches Verzeichnis der IHK oder pq-verein.de) oder Formular 325 EU nachgewiesen wird. Juristische Personen, oHG, KG und Partnerschaftsgesellschaften müssen einen aktuellen Handelsregisterauszug vorlegen. Bei Bietergemeinschaften haften alle Mitglieder gesamtschuldnerisch; ein federführendes Mitglied vertritt die Gemeschaft. Die Eignung kann auch durch Eignungsleihe nach § 47 VgV (Formulare 532 EU + 533 EU) oder Unterauftragsvergabe nach § 36 VgV nachgewiesen werden.
Berufliche Qualifikation und Versicherung
Natürliche Personen müssen zur Führung der Berufsbezeichnung Ingenieur/in berechtigt sein; bei juristischen Personen muss das vorgesehene Personal entsprechend qualifiziert sein. Es ist eine lückenlose Berufshaftpflichtversicherung nachzuweisen mit mindestens 2.000.000 EUR Deckung für Personenschäden und 2.000.000 EUR für sonstige Schäden, jeweils zweifach je Versicherungsjahr maximiert – Laufzeit ab Vertragsabschluss bis Gewährleistungsende. Außerdem ist eine Eigenerklärung gemäß Art. 5k Abs. 1 VO (EU) Nr. 833/2014 (kein Russland-Bezug, Formular 523 EU, Anlage B-9) abzugeben.
Personelle Leistungsfähigkeit
Der Bieter muss nachweisen, dass in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren mindestens zwei Berufsträger (Ingenieur/in, Bachelor, Master of Science/of Engineering/of Arts, Techniker/in m/w/d) als Inhaber oder festangestellte Mitarbeiter im Unternehmen tätig waren. Nachweis durch Eigenerklärung (Anlage B-13) mit Name, Qualifikation und konkreter Aufgabe im Unternehmen je Berufsträger.
Ausschlussgründe und Sanktionen
Es dürfen keine Ausschlussgründe gem. §§ 123 (zwingend) und 124 GWB (fakultativ) vorliegen. Der Bieter hat keine Verbindung zu Russland im Sinne der EU-Sanktionsvorschriften (Formular 523 EU) – weder über Staatsangehörigkeit/Niederlassung, noch über Beteiligungen mit >50 %, Vertretung oder Unterauftragnehmer/Lieferanten mit >10 % Auftragswert. Eigenerklärungen zu Ausschlussgründen und Sanktionen sind von jedem Mitglied einer Bietergemeinschaft einzeln zu unterschreiben.
Verfahrenshinweise
EU-weites offenes Vergabeverfahren gem. § 15 VgV nach VgV/Richtlinie 2014/24/EU. Zuschlagskriterium ist die Qualität (eforms_awarding_criterion_type: quality). Die Wertung erfolgt anhand der Bewertungsmatrizen (Anlagen E-1 LOS 1, E-2 LOS 2): Honorar 40 %, Qualifikation Projektteam 20 %, Organisation der Projektabwicklung 20 %, Maßnahmen zur Kosten- und Termineinhaltung 20 %. Fehlende unternehmensbezogene Unterlagen können nachgefordert werden; leistungsbezogene, wertungsrelevante Unterlagen sind nicht nachforderbar.
Fachplanung Technische Ausrüstung HLS – Planung der Anlagengruppen 1 (Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen), 2 (Wärmeversorgungsanlagen) und 3 (Lufttechnische Anlagen) gem. § 53 Abs. 2 HOAI
Neubau, Erweiterung oder Sanierung; mindestens LPH 3–8 gem. § 55 HOAI; mindestens eines der Referenzprojekte für öffentlichen Auftraggeber gem. § 99 GWB; Nachweis über Formblatt 14 oder 15 mit Projektbeschreibung und Referenzschreiben als Anlage (Anlage B-14)
Fachplanung energetische Sanierung mit Schwerpunkt Lüftungsanlagen (Anlagengruppe 3) gem. § 53 Abs. 2 HOAI
Mindestens LPH 3–8 gem. § 55 Abs. 1 HOAI; Erneuerung/Modernisierung lufttechnischer Anlagen im Rahmen energetischer Gebäudesanierung; Nachweis Formblatt 14 oder 15 (Anlage B-15)
Fachplanung Technische Ausrüstung Elektro – Planung der Anlagengruppen 4 (Starkstromanlagen), 5 (Fernmelde- und informationstechnische Anlagen) und 6 (Förderanlagen) gem. § 53 Abs. 2 HOAI
Neubau, Erweiterung oder Kernsanierung TA; mindestens LPH 3–8 gem. § 55 HOAI; mindestens eines der Referenzprojekte für öffentlichen Auftraggeber gem. § 99 GWB; Formblatt 16 oder 17 mit Projektbeschreibung und Referenzschreiben (Anlage B-16)
Fachplanung AG 4, 5 und 6 im Rahmen einer energetischen Sanierung eines Bestandsgebäudes
Mindestens LPH 3–8 gem. § 55 Abs. 1 HOAI; Nachweis Formblatt 16 oder 17 mit Projektbeschreibung und Referenzschreiben (Anlage B-17)
Persönliche Referenzprojekte der benannten Projektteam-Mitglieder (Projektleitung, Stellvertretung, Bauleitung), vergleichbar mit der ausgeschriebenen Planungs- und Überwachungsaufgabe
Bevorzugt Bauen im Bestand und Sanierungsprojekte im Zusammenhang mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG); als Wertungskriterium im Angebot (Anlage E-1 LOS 1, E-2 LOS 2) zu belegen