Forum für Senioren, HBZ Austausch der Fenster - VE 04 Trockenbauarbeiten
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (VOB/A) der Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH für Trockenbauarbeiten (Vergabeeinheit VE 04) im Rahmen des Fensteraustauschs im Seniorenwohnheim „Haus Britz" in Berlin-Britz, Buschkrugallee 139.
Die Baumaßnahme umfasst die Erneuerung der Fenster und Türen im Untergeschoss, Erdgeschoss sowie 1.–3. Obergeschoss eines fünfgeschossigen Bestandsgebäudes. Im Zuge der VE 04 sind unter anderem Vorsatzschalen (Innendämmung) mit Mineralwolle und Gipskartonplatten, Innenfensterbänke, Drainroste, Tischler-, Putz-, Maler- und Bodenbelagsarbeiten sowie baubegleitende Demontage- und Remontagearbeiten in 19 nicht zeitgleichen Bauabschnitten bei laufendem Seniorenheimbetrieb zu erbringen.
Die Ausführung erfolgt vom 05.11.2026 bis spätestens 05.04.2027. Angebote sind elektronisch über die Vergabeplattform DTVP bis zum 14.10.2026 um 08:00 Uhr einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis; der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt (nachgerechnete Angebotssumme unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, Nachlässen ohne Bedingungen, ggf. Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und Einordnung
Es handelt sich um eine Einzelvergabe (keine Lose) im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung nach VOB/A. Vergabenummer: P_1000-2026_TRB_V. Auftraggeber: Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH, vertreten durch Vivantes Service GmbH, Geschäftsbereich Beschaffung, Berlin. Ausführungsort: Buschkrugallee 139, 12359 Berlin (Seniorencentrum „Haus Britz" – Forum für Senioren). VE 04 = Trockenbauarbeiten (erweiterter Trockenbau) im Zuge des HBZ-Austauschs der Fenster im UG, EG, 1.–3. OG.
Gebäude und baulicher Kontext
Fünfgeschossiges Bestandsgebäude, im Bestand voll belegt, vier überirdische Geschosse (EG, 1.–3. OG) und ein Untergeschoss. Erschließung über zwei innenliegende Treppenhäuser und eine außenliegende Fluchttreppe an der Südfassade. Holzfenster und -türen sind in marodem Zustand. Die Erneuerung erfolgt an der Ost- und Westfassade in 19 nicht zeitgleichen Bauabschnitten, während das Seniorenheim uneingeschränkt weiterbetrieben wird.
Innendämmung / Vorsatzschalen
Freistehende Vorsatzschalenkonstruktion, Höhe ca. 2,69 m, CW 75 Profile, Mineralwolle 60 mm, PE-Dampfsperre (sd ≥ 1.500 m), 2-lagig Gipskartonplatten 2 × 12,5 mm. Ausführung in 16 Bauabschnitten für die Fenstertypen B, F, N in den Achsen D/2–9 (West), A/2–9 (Ost), D/11–15 (West) und A/11–15 (Ost). Einschließlich Zulagen vor Fensterbrüstung/Sturz, Leibungsbekleidungen, luftdichte Anschlüsse, Außenecken mit Kantenschutz, Trockenputz an Rollladenkästen, Holzsockelleisten (MDF 60 mm, RAL 9016 weiß) und Malerarbeiten (Latexfarbe RAL 9016).
Neubau Windfang EG
Metallständerwände (H 2,72 m, CW 75) inkl. Wandanschlüsse, Tür- und Fensteröffnung, Ständerwechsel, UA-Profile, Fertigfenster (Festverglasung), Demontage Deckenbekleidung, KMF-Dämmung-Demontage gem. TRGS 521, neue Deckenbekleidung Gipsplatten mit Schattenfuge, Linoleumboden (Abbruch, Untergrundvorbereitung Kugelstrahlen, Grundierung Epoxidharz, Spachtelung, Verlegung, Verschweißung) mit Sockelprofilen aus Alu und Malerarbeiten.
Innenfensterbänke
MDF-Platte 25 mm HPL-beschichtet, Breite < 250 mm, in verschiedenen Längen (730–4.150 mm) für die Fenstertypen A–N, J und M. Einschließlich EPS-Unterfütterung und Anschluss an die Dampfsperre.
Einbauteile (Drainroste und Türstopper)
Vor Fenstertüren Typ A und C: 83 Drainroste aus Edelstahl mit KSK-Abdichtung, Primer, Abdichtungsband, Lochwinkel und Fugenband sowie Endkappen. Boden-Türstopper Edelstahl/Kunststoff: 67 Stück vor Typ A und 16 Stück vor Typ C.
Baubegleitende Demontage, Remontage und Reparaturen
Zerstörungsfreie Demontage und spätere Remontage von Metall-Geländern/Handläufen, Holzgardinenkästen, Gardinenstangen/Vorhangschienen (ca. 300 Stück), Terrassendielen vor Typ A (201 Stück) und Typ C (48 Stück) sowie Schwellenrampen (83 Stück). Reparaturen: Laibungsputz, Malerarbeiten Leibungen, WDVS-Rückbau und -Montage, Anpassungsarbeiten an Boden und Fußleisten.
Baustelleneinrichtung, Logistik und Arbeitszeiten
Baustelleneinrichtung für alle 19 Bauabschnitte (einrichten, vorhalten, räumen) inkl. fahrbarer Arbeitsbühnen (Auf-/Abbau, 16 Umsetzvorgänge), Schutzabdeckungen Fußboden (Hartfaserplatten), Gerüstgebrauchsüberlassung über 56 Wochen und Grundvorhaltezeit 4 Wochen. Horizontaler Förderweg bis ca. 70 m, vertikaler Förderweg bis ca. 11,50 m. Regelarbeitszeit Mo–Fr 07:00–17:00 Uhr, Samstags ggf. möglich. Lärm- und staubintensive Arbeiten nur unter besonderen Schutzmaßnahmen (Staubschutzwände, Folienvorhänge, Absaugung). KMF-haltige Dämmung gem. TRGS 521 gesondert entsorgen. Schutzabdeckung für Bauabschnitt 17 ca. 10 Monate vorzuhalten.
Ausführungs- und Sicherheitsanforderungen
Ausführung ausschließlich durch ausgebildetes Fachpersonal, davon mindestens eine deutschsprechende Person; Auszubildende nur 1:1 mit Fachpersonal. Persönliche Schutzausrüstung gemäß DIN EN 345, Erste-Hilfe-Einrichtungen gem. ArbStättV und VBG 109, elektrische Anlagen nur mit FI-Schutzschaltung, Maschinen mit gültiger Sicherheitsprüfbescheinigung, feuergefährliche Arbeiten nur mit schriftlicher Tagesgenehmigung des Krankenhaus-Sicherheitsbeauftragten. Bei Einsatz gefährlicher Arbeitsstoffe Vorabinformation des SIGEKO. Alkohol- und Rauchverbot auf der Baustelle. Haftung für Einhaltung der anerkannten Regeln der Bautechnik und ETB. Arbeitsmedizinische Vorsorge für Personal in gefährdeten Bereichen.
Bauabschnitte und zeitliche Struktur
19 Bauabschnitte: BA 1–4 Achsen D/2–9 (3. OG → EG, Westseite), BA 5–8 Achsen A/2–9 (3. OG → EG, Ostseite), BA 9–12 Achsen D/11–15 (3. OG → EG, Westseite), BA 13–16 Achsen A/11–15 (3. OG → EG, Ostseite), BA 17 EG Achsen D/9–10 (Speisesaal), BA 18–19 UG Achsen A+D/2–9 bzw. A+D/11–15. BA 1–17 jeweils ca. 4 Wochen, BA 18 = 3 Wochen, BA 19 = 2 Wochen. Vor BA 18/19 zwingende Umlagerungen UG/1 (Lager, Konferenzraum), UG/2 (Archiv, Umkleide, Elektrischer Betriebsraum), UG/3 (Heiztechnikraum, Lager), UG/4 (Abstellraum, Lager), je ca. 1 Woche.
Fenster- und Türanlieferung (Schnittstelle)
Die Lieferung und Montage der insgesamt 196 Fenster/Fenstertüren (Typen A–N, inkl. Rollläden, Innendämmungs- und UG-Varianten) erfolgt in 19 Bauabschnitten in separater Zuständigkeit. Trockenbauarbeiter müssen mit den Fenstermontage-Trupps eng zusammenwirken (Anschluss Innenfensterbank, Vorsatzschale, Leibung, Dampfsperre). Bestellung der Fenster ab 04.12.2026, Lieferzeitraum 04.12.2026–03.03.2027, ab dann fortlaufende Montage je Bauabschnitt bis 05.04.2028.
Stundenlohnarbeiten
Im LV vorgesehen: 50 Stunden Facharbeiter/in und 50 Stunden Hilfsarbeiter/in als Stundenlohnposition.
