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FE 06.0127/2026/BGB - Schaffung eines performancebasierten Bewertungshintergrundes für das Schüttel-Abriebverfahren nach TP Gestein-StB, Teil 6.6.3

Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen | Bundeskartellamt | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)Bergisch Gladbach, Nordrhein-WestfalenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: abgelaufen

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) sucht einen Auftragnehmer für ein Forschungsprojekt zur Schaffung eines performancebasierten Bewertungshintergrundes für das Schüttel-Abriebverfahren nach TP Gestein-StB, Teil 6.6.3.

Worum es geht: Bei feinen Gesteinskörnungen (Füller) im Asphalt soll geprüft werden, wie empfindlich diese gegenüber Wasser sind. Dafür wird ein wissenschaftlich fundierter Bewertungshintergrund entwickelt, der später in das technische Regelwerk (TP Gestein-StB, TL Gestein-StB) einfließen soll. Hintergrund ist die geplante Aufnahme der Wasserempfindlichkeitsprüfung in den europäischen CPR-Acquis-Prozess durch die D-A-CH-Länder.

Was zu tun ist: Das Vorhaben umfasst 7 Arbeitspakete – von Literaturstudie über Expertenbefragungen (Delphi-Methode mit mind. 10 Prüfinstituten), Verfahrensoptimierung, Prüfung von mind. 20 Gesteinskörnungen bis hin zum fertigen Bewertungshintergrund inklusive Empfehlungen.

Rahmenbedingungen:

Offenes Verfahren, einheitlicher Auftrag (keine Lose)Geschätzter Auftragswert: ca. 252.100 EURProjektlaufzeit: 24 MonateBudgetgrenze: max. 300.000 EUR bruttoAngebotsfrist: 20.07.2026, 06:00 UhrLeistungsort: Bergisch GladbachAusschließlich elektronische Angebotsabgabe über die e-Vergabe-Plattform
Ausschreibung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Die Angebotsfrist ist abgelaufen.
HEUTE
Termin / FristJUN2026 SEP DEZ MÄR JUN SEP DEZ MÄR JUN SEP
Veröffentlichungca. 9. Juni 2026
Bieterfragen-Fristca. 14. Juli 2026
Angebotsfrist20. Juli 2026
Angebotsöffnung20. Juli 2026
Rügeobliegenheit20. Juli 2026
Bindefrist20. Juli – 20. Okt. 2026
Nachprüfungsantragca. 20. Juli – 19. Nov. 2026
Vorinformation Zuschlagca. 21. Okt. – 19. Nov. 2026
Bekanntmachung vergebener Auftragca. 1. Nov. – 15. Dez. 2026
Vertragsbeginnca. 1. Nov. 2026
Vertragslaufzeitca. 1. Nov. 2026 – 1. Nov. 2028
Kündigungsfristca. 1. Nov. 2026 – 1. Nov. 2030bis 2030
Vorlage Entwurf Schlussberichtca. 1. Aug. 2028
Vertragsendeca. 1. Nov. 2028
Vertraulichkeitspflichtca. 1. Nov. 2028 – 1. Nov. 2033bis 2033
Erstveröffentlichungsrecht Auftraggeberinca. 1. Nov. 2028 – 1. Mai 2030bis 2030
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Richtwertmethode3 Kriterien
  • Projektkonzeption - methodische Ausgestaltung der Arbeitspakete 1 bis 7500%

    Bewertet wird die Projektkonzeption im Hinblick auf die Planung der methodischen Ausgestaltung der einzelnen Arbeitspakete 1 bis 7. Maximal 10 Punkte pro Unterkriterium multipliziert mit Gewichtungsfaktor 50.

  • Prüfkonzept zur Schaffung des Bewertungshintergrundes300%

    Bewertet wird das Prüfkonzept zur Schaffung des Bewertungshintergrundes. Maximal 10 Punkte multipliziert mit Gewichtungsfaktor 30.

  • Projektorganisation (Ressourcenplanung und Zeitplanung)200%

    Bewertet wird die Projektorganisation im Hinblick auf die Angemessenheit der Ressourcenplanung und der Zeitplanung für die einzelnen Arbeitsschritte/-pakete. Unterkriterien werden gleich gewichtet. Maximal 10 Punkte multipliziert mit Gewichtungsfaktor 20.

