Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenRohbauarbeiten für den Erweiterungsbau (Bauteil D) des Gymnasiums Martino-Katharineum in Braunschweig.
Im laufenden Schulbetrieb wird ein dreigeschossiger Anbau für naturwissenschaftliche Fachräume errichtet. Die ausgeschriebenen Leistungen umfassen:
Vertragsbedingungen: VOB/A Abschnitt 2 EU, VOB/B 2016, VOB/C 2023. Zuschlag nach niedrigstem Preis. Ausführungszeitraum ca. 6 Monate (30.11.2026 bis 26.05.2027).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Dokumentation
Einrichten, Vorhalten und Räumen der Baustelle einschließlich Container, Magazine, Baustraßen, Bauschild, Bauwasser- und Baustromverteiler (Vorbereitung), Winter- und Schutzmaßnahmen, Kran-Schwenkbereich (kein Überschwenken von Nachbargrundstücken oder öffentlichen Straßen).
Erstellung und Fortschreibung des Baustelleneinrichtungsplans (4 Wochen vor Ausführungsbeginn an Architekten) und des Terminplans (monatlich). Führen täglicher Bautagesberichte mit wöchentlicher Übergabe als PDF.
Vorlage einer Gesamt-Dokumentation mit Fachunternehmererklärung, Konformitätserklärungen, Fachbauleitererklärung, Verwendbarkeitsnachweisen, Prüfzulassungen, Datenblättern, Farblisten, Wartungsbüchern und Werkplanung des Auftragnehmers – digital mit Inhaltsverzeichnis, vorab zur Durchsicht an Architekten.
Nachweis GEG-relevanter Bauteile (wärmetechnische Kennwerte, Dämmstoffdicken, U-Werte nach DIN EN ISO 6946) als prüffähige Zuarbeit für den Energieausweis.
Abbrucharbeiten
Rückbau Außenanlagen (Betonpflaster, Tiefbord), Wanddurchbrüche in Bestandswand (EG, 1. OG, 2. OG, DG) – bis 1,40 × 32,5 m – inkl. Betonschneidearbeiten und Einbau eines Abfangträgers (Stb-Fertigteil 150×20×30 cm).
Teilabbruch Fassadenbekleidung (Hohlfalzziegel, Zinkstehfalz), Abbau Überkletterschutz und Kletteranlage.
Hinweis: Wanddurchbrüche im EG und weitere Eingriffe am Bestandsgebäude nur innerhalb der Schulferien; lärmverursachende Arbeiten nur zwischen 7:00 und 19:00 Uhr.
Verbau-, Wasserhaltungs- und Erdarbeiten
Herstellung einer Trägerbohlwand (HEB 300, l = 7,00 m, Abstand 1,20 m, sichtbare Höhe ca. 3,50 m; ca. 30 m²) inkl. statischem Nachweis und Werk-/Montageplanung. Baugrubenschutzgeländer.
Offene Wasserhaltung mit Pumpensümpfen aufbauen und vorhalten, Verlängerung um 15 Wochen.
Baugrubenaushub Homogenbereich 1 (Auffüllungen, 645 m³) und Homogenbereich 2 (Schluff und Sand, 160 m³) – direkt laden und entsorgen; Zulage Boden BM-F1 (20 m³), BM-F3 (150 m³), >BM-F3 (150 m³) und Handschachtungen (50 m³).
Ausbau und Entsorgung Schottertragschicht (60 m³).
Planum/Verdichtung Baugrubensohle ohne Gefälle (240 m²) und Streifenfundamente (110 m²) sowie Baugrundverbesserung (150 m³ liefern und einbauen) mit Verdichtungskontrollen (Plattendruckversuche, Densitometer). Auffüllung Arbeitsraum (250 m³). Folienabdeckungen Böschung (250 m²).
Wärmedämm- und Abdichtungsarbeiten
Wärmedämmung Sohle (XPS, D = 160 mm, ca. 250 m²), Perimeterdämmung/Flankendämmung Streifenfundamente (vertikal, D = 160 mm, ca. 135 m²), Perimeterdämmung vertikal am Sockel (D = 200 mm, ca. 50 m²), Perimeterdämmung horizontal (D = 160 mm, ca. 30 m²).
Trennschicht PE-Folie zweilagig unter Betonbauteilen (ca. 350 m²); Bautenschutzbahn/Noppenfolie mit Drainfunktion (ca. 210 m²); Schutzvorrichtungen für Dämmung (Vorhaltung ca. 8 Monate).
Abdichtung Außenwand Sockel (PMBC, 4 mm, ca. 180 m²) und Hohlkehlen (ca. 65 m).
Beton- und Stahlbetonarbeiten
Sauberkeitsschicht (ca. 370 m²), Streifen- und Einzelfundamente, Frostschürzen, wasserundurchlässige Sohlplatte (25 cm). Außen- und Innenwände (25 cm), Sichtbeton Innenwände SB2 (Flure), Stützen (z. B. EG: Querschnittsreduzierung auf 25/25 cm), Wandpfeiler, Unterzüge/Balken mit Aussparungen für Lüftungstechnik, Decken und Dachplatten (12–20 cm).
