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FE15.0746/2026/CRB-Analyse der Schutzdauer der Beschichtungssysteme nach dem modularisierten Blatt 100

Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen | BundeskartellamtBergisch Gladbach, Nordrhein-WestfalenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 36 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) sucht einen Auftragnehmer für ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.

Worum es geht:

Im neuen modularisierten Blatt 100 (April 2024) wurde für Korrosionsschutz-Beschichtungen eine Schutzdauer von mindestens 50 Jahren unter besonders aggressiven Bedingungen (Korrosivitätskategorie C5) festgelegt. Diese Annahme beruht bisher auf Erfahrungswerten – nicht auf wissenschaftlichen Laboruntersuchungen.

Was zu tun ist:

Der Auftragnehmer soll prüfen, ob die verschärften Prüfanforderungen tatsächlich zu einer 50-jährigen Schutzdauer führen. Dazu gehören:

Vergleich und Bewertung von mindestens zwei Prüfmethoden (u. a. elektrochemische Impedanzspektroskopie)Laboruntersuchungen an Beschichtungssystemen nach Blatt 87 und Blatt 100 Modul AAufbau und Betreuung einer Langzeit-Auslagerung von Proben über mehrere Jahrzehnte (erste Probenentnahme nach 3 Jahren, weitere nach 9, 15, 25 und 53 Jahren)Dokumentation in Berichten und wissenschaftlichen Veröffentlichungen

Verfahren: Offenes Verfahren, Angebotsabgabe bis 15.10.2026

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 36 Tage bis zur Angebotsfrist — 15. Oktober 2026
HEUTE
Termin / FristAUG2026 FEB AUG FEB AUG FEB AUG FEB AUG FEB AUG FEB AUG FEB AUG FEB AUG FEB AUG
Veröffentlichung20. Aug. 2026
Bieterfragen-Frist9. Okt. 2026
Angebotsfrist15. Okt. 2026
Angebotsöffnung15. Okt. 2026
Bindefrist15. Okt. 2026 – 14. Jan. 2027
Vertragsbeginnca. 15. Jan. 2027
Vertragslaufzeitca. 15. Jan. 2027 – 15. Jan. 2029
Ausführungsbeginnca. 15. Jan. 2027
Outdoor-Exposition max.ca. 15. Jan. 2027 – 15. Jan. 2080bis 2080
Vertraulichkeitspflichtca. 15. Jan. 2027 – 15. Jan. 2034
Verlängerung 1ca. 15. Jan. 2029 – 15. Jan. 2031
Projektendeca. 15. Jan. 2029
Erste Probenentnahmeca. 15. Jan. 2030
Zweite Probenentnahmeca. 15. Jan. 2036
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Richtwertmethode4 Kriterien
  • Methodenvergleich der zur Bewertung genutzten Prüfverfahren40%

    Untersuchung und Bewertung geeigneter Methoden und Verfahrensweisen (mind. 2) zum Nachweis der Schutzdauer und Alterung von organischen Beschichtungssystemen, insbesondere Eignungsprüfung der elektrochemischen Impedanzspektroskopie (EIS), Bewertung hinsichtlich Aussagekraft, Reproduzierbarkeit und Praxistauglichkeit, sowie Abgabe einer Empfehlung für die weitere Anwendung.

  • Konzept zur Validierung der Prüfergebnisse30%

    Validierung der unter Methodenvergleich ermittelten Methoden an Proben mit Blatt 87 und Blatt 100 Modul A mit den derzeit 3 gelisteten Beschichtungsstoffherstellern, einschließlich statistischer Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse.

  • Abhängigkeiten der Erkenntnisse aus dem Methodenvergleich auf das Probendesign20%

    Darstellung wie die Erkenntnisse aus dem Methodenvergleich das Probendesign (Form und Anzahl der Prüfstücke je Probenset) für die Labor- und Auslagerungsuntersuchungen beeinflussen.

  • Sicherstellung der Betreuung der ausgelagerten Proben über den Auftragszeitraum10%

    Konzept zur dauerhaften Betreuung der Auslagerungsproben über den gesamten Auftragszeitraum (bis zu 53 Jahre), inkl. Vandalismusschutz, jährlicher Dokumentation und Probenentnahme zu definierten Zeitpunkten (3, 9, 15, 25, 53 Jahre).

Leistungsquotient = Leistungspunktzahl / Bewertungspreis × 1.000. Die Leistungspunktzahl ergibt sich aus der Summe der gewichteten Punkte der 4 qualitativen Zuschlagskriterien (Bewertung mit 0/2,5/5/7,5/10 Punkten multipliziert mit Gewichtungsfaktor). Der Bewertungspreis entspricht dem Netto-Angebotspreis zzgl. Umsatzsteuer. Zuschlag auf das Angebot mit dem höchsten Leistungsquotienten.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien, Gewichtungen und die Bewertungsformel (Leistungsquotient = Leistungspunkte/Bewertungspreis × 1.000) sind vollständig im Dokument angegeben.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Projektrahmen

Auftraggeber: Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt), Bergisch GladbachVerfahren: Offenes VerfahrenProjektart: Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (FE-Vorhaben)Maximales Gesamtentgelt: 400.000 € brutto (inkl. aller Nebenkosten)Projektlaufzeit: 24 Monate, optional verlängerbar auf bis zu 48 Monate (Projektstart unmittelbar nach Zuschlag)

Fachlicher Hintergrund

Mit dem modularisierten Blatt 100 (April 2024) wurde im Modul A eine ‚extrem hohe' Schutzdauer von mindestens 50 Jahren unter Korrosivitätskategorie C5 definiert – über DIN EN ISO 12944 hinaus. Diese Festlegung basiert auf Erfahrungswerten, erhöhten Prüfanforderungen und Gesamtschichtdicke, aber bislang nicht auf wissenschaftlicher Begründung. Das Vorhaben soll die Korrelation zwischen Prüfanforderungen und tatsächlicher Schutzdauer verifizieren.

Methodenanalyse

Untersuchung und Bewertung geeigneter Methoden zum Nachweis von Schutzdauer und Alterung organischer BeschichtungssystemeMindestens 2 Methoden prüfen und bewerten, u. a. elektrochemische Impedanzspektroskopie (EIS) zur Feststellung der verbleibenden BarrierewirkungBewertung hinsichtlich Aussagekraft, Reproduzierbarkeit und PraxistauglichkeitEmpfehlung einer Methode für die Validierungsphase

Validierung der Methoden

Validierung mit Proben nach Blatt 87 und Blatt 100 Modul AZusammenarbeit mit den 3 derzeit in Blatt 100 Modul A gelisteten Beschichtungsstoffherstellern (Geholit+Wiemer, Sherwin-Williams, Hempel)Probenbezug von den HerstellernStatistische Auswertung und Dokumentation

Laboruntersuchungen

Systematischer Vergleich zwischen Beschichtungssystemen nach Blatt 87 und Blatt 100 Modul AProben werden vom Auftragnehmer selbst erstelltVergleich der Schutzwirkung unter identischen BedingungenZeitraffende Korrosionsbelastung unter kontrollierten LaborbedingungenUntersuchung bestehender Systeme an realen BauwerkenBewertung der Übertragbarkeit von Laborergebnissen auf die Praxis

Auslagerungsuntersuchungen (Langzeit, bis 53 Jahre)

Erstellung, Auslagerung und Analyse von Proben über mehrere JahrzehnteBestimmung der Korrosivität nach DIN EN ISO 8565 am Auslagerungsstandort (nach DIN EN ISO 9223 und 9226) für Zink- und Eisen-Proben in den ersten 3 JahrenErrichtung einer dauerhaften Schutzkonstruktion gegen VandalismusProbenumfang Blatt 100 Modul A: 9 Probensets à 3 Parallelproben (Prüfzeitpunkte: 3, 9, 15, 25, 53 Jahre) + 4 weitere Sets für optionale Folgeuntersuchungen; 3 Hersteller; mit/ohne Eisenglimmer (RAL 7032 und DB 701)Probenumfang Blatt 87: 5 Probensets à 3 Parallelproben (gleiche Prüfzeitpunkte); 3 Hersteller; mit Eisenglimmer (DB 701)

Projektorganisation und Berichtswesen

Startbesprechung, regelmäßige Besprechungen und Betreuungskreis-SitzungenQualitätssicherungSachstandsberichte, mindestens 3 ZwischenberichteSchlussbericht inkl. deutscher und englischer Kurzfassung sowie Kurzbericht (englisch, max. 5 Seiten, plus Kurzfassung max. 5.000 Zeichen)Berichte als editierbares Dokument (z. B. MS Word) und PDF; Upload auf BSCW-ServerÜbergabe aller FE-Ergebnisse in veröffentlichungsfähiger Form (Open Access / Open Source)Pseudonymisierung der Firmennamen und Handelsnamen der Beschichtungsstoffhersteller

Technische Anforderungen an die Ergebnisse (Anlage 4)

