Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Gemeinde Esterwegen (Landkreis Emsland) schreibt die Elektroarbeiten für den Neubau eines Jugendzentrums öffentlich aus (Vergabe nach VOB/A, ein einziges Los).
Wesentliche Eckpunkte:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (Wertungssumme einschl. evtl. Wartungskosten)100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Ausführungsbedingungen
Ausführung gemäß VOB/A, VOB/B, VOB/C sowie den anerkannten Regeln der Technik, DIN-Normen und Herstellerrichtlinien. Betriebsspannung 400/230 V, 50 Hz.
Die Elektroinstallation wird in mehreren Bauabschnitten mit häufigeren zeitlichen Verschiebungen und An-/Abfahrten erstellt; diese Wechsel sind in die Einheitspreise einzurechnen. Während der Arbeiten ist der laufende Betrieb im benachbarten Bestandsgebäude zu berücksichtigen (geräuscharme Arbeitsweise). Arbeiten an Sonn- und Feiertagen sind nur nach gesonderter Beantragung zulässig. Die Weisungen des SiGe-Koordinators sind einzuhalten.
Verlegungsarten: gemischte Verlegung (Unterputz, Aufputz, in Rohr, in abgehängten Decken, im BR-Kanal, in Estrich/Beton, auf Kabelträgern). Alle Kabel und Leitungen müssen VDE-geprüft sein und der EU-Bauproduktenverordnung entsprechen. Bauschutt und Verpackungsmaterialien sind täglich zu entfernen.
Baustelle, Erdung und Verteilung
Baustelleneinrichtung inkl. An- und Abfahrt, Vorhalten von Maschinen, Geräten und Werkzeugen sowie Baustrom und provisorische Baubeleuchtung.
Potentialausgleich: Potentialausgleichsschiene, Potentialanschlüsse an Kabelbahnen und Rohrleitungen, Erdungsbandrohrschellen, NYM-J 1x6² und 1x16², Erdungsmessung nach DIN 18014.
Verteilungstechnik: Gebäudehauptverteilung (Zählerhauptverteilung) und Unterverteilungen in Isolierstoffausführung IP 54/65/31/43 mit 30 % Platzreserve. Ausstattung mit Reihenklemmen, Verdrahtungsmaterial, Überspannungsschutzgeräten (Typ 1+2), Sicherungssockeln (Dx/D0x), RCCB/RCBO, Leitungsschutzschaltern, Zeitschaltuhren und Dämmerungsschaltern.
Kabel, Leitungen und Installationssysteme
Kabel- und Leitungsverlegung, u.a. NYY-J 3x1,5 RE, 5x1,5 RE, 3x2,5 RE, NYCWY 4x95 SM/50, NYM-J in verschiedenen Querschnitten, Datenkabel Kat.7A, Brandmeldekabel, Außen-/Installationskabel symmetrisch (J-Y(St)Y), PVC-Steuerleitung YSLY-JZ.
Installationssysteme: Steigleiter, Kabelrinne, Elektroinstallationsrohr PVC-U in verschiedenen Dimensionen, Elektroinstallationskanal, Bügelschellen, Sammelhalter, Kabelklammern.
Installationsgeräte: Wippschalter, Wipptaster, Jalousieschalter, Not-Aus-Schalter, Raumthermostate, Steckdosen 230 V und 400 V, CEE-Steckdosen, E-Herd-Anschlussdosen, Präsenz- und Bewegungsmelder, Abzweigdosen.
Beleuchtung und Sicherheitsbeleuchtung
Allgemeinbeleuchtung: LED-Einbauleuchten (rund Ø 80–250 mm, u.a. 7 W/590 lm warmweiß DALI und 10 W/1850 lm 4000 K), Feuchtraumwannenleuchten (IP66, 33 W, 4443 lm, 4000 K), Wandleuchten Außenbereich (IP65, 16 W, 1835 lm) – teilweise auch als Rettungswegbeleuchtung geeignet.
Sicherheitsbeleuchtung: Einzelbatterie-Rettungszeichenleuchten (Dauerschaltung, 3 h Batterie, mind. 20 m Erkennungsweite), Sicherheitsbereitschaftsleuchten, Notlicht-Versorgungsbausteine, Programmierung und Einrichtung. Prüfbuch als Ringbuchordner zu führen.
Brandmeldeanlage, Brandschutz und Notruf
Hausalarmierungsanlage (Brandwarnanlage, ohne Aufschaltung auf Leitstelle): Brandmelderzentrale nach EN 54-2/4/13 mit Bedienfeld, Akkus, X-LINE Mehrfachsensormelder (Rauch/Wärme), Handmelder, Meldersockel, Melderschilder, Gehäuse, Beschriftungsschilder, Inbetriebsetzung und Einweisung. Auslegung nach DIN-Reihen 54, VDE 0833, DIN 14675. Installation durch ein zertifiziertes Unternehmen (Nachweis nach DIN VDE V 0826-2 / DIN 14675).
Brandschutz: Brandschutzabschottungen (Schaumschott S90) für Kabel- und Leitungsanlagen in Beton- und Kalksandsteinwänden, verschiedene Durchbruchgrößen (eckig/rund).
Lichtrufanlage für das Behinderten-WC: Netzteil DC 24 V, USV-Modul (1 h bei Nennlast, 15 min bei Maximallast), Zugtaster mit Zugschnur (IP44), 2-Kammer-Zimmersignalleuchte nach DIN VDE 0834, Abstelltaster.