Betonstahl ca. 65 t, Kleineisenteile, Anschlusskörbe (z. B. Schöck Isokorb), Rissmonitoring und -verpressung der Sohle (Nachweis SIVV-Schein des Kolonnenführers), Sommer-/Winterschutz, Schalungszulagen Dreikantleisten (ca. 950 m). Betonieren bei kalter Witterung (ca. 200 m³). Stundenlohnarbeiten: 50 h Facharbeiter, 20 h Bauhelfer.
Verwendete Baustoffe: Beton C25/30 und C20/25, Baustahl B500A, Profilstahl S235JR, Holz C24.
Technische Gebäudeausrüstung (baustellenseitig)
Bauwasser: Anschlüsse an Hauseinführung, PE-Rohre, Kugelhähne, Systemtrenner BA DN25 pro Etage, Containeranschlussleitungen (Trink- und Schmutzwasser), Heizbänder mit Thermostaten.
Baustrom: Gruppenverteilerschrank (173 kVA), Endverteilerschränke (44 kVA, 2 St.), Kabel H07RN-F, CEE-Kupplungen/Stecker, monatliche Prüfungen durch befähigte Person (TRBS 1203), LED-Lichtbänder, Verlängerungen, temporäre Kabelüberführung (Spannweite 11,50 m, Höhe 5,10 m).
Hauseinführungen Sanitär/Heizung (DN25, DN50, Mehrsparten), Futterrohre DN150, Grundleitungen PP-MD DN100 (ca. 55 m) mit Druckprüfung nach DIN EN 1610 und Abnahme Stadtentwässerung.
Leerrohrplanung Bodenplatte (ELT), Blitzschutz- und Erdungsanlagen (Ringerder, Fundamenterder, Funktionspotenzialausgleich – nur durch Fachfirma), Imbetoninstallation ELT (PVC-U AD25, 240 m, Zugdraht, Geräteverbindungsdosen).
Holzprodukte und Nachhaltigkeit
Alle eingesetzten Holzprodukte müssen FSC-, PEFC- oder gleichwertig zertifiziert sein (alternativ: Einzelnachweis über die FSC/PEFC-Kriterien des Herkunftslandes oder Bezug ausschließlich von FSC/PEFC-zertifizierten Unternehmen). Nachweise (CoC-Zertifikat, Prüfergebnis Thünen-Institut/BfN, Einzelnachweis oder Lieferschein) sind bei Bauleistungen vor dem Einbau des Holzes vorzulegen.
Abfallentsorgung
Übernahme der Pflichten des Auftraggebers zur Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen. Getrennte Erfassung und Sortierung, sachgerechte Entsorgung, Führung der Nachweise nach KrWG und Nachweisverordnung. Kosten der Abfallverwertung in den Einheitspreisen; Kosten der Abfallbeseitigung gesondert benennen (trägt der Auftraggeber).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVerfahrensart und Nachweis der Eignung
Offenes Verfahren nach VOB/A Abschnitt 2 EU (Schwellenwertüberschreitung). Geeignet für KMU.
Präqualifizierte Unternehmen können den Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nutzen. Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder die Einheitliche Europäische Eignungserklärung (EEE) ein.
Bei Eignungsleihe (Kapazitäten anderer Unternehmen) ist die Verpflichtungserklärung (Formblatt 236) erforderlich; ggf. gemeinsame Haftung.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mit vergleichbaren Leistungen – Angabe in der Eigenerklärung.
Technische und fachliche Leistungsfähigkeit
Verfügbare Arbeitskräfte: jahresdurchschnittliche Anzahl der in den letzten 3 Kalenderjahren beschäftigten Arbeitskräfte nach Lohngruppen, Leitungspersonal gesondert ausgewiesen.
Drei Referenznachweise über vergleichbare Leistungen der letzten 5 Kalenderjahre (auf Verlangen).
Fachliche Qualifikation: Registereintragung (Gewerbeanmeldung, Handelsregister, Handwerksrolle/IHK).
Persönliche Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Kein Insolvenzverfahren oder vergleichbares Verfahren eröffnet (ggf. Insolvenzplan).
Keine Ausschlussgründe nach § 6b VOB/A und keine schweren Verfehlungen nach § 6e EU VOB/A.
Keine unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen, kein Verstoß gegen das 5. EU-Sanktionspaket.
Steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Verpflichtungen: Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Sozialkasse, des Finanzamts, Freistellungsbescheinigung § 48b EStG, qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen).
Ab Auftragssumme ≥ 30.000 € wird für den erfolgreichen Bieter ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister gem. § 150a GewO angefordert.
Sonstige Anforderungen
Einhaltung der Mindestentgelte nach § 4 NTVergG (Erklärung 4 Abs. 1 NTVergG).
Verständigung in deutscher Sprache zumindest mit dem Aufsichtführenden (DGUV Vorschrift 38, § 3 Abs. 2).
Angebote sind in deutscher Sprache zu verfassen. Fehlende Unterlagen werden nachgefordert.
Sicherheiten
Vertragserfüllungssicherheit: 5 % der Auftragssumme (inkl. USt.), sofern die Auftragssumme ohne USt. ≥ 250.000 € beträgt.
Mängelanspruchsicherheit: 3 % der Abschlagszahlungen zum Zeitpunkt der Abnahme.
Vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren (i.d.R. Rohbauarbeiten mit Erdarbeiten, Verbau, Wasserhaltung, Beton-/Stahlbetonarbeiten)
Auf Verlangen der Vergabestelle: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung (Hauptunternehmer/ARGE/Nachunternehmer), koordinierte Gewerke sowie Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung