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Erstellung des Bebauungsplans Areal Lauffenmühle, Planungsleistungen

Stadt Lörrach, Recht/Baurecht/Vergabe | Vergabekammer Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe | Stadt Lörrach, Recht/Baurecht/Vergabe | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)Lörrach, Baden-WürttembergVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 24 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Die Stadt Lörrach schreibt Planungsleistungen zur Erstellung des Bebauungsplans für das rund 8,5 Hektar große Lauffenmühle-Areal in Lörrach-Brombach aus.

Aufgabe ist es, den städtebaulichen Siegerentwurf (ASTOC / Henning Larsen) in rechtsverbindliche Festsetzungen zu überführen und das Bauleitplanverfahren bis zum Satzungsbeschluss zu begleiten.

Gefordert werden die Leistungsphasen 1–3 nach HOAI (Grundlagenermittlung, Vorentwurf für die frühzeitige Beteiligung, Entwurf zur Offenlage, Plan zur Beschlussfassung) sowie die Koordination der Fachgutachten.

Die Vergabe erfolgt im offenen Verfahren; der Zuschlag wird nach Qualitätskriterien (und Honorar) vergeben. Angebote sind elektronisch über vergabe24.de bis zum 19.08.2026 um 10:00 Uhr einzureichen.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 24 Tage bis zur Angebotsfrist — 19. August 2026
HEUTE
Termin / FristJUL2026AUGSEPOKT
Veröffentlichung20. Juli 2026
Angebotsfrist19. Aug. 2026
Angebotsöffnung19. Aug. 2026
Nachforderung von Unterlagenca. 19. Aug. – 25. Aug. 2026
Bindefrist19. Aug. – 18. Okt. 2026
Einspruchsfristca. 19. Aug. – 3. Sep. 2026
Vertragslaufzeit5. Okt. 2026 – 28. Dez. 2028bis 2028
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität5 Kriterien
Preis 20%Qualität 80%
  • Preis / Honorar20%

    Honorarangebot im HOAI-Rahmen (inkl. Pauschalangebote und Stundensätze). Punktermittlung über lineare Interpolation: Bestpreis erhält 3 Punkte, 2-facher Bestpreis erhält 0 Punkte.

  • Methodik und Verfahrensdarstellung30%

    Bewertet werden das Verständnis der Ausgangssituation, Projektmanagement und Risikosteuerung im Verfahren (Altlasten, Artenschutz, Umweltbericht, Denkmal).

  • Qualität Projektteam20%

    Berufserfahrung der Projektleitung in der Bauleitplanung in Jahren.

  • Referenzprojekte inkl. Innovationsansatz30%

    Erfahrung mit klimabezogenen, energetischen oder materialspezifischen Festsetzungen nach § 9 BauGB (z.B. Klimaneutralität, Holzbauweise, Energiekonzept).

Preis: Punkte = 3 – {(Angebotspreis – Bestpreis) ÷ Bestpreis} × 3 (lineare Interpolation). Bestpreis = niedrigstes eingereichtes Gesamtangebot aller Bieter. Untergrenze 0 Punkte.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien, Gewichtungen (Preis 20%, Methodik 30%, Projektteam 20%, Referenzen 30%) und die Bewertungsformel sind vollständig dokumentiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Aufgabe und Plangebiet

Gegenstand: Erstellung des Bebauungsplans "Areal Lauffenmühle" in Lörrach-Brombach (Beim Haagensteg 4, 79541 Lörrach).

Plangebiet: rund 8,5 Hektar, Flurstücke Nr. 483, 484, 485, 491, 492, 528, 528/1, 529, 529/1, 619, 620. Ehemaliger Standort einer Textilfabrik; Bestandsgebäude teils zu erhalten, teils rückzubauen.

Planungsziel: Entwicklung zu einem klima- und ressourcenschonenden Gewerbestandort auf Basis des Wettbewerbssiegerentwurfs ASTOC / Henning Larsen.

Verfahren: keine Aufteilung in Lose.

Leistungsphasen 1–3 nach HOAI

Beauftragt werden die Leistungsphasen 1–3 nach HOAI:

Lph 1 – Grundlagenermittlung / Vorentwurf für die frühzeitige Beteiligung: Sichtung der Planunterlagen; Überführung des städtebaulichen Wettbewerbsentwurfs in rechtssichere Festsetzungen nach § 9 BauGB und BauNVO; frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung (§ 3 Abs. 1 BauGB) und Behördenbeteiligung (§ 4 Abs. 1 BauGB); Abstimmung mit Nachbargemeinden.Lph 2 – Entwurf zur Offenlage: Entwurf für die formelle Offenlage (§ 3 Abs. 2 BauGB) und Behördenbeteiligung (§ 4 Abs. 2 BauGB); Auswertung und Abwägung der Stellungnahmen; Abstimmung mit dem FB Stadtplanung.Lph 3 – Plan zur Beschlussfassung: Erarbeitung des Plans für den Satzungsbeschluss; Mitwirkung an der Abwägung; Erstellung der beschlossenen Fassung.