Leistungsquotient = Gewichtete Leistungspunkte / Bewertungspreis x 1.000. Die gewichteten Leistungspunkte werden aus 3 qualitativen Kriterien mit Gesamtwertung von 1.000 Punkten ermittelt (Punkteskala 0/2,5/5/7,5/10 multipliziert mit Gewichtungsfaktor). Bewertungspreis = Netto-Angebotspreis zzgl. 19% Umsatzsteuer. Zuschlag auf Angebot mit höchstem Leistungsquotienten.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien mit Gewichtung (50/30/20, Gesamt 1.000 Punkte) und Bewertungsformel (Leistungsquotient = Leistungspunkte/Bewertungspreis x 1.000) sind vollständig dokumentiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Forschungsziel und Hintergrund

Gegenstand ist die wissenschaftliche Untersuchung der Wasserempfindlichkeit von Fremdfüller und Eigenfüller feiner Gesteinskörnungen im Asphalt.

Die Forschungsergebnisse sollen unmittelbar in das technische Regelwerk (TP Gestein-StB, TL Gestein-StB) einfließen. Hintergrund ist die geplante Einbringung der Wasserempfindlichkeitsprüfung in den europäischen CPR-Acquis-Prozess durch die D-A-CH-Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz).

Der Auftragnehmer erhält alle ausschließlichen Nutzungsrechte an den FE-Ergebnissen, sofern vertraglich nicht anders geregelt.

Arbeitspakete AP 1 bis AP 7

AP 1 – Literaturstudie:

Recherche des internationalen Stands der Wissenschaft und TechnikAnalyse relevanter Forschungsprojekte und DissertationenEinbeziehung der FGSV-Datensammlung (u. a. Ergebnisse des Schüttel-Abriebverfahrens am Marshall-Probekörper)

AP 2 – Expertenbefragung:

Geräteaudit zu Spezifika verschiedener Prüfgeräte und ArbeitsweisenFokus: Probekörperherstellung und SchüttelzylinderMethode: Delphi-Befragung mit mindestens 10 Prüfinstituten aus Deutschland, Österreich und Schweiz

AP 3 – Optimierung des Prüfverfahrens:

Überarbeitung der PrüfgerätespezifikationPräzisierung der PrüfprozedurVorlage für die Überarbeitung der TP Gestein-StB, Teil 6.6.3

AP 4 – Evaluierung der Optimierung:

Vergleichende Untersuchungen mit drei weiteren PrüfinstitutenMindestens drei repräsentative feine GesteinskörnungenProben einer Charge pro Prüfstelle

AP 5 – Stichprobencharakterisierung:

Schüttelabrieb an mindestens 20 feinen Gesteinskörnungen bestimmenRepräsentative Auswahl nach Schüttelabriebwert und MineralogieNatürliche Gesteinskörnungen und mineralische ErsatzbaustoffeAusreichende Beschaffungsmengen berücksichtigen

AP 6 – Erstellung des Bewertungshintergrundes:

Performancebasierter BewertungshintergrundDetaillierter Prüfungsablauf:

1. Probekörperlagerung in 20 °C warmem destillierten Wasser mit Vakuum

2. Überführung in 50 °C warmes Wasser für (30 ± 6) Stunden

3. Lagerung bei Raumtemperatur für 48 Stunden

4. Einaxialer Zugversuch nach TP Asphalt-StB, Teil 46 A

AP 7 – Auswertung und Empfehlungen:

Performancebasierten Bewertungshintergrund definierenAnpassungsbedarf am technischen Regelwerk darstellen

Dokumentation und Berichtspflichten

Während der Projektdurchführung sind folgende Berichte zu erstellen:

Projektplan (mit dem Angebot vorzulegen)Sachstandsberichte gemäß Zeitplan sowie auf Anforderung der AuftraggeberinZwischenberichte (bis zu 5 Stück) im Stil des finalen SchlussberichtsEntwurf des Schlussberichts mindestens 3 Monate vor ProjektendeFinale Schlussberichtsunterlagen:Wissenschaftlicher Schlussbericht (deutsch)Kurzbericht deutsch (max. 5 Seiten)Kurzbericht englisch (max. 5 Seiten)Englische Kurzfassung (max. 5.000 Zeichen)Deutsche Kurzfassung (max. 5.000 Zeichen)

Alle Berichte sind gemäß der BASt-Formatvorlage (Anlage 3 zum Vertrag) zu erstellen – inkl. Literatur-, Bild- und Tabellenverzeichnis, einheitlichem Zitationsstil, Alternativtexten für Bilder und Barrierefreiheit.

