Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Die Stadt Delmenhorst schreibt die Bodenbelagsarbeiten für den Erweiterungsneubau der Grundschule Am Grünen Kamp öffentlich aus.
Was ist zu tun?
Im Erd- und 1. Obergeschoss des neuen Anbaus ist auf rund 870 m² Linoleum-Bodenbelag (Klasse 34) zu liefern und zu verlegen – inklusive Untergrundvorbereitung, Sockelleisten, Dehnungsfugen, Schwellen, Schutzabdeckung und Ersteinpflege. Die Arbeiten laufen während des Schulbetriebs.
Wie läuft die Abgabe?
Angebote werden elektronisch über das Vergabeportal www.dtvp.de eingereicht. Frist: 29.09.2026, 09:00 Uhr (MESZ). Es gibt nur ein Los (keine Los-Teilung). Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Ausführung:
voraussichtlich 15.02.2027 bis 31.05.2027 (ca. 3,5 Monate).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis: Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenRäumlicher Geltungsbereich und Rahmenbedingungen
Die Arbeiten erfolgen im Erweiterungsanbau der Grundschule Am Grünen Kamp, Am Grünen Kamp 25, 27749 Delmenhorst. Der Anbau ist zweigeschossig (Erdgeschoss und 1. Obergeschoss) und wird während des laufenden Schulbetriebs ausgebaut. Die Hauptbodenfläche beträgt rund 869,53 m² (182,74 m² im EG + 686,79 m² im 1. OG). Die Baumaßnahme steht unter dem Vorbehalt der beigefügten Bodenspiegel-, Schnitt- und Detailpläne.
Während der Ausführung sind die Lärmimmissionsrichtwerte von 60 dB tagsüber und 45 dB nachts sowie die Schul- und Betreuungszeiten einzuhalten. Anlieferungen sind außerhalb der Pausenzeiten und nicht zu Schulbeginn/-ende durchzuführen. Die Baustelle ist durch Bauzaun und Unfallschutzmaßnahmen zu sichern. Witterungsbedingte Verzögerungen sind nach VOB/B zu berücksichtigen.
Bodenbelag – Linoleum, Güte und Eigenschaften
Vorgesehen ist Linoleum-Bodenbelag in Bahnenware, Klasse 34 (gewerblich, stark beansprucht), Brandverhalten CFL-s1, 2,5 mm dick, Bahnenbreite 200 cm, fein marmoriert, Farbton NCS 5005-Y20R, antistatisch, Rutschhemmung R9, mit werkseitiger Oberflächenvergütung. Die Bahnenstöße sind mit Schmelzdraht zu verfugen.
Menge gesamt: ca. 869,53 m² (verteilt auf Erd- und 1. Obergeschoss).
Zusätzlich ist eine Ersteinpflege des Belags nach Herstellervorschrift auf der Gesamtfläche vorzunehmen.
Untergrundvorbereitung und Sperrgrundierung
Der Estrichuntergrund ist mechanisch vorzubereiten: Schleifen, Grundieren und Spachteln mit 2 mm Spachtelung. Auf die vorbereitete Fläche ist eine Dispersionssperrgrundierung aufzubringen. Übergänge sind bis 10 mm emissionsarm (EC 1 PLUS) anzuspachteln – Fläche insgesamt ca. 20 m².
Menge Untergrundvorbereitung gesamt: ca. 869,53 m².
Sockelleisten und Anschlüsse
Kautschuk-Sockelleiste (homogen, elastisch, Höhe ca. 50 mm, Stärke ca. 4,8 mm), vollflächig verklebt:
Zusätzlich Kautschuk-Sockelleiste mit Lippendichtung (Höhe ca. 50 mm, Stärke ca. 2,8 mm): ca. 50 m.
Linoleum ist an aufgehende Bauteile (u. a. eine Betonstütze Ø 30 cm) und an die PR-Fassade (dauerelastische Fuge, ca. 10 mm) anzuarbeiten. Anarbeiten an Holzbodenkonstruktionen und Trennprofile erfolgen mit dauerelastischer Fuge, Fugenbreite ca. 5 mm.