Daten-/Netzwerktechnik, Sprechanlage und Anschlussarbeiten
Daten- und Netzwerktechnik: 19"-Wandverteilerschrank (21 HE, 1200x600x600 mm) mit Kabelführungspanel, Erdung und USV-Steckdosenleiste; Patchfelder Kategorie 6A (24xRJ45, geschirmt); Cat.6A-Anschlussdosen 2xRJ45 (UP und in BR-Kanal); HDMI-Doppeldose; Patchkabel Cat.6A S/FTP (0,5 m und 1,0 m); EDV-Messung je Dose nach DIN EN 50346/50173/50098.
Gegensprechanlage (Audio): UP-Türstation Haupteingang mit 3 Modulen, 5 Audio-Innenstationen (Freisprech, Aufputz, Ruf/Licht/Türöffner), Bus-Netzgerät 230 V AC / 27,5 V DC, IP-Gateway mit Smartphone-App. Freigabe durch die Bauleitung vor Bestellung erforderlich.
Anschlussarbeiten: Geräteanschlüsse 230 V/3 kW, 400 V/13 kW, 400 V/24 kW; Anschluss bauseitige Lüfter (230 V), Wärmepumpe (230/400 V, inkl. Hauptzuleitung und Terminkoordination), Raffstore/Jalousie.
E-Mobilität, Kernbohrungen und Schlussdokumentation
Technische Außenanlage / E-Mobilität: Wandladestation (Wallbox) 400 V AC mit 2 Ladepunkten je 22 kW, Typ 2, IP54, RFID/App, OCPP 1.6; Stele mit Adapterplatte für Bodenmontage; Verbindungsmuffe 0,6/1 kV halogenfrei/UV-beständig. Ausführung gemäß Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) § 7.
Schlitz- und Durchbrucharbeiten: Kernbohrungen in Stahlbeton (senkrecht/waagerecht, Ø 50–100 mm, Tiefe 17,5–24 cm, AVV 170101), Durchbrüche in Mauerwerk/Kalksandstein (400–500 cm², Tiefe 20–25 cm, AVV 170102) inkl. Entsorgung.
Inbetriebnahme und Dokumentation: Inbetriebnahmemessung gesamt nach DIN VDE 0100/600, vollständige Revisionsunterlagen (Revisionsordner DIN A4 + USB-Stick) mind. 2 Wochen vor Abnahme, Revisionspläne Maßstab 1:50 in 3-facher Papier- und Digitalausfertigung.
Vertragsfristen und Vertragsstrafen
Ausführungsbeginn: spätestens letzter Werktag der 48. KW 2026 (ca. Dezember 2026). Abnahmereife Vollendung: spätestens letzter Werktag der 25. KW 2027 (ca. ca. 29 Wochen Bauzeit). Einzelfristen gemäß beigefügtem Bauzeitenplan.
Bei Verzug wird eine Vertragsstrafe von 0,10 % der Auftragssumme (ohne USt.) pro Werktag fällig, maximal 5,00 % der Auftragssumme (ohne USt.).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAnmeldung, Register und Insolvenz
Eintragung in das Handelsregister und/oder in die Handwerksrolle (Handwerkskarte) und/oder in das Verzeichnis der IHK.
Gewerbeanmeldung und Handelsregisterauszug sind auf Verlangen vorzulegen.
Es darf kein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden sein; liegt ein Insolvenzplan vor, muss dieser rechtskräftig bestätigt sein.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Keine schweren Verfehlungen, die die Zuverlässigkeit als Bieter in Frage stellen.
Keine Verurteilungen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren wegen Verstößen mit Eintrag im Bundeszentralregister (GZR).
Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Abgabenpflichten sowie der Beitragszahlung zur Sozialversicherung; Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft.
Wirtschaftliche und personelle Leistungsfähigkeit
Angabe des Umsatzes der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für vergleichbare Leistungen (inkl. ARGE-Anteil).
Auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG sowie qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen.
Auf Verlangen: Erklärung zur durchschnittlichen Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal; Nachweis, dass ausreichend Arbeitskräfte für die Ausführung verfügbar sind.
Fachliche Eignung und Referenzen
Eignungsnachweis wahlweise durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis (Verein für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.) oder durch ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung (Anlage 124).
Mindestens 3 vergleichbare Referenznachweise aus den letzten 5 Kalenderjahren (nur auf Verlangen vorzulegen), u.a. mit Angaben zu Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang inkl. Mengen, durchschnittlicher Mitarbeiterzahl, technischen Anforderungen, Baumaßnahmentyp, Vertragsrolle und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Tariftreueerklärung gemäß § 4 NTVergG ist zwingend mit dem Angebot abzugeben.
Besondere fachliche Anforderung: Brandmeldeanlage
Für die Errichtung der Hausalarmierungsanlage (Brandwarnanlage) muss der Auftragnehmer oder ein beauftragter Nachunternehmer den Zertifizierungsnachweis nach DIN VDE V 0826-2 und DIN 14675 beifügen.
Zusätzlich: schriftliche Benennung des verantwortlichen Bauleiters gegenüber dem Auftraggeber; Fachunternehmererklärung zur Schlussabnahme (ggf. mit Schweißnachweis).
Vergleichbare Elektroarbeiten (Bauleistung), Art und Umfang vergleichbar mit der ausgeschriebenen Leistung
Vergleichbare Bauleistungen mit Angabe von Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang inkl. Mengen, durchschnittliche Mitarbeiterzahl, technische Anforderungen, Baumaßnahmentyp (Neubau/Umbau/Denkmal), Vertragsrolle (Hauptunternehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung; nur auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen