Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung für Straßenbauarbeiten in der Gemeinde Parsau (Ortsteil Kaiserwinkel, Landkreis Gifhorn).
Die ca. 1,1 km lange Guleitzer Straße (Kreisstraße K 85) wird im Bereich der Nebenanlagen erneuert: Gehwege werden um rund 165 m auf etwa 1.065 m verlängert, Grundstückszufahrten und Einmündungen neu gepflastert, Borde und Rinnen neu gesetzt, die Fahrbahnränder asphaltiert und Grünflächen neu angelegt.
Wichtigste Eckdaten:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Wertungssumme des Angebotes (nachgerechnete Angebotssumme unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten)
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenVerkehrssicherung und Bauabschnitte
Alle Arbeiten sind unter halbseitiger Sperrung in mindestens 4 Bauabschnitten auszuführen. Die Baustelle ist gemäß StVO/RSA 21 abzusichern; Anliegerverkehr, Rettungsfahrzeuge und Fußgänger müssen durchgehend zugänglich bleiben. Verkehrssicherungseinrichtungen (Leitbarken, Absperrschranken, Beleuchtung) sind bereitzustellen und mindestens 2-mal täglich zu kontrollieren.
Während der Bauzeit ist durchgehend ein provisorischer Fußweg (Splitt-Sand-Gemisch) und provisorische Grundstückszufahrten vorzuhalten. Zufahrtsstraßen sind regelmäßig zu reinigen (Kosten einpreisen).
Erd- und Abbrucharbeiten
Oberbodenabtrag, Rodung von Wurzelstöcken und Gehölzaufwuchs, Asphaltabbruch (bis ca. 16 cm Dicke), Aufnahme von Pflaster, Natursteinpflaster, Rasengittersteinen, Bordsteinen, Rinne, Zäunen und Schachtabdeckungen. PAK-haltiger Asphalt (Abfallschlüssel 170301*) ist getrennt zu entsorgen, das elektronische Begleitscheinverfahren ist anzuwenden. Suchgräben zum Schutz bestehender Leitungen sind durchzuführen. Mengen (Auszug LV): 1.450 m³ Bodenaushub, 2.040 m² Asphaltaufbruch, 225 m³ ungebundene Tragschicht aufnehmen, 530 m² Pflaster aufnehmen, 1.150 m Tief-/Rasenborde aufnehmen. Rückbau einer Kleinklärgrube (1 Stück).
Bord- und Gossenanlagen
Setzen bzw. Rückbau von Hochbord-, Rundbord- und Tiefbordsteinen (Beton nach DIN EN 1340, C 20/25) inkl. Rückenstütze, Dehn- und Bewegungsfugen, Fugenverguss. Herstellung 3-zeiliger Gossenstreifen (Pflaster- bzw. Gossenrinne) sowie Anschluss- und Absenkbereiche. Mengen (Auszug LV): 2.645 m Borde setzen, 160 m Rinne aufnehmen, 175 m Rinne setzen.
Fahrbahn und Fahrbahnrand
Fahrbahn: Herstellung von Untergrund und Planum, Schottertragschicht (25 cm), Betonpflaster gerumpelt 100 mm (Ellbogenverband), Anschlüsse, Kontrollprüfungen Verformungsmodul.
Fahrbahnrand: Schottertragschicht 25 cm, Asphalttragschicht AC 32 T S (10 cm), Asphaltdeckschicht AC 11 D S (4 cm), Bitumenemulsion, Abstumpfung, Herstellung von Fugen.
LV-Position: 90 m² Asphalteinbau auf STS (Tragschicht), 2.035 m² Betonpflaster auf FSS/STS.
Zufahrten
Frostschutzschicht 18 cm, Schottertragschicht 20 cm, Betonpflaster gerumpelt 80 mm anthrazit, Schotterrasenstreifen, Profilierung, Schacht- und Anschlussarbeiten. Erneuerung der Grundstückszufahrten auf der nördlichen Seite vollständig, auf der südlichen Seite teilweise, jeweils in Pflasterbauweise.
Gehwege
Frostschutzschicht 18 cm, Schottertragschicht 15 cm, Betonpflaster gerumpelt 80 mm grau, wassergebundene Deckschicht (4 cm) im Bereich vor dem Dorfgemeinschaftshaus und in 3 weiteren Abschnitten wegen vorhandener Bäume. Schacht- und Hydrantenanpassungen. Gehweg-Verlängerung um ca. 165 m auf insgesamt rund 1.065 m.