Honorarrahmen: Honorarzone II, oberer Bereich, anrechenbare Fläche ca. 8,5 ha.

Verfahrensbegleitung und Gutachten

Verfahrensbegleitung: Vollständige Begleitung des Regelverfahrens nach BauGB bis zum Satzungsbeschluss inklusive Beteiligung der Öffentlichkeit, Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange.

Koordination Fachgutachten (vom Büro zu integrieren, Scoping, Umweltbericht inkl. Grünordnungsplan, saP sind gesondert beauftragt):

Umweltbericht (§ 2a BauGB)Artenschutz (Vögel, Eidechsen)Umgang mit AltlastenStarkregen-RisikoanalysenHitzekarten / klimatische Situation (Mindestbaubarhöhe 20 m für Kaltluftabfluss)Fließgewässer-Betrachtung (Wiese, Grüttbach, Tannengraben), Hochwasser und Wasserschutzzone IIIDenkmalbelangeGrün- und Freiflächenplanung, Gebäudeübersicht Erhalt/RückbauBerücksichtigung von Streuobstbestand (§ 33a NatSchG) und angrenzendem Landschaftspark "Im Grütt" (51 ha).

Besondere Leistungen (optional, nach Aufwand)

Folgende besondere Leistungen sind auf Anforderung des FB Stadtplanung gesondert zu erbringen und preislich als Pauschalangebot (Stundensatz × geschätzter Aufwand) anzubieten:

Wesentliche Entwurfsänderungen nach der OffenlageGremiensitzungen über das übliche Maß hinausZuarbeit für die Begründung des BebauungsplansAuswertung von Stellungnahmen über das übliche Maß hinaus

Vor Beginn dieser Leistungen ist eine Freigabe durch den FB Stadtplanung erforderlich.

Festsetzungen und Inhalte des Plans

Im Bebauungsplan sind insbesondere folgende Festsetzungen rechtssicher zu treffen:

Art und Maß der baulichen Nutzung, BauweiseErschließung (Verkehr, Ver- und Entsorgung)Grünflächen und BepflanzungsgeboteEingriffs-Ausgleichs-RegelungenKlimabezogene und innovative Festsetzungen (z. B. Holzbauweise, Energiekonzepte)Örtliche Bauvorschriften (ÖBV) gemäß LBO Baden-Württemberg

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

E.1 – Berufsqualifikation

Nachweis eines Abschlusses (Diplom, Master o. ä.) in Stadtplanung, Raumplanung oder Architektur mit Vertiefung Städtebau (oder vergleichbar), anerkannt gemäß EU-Richtlinie 2005/36/EG.

Bei juristischen Personen: Erstellung von Bebauungsplänen muss im satzungsgemäßen Geschäftszweck liegen und die Projektleitung muss die persönliche Qualifikation nachweisen.

Eignungsleihe nach § 47 VgV ist zulässig; in diesem Fall ist eine Verpflichtungserklärung des Dritten erforderlich.

E.2 – Referenzen B-Plan-Verfahren

Referenzliste mit mindestens 2 in den letzten 10 Jahren vor Bekanntmachung abgeschlossenen Bebauungsplan-Verfahren.

Mindestens eines davon muss einen Satzungsbeschluss erreicht haben.Das zweite Referenzverfahren kann auch dann angerechnet werden, wenn mindestens ein Billigungsbeschluss zum Vorentwurf vorliegt (Nachweis: Beschlussvorlage/-protokoll).

Anzugeben sind je Referenz: Auftraggeber, Plangebietsgröße, Nutzungsart, Leistungszeitraum und Kurzbeschreibung.

E.3 – Vergleichbare Aufgabenstellung

Zusätzlich mindestens 1 Referenz für die vergleichbare Aufgabenstellung:

Transformation eines Industrie-/Konversionsareals (ehemalige Kaserne, Industrie-/Gewerbepark, Bahn- oder Hafenfläche) mit einer Plangebietsgröße ≥ 5 haUmnutzung in Gewerbegebiet oder gemischte Nutzungeinschließlich Überführung eines städtebaulichen (Wettbewerbs-)Entwurfs in rechtsverbindliche Festsetzungen nach § 9 BauGB

Nachweis: Referenzblatt mit maximal 2 Seiten; begründeter Bezug zur Lauffenmühle-Spezifik.

