Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima des Landes Rheinland-Pfalz schreibt die Fortschreibung der Regionalen Innovationsstrategie (RIS3.RP) für die Förderperiode 2028-2034 als Dienstleistungsauftrag aus.
Gesucht wird ein erfahrener Dienstleister, der die bestehende Strategie überprüft und weiterentwickelt, einen innovativen Beteiligungsprozess mit den regionalen Akteuren durchführt und ein Monitoring- und Evaluationskonzept inklusive Indikatoren erstellt. Die Arbeit umfasst Analyse, Strategieentwicklung, Workshops, Berichte und eine öffentlichkeitswirksame Vorstellung.
Der Vertrag beginnt voraussichtlich im Oktober 2026 und endet im Dezember 2034. Angebote müssen bis zum 03.09.2026 um 10:00 Uhr elektronisch über den Vergabemarktplatz Rheinland-Pfalz eingereicht werden (Registrierung dort zwingend). Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis40%
Preis für die gesamten Leistungen gemäß Aufgabenbeschreibung einschließlich Mehrwertsteuer inklusive aller Kosten, Personalkosten sowie Sach- und Reisekosten. Maximal 20 Punkte (lineare Interpolation: niedrigster Preis = 20 Punkte).
- Leistung60%
Summe der Bewertungspunkte aus den vier Leistungs-Unterkriterien (jeweils 0–5 Punkte, maximal 20 Punkte).
Preis: Niedrigster Preis erhält 20 Punkte; alle anderen Bieter erhalten 20 x (niedrigster Preis / eigener Preis). Leistung: Summe der Punkte aus 2.1–2.4 (je 0–5 Punkte), maximal 20 Punkte. Gesamtwertung: Preis (40%) + Leistung (60%).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAnalyse und Strategieentwicklung
Überprüfung und Weiterentwicklung der bestehenden 6 Potenzialbereiche und der 6 strategischen Handlungsfelder unter Berücksichtigung von Cross-Innovationspotenzialen. Besonderer Fokus auf Netzwerke/Cluster/Hubs und Startups/Scaleups. Gemeinsam mit der Innovationsagentur sind Aktionspläne zu entwickeln. Innovationsbezogene Förderinstrumente sind neu- oder weiterzuentwickeln. Der Innovationsbegriff ist zu bewerten und ggf. weiterzuentwickeln.
Die innovationsspezifischen Untersuchungsbereiche der parallel laufenden SÖA/SWOT-Aktualisierung sind zu übernehmen.
Beteiligungs- und Moderationsprozess
Entwicklung und Durchführung eines innovativen Beteiligungsprozesses in Präsenz und Online, unter Einbindung regionaler Stakeholder, des Rats für Technologie und der Innovationsagentur. Fachgespräche mit zentralen Akteuren des Wissenschafts- und Innovationssystems sind zu führen. Es sollen moderne Methoden (u.a. KI und agile Beteiligungsformate) eingesetzt werden. Arbeitssprache Deutsch auf Kompetenzniveau C2.
Monitoring und Evaluation
Entwicklung von Indikatoren und Bewertungsverfahren sowie Erstellung einer Bewertungsmatrix für den Umsetzungsstand der Strategie. Im Verlauf der Strategieumsetzung sind die Indikatorenwerte zweimal zu aktualisieren: einmal zur Halbzeit und einmal zum Laufzeitende der RIS3.RP 2028-2034.
Berichte und Präsentationen
Zwischenbericht (Januar 2027) sowie Endfassung der RIS3.RP 2028-2034 (Mitte April 2027), jeweils mit ca. 30-minütiger Präsentation. Nach Genehmigung durch den Ministerrat: Präsentation auf einer öffentlichkeitswirksamen Informationsveranstaltung.
Aufbereitung und Darstellung
Virtuelle und interaktive Aufbereitung der Endfassung (mobile-fähiges Format) sowie Visualisierung (Fertigstellung Anfang Juni 2027). Die Forschungslandschaft in Rheinland-Pfalz ist darzustellen. Der Auftraggeber erhält ein Herausgaberecht an allen erarbeiteten Unterlagen.
Zeitliche Meilensteine
Vertragslaufzeit von Oktober 2026 bis Dezember 2034 (ca. 8 Jahre 3 Monate). Wichtige Meilensteine: Fertigstellung innovationsspezifischer SÖA/SWOT (November 2026), 1. Sitzung Rat für Technologie (Herbst/Winter 2026), Zwischenbericht (Januar 2027), 2. Sitzung Rat für Technologie (Frühjahr 2027), Endfassung (Mitte April 2027), Visualisierung (Anfang Juni 2027), öffentlichkeitswirksame Informationsveranstaltung (nach Ministerrats-Genehmigung).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe
Keine Ausschlussgründe nach §§ 123 und 124 GWB. Es darf kein Insolvenz- oder vergleichbares Verfahren eröffnet oder beantragt worden sein und keine faktische Zahlungsunfähigkeit vorliegen. Die entsprechenden Eigenerklärungen sind von allen Bietern, Bietergemeinschaftsmitgliedern und Nachunternehmern abzugeben.
