Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Ennepe-Ruhr-Kreis beschafft im Wege einer EU-weiten offenen Ausschreibung die Lieferung, Montage, Installation und Inbetriebnahme eines umfassenden Medientechnik-Systems für sein neues Gefahrenabwehrzentrum (GAZ) in Ennepetal. Die Leistung umfasst die Feinkonzeptionierung inkl. Werk- und Montageplanung, die Lieferung aller Komponenten (zentrale Medientechnik, Leitstelle, Technische Einsatzleitung, Krisenstab, Besprechungs- und Schulungsräume, Foyer, Büros, Uhrenanlage), Programmierung, Inbetriebnahme, Probebetrieb, Schulungen sowie Serviceleistungen und Softwarepflege über 24 Monate.
Der Zuschlag erfolgt auf das wirtschaftlichste Angebot (100 % niedrigster Preis). Angebote sind elektronisch über die Vergabeplattform subreport/ELViS einzureichen. Die Angebotsfrist endet am 05.10.2026 um 11:00 Uhr (MESZ).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Bewertung erfolgt ausschließlich anhand des errechneten Gesamtentgelts (brutto). Das wirtschaftlichste Angebot ist das preislich günstigste Angebot. Die Umsatzsteuer wird mit 19 % angesetzt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenFeinkonzeptionierung und Planung
Erstellung des Feinpflichtenhefts innerhalb von 2 Wochen nach Zuschlag mit Darstellung der geplanten Umsetzung (Quellen/Senken, Bedienung durch Anwender und Administratoren, mechanischer Aufbau der Medienwände inkl. Qualitäten). Freigabe durch den Auftraggeber vor Montagebeginn.
Werk- und Montageplanung (inkl. Konfiguration Videotechnik, Mediensteuerung, Blockschaltbilder, steckeraufgelöste Darstellung), Abgabe bis spätestens 15.01.2027.
3D-CAD-Dokumentation für Medienwände (Möbel-Umrandungen): Vorentwurf und zwei Überarbeitungen.
Lieferung und Montage
Betriebsfertige Lieferung, Verkabelung, Montage, Programmierung und Konfiguration aller Komponenten gemäß Leistungsverzeichnis (GAEB, 69 Gruppen / 153 Positionen), schrittweise entsprechend Montagefortschritt, inkl. Verpackungsentsorgung.
Anbindung an die Gebäudetechnik (KNX) und Bereitstellung potenzialfreier Kontakte für externe Trigger sind sicherzustellen.
Verwendung der bereitgestellten Ausführungsplanung Medientechnik (Anlage 1) als Planungsgrundlage.
Inbetriebnahme, Probebetrieb und Dokumentation
Programmierung, Konfiguration und Inbetriebnahme aller Komponenten inkl. Probebetrieb. Sicherstellung des Probebetriebs der Leitstelle ab 01.04.2027.
Dokumentationsunterlagen in 1-fach Papier und digital: Gerätedokumentation, Installationspläne, Kabellisten, Blockschaltbilder, Schaltpläne, Revisionspläne, Quellcodedateien.
Systemanforderungen (gilt für alle Bereiche)
IP-/netzwerkbasiertes Visualisierungs- und Steuerungssystem mit redundanter Auslegung zentraler Komponenten (gedoppelt, 2 Netzteile).
Bildquellen: HDMI, VGA, H.264-Streams, Software-Capturing; Audio: Stereo/Mono, 3,5 mm Klinke.
Mediensteuerung TCP/IP-basiert, Bedienung über Touchscreen, PC-Arbeitsplätze und Weboberfläche.
Schaltmatrix: mindestens 4 Quellen gleichzeitig auf einer Senke (Quadbild), bis zu 24 Senken zusammenfassbar.
Satelliten-TV: mindestens 8 Programme gleichzeitig.
Videokonferenzsystem herstellerunabhängig, mit Auto-Framing, Speaker-Tracking, Deckenmikrofonen (mind. 8 Personen, Dante-Netzwerk), AES-256-Verschlüsselung.
Datenschutz: ausschließliche Verarbeitung und Speicherung auf lokalen Servern ohne Internetverbindung.