Landschafts- und Ausstattungsarbeiten
Oberboden andecken (LV: 425 m³), Muldenprofilierung, Rasenansaat (Landschaftsrasen), Pflanzinseln, Begrenzungs- und Zaunarbeiten (Holzzaun 1,0 m, Gartentor, neuer Zaun auf DGH-Grundstück), Fahrradanlehnbügel (3 Stück), Sitzbänke (2 Stück), Lichtschacht, Fundament- und Pfostensetzungen, 12 Verkehrszeichen aufstellen, 15 m Holzzaun, Anlage von 6 Grüninseln zur Fahrbahnverengung, Pflanzungen von Bäumen (Kastanien, Ahorn, Eichen).
Abfallmanagement und Entsorgung
Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen gemäß Formblatt 241. Der Auftragnehmer ist Abfallerzeuger und -besitzer, hat Abfälle getrennt zu erfassen und Nachweise nach KrWG und NachwV zu führen. Bei einer abweichenden Verwertungs-/Beseitigungslösung sind Berechtigungsnachweise der Anlage und ggf. eine Bestätigung der Abfallwirtschaftsbehörde vorzulegen. Verwertungskosten sind in die Einheitspreise einzurechnen, Beseitigungskosten werden unmittelbar vom Auftraggeber getragen. Auf Verlangen sind Anlagenbetreiber, Anzeige nach § 53 KrWG bzw. Erlaubnis nach § 54 KrWG nachzuweisen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche und rechtliche Voraussetzungen
Das Unternehmen muss geeignet sein, die Leistung vertragsgemäß auszuführen. Es darf kein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet sein, kein Antrag mangels Masse abgelehnt sein und das Unternehmen darf sich nicht in Liquidation befinden (bzw. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan vorliegen).
Es dürfen keine schweren Verfehlungen vorliegen – insbesondere keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A und keine rechtskräftigen Freiheitsstrafen > 3 Monate, Geldstrafen > 90 Tagessätze oder Geldbußen > 2.500 € in den letzten 2 Jahren wegen Verstößen, die zu einem Eintrag im Gewerbezentralregister führen.
Steuern, Abgaben und Sozialversicherung müssen ordnungsgemäß entrichtet sein. Bei Auftragssumme ab 30.000 € fordert der Auftraggeber einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister (§ 150a GewO) an.
Registeranmeldungen und Nachweise
Vorlage einer der folgenden Eintragungen (auf Verlangen): Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung, Eintragung in der Handwerksrolle (HWK-Karte) oder IHK-Eintrag – bzw. Nachweis, dass keine Eintragungspflicht besteht.
Nachweis über die Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft.
Fachkunde und Leistungsfähigkeit
Vorlage der Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder – bevorzugt – einer gültigen Präqualifikation (PQ-Nummer) im Verzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. Auf Verlangen: Nachweise über durchschnittlich beschäftigte Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen und mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal.
Erforderliche Verfügbarkeit der für die Auftragsausführung benötigten Arbeitskräfte. Bei einschlägigen Leistungen an Arbeitsstellen an Straßen ist der Nachweis eines Verantwortlichen für Sicherungsarbeiten gemäß MVAS zu führen.
Referenzen
Erklärung, dass in den letzten 5 Kalenderjahren vergleichbare Leistungen erbracht wurden. Auf Verlangen in der engeren Auswahl sind 3 Referenznachweise mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigenem Leistungsumfang inkl. Mengen, eingesetzten Arbeitnehmern, besonderen technischen Geräteanforderungen, Art der Baumaßnahme und vertraglicher Bindung vorzulegen, jeweils mit Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Steuerliche und soziale Unbedenklichkeit
Auf Verlangen vorzulegen: Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (falls beitragspflichtig), Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts / Bescheinigung in Steuersachen, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG sowie qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen.
Tariftreue und soziale Kriterien (NTVergG)
Mit dem Angebot abzugeben: Erklärung zu § 4 Abs. 1 NTVergG (Berücksichtigung sozialer Kriterien, Formblatt § 11 NTVerg), Verpflichtungserklärung zur Umsetzung der §§ 13–15 NTVergG (Mindestlohn, Weitergabe an Nachunternehmen, Kontrollrechte des Auftraggebers, Vorlage- und Aufbewahrungspflichten 10 Jahre ab Leistungserbringung, Vertragsstrafen bis 10 % der Auftragssumme, Ausschluss bis 3 Jahre nach Verstoß).
Sprache und weitere Pflichten
Vergleichbare Leistungen im Straßenbau/Tiefbau aus den letzten 5 Kalenderjahren (Aussage/Erklärung im Formblatt 124) – auf Verlangen in der engeren Auswahl 3 Referenznachweise
Jeweils mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang inkl. Mengen, eingesetzten Arbeitnehmern, besonderen technischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung, koordinierten Gewerken und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung