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Erneuerung der Videoüberwachungssysteme der Spielbanken Bayern

Zentrale Vergabestelle im Bayerischen Landesamt für Steuern | Regierung von Oberbayern - Vergabekammer Südbayern | Bayerisches Landesamt für Steuern | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)München, BayernVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Worum es geht:

Die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung (SLSV) Bayern modernisiert die komplette Videoüberwachung ihrer 9 Spielbanken (u. a. Bad Füssing, Bad Wiessee, Lindau, Garmisch-Partenkirchen).

Was geliefert und gebaut werden soll:

Ein neues zentrales und dezentrales Video-Management-System (VMS) mit Servern, Software und LizenzenNeue Video-Speicher-Systeme (VSS) je StandortViele hundert neue IP-Kameras unterschiedlicher Typen (Multiview 180°/360°, Fisheye, Fixdome, ANPR)Integration von rund 700 vorhandenen IP-Kameras/IP-EncodernSchulungen für SpielbankpersonalWartung, Hotline und Service für mindestens 48 Monate

Was Bieter tun müssen:

Elektronisches Angebot über die bayerische Vergabeplattform (www.evergabe.bayern.de bzw. www.auftraege.bayern.de)Umfangreiche Eigenerklärungen abgeben (keine Ausschlussgründe, Sanktionen gegen Russland, ILO-Kernarbeitsnormen, Scientology-Schutzerklärung)3 vergleichbare Referenzen vorlegenKonzepte zu Technik, Schulung, Wartung sowie zu EU-KI-Verordnung und Cyber-Security mitliefernScreencasts für 3 Anwendungsfälle erstellen

Das Verfahren ist ein offenes EU-Verfahren, Zuschlag nach Preis und Qualität (50/50).

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Angebotsfrist: 17. November 2026
Termin / FristOKT2026NOVDEZJAN2027
Veröffentlichung5. Okt. 2026
Bieterfragen-Frist26. Okt. 2026
Angebotsfrist17. Nov. 2026
Bindefrist17. Nov. 2026 – 31. Jan. 2027
Versand Vorabinformation14. Dez. 2026
ProjektgesamtlaufzeitDatum offen18 Monate ab Zuschlag (kein konkretes Zuschlagsdatum bekannt).
Systemserviceleistungen (Mindestvertragsdauer)Datum offen48 Monate Wartung/Service ab Vertragsbeginn (genaues Startdatum nicht bekannt).
Funktionsprüfung GesamtsystemDatum offen30 Tage nach Betriebsbereitschaftserklärung des Gesamtsystems.
Funktionsprüfung TeilabnahmeDatum offen14 Tage nach Betriebsbereitschaftserklärung je Teilsystem.
Erneute FunktionsprüfungDatum offen14 Tage nach Mängelbeseitigung.
Probebetrieb je StandortDatum offen21 Tage nach Fertigstellung aller Bestandskameras pro Standort.
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabe

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Richtwertmethode5 Kriterien
  • Erfahrung des Projektleiters

    Bewertet wird das eingereichte Personalprofil anhand der Erfahrung des Projektleiters mit vergleichbaren Projekten, insbesondere bei Videoüberwachungssystemen, investigationsbezogener Videoanalyse und Spielbanken; bewertet wird auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten.

  • Nachvollziehbarkeit Schulungen

    Bewertet wird, wie nachvollziehbar und schlüssig das Schulungskonzept des Angebots ist; bewertet wird auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten.

  • Benutzerfreundlichkeit Anwendungsfall 1 Videorecherche

    Anhand des eingereichten Screencasts wird bewertet, wie einfach und komfortabel das angebotene Videomanagementsystem für die Videorecherche anhand eines selbst erstellten Ereignisprotokolls zu bedienen ist; bewertet wird auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten.

  • Benutzerfreundlichkeit Anwendungsfall 2 Smart Search

    Anhand des eingereichten Screencasts wird bewertet, wie einfach und komfortabel die Smart-Search-Funktion zur KI-Videorecherche zu bedienen ist; bewertet wird auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten.

  • Benutzerfreundlichkeit Anwendungsfall 3 Motion-Scrambling

    Anhand des eingereichten Screencasts wird der Funktionsnachweis und die Bedienbarkeit der Motion-Scrambling-Funktion bewertet; bewertet wird auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten.

Erweiterte Richtwertmethode gemäß UfAB 2018 mit gleichgewichteter Berücksichtigung von Preis und Qualität: Die Leistungspunktzahl L ergibt sich aus der mit den Gewichtungsfaktoren multiplizierten Summe der Kriterienpunkte. Die Kennzahl Z = L/P wird aus Leistungspunktzahl L und dem Preis P gebildet. Angebote mit einer Kennzahl Z bis zu 15 Prozent unter der Kennzahl des führenden Angebots liegen im Schwankungsbereich; daraus wird das Angebot mit der höchsten Leistungspunktzahl L ausgewählt.

KI-Hinweis: Die Vergabeart, die erweiterte Richtwertmethode und die vollständigen Gewichtungen der Leistungskriterien sind in der Anlage Wirtschaftlichkeitswertung beziehungsweise der Bewertungsmatrix angegeben; die technische Ausführung mit 0 Prozent ist nicht als aktives Zuschlagskriterium zu werten. Die Gewichtungen sind in den Unterlagen nicht eindeutig lesbar (z. B. Formularfelder ohne Zuordnung).

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Kameras und Integration bestehender Anlagen

Es werden neue IP-Kameras unterschiedlicher Typen geliefert und in Betrieb genommen, darunter Multiview-Kameras 180° (45 MP und 150 MP), Multiview 360° (95 MP), Multisensor-Kameras 4×4K, Fisheye-Kameras 8 MP, Fixdome-Kameras 8 MP, Fixkameras 8 MP sowie ANPR-Kameras (automatische Kennzeichenerkennung).

Alle Kameras müssen mit H.265, 30 fps, Tag/Nacht-Funktion und Ultra-Wide-Dynamic-Range arbeiten, Deep-AI-Objektklassifikation und Edge-Analytics unterstützen sowie ein gehärtetes Betriebssystem mit Langzeit-Support bieten. Verschlüsselung mit TLS 1.2/1.3 und IEEE 802.1X-Netzwerk-Authentifizierung sind Pflicht. ONVIF-Profile M, S und T werden vorausgesetzt.

Zusätzlich sind rund 700 vorhandene IP-Kameras bzw. IP-Encoder über ONVIF in das neue System einzubinden (Bestandsintegration).

KI-Funktionen und Datenschutz

Mindestens erforderlich sind die Funktionen Click2Track (automatische Objektverfolgung), Smart Search (Suche nach Merkmalen im Videomaterial), Motion Scrambling (automatisches Verpixeln bewegter Objekte zur DSGVO-konformen Anonymisierung) sowie Privacy Masking mit bis zu 4 frei definierbaren Bereichen. ANPR dient der automatischen Kennzeichenerkennung an Zufahrten.

Metadaten und Analyse-Ergebnisse werden unabhängig vom Video-Speicher-System in einem eigenen Langzeitspeicher abgelegt. Anonymisierte Daten sind mindestens 24 Monate, Analysedaten mindestens 90 Tage vorzuhalten. Trendabfragen müssen innerhalb von 60 Sekunden, Einzelereignis-Abfragen innerhalb von 5 Sekunden beantwortet werden. Abfragen und Exporte erfolgen über eine RESTful API (CSV, JSON), mit eigenständiger Backup-Strategie.

Schulungen und Inbetriebnahme

Pro Spielbank sind drei Schulungstypen vorgesehen:

Schulung spieltechnisches Personal (Saalchef, Spieltechniker): 4 Stunden, bis 8 TeilnehmerSchulung technisches Personal: 15 Stunden (3 Tage), bis 3 TeilnehmerSchulung Spielbankaufsicht: 4 Stunden, bis 6 Teilnehmer

Die Schulungen müssen vor Abnahme des jeweiligen Spielbankensystems abgeschlossen sein.

Service, Wartung und Mindestvertragslaufzeit

Service und Wartung sind über mindestens 48 Monate ab Vertragsbeginn zu erbringen. Eine Hotline/Störungsannahme ist 24/7 mit Reaktionszeit 2 Stunden gefordert. Zusätzlich sind Service-Stundenpakete (Service-Hotline, Servicetechniker vor Ort, Anfahrtspauschalen) in jährlichen Pauschalen über die 48 Monate einzukalkulieren.

Bestandteile sind außerdem die jährliche VS-, Risiko- und Complianceüberprüfung, die jährliche Kontrolle aller Kameras (inklusive Bestandskameras) und die jährliche DGUV-Prüfung der Kassenkameras. Stundenlohnarbeiten für Ingenieure, Programmierer, Fachmonteure, Monteure, Techniker und Montagehelfer sind auf Anforderung nachzuweisen.