Fachliche Kompetenz (über Referenzen nachzuweisen)
Erfahrung in der Durchführung sozioökonomischer Analysen und SWOT-Analysen.
Erfahrung bei der Aufstellung/Erarbeitung von Strategien in Forschung, Entwicklung und Innovation, einschließlich Netzwerke/Cluster/Hubs und Startups/Scaleups.
Kompetenzen in europäischer und nationaler F&E- und Innovationspolitik und -förderung sowie in regionaler Wirtschaftsförderung.
Kompetenzen in europäischer und nationaler Strukturpolitik und in den Aufgaben/Funktionsweisen der Europäischen Strukturfonds.
Kompetenzen in Prozessmoderation, Co-Creation und agilen Beteiligungsprozessen.
Referenzen
Mindestens 5 einschlägige Referenzen aus den letzten 3 Jahren (tabellarisch: Leistung, Auftragswert, Auftraggeber), die die oben genannten Kompetenzbereiche abdecken.
Zusätzlich: mindestens 3 Regionale Innovationsstrategien als Referenz, davon mindestens eine in den letzten 6 Jahren.
Falls keine ausreichenden Unternehmensreferenzen vorhanden sind, kann die Fachkunde auch über persönliche Referenzen der für den Auftrag verantwortlichen Personen dargelegt werden.
Regionale Kenntnisse
Ausreichende regionalspezifische Kenntnisse über Rheinland-Pfalz, z.B. durch eigene Publikationen oder Recherchen.
Personal und Qualifikation
Namentliche Vorstellung von mindestens Projektleitung und Vertretung (mind. 2 Personen) mit Qualifikationsnachweis und Berufserfahrung. Das Projektteam muss über Hochschulabschluss und einschlägige Berufserfahrung im bezeichneten Bereich verfügen. Ggf. weitere Teammitglieder.
Wirtschaftliche und technische Leistungsfähigkeit
Verfügbarkeit über das zur fach- und fristgerechten Ausführung erforderliche Personal und die erforderliche technische Ausrüstung. Fähigkeit, Verbindlichkeiten zu erfüllen. Eintragung im einschlägigen öffentlichen Register (soweit verpflichtend). Einordnung in eine KMU-Größenklasse gemäß EU-Empfehlung 2003/361/EG.
Tariftreue und sonstige Erklärungen
Erklärung nach § 4 Abs. 1 LTTG (Landestariftreuegesetz) sowie Scientology-Schutzerklärung. Bei Bietergemeinschaften und Nachunternehmern sind diese Erklärungen von allen beteiligten Unternehmen einzeln abzugeben.
Formale Anforderungen an Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften müssen erklären, dass alle Mitglieder die Eignungskriterien erfüllen. Es ist ein bevollmächtigtes Mitglied zu benennen; alle Mitglieder haften gesamtschuldnerisch. Eine Änderung der Bietergemeinschaft nach Ablauf der Angebotsfrist ist unzulässig. Ein Unternehmen darf nicht gleichzeitig als Einzelbieter und als Mitglied einer Bietergemeinschaft teilnehmen. Bei Nachunternehmern sind die beabsichtigten Auftragsteile mit Angebotsabgabe zu benennen; namentliche Benennung und Nachweise (Eigenerklärung Ausschlussgründe, LTTG, Scientology) sind vor Zuschlagserteilung vorzulegen. KMU-Belange sind in Bietergemeinschaften angemessen zu berücksichtigen.
Mindestens 5 vergleichbare Referenzen der letzten 3 Jahre, die folgende Kompetenzen belegen: sozioökonomische Analysen, SWOT-Analysen, Strategieentwicklung in Forschung/Entwicklung/Innovation (insb. Netzwerke/Cluster/Hubs und Startups/Scaleups), europäische und nationale F&E- und Innovationspolitik und -förderung, regionale Wirtschaftsförderung, europäische und nationale Strukturpolitik/Europäische Strukturfonds, Prozessmoderation/Co-Creation/agile Beteiligungsprozesse
tabellarische Auflistung (Leistung, Auftragswert, Auftraggeber)
Mindestens 3 Regionale Innovationsstrategien als Referenz, davon mindestens eine in den letzten 6 Jahren
tabellarische Auflistung
Regionale Kenntnisse über Rheinland-Pfalz
z.B. durch eigene Publikationen oder Recherchen darzulegen