Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Lörrach schreibt Planungsleistungen zur Erstellung des Bebauungsplans für das rund 8,5 Hektar große Lauffenmühle-Areal in Lörrach-Brombach aus.
Aufgabe ist es, den städtebaulichen Siegerentwurf (ASTOC / Henning Larsen) in rechtsverbindliche Festsetzungen zu überführen und das Bauleitplanverfahren bis zum Satzungsbeschluss zu begleiten.
Gefordert werden die Leistungsphasen 1–3 nach HOAI (Grundlagenermittlung, Vorentwurf für die frühzeitige Beteiligung, Entwurf zur Offenlage, Plan zur Beschlussfassung) sowie die Koordination der Fachgutachten.
Die Vergabe erfolgt im offenen Verfahren; der Zuschlag wird nach Qualitätskriterien (und Honorar) vergeben. Angebote sind elektronisch über vergabe24.de bis zum 19.08.2026 um 10:00 Uhr einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis / Honorar20%
Honorarangebot im HOAI-Rahmen (inkl. Pauschalangebote und Stundensätze). Punktermittlung über lineare Interpolation: Bestpreis erhält 3 Punkte, 2-facher Bestpreis erhält 0 Punkte.
- Methodik und Verfahrensdarstellung30%
Bewertet werden das Verständnis der Ausgangssituation, Projektmanagement und Risikosteuerung im Verfahren (Altlasten, Artenschutz, Umweltbericht, Denkmal).
- Qualität Projektteam20%
Berufserfahrung der Projektleitung in der Bauleitplanung in Jahren.
- Referenzprojekte inkl. Innovationsansatz30%
Erfahrung mit klimabezogenen, energetischen oder materialspezifischen Festsetzungen nach § 9 BauGB (z.B. Klimaneutralität, Holzbauweise, Energiekonzept).
Preis: Punkte = 3 – {(Angebotspreis – Bestpreis) ÷ Bestpreis} × 3 (lineare Interpolation). Bestpreis = niedrigstes eingereichtes Gesamtangebot aller Bieter. Untergrenze 0 Punkte.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAufgabe und Plangebiet
Gegenstand: Erstellung des Bebauungsplans "Areal Lauffenmühle" in Lörrach-Brombach (Beim Haagensteg 4, 79541 Lörrach).
Plangebiet: rund 8,5 Hektar, Flurstücke Nr. 483, 484, 485, 491, 492, 528, 528/1, 529, 529/1, 619, 620. Ehemaliger Standort einer Textilfabrik; Bestandsgebäude teils zu erhalten, teils rückzubauen.
Planungsziel: Entwicklung zu einem klima- und ressourcenschonenden Gewerbestandort auf Basis des Wettbewerbssiegerentwurfs ASTOC / Henning Larsen.
Verfahren: keine Aufteilung in Lose.
Leistungsphasen 1–3 nach HOAI
Beauftragt werden die Leistungsphasen 1–3 nach HOAI:
Honorarrahmen: Honorarzone II, oberer Bereich, anrechenbare Fläche ca. 8,5 ha.
Verfahrensbegleitung und Gutachten
Verfahrensbegleitung: Vollständige Begleitung des Regelverfahrens nach BauGB bis zum Satzungsbeschluss inklusive Beteiligung der Öffentlichkeit, Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange.
Koordination Fachgutachten (vom Büro zu integrieren, Scoping, Umweltbericht inkl. Grünordnungsplan, saP sind gesondert beauftragt):
Besondere Leistungen (optional, nach Aufwand)
Folgende besondere Leistungen sind auf Anforderung des FB Stadtplanung gesondert zu erbringen und preislich als Pauschalangebot (Stundensatz × geschätzter Aufwand) anzubieten:
Vor Beginn dieser Leistungen ist eine Freigabe durch den FB Stadtplanung erforderlich.
Festsetzungen und Inhalte des Plans
Im Bebauungsplan sind insbesondere folgende Festsetzungen rechtssicher zu treffen:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenE.1 – Berufsqualifikation
Nachweis eines Abschlusses (Diplom, Master o. ä.) in Stadtplanung, Raumplanung oder Architektur mit Vertiefung Städtebau (oder vergleichbar), anerkannt gemäß EU-Richtlinie 2005/36/EG.
