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FE 08.0283/2026/BCG - Einfluss verschiedener AKR-Prüfzementchargen auf die statistische Verteilung von Dehnungen im Schnellprüfverfahren mit verschiedenen Gesteinskörnun-gen

Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen | BundeskartellamtBergisch Gladbach, Nordrhein-WestfalenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 11 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Kurzbeschreibung

Die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) sucht ein Forschungs- und Entwicklungsteam für ein Projekt im Bereich Betonstraßenbau.

Worum geht es?

Der bisher für die AKR-Prüfung (Alkali-Kieselsäure-Reaktion) verwendete Zement ist seit Ende 2024 nicht mehr lieferbar. Erste Tests mit dem Nachfolgezement zeigen abweichende Ergebnisse. Nun soll untersucht werden, wie verschiedene Zementchargen die Messergebnisse im Schnellprüfverfahren beeinflussen – und es sollen verbindliche Qualitätsanforderungen für künftige Prüfzemente definiert werden.

Was ist zu tun?

Literaturrecherche und MaterialbeschaffungMaterialcharakterisierung von Zement und GesteinskörnungenLaborprüfungen (Schnellprüfverfahren und Mörtelschnelltest) mit unterschiedlichen Zement-/GesteinskombinationenStatistische Auswertung der DehnungsergebnisseErarbeitung von Anforderungskriterien für künftige Prüfzement-ChargenErstellung von Berichten (Zwischenberichte, Schlussbericht, Kurzfassung)

Kostenrahmen: Maximal 200.000 € brutto

Laufzeit: 48 Monate ab Projektstart

Erfüllungsort: Bergisch Gladbach

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 11 Tage bis zur Angebotsfrist — 06. August 2026
HEUTE
Termin / FristJUN2026 DEZ JUN DEZ JUN DEZ JUN DEZ JUN DEZ JUN DEZ
Veröffentlichung9. Juni 2026
Unterlagen zuletzt aktualisiert10. Juni 2026
Bieterfragen-Fristca. 31. Juli 2026
Rügefrist (§ 107 Abs. 2 GWB)ca. 6. Aug. 2026
Angebotsfrist6. Aug. 2026
Angebotsöffnung6. Aug. 2026
Angebotsgültigkeit6. Aug. – 5. Nov. 2026
Bindefrist6. Aug. – 5. Nov. 2026
Vorinformation Nichtberücksichtigungca. 6. Aug. 2026
Zuschlagca. 5. Nov. 2026
Vertragsabschlussca. 5. Nov. 2026
Nachprüfungsantrag (§ 160 III GWB)ca. 5. Nov. – 5. Dez. 2026
Vertragsbeginnca. 5. Nov. 2026
Vertragslaufzeitca. 5. Nov. 2026 – 5. Nov. 2030
Bekanntmachung vergebener Auftragca. 5. Dez. 2026
Vertragsendeca. 5. Nov. 2030
Vertraulichkeitspflichtca. 5. Nov. 2030 – 5. Nov. 2035bis 2035
Schlussrechnungca. 5. Jan. 2031
Erstveröffentlichungsrecht Auftraggeberca. 5. Mai 2032
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Richtwertmethode3 Kriterien
  • Problemverständnis im Hinblick auf das Problemfeld20%

    Verständnis und Darstellung des aktuellen Forschungsstandes sowie des Regelwerks zur Vermeidung einer betonschädigenden AKR; die Zielsetzung in Tiefe und Breite erfasst und in eigenen Worten dargestellt

  • Projektkonzeption60%

    Schlüssige und zielführende Planung des Untersuchungsprogramms sowie die geplante Vorgehensweise für die Erarbeitung von Lösungsansätzen

  • Projektorganisation20%

    Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Angemessenheit des Sachmittel- und Personaleinsatzes sowie der Zeitplanung für die einzelnen Arbeitsschritte/-pakete

Leistungsquotient = Leistungspunktzahl / Bewertungspreis × 1.000. Die Leistungspunktzahl ergibt sich aus der Bewertung der qualitativen Kriterien (0/2,5/5/7,5/10 Punkte), multipliziert mit dem Gewichtungsfaktor, summiert auf 1.000 gewichtete Gesamtpunkte. Der Bewertungspreis entspricht dem Netto-Angebotspreis zzgl. Umsatzsteuer. Der Zuschlag wird auf das Angebot mit dem höchsten Leistungsquotienten erteilt.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien mit Gewichtungen und Bewertungsformel (Richtwertmethode mit Leistungsquotient) sind vollständig dokumentiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Projektrahmen und Organisation

Erfüllungsort: Bergisch Gladbach (Leistungen werden beim Auftragnehmer erbracht, Abstimmung mit der BASt).

Kostenrahmen: Gesamtentgelt maximal 200.000 € brutto (inkl. aller Nebenkosten).

Projektlaufzeit: 48 Monate ab Projektstart.

Berichtspflichten:

Sachstands- und Zwischenberichte gemäß ZeitplanEntwurf des Schlussberichts mindestens 3 Monate vor ProjektendeFinale Schlussberichtsunterlagen zum Projektende (dieser Meilenstein umfasst mind. 5 % der Angebotssumme)Schlussbericht, max. 5-seitiger Kurzbericht und max. 5.000 Zeichen umfassende Kurzfassung – Kurzbericht und Kurzfassung zusätzlich in englischer SpracheVollständige, nachvollziehbare und strukturierte Dokumentation der FE-Ergebnisse

Projektorganisation:

Startbesprechung und regelmäßige BetreuungskreissitzungenQualitätsmanagementÜbergabe aller FE-Ergebnisse (schriftlich, Daten inkl. Metadaten, Modelle, Validierungsunterlagen)Nutzungsrechte gehen ausschließlich an die Auftraggeberin (BASt)Eigenständige Durchführung nach anerkannten wissenschaftlichen Methoden unter Beachtung des Stands der Wissenschaft und TechnikEinhaltung des DFG-Kodex 'Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis'

Fachliche Aufgabenstellung – Hintergründe

Ausgangslage:

Die Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) ist eine schädigende Reaktion im Beton, die bei Fahrbahndecken zu Rissen führen kann. Zur Bewertung der AKR-Empfindlichkeit von Gesteinskörnungen wird ein genormtes Schnellprüfverfahren eingesetzt.Der bisher vorgeschriebene AKR-Prüfzement CEM I 32,5 R ist seit Ende 2024 nicht mehr lieferbar; die Umstellung auf den Nachfolger CEM I 42,5 R ist erforderlich.Erste Vergleichsversuche zeigen, dass mit CEM I 42,5 R andere Ergebnisse im Schnellprüfverfahren erzielt werden als mit früheren CEM I 32,5 R-Lieferchargen.

Übergeordnetes Ziel:

Verbindliche Anforderungskriterien für zukünftige Prüfzement-Chargen definieren, um vergleichbare und zuverlässige Prüfergebnisse sicherzustellen.

Arbeitspakete (AP 1 bis AP 5)

AP 1 – Literatur und Materialbeschaffung

LiteraturrechercheBeschaffung der AKR-Prüfzementchargen (verschiedene Zusammensetzungen, Hersteller, Chargennummern)Beschaffung der Gesteinskörnungen, inkl. der AKR-Referenzgesteinskörnung des VDZ sowie Splitte

AP 2 – Materialcharakterisierung

Zement: physikalische und mechanische Eigenschaften, chemische Zusammensetzung, Na₂O-Äquivalent, HydroxidionenkonzentrationGesteinskörnungen: petrografische und mineralogische Charakterisierung

AP 3 – Schnellprüfverfahren

Schnellprüfverfahren gemäß TP B-StB 1.1.11Mörtelschnelltest gemäß TP B-StB 1.1.12Verschiedene Kombinationen aus Zementchargen und Gesteinskörnungen (gewaschen und ungewaschen)Testung mit AKR-Referenzgesteinskörnung des VDZ sowie mit Splitten

AP 4 – Definition von Anforderungen an künftige Prüfzemente

Identifikation der spezifischen Zementeigenschaften, die die Dehnungsentwicklung im Schnellprüfverfahren maßgeblich bestimmenFestlegung kritischer Parameter und Grenzwerte für einen zukünftigen einheitlichen AKR-Prüfzement

AP 5 – Berichterstattung

Statistische Auswertung der Dehnungsergebnisse (Verteilungsanalyse, Varianzuntersuchung)Zusammenfassung der Forschungsergebnisse in BerichtformGgf. Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Prüfpraxis

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung

Es werden keine Anforderungen an die Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung gestellt.

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Aktuelle Bankerklärung (nicht älter als 3 Monate). Körperschaften des öffentlichen Rechts können alternativ eine Eigenerklärung abgeben.Berufs- bzw. Betriebshaftpflichtversicherung in geeigneter Höhe, die die Gesamtlaufzeit des Forschungsprojekts abdeckt (Personen-, Vermögens- und Sachschäden). Alternativ Eigenerklärung, dass die Versicherung im Zuschlagsfall abgeschlossen wird.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (Referenzen)

Nachgewiesen werden muss Erfahrung in drei Bereichen:

1. Forschung im Bereich Baustoffe – AKR im Betonstraßenbau sowie Kenntnis der Alkali-Richtlinie des DAfStB: mindestens 2 Referenzprojekte aus den letzten 3 Jahren.

2. Normgerechte Prüfung von Gesteinskörnungen und Zementen: mindestens 3 Referenzprojekte aus den letzten 3 Jahren.

3. Erstellung wissenschaftlicher Berichte und Dokumentation komplexer ingenieurwissenschaftlicher Sachverhalte: mindestens 2 unterschiedliche Referenzprojekte aus den letzten 5 Jahren.

Pro Referenz sind Projektnummer/-titel, Projektlaufzeit, Kurzdarstellung des Inhalts, Projektvolumen, Auftraggeber und Auftragnehmer anzugeben.

Für Bietergemeinschaften gelten reduzierte Anforderungen: nur Referenzlisten 1 und 2 (mindestens von dem Mitglied, dessen Kapazitäten eingesetzt werden).

Ausschlussgründe

Eigenerklärung nach §§ 123, 124 GWB (zwingende und fakultative Ausschlussgründe): u. a. keine Verurteilungen wegen Straftaten wie Betrug, Bestechung, Geldwäsche, Terrorismus; keine schwerwiegenden Verstöße gegen Steuern, Sozialversicherungen, Schwarzarbeitsbekämpfung oder Mindestlohn; keine wesentliche mangelhafte Erfüllung früherer öffentlicher Aufträge; keine kartellrechtlichen Absprachen oder Interessenkonflikte.Eigenerklärung zur Umsetzung von Artikel 5k der Verordnung (EU) 2022/576 (Russland-Sanktionen).Ab einem Auftragswert von 30.000 € holt die BASt einen Auszug aus dem Wettbewerbsregister ein (vormals Gewerbezentralregister).

Sonderfall Universitäten und Forschungseinrichtungen

Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen müssen zusätzlich eine Garantieerklärung zur Vermeidung unzulässiger Beihilfen und Quersubventionen abgeben. Darin wird bestätigt, dass eine ordnungsgemäße Trennungsrechnung zwischen wirtschaftlichen und nicht-wirtschaftlichen Tätigkeiten erfolgt und das Angebot auf Vollkostenbasis kalkuliert wurde (Grundlage: Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation).

Bearbeitungsteam und wissenschaftliche Praxis

Benennung des Bearbeitungsteams mit Schlüsselpersonen (Projektleitung, leitende Wissenschaftler, spezialisierte Fachkräfte). Ein Wechsel dieser Personen ist nur mit vorheriger Zustimmung der BASt zulässig.Verpflichtung zur Einhaltung des DFG-Kodex 'Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis'.Falls KI-Systeme eingesetzt werden: Nachweis der Qualitätssicherung und menschlichen Überprüfung; bei sicherheitskritischen Anwendungen oder Verarbeitung personenbezogener Daten ist die vorherige Zustimmung der BASt erforderlich.

KMU-Eigenerklärung

Von allen Bietern (auch Bietergemeinschaften) ist die KMU-Eigenerklärung (Vergabeunterlage Nr. 8) auszufüllen. Sie dient statistischen Zwecken und ordnet das Unternehmen einer der Kategorien 1–7 zu (Handwerk, Industrie, Einzelhandel, Großhandel, sonstiges Gewerbe, freier Beruf, Kooperation). Anhand der Größenkriterien (Beschäftigtenzahl und Jahresumsatz) wird der KMU-Status festgestellt.

Vorläufiger Eignungsnachweis

Anstelle der einzelnen Eignungsnachweise kann die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) eingereicht werden. Fehlende Nachweise können auf Anforderung nachgereicht werden. Unvollständige Angebote können vom Auftraggeber vom Verfahren ausgeschlossen werden, ohne dass Nachforderungen erfolgen.

Referenzprojekte
2 ReferenzenZeitraum: letzte 3 JahreVolumen: nicht spezifiziert

Forschungserfahrung im Bereich Baustoffe – AKR im Betonstraßenbau sowie Alkali-Richtlinie des DAfStB

Referenzliste 1 mit Angabe von Projektnummer/-titel, Laufzeit, Kurzdarstellung, Auftragswert, Auftraggeber, Auftragnehmer

3 ReferenzenZeitraum: letzte 3 JahreVolumen: nicht spezifiziert

Normgerechte Prüfung von Gesteinskörnungen und Zementen

Referenzliste 2 mit Angabe von Projektnummer/-titel, Laufzeit, Kurzdarstellung, Auftragswert, Auftraggeber, Auftragnehmer

2 ReferenzenZeitraum: letzte 5 JahreVolumen: nicht spezifiziert

Erstellung wissenschaftlicher Berichte und Dokumentation komplexer ingenieurwissenschaftlicher Sachverhalte

Referenzliste 3 mit Angabe von Projektnummer/-titel, Laufzeit, Kurzdarstellung, Auftragswert, Auftraggeber, Auftragnehmer

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 42%4–10 · 31%11+ · 27%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 28 erledigt
Teilnahme am Vergabeverfahren
Angebotsunterlagen (Vergabeunterlage Nr. 2)
Eignungsnachweise – wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Eignungsnachweise – technische und berufliche Leistungsfähigkeit (Referenzlisten)
Eignungsnachweise – Ausschlussgründe und Integrität
Zusätzliche Erklärungen bei Bietergemeinschaften
Zusätzliche Erklärungen bei Unterauftragnehmern
Bearbeitungsteam und wissenschaftliche Praxis
Bieterfragen
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen | Bundeskartellamt
Anschrift
51427 Bergisch Gladbach
Ort
51427 Bergisch Gladbach
Kategorie
Nordrhein-Westfalen
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
www.bast.de

Erfüllungsort

Ort der Leistung
51427 Bergisch Gladbach
Nordrhein-Westfalen

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