Fugen, Schwellen und Profile
Dehnungsfugenprofile aus Aluminium (Höhe ca. 1,5 cm): ca. 82,4 m gesamt (EG 5,9 m + 1. OG 76,5 m).
Scheinfugen und Risse sind mit 2K-Reaktionsharz-Fugenmasse und Wellenverbinder zu schließen.
Türzargen und Schwellen sind mit dauerelastischer, silikonfreier Fugenmasse (Shore 70–80) zu verfugen. Die Längen sind im LV positionsweise hinterlegt (u. a. 21,4 m, 55,26 m, 232,66 m, 48,23 m, 42,24 m).
Schutzabdeckung, Dokumentation und Stundenlohnarbeiten
Während der Bauzeit ist auf der gesamten Bodenfläche eine Schutzabdeckung aus folienkaschiertem Vlies herzustellen und nach Abschluss zu beseitigen – ca. 869,53 m².
Für unvorhergesehene Arbeiten sind Stundenlohnarbeiten für Facharbeiter und Hilfskraft vorzuhalten (je 5 Stunden als Richtwert). Die Nachweise sind täglich in 2-facher Ausfertigung zu führen.
Nach Abschluss ist eine vollständige Dokumentationsmappe zu übergeben: 4 Ordner + 1 CD mit Fachbauleiter- und Fachunternehmererklärungen, Zulassungen, Prüfzeugnissen, Übereinstimmungsnachweisen und Technischen Datenblättern (Formate: AutoCAD, Office, JPG, PDF). Die Schlussrechnung ist mit prüffähigen Massenberechnungen und Bestandsplänen in 2-facher Ausfertigung einzureichen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Berufszulassung
Eintragung in einem einschlägigen Register (Handelsregister und/oder Handwerksrolle und/oder IHK), sofern eine Eintragungspflicht besteht. Gewerbeanmeldung ist nachzuweisen. Es darf kein Insolvenzverfahren anhängig sein (bzw. ein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan vorliegen). Bei Auftragssumme ab 30.000 € fordert der Auftraggeber einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister gem. § 150a GewO an.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angabe des Umsatzes der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für vergleichbare Bauleistungen (inkl. ARGE-Anteil). Ordentliche Erfüllung der Steuer- und Abgabenpflichten sowie der Sozialversicherungsbeiträge. Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG. Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen. Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts und der Berufsgenossenschaft. Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung wird empfohlen (Mindestdeckung: 1.000.000 € Personenschäden, 500.000 € Sachschäden, 1.000.000 € Vermögensschäden).
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auf Verlangen vorzulegen: mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 5 Kalenderjahren sowie eine Erklärung zur durchschnittlichen Zahl der in den letzten 3 Jahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal. Der eingesetzte Bauleiter und sein Stellvertreter müssen deutschsprachig sein. 10 Tage vor Arbeitsbeginn sind Vorsorgeuntersuchungen, Fach- und Sachkundenachweise des Personals sowie ggf. ein Geräteeinsatzplan mit Prüfzeugnissen vorzulegen.
Zuverlässigkeit und gesetzliche Anforderungen
Keine schweren Verfehlungen gem. § 6e EU VOB/A, keine einschlägigen Verurteilungen in den letzten 2 Jahren (Freiheitsstrafe > 3 Monate / Geldstrafe > 90 Tagessätze / Geldbuße > 2.500 €). Mit dem Angebot ist die Erklärung zur Umsetzung des NTVergG (Niedersächsisches Tariftreue- und Vergabegesetz) abzugeben; es gelten die entsprechenden Mindestentgelt- und Sozialkassen-Nachweispflichten. Ebenfalls abzugeben: Eigenerklärung EU-RUS-Sanktionen.
Nachunternehmer
Beim Einsatz von Nachunternehmern gelten dieselben Eignungsanforderungen wie für den Hauptbieter, sobald der Wert der Teilleistung 3.000 € netto erreicht. Die einschlägigen unternehmensbezogenen Unterlagen sowie die NTVergG-Erklärung und die Eigenerklärung zur Eignung sind zusätzlich von allen Nachunternehmern vorzulegen.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen für Bauleistungen, die mit Bodenbelagsarbeiten vergleichbar sind
Nur auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang inkl. Mengen, durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptunternehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.