Bei juristischen Personen: Erstellung von Bebauungsplänen muss im satzungsgemäßen Geschäftszweck liegen und die Projektleitung muss die persönliche Qualifikation nachweisen.
Eignungsleihe nach § 47 VgV ist zulässig; in diesem Fall ist eine Verpflichtungserklärung des Dritten erforderlich.
E.2 – Referenzen B-Plan-Verfahren
Referenzliste mit mindestens 2 in den letzten 10 Jahren vor Bekanntmachung abgeschlossenen Bebauungsplan-Verfahren.
Anzugeben sind je Referenz: Auftraggeber, Plangebietsgröße, Nutzungsart, Leistungszeitraum und Kurzbeschreibung.
E.3 – Vergleichbare Aufgabenstellung
Zusätzlich mindestens 1 Referenz für die vergleichbare Aufgabenstellung:
Nachweis: Referenzblatt mit maximal 2 Seiten; begründeter Bezug zur Lauffenmühle-Spezifik.
E.4 – Personalkapazität
Eigenerklärung über:
E.5 – Berufshaftpflichtversicherung
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung durch Police oder Versichererbestätigung mit folgenden Mindestdeckungen:
Alternativ ist eine Verpflichtungserklärung zulässig, die Police zum Zuschlagszeitpunkt vorzulegen. Die Versicherung muss zum Zeitpunkt der Zuschlagserteilung gültig sein.
E.6 – Ausschlussgründe und Sanktionen
Unterschriebene Eigenerklärung aller Bewerber zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123 und 124 GWB (z. B. Insolvenz, schwere Verfehlungen, Verstöße gegen Steuern/Sozialversicherung).
Bei Bietergemeinschaften: Erklärung aller Mitglieder plus Benennung eines bevollmächtigten Federführers mit Vollmacht.
Zusätzlich Pflicht zur Abgabe einer Eigenerklärung zur Einhaltung der Russland-Sanktionen gemäß EU-Verordnung 2022/576.
Verfahrensart und Wertung
Offenes Verfahren nach VgV. Die Eignungskriterien sind Ja/Nein-Kriterien – bei Nichterfüllung erfolgt ein Ausschluss.
Zuschlag nach Qualitätskriterien (Bewertungsmatrix mit den Bereichen Methodik, Projektteam, Referenzen/Innovation und Honorar, max. 100 Punkte).
Nebenangebote sind grundsätzlich zulässen.
Mindestens 2 abgeschlossene Bebauungsplan-Verfahren in den letzten 10 Jahren vor Bekanntmachung; mindestens eines davon mit Satzungsbeschluss (das zweite kann mit mindestens Billigungsbeschluss zum Vorentwurf angerechnet werden)
Vergleichbare B-Plan-Verfahren; Nachweis als Referenzliste mit Auftraggeber, Plangebietsgröße, Nutzungsart, Leistungszeitraum, Kurzbeschreibung; bei nur Billigungsbeschluss zusätzlich Beschlussvorlage/-protokoll
Zusätzlich mindestens 1 Referenz mit vergleichbarer Aufgabenstellung: Transformation Industrie-/Konversionsareal (≥ 5 ha) zu Gewerbegebiet oder gemischter Nutzung, inklusive Überführung eines städtebaulichen (Wettbewerbs-)Entwurfs in rechtssichere Festsetzungen nach § 9 BauGB
Referenzblatt max. 2 Seiten mit Beschreibung Aufgabenstellung, Ausgangslage (Bestand/Rückbau) und Planungsergebnis
Optional bewertungsrelevante Referenzen für innovative Festsetzungen nach § 9 BauGB (z. B. Klimaneutralität, Holzbauweise/nachwachsende Baustoffe, Energiekonzepte)
Je max. 1 Seite: Auftraggeber, Verfahren, Zeitraum, konkrete Rechtsgrundlage § 9 BauGB, Umsetzungsstand (satzungsbeschlossen/realisiert)