Bauabfallentsorgung und Verwertung
Sortenreine und getrennte Sammlung der anfallenden Bauabfälle, Vorbereitung zur Wiederverwendung geeigneter Bauteile (z. B. Fenster-/Türaußenelemente, Fensterbänke, Fassadenelemente, Türen/Beschläge, Sanitärkeramik, Holzböden, Haustechnik, Metall-Geländer). Getrennte Erfassung und umweltverträgliche Entsorgung gefährlicher Abfälle (z. B. asbesthaltige Baustoffe, teerhaltige Bitumengemische, PCB-haltige Abfälle). Verpflichtende Beauftragung zertifizierter Entsorgungsfachbetriebe (Efb-Zertifikate inkl. Anlagen). Verhaltensregeln beim Auffinden von Kontaminationen und Kampfmitteln. Abfallbilanz (V 2412 F) zur Schlussrechnung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage / Ausschlussgründe
Bieter dürfen sich nicht in einem Insolvenzverfahren befinden, keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A aufweisen und nicht im Wettbewerbsregister beim Bundeskartellamt eingetragen sein. Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Sozialversicherungspflichten ist nachzuweisen. Bei Auftragswert > 50.000 € ohne USt. ist die Wettbewerbsregister-Abfrage Pflicht (TEK_06).
Handwerksrechtliche Befugnis
Eintragung im Handelsregister ODER in der Handwerksrolle für die auszuführenden Leistungen ODER bei der Industrie- und Handelskammer. Liegt keine Eintragungsverpflichtung vor, ist dies zu erklären.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung über den Gesamtumsatz und den Umsatz im Tätigkeitsbereich der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (netto). Der durchschnittliche Jahresumsatz im Tätigkeitsbereich muss mindestens das Doppelte des Auftragswerts pro Jahr (netto) betragen. Auf Verlangen: Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG, Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts/Steuersachen, qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen, Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse. Aktuelle Betriebshaftpflichtversicherung (VOB) mit Deckung für Personen- und Sachschäden (inkl. Leitungs- und Bearbeitungsschäden) und Vermögensschäden über 1 Mio. Euro.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung zu vergleichbaren Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren. Bei Zuschlag in engerer Wahl: drei Referenznachweise mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang mit Mengenangaben, durchschnittlich eingesetzter Arbeitnehmerzahl, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme und vertraglicher Bindung sowie Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Nachweis der Verfügbarkeit erforderlicher Arbeitskräfte; bei Zuschlag Angabe der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre nach Lohngruppen mit Leitungspersonal. Auf Verlangen: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrollen-/IHK-Eintragung.
Präqualifikation
Präqualifizierte Unternehmen können den Eignungsnachweis durch Eintrag im ULV oder Präqualifikationsverzeichnis erbringen und müssen keine zusätzlichen Eigenerklärungen abgeben. Angabe der PQ- oder ULV-Nummer im Angebotsschreiben bzw. Eigenerklärung. Für Nachunternehmer: bei Präqualifikation Angabe der PQ-Nummer; andernfalls Eigenerklärungen auf Verlangen.
Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Bei Einsatz von Nachunternehmern: Art und Umfang der Leistungen im Angebot angeben (V 233 F), Eignungsnachweise auf Verlangen. Bietergemeinschaften geben eine gemeinsame Erklärung (V 238 F) ab, benennen einen bevollmächtigten Vertreter und haften gesamtschuldnerisch.
Bauabfallentsorgung
Ausschließliche Beauftragung von Entsorgungsfachbetrieben, die nach der Entsorgungsfachbetriebeverordnung zertifiziert sind. Eigenerklärung V 2413 F mit Angebot. Auf Verlangen: V 2411 F (Abfall-Formblatt 1) mit Angaben zu Verwertungs-/Beseitigungswegen und Wiederverwendung sowie Zertifikate der Entsorgungsfachbetriebe inkl. Anlagen.
Soziale, tarifliche und ökologische Anforderungen (BerlAVG)
Verbindliche Einhaltung des Mindeststundenentgelts und Tariftreue (V 231 F), der ILO-Kernarbeitsnormen (V 247 F), der Frauenförderung (sofern Auftragswert ≥ 200.000 €), der Umweltschutzanforderungen (V 248 F) sowie der Verhinderung von Benachteiligungen (V 250 F). Kontrollen und Sanktionen nach dem Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetz (V 255 F). Pflicht zur Weitergabe dieser Anforderungen an die gesamte Nach- und Unterauftragnehmerkette. Auf Anforderung sind binnen 21 Kalendertagen entsprechende Nachweise vorzulegen.
Mindestens 3 geeignete Referenzen aus den letzten 5 Kalenderjahren über vergleichbare Trockenbau-/Fensterbauleistungen (Krankenhauseinrichtung ODER vergleichbares Gesamtvolumen in EUR p.a. (netto) ODER gleiches Gewerk).
Je Referenz: Name der Einrichtung, Zeitraum der Leistungserbringung, Gesamtvolumen in EUR p.a. (netto), Kurzbeschreibung des Auftrags/Projekts. Bei Zuschlag in engerer Wahl zusätzlich: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengenangaben, eingesetzte Arbeitnehmer, besondere technische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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