Arbeitszeiten in den Spielbanken

Montagearbeiten sind täglich von 06:00 bis 11:00 Uhr (Montag bis Sonntag) zulässig. Der Spielbetrieb darf nicht nach 11:00 Uhr beeinträchtigt werden. Arbeiten im Großen Spiel sind täglich bis 15:30 Uhr möglich. Arbeiten außerhalb dieser Randzeiten erfordern einen rechtzeitigen schriftlichen Antrag.

Projektlaufzeit und Abnahmen

Die Projektgesamtlaufzeit beträgt 18 Monate ab Zuschlag. Pro Standort folgen nach Betriebsbereitschaftserklärung:

Funktionsprüfungszeit Gesamtsystem: 30 TageFunktionsprüfungszeit Teilabnahme: 14 TageErneute Funktionsprüfung nach Mängelbeseitigung: 14 TageProbebetrieb je Standort: 21 Tage ab Fertigstellung aller Bestandskameras

Die Abnahme erfolgt je Spielbank. Eine Pflichtenheft-Erstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber durchzuführen.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Ausschlussgründe (zwingend zu vermeiden)

Bieter dürfen nicht ausgeschlossen sein wegen:

Verurteilungen u. a. wegen Korruption oder BetrugNicht ordnungsgemäßer Zahlung von Steuern, Abgaben oder SozialversicherungsbeiträgenVerstößen gegen Arbeits-, Umwelt-, Sozial- oder MenschenrechtspflichtenInsolvenz oder laufendem VergleichsverfahrenSchwerer Verfehlung im Zusammenhang mit der beruflichen TätigkeitFalscher Erklärungen im VergabeverfahrenVerstößen gegen AEntG, AufenthG, MiLoG, SchwarzArbG oder LkSG

Zusätzlich sind Sanktionsvorgaben zu beachten: keine Beteiligung russischer Unternehmen über 50 % und keine Beauftragung von Unterauftragnehmern, die gegen Art. 5k VO (EU) 833/2014 verstoßen (gilt ab >10 % Auftragswert).

Zwingende technische Mindestanforderungen

Angebote müssen diese Anforderungen vollständig erfüllen, sonst führen sie zum Ausschluss:

Alle angebotenen Servermodelle vom gleichen HerstellerAusschließlich Neugeräte (keine gebrauchten Komponenten)EVB-IT Systemvertrag einschließlich Anlagen werden anerkanntAngebotenes System erfüllt alle Mindestanforderungen aus Lastenheft und LeistungsverzeichnisKonzept zur Einhaltung der EU-KI-Verordnung (AI-Act) und Cyber-Security liegt vorWartungskonzept und Bieterkonzepte (Software/Hardware) wurden mit dem Angebot geliefert

Bewertungskriterien (50 % Qualität)

Die Qualität fließt zu 50 % in die Wertung ein. Bewertet werden:

Leistung und Service (50 % des Qualitätsteils):Erfahrung des Projektleiters (50 %) – bewertet wird einschlägige Projekterfahrung (0–100 Punkte)Nachvollziehbarkeit der Schulungen (50 %) – bewertet wird Detailgrad und Widerspruchsfreiheit (0–100 Punkte)Screencasts (50 % des Qualitätsteils):Benutzerfreundlichkeit Anwendungsfall 1 'Videorecherche' (33,3 %)Benutzerfreundlichkeit Anwendungsfall 2 'Smart Search' (33,3 %)Benutzerfreundlichkeit Anwendungsfall 3 'Motion Scrambling' (33,3 %)

Die übrigen 50 % entfallen auf den Preis.

Referenzprojekte
3 ReferenzenZeitraum: nicht in Unterlagen spezifiziertVolumen: nicht in Unterlagen spezifiziert

3 Referenzen mit vergleichbarem Gegenstand (Errichtung/Betrieb von Videoüberwachungssystemen)

Positiv bewertet werden Erfahrungen in Errichtung von Videoüberwachungssystemen, Videoüberwachung für Untersuchungszwecke und Strafverfolgung sowie Überwachung in Spielbanken. Weitere Details laut eVergabe Eignungskriterien/Referenzen.

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 65%4–10 · 33%11+ · 2%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 26 erledigt
Formale Eigenerklärungen und Pflichtdokumente
Eignung und Referenzen
Technische Konzepte und Anlagen
Leistungsverzeichnis und Preise
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Zentrale Vergabestelle im Bayerischen Landesamt für Steuern | Regierung von Oberbayern - Vergabekammer Südbayern | Bayerisches Landesamt für Steuern | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Anschrift
80333 München
Ort
80339 München
Kategorie
Bayern
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
www.auftraege.bayern.de ↗

Erfüllungsort

Ort der Leistung
80339 München
Bayern

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