Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWas wird gebaut?
Das bestehende Brückenbauwerk K36 (Rampe A59-VF) im Autobahnkreuz Leverkusen-West wird abgebrochen und durch einen Neubau (Bauwerk 4907 907) ersetzt. Die Baumaßnahme liegt im Bereich der Altablagerung Dhünnaue und ist Teil des 8-streifigen Ausbaus der A1.
Worum geht es?
Was müssen Bieter beachten?
Zuschlag nach niedrigstem Preis. Angebote sind elektronisch über die Vergabeplattform der Autobahn GmbH einzureichen. Die Leistung umfasst hohe Anforderungen an Arbeitssicherheit (TRGS 519/524, DGUV 201-027), Qualitätssicherung und die Koordination mit anderen Gewerken.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBrückenneubau (Bauwerk 4907 907 / Rampe A59-VF)
Stahlverbund-Durchlaufträger über 3 Felder (Stützweiten 45,00 m – 48,30 m – 53,00 m, Gesamtlänge ca. 146,30 m, nutzbare Breite 9,75 m, Gesamtbreite 14,45 m) mit zwei trapezförmigen stählernen Hohlkastenträgern (ca. 555 t Stahl S355, geschweißt) und schlaff bewehrter Stahlbetonfahrbahnplatte (ca. 645 m³ Beton, ca. 210 t Betonstahl).
Gründung:
Unterbauten: Sauberkeitsschicht, Pfahlkopfplatten (770 m³), Widerlager (480 m³), Kammerwände, Pfeiler, Lagersockel, Endquerträger, Kappen (167,5 m³). Insgesamt ca. 438 t Betonstahl.
Ausstattung: Kalottenlager (6 Stück, fest/beidseitig beweglich), Ankerplatten, Übergangskonstruktionen (Achse 10: 85 mm, Achse 40: 310 mm, lärmgemindert), Polymerbeton-Balken (29 m), Stahlgeländer (335 m, feuerverzinkt + beschichtet), Vogel-Einflugschutz, Blitzschutz/Schutzerdung, Brückenentwässerung mit 7 Brückenabläufen (PE-HD/GFK DN200).
Abbruch Bestandsbauwerk K36 (BW 4907 548)
Konventioneller Rückbau der dreifeldrigen Spannbetonbrücke (Baujahr 1973, Gesamtlänge 137,50 m, Breite 11,50 m, einzelliger Hohlkasten). Vollsperrung der A59 für Überbauabbruch und Einhub Stahlüberbau (Wochenendsperrung Fr 22:00 bis Mo 05:00 Uhr).
Schadstoffsanierung vor Abbruch gemäß TRGS 519:
Rückbau: Überbau in Teilschritten, Fundamententfernung Achsen 100/200/310, Verstärkungsmaßnahmen vor Rückbau (externe Vorspannung, Kernbohrungen, Schweißarbeiten).
Tiefgründung und Baugrubensicherung
Baugrubensicherung mit Spundwänden (Achsen 10, 20, 30, 40) inkl. Lockerungsbohrungen, Gurtungen, Schlossdichtungen und Verpressankern (79 Kurzzeitanker, Längen 20–32,5 m, 380–760 kN).
Wasserhaltung: Wasseraufbereitung über 52 Wochen, Restwasserhaltung 36 Monate, 4 Baugruben mit 15 m³/h, Druckleitungen, Neutralisationsanlage, Tankwagen (364 Tage + 30 Tage Zulage), mobile Absetzanlage, Stromaggregate (Reserve).
Provisorische Fußgängerbrücke über die A59 (ca. 45 m, Vorhaltezeit 30 Monate bis zum Ausschalen der Fahrbahnplatte).
Erd- und Straßenbau
Entwässerung und Rahmenkanäle
Altablagerung Dhünnaue – Spezielle Maßnahmen
Das Baufeld liegt in der gesicherten Altablagerung Dhünnaue (ehem. Deponie Bayer-Werke/Stadt Leverkusen, über 40 Jahre Ablagerung, belastet mit Schwermetallen, PAK, Chlororganika).
Wiederherstellung Oberflächenabdichtung (gemäß Qualitätsmanagementplan QMP):
Versuchsfelder vor Hauptbaubeginn, Eigen- und Fremdprüfung, 14-tägige Baubesprechungen, Schlussdokumentation durch Fremdprüfer.
Kampfmittelräumung gemäß A+S-Plan DGUV 201-027: Drehend-bohrende Detektionsbohrungen (Ø bis 120 mm), flächige Vorsondierung, schichtweiser Abtrag, Freimessung; Verdachtspunkte Bombenblindgänger (VP 246, 247, 248).
Arbeitsschutz Schwarzbereich gemäß TRGS 524: Schwarz-Weiß-Anlage mit Personenschleuse, Reifenwaschanlage, Bewetterung, Aktivkohlefilter (VOC-Sensor), Fahrerkabinenbelüftung, CSA für Notfallteam, Mehrgasmessgeräte, persönliche Schutzausrüstung (Einwegschutzanzug Kat. III Typ 5/6, G26.2-Vorsorge, Atemschutz ABEK2P3).
Abwassermanagement: Einleitung in den AW3-Kanal der Currenta GmbH (max. Schwebstoffgehalt 40 mg/l, 48-h-Voranzeige kontaminiertes Abwasser, 96-h-Voranzeige bei Einleitungen > 100 m³).
Entsorgung belasteter Böden (kontaminierte Auffüllungen, Auenlehm, Deponat) gemäß Entsorgungskonzept; mineralische Ersatzbaustoffe gem. ErsatzbaustoffV; Wiegenachweise und eANV; Entsorgungsfachbetrieb mit 9-stelliger behördlicher Entsorgernummer.
Korrosionsschutz und Brückenausstattung
Baustelleneinrichtung, Logistik und Verkehrsführung
BIM und Dokumentation
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe und allgemeine Eignung
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Personelle Anforderungen und Qualifikationen
Technische Ausstattung und Qualitätssicherung
Nachunternehmer und Eignungsleihe
Verfahrensspezifische Anforderungen
Vergleichbare Referenzprojekte aus den letzten 5 Kalenderjahren (Brücken-/Straßenbau, Abbruch, Stahl-/Betonarbeiten, Pfahlgründung)
Bezeichnung der Leistung, Auftragswert des auf Bieter entfallenden Anteils, Ausführungszeitraum, Auftraggeber; auf Verlangen: Bescheinigungen über ordnungsgemäße Ausführung