Fliesenarbeiten Neubau Ausbildungszentrum Bau
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung für Fliesen- und Plattenarbeiten im Neubau des Ausbildungszentrums Bau Kiel (Vergabenummer VE3015).
Das Angebot umfasst insbesondere die Untergrundvorbereitung, Grundierung, Spachtel- und Abdichtungsarbeiten sowie Boden- und Wandfliesen in Sanitär- und weiteren ausgewiesenen Bereichen. Hinzu kommen Profile, Fugen, Anschlüsse, Kehlsockel, ein Vliesmatte-Bodenschutz, Dokumentationen und Stundenlohnarbeiten.
Die Angebotsfrist endet am 10.11.2026 um 13:00 Uhr. Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBodenfliesen und Untergrundvorbereitung
Bodenfliesen im Sondermodul im Erdgeschoss und Obergeschoss sowie in den Werkstätten im Obergeschoss ausführen. Im Leistungsverzeichnis sind dafür 320 m² Grundfläche ausgewiesen.
Erforderliche Arbeiten umfassen das Schleifen und Absaugen des Untergrunds, die Grundierung, das vollflächige Spachteln, die Verbundabdichtung W2-I sowie Anschlüsse und Detailmaßnahmen. Dichtbänder, Innen- und Außenecken, Bewegungsfugen, Dichtmanschetten, Schnittschutzbänder, Bewegungsfugenprofile, Trennschienen, Kehlsockel und Randfugen sind entsprechend den Positionen des Leistungsverzeichnisses auszuführen.
Der Bodenbelag ist als Fliesenbelag 15/15 cm, Gruppe BIIa, im Dünnbett mit 320 m² angegeben.
Wandfliesen und Feuchtraumbereiche
Wandfliesen in den ausgewiesenen Sanitär- und Feuchträumen des Erdgeschosses und Obergeschosses ausführen. Das Leistungsverzeichnis weist 130 m² Grundierung und 145 m² Verbundabdichtung der Wand aus.
Die Wandbekleidung umfasst 135 m² Fliesen im Format 15/15 cm: 35 m² bis 3,0 m Höhe und 100 m² bis 1,15 m Höhe. Die Fliesen sind in Taubenblau RAL 5014 vorgesehen. Zusätzlich sind Dichtbänder, Abdichtungsanschlüsse an Rohrdurchdringungen, UP-Einbaukästen, Anpassarbeiten an Durchdringungen, Ausschnitte für Schalter und Steckdosen sowie Randfugen auszuführen.
Die Planunterlagen sehen in den betroffenen Sanitärbereichen eine Ausführung als Feuchtraum vor. Wandfliesen sind dort grundsätzlich raumhoch beziehungsweise mindestens 10 cm über OKAD vorgesehen; türhohe Fliesen sind je nach Plan mit anschließendem Anstrich möglich.
Ausstattung und Anschlüsse
An den Fliesenbereichen sind die erforderlichen Anpassungen an Sanitärgegenständen und Installationen zu berücksichtigen. Die Planunterlagen nennen unter anderem wandhängende und barrierefreie WCs, Urinale, Waschtische und Handwaschbecken, bodengleiche Duschen, Bodenabläufe beziehungsweise Rinnen sowie unterschiedliche Geräte- und Zubehörpositionen.
Die konkrete Abgrenzung der Sanitärausstattung ist nicht Teil des hier zusammengefassten Fliesengewerks; maßgeblich für die Fliesenarbeiten sind insbesondere die in den Plänen und im Leistungsverzeichnis beschriebenen Beläge, Abdichtungen, Anschlüsse und Öffnungen.
Bodenschutz, Dokumentation und Nebenarbeiten
Im Leistungsverzeichnis ist ein Vliesmatte-Bodenschutz mit 320 m² ausgewiesen. Außerdem sind Dokumentationen zur Abdichtung von Boden und Wand sowie zur Fliesenausführung zu erstellen.
Für die Abdichtung ist eine Schichtdickenmessung im Beisein des Auftraggebers mit Protokoll nach Herstellerunterlagen und Übersichtsplan mit Ist-Werten vorgesehen. Die Dokumentation der Fliesenarbeiten ist dreifach in Papierform und digital als PDF auf CD zu übergeben. Ein schriftliches Feuchtigkeitsmessungsprotokoll mit Messstellenangabe ist ebenfalls vorgesehen.
Zusätzlich sind fünf Stundenlohnarbeiten von Fachkräften ausgewiesen.
Abfallvermeidung und Entsorgung
Bau- und Abbruchabfälle sowie Baustellenabfälle vermeiden, getrennt erfassen, vorhalten und sachgerecht entsorgen. Die dafür erforderlichen Erklärungen, Bestätigungen und Belege sind dem Auftraggeber vorzulegen.
Bei einer von der Leistungsbeschreibung abweichenden Verwertungs- oder Beseitigungslösung sind Berechtigungen und Annahmebestätigungen der vorgesehenen Anlage beziehungsweise des Betreibers sowie gegebenenfalls weitere verlangte Nachweise vorzulegen. Die Kosten der Verwertung beziehungsweise Beseitigung sind in den Einheitspreisen zu berücksichtigen.
Ausführungsunterlagen und Baustellenorganisation
Das Auftragsleistungsverzeichnis ist ab Beginn der Arbeiten auf der Baustelle zugänglich zu halten. Die täglichen Baustellenberichte müssen Materialien, Witterung, Ort und Art der Arbeiten sowie die Mitarbeiterzahl enthalten.
Nach Auftragserteilung ist ein detaillierter Terminplan für die vertraglichen Leistungen zur Prüfung und Freigabe vorzulegen. Eine Gefährdungs- und Belastungsanalyse ist zu erstellen und dem SiGeKo vorzulegen. Schweißerlaubnisse sind je einzelnem Arbeitsauftrag mindestens zwei Wochen vorher zu beantragen; die Kranstellung ist mindestens drei Tage vorher anzumelden.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVergleichbare Leistungen und Referenzen
Der Bieter muss erklären, dass in den letzten fünf Kalenderjahren vergleichbare Leistungen ausgeführt wurden. Die Eigenerklärung verlangt drei Referenznachweise über vergleichbare Fliesen- und Plattenarbeiten. Die Nachweise sind auf Verlangen der Vergabestelle innerhalb einer gesetzten angemessenen Frist vorzulegen.
Für die Eignung werden keine gesonderte Mindestanzahl, kein Mindestauftragswert und keine gesonderte Umsatzhöhe als Schwellenwert genannt. Der Umsatz aus vergleichbaren Leistungen der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre ist jedoch in der Eigenerklärung anzugeben.
Unternehmens- und Registerangaben
Im Rahmen der Eigenerklärung sind die Rolle des Bieters, die Eintragung in das Handelsregister, die Handwerksrolle oder die IHK sowie gegebenenfalls die fehlende Eintragungspflicht anzugeben. Auf Verlangen können Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug und die Eintragung in der Handwerksrolle beziehungsweise bei der IHK nachgefordert werden.
Personal und Leistungsfähigkeit
Der Bieter muss erklären, dass die erforderlichen Arbeitskräfte für die Leistung zur Verfügung stehen. Bei einer engeren Wahl kann die jahresdurchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen und mit gesondert ausgewiesenem technischem Leitungspersonal, nachgefordert werden.
Sind Nachunternehmer vorgesehen, sind deren Art und Umfang im Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen anzugeben. Auf Verlangen sind PQ-Nachweis oder Eignungserklärung des Nachunternehmers beizubringen.
Finanzielle und rechtliche Zuverlässigkeit
Der Bieter muss zu Insolvenz- oder Liquidationsverfahren, schweren Verfehlungen und zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen Stellung nehmen. Erforderliche Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Sozialkasse, Finanzamt und Berufsgenossenschaft sowie eine Freistellungsbescheinigung können auf Verlangen angefordert werden.
Die Eigenerklärung enthält außerdem einen Hinweis auf die Abfrage des Wettbewerbsregisters beim Zuschlagsempfänger.
Präqualifikation und alternative Eignungsnachweise
Für nicht präqualifizierte Unternehmen ist die Eigenerklärung zur Eignung vorzulegen. Präqualifizierte Unternehmen können ihre PQ-Nummer im Angebotsschreiben, in der Eigenerklärung oder in der Einheitlichen Europäischenischen Eigenerklärung angeben.
Die Unterlagen e216 weist darauf hin, dass zusätzliche Formblätter für Mindestanforderungen, Kapazitäten anderer Unternehmen und weitere Unterlagen nicht angekreuzt sind.
Sicherheits- und Gesundheitsschutz
Falls in der Leistungsbeschreibung verlangt, sind Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator sowie Stellvertreter mit der geforderten Qualifikation zu benennen. Die Ausführungsunterlagen verlangen außerdem eine Gefährdungs- und Belastungsanalyse und die Vorlage an den SiGeKo.
Drei Referenznachweise über vergleichbare Leistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren.
Je Referenz sind unter anderem Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigener maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, eingesetzte Arbeitnehmer, technische Besonderheiten, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung und möglichst eine Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung anzugeben. Die Nachweise sind auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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