Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Drensteinfurt schreibt im offenen Verfahren die Rohbaumaßnahmen für die Erweiterung der Katholischen Grundschule Rinkerode aus.
Gefordert sind Baustelleneinrichtung, Erd-, Entwässerungs- und Beton-/Stahlbetonarbeiten, Abdichtungs- und Stundenlohnarbeiten für die Gründung und Sohlplatte eines zweigeschossigen Erweiterungsneubaus (Holzbau im KfW-40-Standard).
Angebote sind elektronisch über das Vergabeportal Vergabe-Westfalen bis zum 28.09.2026 um 11:00 Uhr (MESZ) einzureichen. Maßgeblich ist ausschließlich der Preis. Neben dem Angebotsschreiben sind Eigenerklärungen (u.a. Ausschlussgründe, Sanktionspaket, Eignung Bauleistungen), das ausgefüllte Leistungsverzeichnis sowie Nachweise zu Referenzen, Personal und Versicherung beizufügen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut VergabeunterlagenLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen und Baumaßnahme
Bauvorhaben: Erweiterungsneubau und Umbau der Katholischen Grundschule Rinkerode, Mägdestiege 8, 48317 Rinkerode-Drensteinfurt.
Bauherr/Auftraggeber: Stadt Drensteinfurt, Landsbergplatz 7, 48317 Drensteinfurt.
Leistungsort: Drensteinfurt, Landsbergplatz 7, 48317 (DEA38).
Projektnummer/Vergabenummer: 24001 / 10.75.03-028.
Gesamtmaßnahme: vier Bauabschnitte (1) Rückbau Toilettentrakt, (2) zweigeschossiger Erweiterungsneubau in Holztafelbauweise (KfW 40, begrüntes Flachdach, PV, Luftwärmepumpe), (3) Umbau des Langbaus der 60er Jahre für Mensa/Speiseräume/Multifunktionsräume, (4) Umbau des denkmalgeschützten Gebäudeteils.
Wichtige Termine: Baubeginn Tiefbau 12.10.2026, Baubeginn Rohbauarbeiten 09.11.2026, Bauzeit Rohbau ca. 14 Wochen, Gesamtbauzeit über alle Bauabschnitte ca. 3–4 Jahre, Durchführung im laufenden Schulbetrieb.
Architekten: Fritzen + Müller-Giebeler BDA, Alte Straße 9, 59227 Ahlen.
Geschätzter Auftragswert (Rohbau): 240.863,61 EUR.
Baustelleneinrichtung (LV-Titel 01)
Einrichten und Vorhalten der Baustelle inkl. Bauzaun, Krananlage, Bauwasser- und Baustromanschluss (inkl. behördlicher Anträge und Gebühren), Schnurgerüst, WC-Container, offene Wasserhaltung sowie behördliche Genehmigungen für Aufbrucharbeiten an Straßen/Gehwegen.
Wichtig: der SiGeKo wird mindestens 2 Wochen vor Arbeitsbeginn unaufgefordert mit umfangreichen Unterlagen versorgt (Baustelleneinrichtungsplan, Gefährdungsbeurteilung, Gefahrstoffliste, Nachunternehmerliste, Bauzeitenplan, Unterweisungsnachweise, arbeitsmedizinische Untersuchungen, Namen der Sicherheitsfachkraft, Sicherheitsbeauftragten und Ersthelfer mit mind. 10 % der anwesenden Beschäftigten). Unfälle sind unverzüglich telefonisch und schriftlich zu melden.
Erdarbeiten (LV-Titel 05)
Rückbau Pflaster/Entwässerung/Toilettentrakt, Abtrag Mutterboden, Aushub Fundamente und Leitungsgräben, Herstellung Schottertragschicht, Verfüllungen, Berücksichtigung der Bodenklassen 2–5 sowie Fels (Homogenbereiche 5/6-7) gemäß Bodengutachten und Lageplan mit Rammsondierungen/Rammkernsondierungen.
Beispielmengen: Erdaushub Fundamente ca. 47 m³; Schottertragschicht ca. 430 m².
Entwässerungs- und Leerrohrarbeiten (LV-Titel 10)
Grundleitungen Schmutzwasser in PP-Rohr DN100, Rohrdurchführungen, Leerrohre Elektro (Kunststoffspiral-Leerrohre), Druckprüfung gem. EN 1610 mit Prüfprotokoll, TV-Inspektion durch unabhängige Firma.
Beispielmengen: PP-Rohr DN100 Schmutzwasser ca. 59 m.
Anschließend: Revisions- und Bestandsunterlagen in 3-facher Ausfertigung (A1/A0 + CAD-Datenträger PDF/DWG/DXF).
Beton- und Stahlbetonarbeiten (LV-Titel 15)
Sauberkeitsschicht, Streifenfundamente, WU-Sohle und Aufkantung in wasserundurchlässigem Beton (C25/30 WU bzw. C12/15–C25/30), Fugenbleche gemäß Statik, Perimeterdämmung (XPS), Bewehrung aus Betonstahl Matten und Stabstahl (B500 M/S) gemäß statischer Bemessung.
