Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) schreibt ein Fachgutachten (wissenschaftliches Review) zu Regelungen und Veröffentlichungen zur Aufschlagrichtung von Flucht- und Notausgangstüren aus.
Ziel ist es zu prüfen, unter welchen Rahmenbedingungen Abweichungen von der EU-Vorgabe 'Aufschlagrichtung nach außen' möglich sind. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für eine mögliche Anpassung der Arbeitsstättenverordnung und für eine Einbringung auf EU-Ebene dienen.
Das Gutachten umfasst eine Erhebung des Stands der Technik, einen internationalen Rechtsvergleich (insbesondere Westeuropa), eine Datenerhebung zur betrieblichen Praxis in Deutschland sowie eine Empfehlungsableitung. Projektlaufzeit ca. 12 Monate (Zuschlag 15.10.2026, Endbericht spätestens 30.10.2027).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Adäquate Beschreibung der wissenschaftlichen Ausgangsbasis des Projekts6%
Wird der Wissensstand ausführlich und nachvollziehbar dargestellt? Bewertet mit 0-5 Punkten, Gewichtung 6.
- Dokumentation der Projektrisiken6%
Ist ein Ersatz durch andere qualifizierte Mitarbeiter möglich? Erbringt der Bieter die Leistung im Wesentlichen selbst oder hauptsächlich durch Nachunternehmer? Bewertet mit 0-5 Punkten, Gewichtung 6.
- Beschreibung/Auswahl der Methoden zur Datengewinnung (Studiendesign)8%
Sind die geplanten Recherche-Methoden der Aufgabenstellung angemessen? Bewertet mit 0-5 Punkten, Gewichtung 8.
- Finanzplan4%
Ist der Finanzplan realistisch und detailliert genug, so dass die Kostenzuweisung zu einzelnen Arbeitspaketen nachvollziehbar ist? Bewertet mit 0-5 Punkten, Gewichtung 4.
Z = WP / L, wobei WP = Wertungspreis (netto, bei unterschiedlichen MwSt-Sätzen brutto) und L = Leistungspunktzahl des Angebots. Das wirtschaftlichste Angebot hat die kleinste Zuschlagskennzahl Z.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAuftragsgegenstand und Zielsetzung
Erstellung eines Fachgutachtens (Review) zu Regelungen und Veröffentlichungen zur Aufschlagrichtung von Fluchttüren, insbesondere Notausgangstüren.
Ziel: Erkenntnisse zu Rahmenbedingungen für die Unbedenklichkeit möglicher Abweichungen von der EU-Vorgabe 'Aufschlagrichtung nach außen' zu erarbeiten.
Die Ergebnisse sollen als Grundlage für eine mögliche Anpassung der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und für eine Einbringung auf EU-Ebene dienen.
Bearbeitungsschritte (sechs Arbeitspakete)
1. Stand der Technik und wissenschaftliche Studien: Erhebung zu Aufschlagrichtung von Flucht-/Notausgangstüren und zu Gefährdungen bei Entfluchtung (Gebäude allgemein sowie Arbeitsstätten).
2. Internationaler Rechtsvergleich: Anforderungen in Vorschriften/Regelungen des Arbeitsschutz- und Baurechts, insbesondere Westeuropa (EU-Staaten, UK, Schweiz). Erkenntnisgrundlagen herausarbeiten, Abweichungen von der strikten EU-Vorgabe und Bestandsschutzregelungen darstellen.
3. Datenerhebung betriebliche Praxis Deutschland: Exemplarische Befragung von Unfallversicherungsträgern, Arbeitsschutzbehörden und LASI AG 2; Unfallgeschehen erfassen.
4. Systematisierung: Auswertung der Schritte 1–3, Darstellung von Wissenslücken, Einschätzung zu weiterem Forschungsbedarf. Ergebnis ist der Zwischenbericht.
5. Empfehlungsableitung: Vorschläge zur Anpassung der ArbStättV hinsichtlich Rahmenbedingungen/Kriterien für Abweichungen; ggf. Forschungsbedarf benennen.
6. Endbericht und Publikation: Erstellung des internen Endberichts sowie publikationsfähiger Zusammenfassungen.
Abstimmungs- und Berichtspflichten
Abstimmung mit der BAuA, Fachgruppe 2.6a (Standort Dresden):
Liefergegenstände und Format
Im Projektverlauf und nach Abschluss zu liefern:
Projektlaufzeit und Erfüllungsort
Projektbeginn mit Zuschlagserteilung, geplant spätestens am 15.10.2026. Projektlaufzeit ca. 12 Monate. Spätester Abgabetermin für das finale Gutachten: 30.10.2027.
Erfüllungsort für die Leistung: BAuA, Fabricestraße 8, 01099 Dresden (Fachgruppe 2.6a 'Arbeitsstätten').
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFormale Anforderungen
Vollständiger, form- und fristgerechter Eingang des Angebots ist Voraussetzung. Vorlage der Eigenerklärungen gemäß Anlage 6 (allgemeine Eigenerklärungen) und Anlage 7 (Russland-Sanktionen) ist erforderlich.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Gefordert werden:
Geeignete Auftragnehmer sind z. B. wissenschaftliches Personal von Hochschulen, Instituten oder Forschungseinrichtungen oder vergleichbare Fachleute aus dem gewerblichen Bereich. Für juristische Personen sind zusätzlich Namen und berufliche Qualifikation der für die Ausführung verantwortlichen Personen anzugeben.
Erforderliche Fachgebietskenntnisse: Arbeitsstättenrecht, Bauordnungsrecht und Gebäudeentfluchtung.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Erforderlich, nachzuweisen über Eigenerklärung. Vor Zuschlagserteilung fordert die Vergabestelle vom vorgesehenen Bieter innerhalb von maximal 4 Werktagen den Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung bzw. eine Erklärung zur Berufshaftpflichtversicherung an.
Hinweise zur Eignungsprüfung
Die Eignung wird auf Grundlage der eingereichten Nachweise und Angaben geprüft. Das Fehlen erforderlicher Eignungsnachweise führt zum Ausschluss vom Verfahren. Ein Unternehmen gilt als geeignet, wenn zu erwarten ist, dass es die Leistung vertragsgemäß ausführen wird.
Zuschlagskriterium: Wirtschaftlichstes Angebot nach Preis-Leistungs-Verhältnis (Bewertungskriterien siehe Anlage 5).
Erfahrungen mit Projekten ähnlichen Umfangs nachgewiesen durch Referenzen und Veröffentlichungen
Fachgebiete Arbeitsstättenrecht, Bauordnungsrecht und Gebäudeentfluchtung