Software: UTF-8-Kodierung; digitale Dokumentation (PDF, reStructuredText, Markdown oder AsciiDoc); Changelog bei Änderungen; SBOM (CycloneDX bevorzugt); plattformübergreifende Entwicklung (Windows/Linux); Web-Anwendungen kompatibel mit Gecko, Blink und WebKit; Datenbankmodelle mit referenzieller Integrität; Quellcode-Übergabe über BASt-Gitlab; kompilierbar ohne Warnungen; Test-Skripte und TestergebnisseKI-Systeme (falls zutreffend): Modelle im nativen Format und ONNX; annotierte Trainings-, Validierungs- und Testdaten; Reproduktionsskripte; Model CardDaten: elektronisch und maschinenlesbar; vollständige Metadaten; offene Formate (CSV, SQLite/Spatialite, PostgreSQL/PostGIS); Audio/Bild/Video in offenen Formaten; offene KompressionsverfahrenGeodaten (falls zutreffend): INSPIRE-konform; ETRS89/UTM32 (EPSG:25832), bei regionalen Daten EPSG:25831 oder EPSG:25833; GeoJSON oder Geopackage; SLD-Format für SymbolbeschreibungenDokumentation: PDF oder strukturierte Textformate (Markdown, reStructuredText, AsciiDoc)

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung

Keine Anforderungen.

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Aktuelle Bankerklärung (nicht älter als 3 Monate) – alternativ Eigenerklärung bei Körperschaften des öffentlichen RechtsNachweis einer Berufs- bzw. Betriebshaftpflichtversicherung in geeigneter Höhe (Personen-, Vermögens- und Sachschäden) – alternativ Eigenerklärung, dass die Versicherung nach Zuschlag besorgt wird

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (Referenzprojekte)

Mindestens 3 abgeschlossene Projekte mit experimentellen Untersuchungen an organischen Beschichtungen (letzte 5 Jahre)Mindestens 3 abgeschlossene Projekte mit Schwerpunkt Werkstoffkunde oder Chemie oder Korrosionsschutz o. ä. (letzte 5 Jahre)Vorlage als Referenzliste mit Leistungszeitpunkt, Auftragswert und Auftraggeber (gem. § 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV)Hinweis: Optional kann auch die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) als vorläufiger Eignungsnachweis eingereicht werden

Ausschlussgründe

Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach § 123 GWB (zwingende Ausschlussgründe, z. B. Verurteilungen wegen Terrorismus, Betrug, Bestechung, Geldwäsche, Menschenhandel) und § 124 GWB (fakultative Ausschlussgründe, z. B. Schwarzarbeit, Wettbewerbsabsprachen, mangelhafte Auftragserfüllung, Insolvenz) vorliegenEigenerklärung gemäß Art. 5k VO (EU) 2022/576: keine russische Staatsangehörigkeit/Niederlassung, keine russische Beteiligung >50 %, kein Handeln im Namen russischer Personen; gilt auch für Unterauftragnehmer/Lieferanten mit >10 % AuftragswertFür Universitäten/außeruniversitäre Forschungseinrichtungen zusätzlich: Garantieerklärung zur Vermeidung unzulässiger Beihilfen und Quersubventionen

Mindestanforderungen an das Angebot

Eignungsprüfung der elektrochemischen Impedanzspektroskopie als mögliche UntersuchungsmethodeKonzept zum Vergleich der Leistungsfähigkeit der Korrosionsschutzsysteme nach Blatt 100 Modul A und Blatt 87Konzept zur Validierung und Sicherstellung belastbarer PrüfungsergebnisseMaximales Gesamtentgelt: 400.000 € brutto (inkl. Nebenkosten) – Überschreitung führt zum Ausschluss

Zuschlagskriterien (Wertung)

Zuschlag auf das wirtschaftlichste Angebot unter Berücksichtigung qualitativer Kriterien und des Preises. Qualitative Kriterien sind u. a.:

Methodenvergleich der PrüfverfahrenValidierungskonzeptProbendesignBetreuung der ausgelagerten Proben über den Auftragszeitraum

Mindestanforderungen: mindestens „ausreichend" in jedem Zuschlagskriterium und mindestens 500 von 1.000 gewichteten Gesamtpunkten.

Referenzprojekte
3 ReferenzenZeitraum: letzte 5 Jahre

Mind. 3 abgeschlossene Projekte mit experimentellen Untersuchungen an organischen Beschichtungen

Referenzliste mit Leistungszeitpunkt, Auftragswert und Auftraggeber (gem. § 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV)

3 ReferenzenZeitraum: letzte 5 Jahre

Mind. 3 abgeschlossene Projekte mit Schwerpunkt Werkstoffkunde oder Chemie oder Korrosionsschutz o. ä.

Referenzliste mit Leistungszeitpunkt, Auftragswert und Auftraggeber (gem. § 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV)

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 41%4–10 · 29%11+ · 31%
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen | Bundeskartellamt
Anschrift
51427 Bergisch Gladbach
Ort
51427 Bergisch Gladbach
Kategorie
Nordrhein-Westfalen
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
www.bast.de

Erfüllungsort

Ort der Leistung
51427 Bergisch Gladbach
Nordrhein-Westfalen

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