E.4 – Personalkapazität

Eigenerklärung über:

mindestens 2 Fachkräfte mit Tätigkeitsschwerpunkt Bauleitplanung (Jahresdurchschnitt der letzten 3 Jahre)Benennung einer Stellvertretungsregelung für die ProjektleitungBestätigung der Verfügbarkeit des Kernteams über die gesamte Projektdauer

E.5 – Berufshaftpflichtversicherung

Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung durch Police oder Versichererbestätigung mit folgenden Mindestdeckungen:

3.000.000 € pauschal für Personenschäden1.000.000 € pauschal für sonstige Schädenjeweils mindestens zweifach maximiert pro Versicherungsjahr

Alternativ ist eine Verpflichtungserklärung zulässig, die Police zum Zuschlagszeitpunkt vorzulegen. Die Versicherung muss zum Zeitpunkt der Zuschlagserteilung gültig sein.

E.6 – Ausschlussgründe und Sanktionen

Unterschriebene Eigenerklärung aller Bewerber zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123 und 124 GWB (z. B. Insolvenz, schwere Verfehlungen, Verstöße gegen Steuern/Sozialversicherung).

Bei Bietergemeinschaften: Erklärung aller Mitglieder plus Benennung eines bevollmächtigten Federführers mit Vollmacht.

Zusätzlich Pflicht zur Abgabe einer Eigenerklärung zur Einhaltung der Russland-Sanktionen gemäß EU-Verordnung 2022/576.

Verfahrensart und Wertung

Offenes Verfahren nach VgV. Die Eignungskriterien sind Ja/Nein-Kriterien – bei Nichterfüllung erfolgt ein Ausschluss.

Zuschlag nach Qualitätskriterien (Bewertungsmatrix mit den Bereichen Methodik, Projektteam, Referenzen/Innovation und Honorar, max. 100 Punkte).

Nebenangebote sind grundsätzlich zulässen.

Referenzprojekte
≥ 2 ReferenzenZeitraum: letzte 10 Jahre vor Bekanntmachung

Mindestens 2 abgeschlossene Bebauungsplan-Verfahren in den letzten 10 Jahren vor Bekanntmachung; mindestens eines davon mit Satzungsbeschluss (das zweite kann mit mindestens Billigungsbeschluss zum Vorentwurf angerechnet werden)

Vergleichbare B-Plan-Verfahren; Nachweis als Referenzliste mit Auftraggeber, Plangebietsgröße, Nutzungsart, Leistungszeitraum, Kurzbeschreibung; bei nur Billigungsbeschluss zusätzlich Beschlussvorlage/-protokoll

≥ 1 ReferenzenZeitraum: nicht näher spezifiziertVolumen: ≥ 5 ha Plangebiet

Zusätzlich mindestens 1 Referenz mit vergleichbarer Aufgabenstellung: Transformation Industrie-/Konversionsareal (≥ 5 ha) zu Gewerbegebiet oder gemischter Nutzung, inklusive Überführung eines städtebaulichen (Wettbewerbs-)Entwurfs in rechtssichere Festsetzungen nach § 9 BauGB

Referenzblatt max. 2 Seiten mit Beschreibung Aufgabenstellung, Ausgangslage (Bestand/Rückbau) und Planungsergebnis

1–3 (optional) ReferenzenZeitraum: nicht näher spezifiziert

Optional bewertungsrelevante Referenzen für innovative Festsetzungen nach § 9 BauGB (z. B. Klimaneutralität, Holzbauweise/nachwachsende Baustoffe, Energiekonzepte)

Je max. 1 Seite: Auftraggeber, Verfahren, Zeitraum, konkrete Rechtsgrundlage § 9 BauGB, Umsetzungsstand (satzungsbeschlossen/realisiert)

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 25%4–10 · 43%11+ · 32%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 25 erledigt
Pflichtformulare und Angebotsunterlagen
Eignungsnachweise
Inhaltliche Angebotsbestandteile (bewertungsrelevant)
Erklärungen bei Bietergemeinschaft / Unterauftragnehmer / Tariftreue
Formales
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Stadt Lörrach, Recht/Baurecht/Vergabe | Vergabekammer Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe | Stadt Lörrach, Recht/Baurecht/Vergabe | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Anschrift
79539 Lörrach
Ort
79539 Lörrach
Kategorie
Baden-Wuerttemberg
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
79539 Lörrach
Baden-Württemberg

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