Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), Regionale Vergabestelle Trier, für Entwässerungskanalarbeiten nach DIN 18306 und DIN 18299 am Staatlichen Eifelgymnasium in Neuerburg (Eifel).
Im Rahmen der Instandhaltung der Außenanlagen soll das bestehende Entwässerungsnetz (Schmutz- und Regenwasser, Mischwasser) in geschlossener Bauweise – also ohne Aufgraben – saniert werden. Zum Umfang gehören:
Die Baumaßnahme findet auf einem Schulgelände in Hanglage statt, das während der Bauzeit weiter genutzt wird. Lärmintensive Arbeiten sind bevorzugt in den Schulferien auszuführen.
Angebote müssen elektronisch über den Vergabemarktplatz Rheinland-Pfalz (Desktop Bietertool) in Textform eingereicht werden. Zuschlagskriterium ist nicht ausschließlich der Preis, sondern das wirtschaftlichste Angebot (Preis plus 30 % der kalkulierten bauzeitabhängigen Kosten).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (Wertungssumme)100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme ermittelt. Die Wertungssumme ergibt sich aus der nachgerechneten Angebotssumme zuzüglich 30% der vom Bieter angegebenen bauzeitabhängigen Kosten (z.B. Bauleitungspersonal, Vor- und Unterhalten der Einrichtungen, Geräte, Büros, Ver- und Entsorgungsanschlüsse, Allgemeine Geschäftskosten). Nachlässe, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangebote werden berücksichtigt. Zuschlag auf das Angebot mit der niedrigsten Wertungssumme.
Wertungssumme = Angebotsendsumme + (bauzeitabhängige Kosten × 0,3). Der Zuschlag wird auf das Angebot mit der niedrigsten Wertungssumme erteilt. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Bauverfahren
Geschlossene Sanierung (Renovierung) der Entwässerungsanlage des Staatlichen Eifelgymnasiums Neuerburg nach DIN 18306 und DIN 18299. Eingesetzt werden vorrangig Schlauchliner (Einzugs- und/oder Inversionsverfahren), punktuelle Reparaturen (Kurzliner, Innenmanschetten, Riss- und Scherbenverpressungen) sowie örtliche Vorarbeiten (Reinigung, TV-Inspektion, Fräsarbeiten). Das Schulgelände wird im Trennsystem entwässert (Schmutz- und Regenwasser getrennt); teilweise sind auch Mischwasserkanäle betroffen.
Hauptkanäle (Haltungen)
Sanierung von rund 60 Haltungen mit ca. 1.129 m Gesamtlänge (davon Schmutzwasser ca. 316 m, Regenwasser ca. 813 m). Materialien überwiegend Steinzeug (STZ), teilweise PVC und PP, Nennweiten DN 150 bis DN 300. Bei 5 Haltungen wird der Schlauchliner mit offenem Ende durch die Schächte geführt. Vor der Sanierung sind TV-Inspektion, Hochdruckreinigung und ggf. Fräs-/Rissverpressungsarbeiten durchzuführen.
Anschlussleitungen
Sanierung von rund 163 Anschlussleitungen mit ca. 574 m Gesamtlänge (davon ca. 16 Leitungen mit ca. 106 m als Renovierung). Einbau von Hausanschluss-Schlauchlinern, Anbindung an den Hauptkanal über Verpressung oder Hutprofil; Zugang über Schächte, Revisionsöffnungen, Straßeneinläufe oder bauseits hergestellte Kopflöcher.
Schachtbauwerke
Bearbeitung von rund 68 Schachtbauwerken (überwiegend DN 1000, Beton). Bei rund 31 Schächten umfassende Sanierung: Reinigung, Reprofilierung, Rissverpressungen, Mörtelbeschichtung (PCC) der Schachtinnenflächen, Schachtkopf- und Gerinneinstandsetzung, Rohreinbindungen, Steighilfen, Schachtringfugenabdichtung. Bei Bedarf Einbau von Schussrinnen oder Rückbau.