Kostenfreie Updates während der Vertragslaufzeit.
Schulungen, Service und Softwarepflege
Schulungen über ca. 6 Monate ab Installation/Inbetriebnahme der Leitstelle, vor Ort oder im Kreishaus Schwelm, mit ca. 3 Wochen Vorlauf und mindestens 6 Stunden Anwesenheit pro Tag (Medientechnik Gesamtanlage 3 Tage, Medientechnik Schulungsräume 1 Tag).
Softwarepflege und Service für 24 Monate ab Abnahme: Softwaresupport inkl. Updates per Fernwartung, Service-Hotline Mo–Fr 08:00–17:00 Uhr, Vor-Ort-Service IT-Techniker, Fahrtkosten für Servicetermine.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe
Keine zwingenden Ausschlussgründe gemäß § 123 Abs. 1 und 4 GWB (u. a. keine rechtskräftige Verurteilung, keine Geldbuße nach § 30 OWiG, keine Steuerschulden/Sozialversicherungsrückstände).
Keine fakultativen Ausschlussgründe gemäß § 124 Abs. 1 Nr. 1–4 und Nr. 8 GWB sowie § 124 Abs. 2 GWB (u. a. keine schwere Verfehlung bzgl. Integrität, keine wettbewerbswidrigen Vereinbarungen, keine Täuschung, kein Insolvenzverfahren).
Keine Verstöße gegen § 24 LkSG (Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz); Pflicht nur für Unternehmen mit ≥ 1.000 Arbeitnehmern im Inland und keine rechtskräftige Ordnungswidrigkeit mit Geldbuße ≥ 175.000 EUR.
Eigenerklärung zu Art. 5k VO (EU) 833/2014 (Russland-Sanktionen) – gilt auch für Unterauftragnehmer mit >10 % Auftragswert.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Mindestens zwei Referenzen als Eigenerklärung über Planung, Lieferung, Installation und Inbetriebnahme von Medientechniksystemen (inkl. Videoübertragungstechnik und Mediensteuerung). Je Referenz Auftragswert mind. 0,5 Mio. EUR netto, davon mind. 300.000 EUR netto Lieferanteil; Inbetriebnahme zwischen Januar 2023 und Juni 2026; mindestens eine Referenz aus Feuerwehr, Polizei oder einer anderen sicherheitsrelevanten Einrichtung eines öffentlichen Auftraggebers.
Nachweis über personelle und technische Mittel zur qualitätsgerechten Ausführung. Kapazitäten anderer Unternehmen (Unterauftragnehmer etc.) können in Anspruch genommen werden.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung über den Gesamtumsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre (2023, 2024, 2025).
Auf gesonderte Anforderung: Solvenz-Nachweis durch Bilanzen, Bilanzauszüge oder Erklärung eines Wirtschaftsprüfers/Steuerberaters.
Eigenerklärung zur Betriebshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckung 2,0 Mio. EUR für Personen- und Sachschäden (bestehend für Bieter oder Bietergemeinschaftsmitglied); Versicherungsschein auf Anforderung.
Vollständige Übernahme der Leistungen zum Leistungsbeginn muss gewährleistet sein.
Hinweise zu Bietergemeinschaften und Nachforderung
Bei Bietergemeinschaften: Eignungsnachweise können kumulativ erbracht werden, die Ausschlusserklärung ist jedoch von jedem Mitglied einzeln abzugeben; Benennung eines bevollmächtigten Vertreters.
Fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmens- oder leistungsbezogene Unterlagen können innerhalb einer vorgegebenen Frist nachgereicht werden; Nachforderung erfolgt auf Verlangen der Vergabestelle.
Planung, Lieferung, Installation und Inbetriebnahme von Medientechniksystemen (inkl. Videoübertragungstechnik und Mediensteuerung)
Mindestens 1 Referenz muss ein Projekt der Feuerwehr, Polizei oder einer anderen sicherheitsrelevanten Einrichtung eines öffentlichen Auftraggebers betreffen; Nachweis als Eigenerklärung, ggf. mit Kapazitäten anderer Unternehmen (Unterauftragnehmer)