Entsorgung Grundstücksentwässerungsanlagen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Sprockhövel vergibt die Entsorgung (Entleerung, Abfuhr und Beseitigung) von Abwässern aus rund 408 Kleinkläranlagen und 37 abflusslosen Sammelgruben im gesamten Stadtgebiet für die Jahre 2027 und 2028.
Die Auftragnehmer müssen die Anlagen mit geeigneten Saugfahrzeugen (5–20 m³ Volumen, geländegängig, mit Mengenmessung) anfahren, das Material zur Kläranlage des Ruhrverbandes nach Hattingen oder Gevelsberg transportieren und bei vollbiologischen Kleinkläranlagen Frisch- oder Betriebswasser wieder einfüllen. Außerdem ist ein computergestützter Tourenplan zu erstellen und die Eigentümer sind regelmäßig zu informieren.
Erforderlich ist ein zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb, der auch an Wochenenden/Feiertagen und im Notfall (Reaktion in max. 4 Stunden) einsatzbereit ist.
Angebote müssen bis 29.10.2026, 11:00 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform eingereicht werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis50%
Angebotspreis; Punktzahl = (niedrigster Preis / Angebotspreis) x 500; max. 500 Punkte = 50%.
- Ausführungsfrist36%
Garantierte Reaktionszeit in Stunden (Notfälleinsatz innerhalb 4 Std.); Bewertung durch lineare Interpolation zwischen schnellster und langsamster Frist; max. 360 Punkte = 36%.
- Umweltkriterien14%
Schadstoffklasse (Euroklasse) und Geländegängigkeit der eingesetzten Fahrzeuge; max. 140 Punkte = 14% (je 70 Punkte pro Unterkriterium).
I. Preis: (niedrigster Preis / Angebotspreis) x 500; II. Ausführungsfristen: lineare Interpolation basierend auf schnellster Ausführungsfrist in Stunden; III. Umweltkriterien: feste Punktzuordnung je nach Schadstoffklasse (Euroklasse) und Fahrzeugtyp. Gesamtsumme max. 1000 Punkte.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenEntsorgung Kleinkläranlagen
Jährlich rund 1.500 m³ Klärschlamm aus 408 Kleinkläranlagen (nach DIN 4261) absaugen, zur Kläranlage des Ruhrverbandes (Hattingen oder Gevelsberg) abfahren und dort nach Angabe des Betriebspersonals einleiten.
Inklusive aller Nebenarbeiten: An- und Abfahrt, Wartezeiten, Öffnen und Schließen der Grubenöffnungen, Schlauchverlegung (bis ca. 100 m Schlauchlänge, 10–12 m Höhenunterschied).
Mindestens eine Entleerung pro Jahr, ansonsten bedarfsgerecht.
Entsorgung abflusslose Sammelgruben
Jährlich rund 1.500 m³ Fäkalien und Abwässer aus 37 abflusslosen Sammelgruben absaugen, zur Kläranlage des Ruhrverbandes transportieren und einleiten.
Auch hier An- und Abfahrt, Wartezeit, Öffnen/Schließen und Schlauchverlegung inklusive.
Entleerung bedarfsgerecht; unterschiedliche Grubengrößen von ca. 1 m³ bis 81 m³.
Wasserlieferung und -einbringung
Rund 1.500 m³ Frischwasser liefern und in ca. 300 vollbiologische Kleinkläranlagen fachgerecht einbringen.
Optional (Eventualposition): statt Frischwasser Betriebswasser aus dem Ablaufbereich der Ruhrverbands-Kläranlage liefern.
Die gelieferten Mengen sind auf einem Übernahmeschein zu vermerken.
Tourenplanung und Eigentümerinformation
EDV-gestützter Tourenplan für Kleinkläranlagen und Sammelgruben: Erfassung, Erstellung und laufende Korrektur der Touren.
Schriftliche Information der Grundstückseigentümer über die geplanten Entleerungstermine.
Fahrzeuge und Geräte
Einsatz von Saugfahrzeugen mit 5–20 m³ Nutzvolumen, geländegängig (auch Traktor möglich), mit Messvorrichtung zur Mengenablesung.
Fahrzeuge müssen EG-Maschinenrichtlinien entsprechen.
Notfallentsorgung und Sondereinsätze
Im Fall drohender Überlaufgefahr: Reaktionszeit maximal 4 Stunden.
Eventualpositionen: Entsorgung von Fäkalien aus Kleinkläranlagen und von Abwässern aus Sammelgruben auch an Sonntagen und Feiertagen.
Begleitscheine, Kontrolle und Dokumentation
Für jede Entsorgung Begleitscheine mit Angaben zu Leistungsort, Anlagennummer, Menge, Frischwasser, Tour, Datum, Fahrzeug, Personal und Unterschrift des Eigentümers erstellen.
Kontrolle der Anlagen auf Mängel und Meldung an den Auftraggeber.
Getrennte Abfuhr von Kleinkläranlagen und Sammelgruben (maximal 3 gleichartige Anlagen pro Fahrt).
In den Einheitspreis einzurechnen
Vergebliche An- und Abfahrten, Erschwernisse durch beengte Zufahrten, Feldwege, Wiesenüberfahrten, Mehr- oder Mindermengen, Notfallmehrkosten und Koordination an der Abschlagstelle sind in die Einheitspreise einzurechnen.
Es besteht kein Anspruch auf Mehrkosten bei Änderungen der Entleerungszeiträume.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung – Zertifizierung
Nachweis als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb gemäß § 52 Kreislaufwirtschaftsgesetz in Verbindung mit der Entsorgungsfachbetriebeverordnung (EfbV).
Dies ist das zentrale Eignungskriterium.
Technische Leistungsfähigkeit
Verfügbarkeit von Saugfahrzeugen mit 5–20 m³ Nutzvolumen, geländegängig und mit Messvorrichtung für die abgesaugten Mengen.
Fahrzeuge müssen EG-Maschinenrichtlinien entsprechen.
Ebenfalls erforderlich: geeignetes, geschultes Bedienungspersonal.
Reaktionsfähigkeit und Verfügbarkeit
Nachweis, dass eine Notfallentsorgung innerhalb von 4 Stunden (auch bei Überlaufgefahr) möglich ist.
Betriebsbereitschaft auch an Wochenenden und Feiertagen.
Wirtschaftliche und rechtliche Eignung
Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124 LD):
Referenzen
Bei engerer Wahl sind 3 Referenzen aus den letzten 3 Jahren über vergleichbare Entsorgungsleistungen vorzulegen, mit Angabe von Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme und Ausführungszeitraum.
Zusätzliche Nachweise bei engerer Wahl
Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts, Bescheinigung über die Berufsgenossenschaftsmitgliedschaft, Angabe der jahresdurchschnittlich Beschäftigten der letzten 3 Jahre und Benennung der für die Leitung vorgesehenen Personen.
Gewerbezentralregister
Ab einer Auftragssumme von mehr als 30.000 Euro wird für den Bieter, der den Zuschlag erhalten soll, ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister beim Bundesamt für Justiz angefordert.
Vergleichbare Leistungen im Bereich Entsorgung/Entwässerung/Kleinkläranlagen
Nur bei engerer Wahl vorzulegen, mit Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme und Ausführungszeitraum (Formblatt 124 LD)
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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