Beispielmengen: Ortbeton Streifenfundamente ca. 55 m³, WU-Sohle ca. 135 m³, Mattenstahl ca. 13 t, Stabstahl ca. 5 t.
Bauherrliche Vorgaben Bauwerksplanung (Auszug): Festigkeits-, Expositions- und Feuchtigkeitsklassen, Bewehrung, Betonüberdeckung gemäß Statik; Mauerwerk in Druckfestigkeit, Rohdichte und Mörtelgruppe gemäß Statik; Verblendmauerwerk mit Verankerung, Abfangung, Fugen, Mörtelgruppe nach Norm, Anker aus nichtrostendem Stahl (mind. 4 mm), Wärmedämmung; Trockenbauwände aus Gipskarton (Feuchtraum VS-F) sowie Holz in Brettsperrholz/Brettschichtholz; Durchbrüche/Schlitze gemäß Statik und unter Beachtung von Schall- und Wärmeschutz; Abdichtung aller erdberührten Bauteile gegen drückendes Wasser inkl. Fugen und Durchführungen mit Dichtungseinsätzen; Brandschutz gemäß Brandschutzkonzept (BSK), Feuerwiderstandsklassen F30–F90, EI30–EI290; alle Ausgänge barrierefrei.
Abdichtungsarbeiten (LV-Titel 20)
Bauwerksabdichtung aller erdberührten Bauteile gegen drückendes Wasser (DIN 18533, W2-E), zweilagige/2-Lagen PE-Trennlage, Bituminöse Abdichtung, XPS-Perimeterdämmung und Noppenbahn gemäß Schichtenaufbau des Fundament-Fußpunkts.
Stundenlohnarbeiten (LV-Titel 25)
Bereitstellung von Vorarbeiter-, Facharbeiter- und Helferstunden sowie von Minibagger, Hydraulikbagger und Elektrogeräten für unvorhergesehenen oder nicht eindeutig beschriebenen Bedarf.
Bewerberrelevante Regeln und Verfahren
Verfahrensart: Offenes Verfahren nach VOB/A-EU.
Bindefrist: 45 Tage ab Einreichung des Angebots.
Zuschlag: Alleiniges Zuschlagskriterium ist der Preis.
Nachreichung: Korrektur unternehmensbezogener und Nachreichung fehlender leistungsbezogener Unterlagen sind NICHT zugelassen; nachträgliche Korrekturen werden abgelehnt.
Tariftreue: Besondere Vertragsbedingungen des Landes NRW zur Einhaltung des Tariftreue- und Vergabegesetzes NRW sind zu beachten.
Rechtsform, Sicherheiten: keine besonderen Anforderungen an die Rechtsform des Unternehmens; keine Sicherheiten gefordert.
Förderung: ohne EU-Mittel.
Nachprüfung: § 160 GWB – Rügeobliegenheit (10 Kalendertage nach Kenntnis; bei bekanntmachungspflichtigen Verstößen bis Fristende), Einspruch 15 Kalendertage nach Mitteilung über Nichtabhilfe.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenRechtliche/befähigungsmäßige Eignung
Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister oder Abgabe der Eigenerklärung zur Eignung (Formular 124 LD). Gewerbeanmeldung, Handwerksrolle/IHK-Eintragung je nach Unternehmensform.
Kein eröffnetes/beantragtes Insolvenzverfahren, keine Abweisung mangels Masse, keine Liquidation, keine Ausschlussgründe nach §§ 123–125 GWB (Eigenerklärung 521 EU).
Eigenerklärung Sanktionspaket 5 EU / Russland (523 EU).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Erklärung über den Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für vergleichbare Bauleistungen (inkl. ARGE-Anteil). Erklärung über verfügbare Beschäftigte. Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Sozialkasse, Finanzamt, Berufsgenossenschaft, ggf. Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG) bei engerer Wahl.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (Referenzen)
Nachunternehmer, Eignungsleihe und Sicherheitsorganisation
Beabsichtigte Unteraufträge gem. § 36 VgV (533a/533b EU) und/oder Eignungsleihe gem. § 47 VgV (534a/534b EU). Nachunternehmer sind bereits bei Angebotsabgabe namentlich zu benennen (233).
SiGeKo-/Baustellenanforderungen: Erklärung eines fachgerechten Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators gem. Baustellenverordnung / RAB 30; umfangreiche SiGe-Unterlagen sind 2 Wochen vor Arbeitsbeginn unaufgefordert vorzulegen.
Tariftreue: Besondere Vertragsbedingungen des Landes NRW zur Einhaltung des Tariftreue- und Vergabegesetzes NRW.
Vergleichbare Bauleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren; bei engerer Wahl 3 Referenznachweise mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang inkl. Mengen, durchschnittlicher Mitarbeiterzahl, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Maßnahmenart (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), koordinierten Gewerken sowie Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung verlangt; Vergleichbarkeit im Sinne vergleichbarer Rohbauarbeiten.