Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Die Stadt Mainz (Wirtschaftsbetrieb Mainz AöR) lässt das Regenüberlaufbecken (RÜB) in Mainz-Finthen ertüchtigen. Im 1. Bauabschnitt werden die maschinentechnischen Anlagen erneuert – also die Technik, die das Regen- und Abwasser durch das Becken reinigt und weiterleitet.
Was muss geliefert und eingebaut werden?
Wichtig zu wissen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Alleiniges Zuschlagskriterium ist der Preis. Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen unter Berücksichtigung von gewährten Nachlässen ohne Bedingung.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Vorbereitung
Einrichten und später Abbauen der Baustelle, Bereitstellung von Strom und Wasser durch den Auftragnehmer. Teilabbruch des bestehenden Entlüftungssystems des RÜB (Rohre DN 250 und DN 1000) sowie Gerüstbau für die Montagearbeiten in den Bereichen RÜ G 0501, RÜ G 0502 und am Zulauf des RÜB – mit provisorischer Umfahrung.
Maschinentechnik – Siebrechen, Hydraulik und Schieber
Lieferung und Einbau von:
Vom Bieter sind u.a. Bemessungswasserstand, Nennöldruck, Nennleistung, Nennstrom und Nenndrehzahl in die Positionen einzutragen.
Pumpen und Verrohrung
Lieferung und Einbau von 3 Tauch-Entleerungspumpen 80 l/s, Förderhöhe ca. 5 mWs, explosionsgeschützt, inklusive Druckleitungen DN 200 aus V4A, oberer Haltekonstruktion sowie Kernbohrungen DN 150 und DN 300. Die alten Pumpen, Druckleitungen und Saugrohre sind zu demontieren und ordnungsgemäß zu entsorgen.
Stahl- und Metallbau (DIN 18335 / DIN 18360)
Lieferung und Montage aus Edelstahl V4A:
Ebenfalls enthalten: Demontage der alten Geländer, Leitern, Stege und Treppen. Verlegepläne für die Gitterroste sowie prüfbare Statik für die Gitterrostabdeckung sind vor Fertigung/Montage zur Freigabe vorzulegen.
Ingenieurleistungen, Inbetriebnahme und Probebetrieb
Aufmaß vor Ort, Aufstellungsentwurf, Werkstatt- und Werkpläne (AutoCAD 2018-kompatibel, dwg/dxf + pdf, Maßstab 1:50), Auslegungsberechnungen, Fundament- und Schlitzpläne sowie Funktionsbeschreibung für die automatische Rechensteuerung. Nach Inbetriebnahme folgt ein 3-monatiger Probebetrieb im laufenden Kanalbetrieb. Es gilt das Steigschutzsystem A11 (FABA Fahrleitungsbau) gemäß DIN EN 353-1 als kompatibel.
Prüfungen, Dokumentation und Wartung
Statische Nachweise für Rohrleitungen und Metallbau, Schweißarbeiten mit gültigen Prüfbescheinigungen nach EN ISO 9606-1 und Verfahrensprüfungen nach EN ISO 15614-1 (Bewertungsgruppe C nach EN ISO 5817), Schweißaufsicht durch Schweißfachingenieur oder Schweißfachmann. Außerdem: Dichtheitsprüfung nach EN 805, ggf. Durchstrahlprüfung, Konformitätserklärungen nach Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und ATEX 2014/34/EU.
Dokumentation: 1-fach als Vorabzug vor Probebetrieb, dann 3-fach Papier + 1-fach digital (dwg/dxf und pdf); Bestandspläne spätestens 6 Wochen nach Fertigstellung. Probebetrieb 3 Monate, danach 6 Wochen fehlerfreier Betrieb vor Abnahme. Wartungsvertrag mit 4 Jahren Laufzeit ab mangelfreier Schlussabnahme.
Sicherheits- und Arbeitsschutzanforderungen
Arbeiten erfolgen im laufenden Kanalbetrieb in explosionsgefährdeten Bereichen (ATEX Zone 1). Gefordert sind u.a. DGUV Vorschrift 22/21, DGUV Regel 103-004, GUV-V C5, GUV-V A3, GUV-V A8, DIN 4420-1, BGI 663, DIN 18451, DIN 18799-1 sowie Gaswarngeräte mit Sensoren für CH4, H2S, CO2 und O2. Impfschutz Hepatitis A wird für die eingesetzten Mitarbeiter empfohlen.
Nicht enthaltene Leistungen (gesondert ausgeschrieben)
Nicht Bestandteil dieses Auftrags und daher getrennt vergeben: Bau- und Sanierungsarbeiten, 4 Biegeklappen für den Klärüberlauf Becken 'III', Strahlreiniger (Becken 'I'), Rührwerke (Becken 'II' + 'III'), weitere Stahl-/Metallbauarbeiten sowie die gesamte EMSR-Technik (Einbau, Verkabelung, Anschluss, Programmierung) – das neue Entlüftungssystem folgt im 5. Bauabschnitt.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Zulassung
Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister bzw. in der Handwerksrolle (bei handwerklichen Leistungen gemäß Anlage A HwO), Nachweis nicht älter als 6 Monate nach Veröffentlichung. Bei Bietergemeinschaften ist der Nachweis von jedem Mitglied zu erbringen.
Steuerliche und soziale Unbedenklichkeit
Ausschlussgründe
Keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A sowie §§ 123, 124 GWB; keine Interessenkonflikte im Hinblick auf die Verfahrensvorbereitung; kein laufendes Insolvenzverfahren und keine Liquidation. Verstoß gegen das rheinland-pfälzische Landestariftreuegesetz (LTTG) kann zu Vertragsstrafe und Ausschluss führen.
Wirtschaftliche und personelle Leistungsfähigkeit
Angaben zum Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (vergleichbare Bauleistungen) sowie Angaben zur durchschnittlichen Anzahl der Beschäftigten der letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahre. Haftpflichtversicherung einer EU-Versicherungsgesellschaft mit Mindestdeckungssummen (Personenschäden 1.500.000 €, Sachschäden 500.000 €), aufrechtzuerhalten bis zum Ablauf der Mängelbeseitigungsfrist.
Fachliche Eignung – Schweißen, ATEX, Steuerung
Vom Bieter nachzuweisen bzw. sicherzustellen:
Auswahlkriterium und Zuschlag
Auswahlkriterium: Mitarbeiterqualifikation. Zuschlagskriterium: ausschließlich Preis (günstigster Angebotspreis, nachgerechnete Wertungssumme, Nachlässe ohne Bedingung). Nebenangebote sind nicht zugelassen. Die Ausschreibung ist ausdrücklich auch für KMU geeignet. Unterlagen können innerhalb von 6 Kalendertagen nachgefordert werden.
Vergleichbare Leistungen aus dem Bereich Maschinentechnik / Stahl- und Metallbau für abwassertechnische Anlagen (z.B. Siebrechen, Pumpen, Hydraulikanlagen, Dammbalken, Steigleitern aus Edelstahl) – mit eigenem Personal ausgeführte maßgebliche Leistungen inkl. Mengenangaben
Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung; Ansprechpartner, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, ggf. koordinierte Gewerke