Ergebnisübergabe und Datenbereitstellung

Folgende Ergebnisse und Daten sind der BASt zu übergeben:

Schriftliche Ausarbeitung (Entwurf-Schlussbericht, Kurzfassung, Abstract, Kurzbericht, Summary) – jeweils in editierbarem Format und als PDFAnlagen, Bilder (Original-Dateien), Tabellen (editierbar)Daten inkl. Metadaten, Datenmodelle, DateiformateSoftware inkl. Quellcode (falls angefallen)Dokumentation aller verwendeten Bibliotheken, Lizenzen und vorbestehenden TeileModelle, Versuchsdaten, Zwischenstände, ValidierungsunterlagenMetadatenbeschreibung für die übergebenen Daten

Alle Ergebnisse müssen so bereitgestellt werden, dass fachkundige Dritte sie nachvollziehen und die BASt sie weiterentwickeln kann.

Organisatorische Anforderungen

Startbesprechung: Unmittelbar nach Projektbeginn, online.

Betreuungskreis: Teilnahme und Protokollführung bei Sitzungen (in der BASt in Bergisch Gladbach oder online).

Projektplan: Erstellung und laufende Pflege eines umsetzbaren Projektplans.

Abstimmung: Kontinuierliche Abstimmung mit der Auftraggeberin (BASt).

Preisgestaltung: Es wird ein Festpreis (Projektpreis) angestrebt. Falls kein Marktpreis ermittelbar, erfolgt die Preisbildung nach VO PR 30/53.

Leistungsort: Bergisch Gladbach (51427), DEA2B, Deutschland.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung

Es werden keine Anforderungen an die Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung gestellt (§ 44 VgV).

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Bankerklärung: Aktuelle Bankerklärung, nicht älter als 3 Monate ab Ausstellungsdatum. Öffentliche Körperschaften können alternativ eine Eigenerklärung abgeben.

Berufs- bzw. Betriebshaftpflichtversicherung: Nachweis einer Versicherung für Personen-, Vermögens- und Sachschäden in geeigneter Höhe, gültig über die Gesamtlaufzeit des Forschungsvorhabens. Alternativ: Eigenerklärung zur Verpflichtung im Zuschlagfall.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

Referenzen (siehe Referenzprojekte):

Mind. 2 abgeschlossene Referenzprojekte zu Gesteinskörnungen im Straßenbau (letzte 5 Jahre)Mind. 1 abgeschlossenes Referenzprojekt zum Schüttel-Abriebverfahren nach TP Gestein-StB, Teil 6.6.3 (letzte 10 Jahre)

Technische Ausstattung (Eigenerklärung Nr. 1):

Schüttel-Abriebverfahren nach TP Gestein-StB, Teil 6.6.3Wasserempfindlichkeit von Asphalt-Probekörpern nach TP Asphalt-StB, Teil 12Einaxialer Zugversuch und Abkühlversuch nach TP Asphalt-StB, Teil 46 A

Ausschlussgründe (§§ 123, 124 GWB)

Es dürfen keine Ausschlussgründe vorliegen:

Zwingende Ausschlussgründe (§ 123 GWB):

Keine rechtskräftige Verurteilung wegen schwerer Straftaten (z. B. Mitgliedschaft in krimineller Vereinigung, Terrorismusfinanzierung, Geldwäsche, Betrug, Subventionsbetrug, Bestechung, Menschenhandel)Keine Geldbuße nach § 30 OWiGErfüllung der Verpflichtung zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen

Fakultative Ausschlussgründe (§ 124 GWB):