Baustelleneinrichtung, Verkehrssicherung und Abwasserlenkung
Einrichten und Räumen der Baustelle, verkehrsrechtliche Anordnung, temporäre Beschilderung, Sicherung der Verkehrsflächen, Einrichten und Betreiben der Abwasserlenkung (Absperrblasen DN 100–300, Förderung bis ca. 20 l/s, häusliches Abwasser ca. 10 l/s) sowie Räumgutförderung und Entsorgung nicht gefährlicher Abfälle (AVV 200306).
Besondere Erschwernisse und Rahmenbedingungen
Topografische Hanglage mit bis zu 70 m Entfernung Schacht–Fahrzeug; Schussrinnen in 8 Schächten und Unterstürze (außen-/innenliegend) in 9 Schächten. Eingeschränkte Erreichbarkeit in Innenhof, Treppenbereichen und Schwimmbadbereich. Schulbetrieb ist während der gesamten Bauzeit aufrechtzuerhalten; lärmintensive Arbeiten nach Möglichkeit außerhalb der Unterrichtszeiten bzw. in den Schulferien. Zeitliche Verschiebung gegenüber einer parallel laufenden offenen Baumaßnahme ist bis zu einer Woche zu berücksichtigen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung (Fachkunde und Qualifikation)
Der Bieter muss nachweisen, dass er in den letzten 5 Kalenderjahren vergleichbare Leistungen ausgeführt hat. Fachkunde und Erfahrung der eingesetzten Fachkräfte sind zu belegen. Gefordert wird die Qualifikation nach RAL-GZ 961 – Gütezeichen Sanierung (S) (grabenlose Sanierung von Abwasserleitungen und -kanälen). Gleichwertige Nachweise sind möglich, z. B. ein Fremdüberwachungsvertrag für die Einzelmaßnahme oder ein Qualifikationsnachweis gemäß Abschnitt 4.1 RAL-GZ 961 mit Überprüfung gemäß Abschnitt 4.3. Verwendete Schlauchliner-Systeme müssen über eine DIBt-Zulassung verfügen; Materialien sind umweltverträglich sowie styrolfrei bzw. emissionsarm zu wählen.
Zuverlässigkeit und rechtliche Eignung
Kein Insolvenzverfahren (weder beantragt noch eröffnet, kein Antrag mangels Masse abgelehnt, keine Liquidation). Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten. Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft. Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A; keine einschlägigen Eintragungen im Gewerbezentralregister (z. B. > 90 Tagessätze Geldstrafe, > 3 Monate Freiheitsstrafe, Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren). Ggf. Nachweis von Selbstreinigungsmaßnahmen. Ab Auftragssumme ≥ 30.000 € wird vom Auftraggeber ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister angefordert.
Persönliche und registerbezogene Eignung
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle (Handwerkskarte) oder bei der IHK – bzw. Erklärung, dass keine Eintragungspflicht besteht. Gewerbeanmeldung. Auf Verlangen: durchschnittlich beschäftigte Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen mit Leitungspersonal.
Sonstige Anforderungen
Angebote und Nachweise sind in deutscher Sprache abzufassen; fremdsprachige Bescheinigungen sind mit Übersetzung vorzulegen. Keine Mischkalkulationen. Bei Einsatz von Nachunternehmern gelten die Eignungsanforderungen gleichermaßen; die Verantwortung verbleibt beim Hauptunternehmer. Verpflichtung zu LTTG (Landestariftreuegesetz Rheinland-Pfalz) und Mindestlohn ist mit dem Angebot zu erklären.
Vergleichbare Referenzen über bereits ausgeführte Kanalsanierungsmaßnahmen (geschlossene Bauweise) mit RAL-GZ 961 Gütezeichen Sanierung (S) oder gleichwertiger Qualifikation
Je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengenangaben (DN, Längen, Linerdicke, Material, Typ), durchschnittliche Mitarbeiterzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Haupt-/ARGE-/NU), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Fachkunde und Erfahrung der eingesetzten Fachkräfte müssen belegt werden.