Keine Verstöße gegen Schwarzarbeits-, Arbeitnehmerentsende-, Aufenthalts- oder MindestlohngesetzKeine wettbewerbsbeschränkenden VereinbarungenKein Interessenkonflikt oder WettbewerbsverzerrungKeine mangelhafte Auftragserfüllung bei früheren AufträgenKeine Täuschung oder zurückgehaltene AuskünfteKeine unzulässige Einflussnahme auf Vergabeentscheidung

Insolvenz (§ 124 Abs. 1 Nr. 2 GWB) – letzte 3 Jahre:

Nicht zahlungsunfähig, kein Insolvenzverfahren eröffnet/beantragt, nicht in Liquidation, Tätigkeit nicht eingestellt

Ab Auftragswert 30.000 EUR: Auszug aus dem Gewerbezentralregister wird angefordert (Abfrage durch Vergabestelle beim Bundeskartellamt).

EU-Sanktionen (Art. 5k VO (EU) 2022/576)

Der Bieter (sowie alle Mitglieder von Bietergemeinschaften und Unterauftragnehmer/Lieferanten, auf die mehr als 10 % des Auftragswerts entfällt) darf nicht zu folgenden Personen/Unternehmen gehören:

Russische Staatsangehörige oder in Russland niedergelassene natürliche/juristische PersonenJuristische Personen, deren Anteile zu mehr als 50 % von den o. g. gehalten werdenPersonen, die im Namen oder auf Anweisung der o. g. handeln

Diese Zusicherung gilt auch während der gesamten Vertragslaufzeit.

Besondere Anforderungen für Universitäten/Forschungseinrichtungen

Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen müssen zusätzlich eine Garantieerklärung zur Vermeidung unzulässiger Beihilfen und Quersubventionierungen abgeben (Vergabeunterlage Nr. 5).

Zuschlagskriterien und Wertung

Eignungsschwelle (muss erreicht werden):

Mindestens 'ausreichend' (4) in jedem ZuschlagskriteriumMindestens 500 von 1.000 gewichtete Gesamtpunkte

Zuschlagskriterien mit Gewichtung:

| Kriterium | Gewichtung |

|---|---|

| 1. Projektkonzeption (methodische Ausgestaltung der Arbeitspakete 1–7) | 50 |

| 2. Prüfkonzept zur Schaffung des Bewertungshintergrundes | 30 |

| 3. Projektorganisation (Ressourcen- und Zeitplanung) | 20 |

Wirtschaftlichstes Angebot: Leistungsquotient = (Gewichtete Leistungspunkte / Bewertungspreis) × 1.000

Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt.

Referenzprojekte
mindestens 2 abgeschlossene Referenzprojekte ReferenzenZeitraum: aus den letzten 5 Jahren

Kenntnisse und Erfahrungen in der Bearbeitung von Fragestellungen zur Verwendung von Gesteinskörnungen im Straßenbau

Nachweis durch Referenzliste 1 (Vergabeunterlage Nr. 4a)

mindestens 1 abgeschlossenes Referenzprojekt ReferenzenZeitraum: aus den letzten 10 Jahren

Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich des Schüttel-Abriebverfahrens nach TP Gestein-StB, Teil 6.6.3

Nachweis durch Referenzliste 2 (Vergabeunterlage Nr. 4a)

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 37%4–10 · 50%11+ · 14%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 28 erledigt
Verwaltungs- und Angebotsunterlagen
Eignungsnachweise – wirtschaftlich/finanziell
Eignungsnachweise – technisch/Referenzen
Eignungsnachweise – Ausschlussgründe & Sanktionen
Angebotsinhalt – Vorhabensbeschreibung & Konzepte
Mindestanforderungen (Ausschluss bei Nichterfüllung)
Bietergemeinschaft & Unterauftragnehmer
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen | Bundeskartellamt | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Anschrift
51427 Bergisch Gladbach
Ort
51427 Bergisch Gladbach
Kategorie
Nordrhein-Westfalen
Auftragsvolumen
252.000 €
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
www.bast.de

Erfüllungsort

Ort der Leistung
51427 Bergisch Gladbach
Nordrhein-Westfalen

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