Fritz-Flinte-Ring – Hochbau Sportfunktionsgebäude
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenBeschränkte Ausschreibung mit Teilnahmewettbewerb für die Generalunternehmerleistung zur Errichtung eines zweigeschossigen Sportfunktions- und Vereinsgebäudes am Fritz-Flinte-Ring in Hamburg.
Gefordert sind Planung, Hochbau in Holzbauweise, TGA, Erd- und Außenanlagen sowie erforderliche Tiefbauarbeiten für Versorgungsleitungen. Der Auftrag umfasst außerdem Bauüberwachung, Bemusterung, Prüfungen, Inbetriebnahme, Abnahmen und die vollständige Dokumentation. Das Angebot ist als Pauschalfestpreis einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Niedrigster Preis100%
Das wirtschaftlichste Angebot wird anhand des niedrigsten Preises ermittelt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGebäude und Raumprogramm
Errichtung eines zweigeschossigen Sportfunktionsgebäudes mit Vereinsgeschoss und angegliederter Terrasse in Holzbauweise.
Im Erdgeschoss sind drei Umkleidekabinen mit WC und Duschräumen, ein Technikraum, ein Schiedsrichterraum mit WC und Dusche, ein Platzwartraum sowie ein öffentliches WC mit barrierefreiem WC vorgesehen.
Im Obergeschoss entstehen ein Vereins- und Jugendraum mit Tresenbereich, eine Küche, ein Lagerraum, barrierefreie Damen-, Herren- und sonstige WC-Anlagen sowie ein Büro.
Zwei außenliegende einläufige Treppen, ein Plattformlift und eine Haupttreppe mit Terrasse sichern die Erschließung. Alle Bereiche und Nutzungseinheiten sind barrierefrei erreichbar. Vereins-, Jugendraum- und Sanitärbereiche werden schall- und akustikgerecht ausgeführt.
Planung
Ausführungs-, Werk-, Montage- und Detailplanung nach LPH 5 HOAI sowie ergänzende Bearbeitung der Entwurfsplanung nach LPH 3. Entwurfsplanung und TGA-Konzept sind bei Bedarf anzupassen; erforderliche Änderungsanträge zur Baugenehmigung sind zu erarbeiten.
Erforderlich sind Genehmigungs- und Ausführungsstatik, Prüfstatik, statische Nachweise, Werk- und Montageplanung sowie Abstimmung mit Prüfämtern. Energetische und bauphysikalische Nachweise nach GEG 2024 einschließlich mindestens Effizienzhaus 40 sind zu erstellen.
Außerdem sind Bauzeiten- und Logistikplanung, Bemusterungsunterlagen, Materialien für Gebäudehülle und Innenausbau sowie Planungs- und Dokumentationsleistungen der Technischen Gebäudeausrüstung zu erbringen.
Baustelleneinrichtung und Erdarbeiten
Baustelleneinrichtung, Bauzäune, Baustraße, Baumschutz, Ver- und Entsorgungsleitungen sowie Wiederherstellung der beanspruchten Flächen sind zu leisten. Bei Bedarf ist die Einrichtung einschließlich bis zu zweimaligem zusätzlichem Umsetzen zu kalkulieren.
Erdarbeiten umfassen Baugrube, Aushub, Nachverdichtung, Gründung, Flachgründung, Frostschürze und Sohlplatte. Das Baugrundrisiko sowie erforderliche Nachverdichtungen und Bodenaustausche trägt der Auftragnehmer. Erforderliche Verlegung von Versorgungsleitungen einschließlich Erdarbeiten und Wiederherstellung ist einzurechnen.
Hochbau
Tragwerk und Gebäudekonstruktion werden in Holzbauweise ausgeführt. Die Gebäudehülle umfasst Wärmedämmung, Abdichtung, hinterlüftete Holzfassade, Trapezblechfassade und Lamellenfassade.
Das Dach wird als flach geneigtes Pultdach mit 3 Prozent Gefälle, extensiver Dachbegrünung, Photovoltaik und Solarthermie ausgeführt. Außen- und Innentüren, Fenster, Sonnenschutz, Schließsysteme sowie Beschriftung und Raumbeschilderung sind zu liefern und einzubauen.
Der Innenausbau umfasst Innenwände, Gipskarton- und Trockenbauwände, Sanitärtrennwände, Kleiderboxen, Sitzbänke, Spind-Schrank-Kombinationen, Kücheneinheiten, Boden-, Wand- und Deckenbeläge, Estrich, Fliesen sowie die erforderlichen Akustik- und Brandschutzmaßnahmen.
Außentreppen, Terrasse, Geländer, Vordächer, barrierefreier Plattformlift und Gerüstarbeiten sind ebenfalls zu erbringen.
Technische Gebäudeausrüstung
Planung, Lieferung, Montage, Prüfung und Inbetriebnahme der vollständigen Technischen Gebäudeausrüstung sind zu leisten.
Die Sanitärinstallation umfasst Abwasser-, Wasser- und Gasinstallation innen und außen. Die Wärmeversorgung wird mit einer Wärmepumpe als Hauptwärmeerzeuger, Gastherme, Solarthermie und Fußbodenheizung ausgeführt. Für Duschräume, Umkleideräume und Küche ist eine Abluftanlage vorgesehen; weitere Räume werden über Fenster und Türunterchnitte belüftet.
Weiter umfasst die TGA Elektroinstallation, Niederspannungsverteilungen, Beleuchtung, Blitzschutz und Erdung, Telefon-, Internet- und Multimedienausstattung, Klingel- und Notrufanlagen sowie Zutritts-, Schließ- und Verriegelungssysteme. Photovoltaik und Solarthermie sowie außenliegende Fettabscheider- und Abwasserhebeanlage sind zu liefern und anzuschließen.
Prüfung, Inbetriebnahme und Dokumentation
Sämtliche VOB-Abnahmen, PVO-Prüfungen einschließlich Starkstrom, Sachverständigenprüfungen, TÜV-Prüfungen und sonstige erforderliche gutachterliche Untersuchungen sind durchzuführen. Die technischen Anlagen sind in Betrieb zu nehmen; Fußbodenheizungsleitungen sind vor Estrich- und Bodenaufbau druckzuprüfen.
Trinkwasseruntersuchungen, Spülungen, hygienische Prüfungen und der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage sind durchzuführen. Der Nutzer wird mit Protokoll eingewiesen.
Revisions- und Dokumentationsunterlagen sind fortlaufend vorzuhalten. Als Abnahmevoraussetzung sind unter anderem ein digitaler Materialpass beziehungsweise Materialkataster, Revisionspläne, Prüf- und Abnahmenachweise, Betriebsanleitungen, Wartungsunterlagen und Ersatzteillisten zu liefern. Brandschutzplanung, Feuerwehrpläne und die brandschutztechnische Konformitätsbescheinigung sind ebenfalls zu erstellen.
Ausdrücklich nicht beauftragt
Nicht ortsfeste, bewegliche Möblierung ist nicht Gegenstand der Leistung.
Bauseits bereitgestellte WC-Ausstattung wie Seifenspender, Papierrollenhalter, Papierkörbe und Handtuchhalter ist nicht zu liefern; die Montage dieser bauseits gelieferten Teile gehört jedoch zum Auftragnehmer.
Das elektronische Schließsystem im Erdgeschoss wird bauseits geliefert. Mechanische Schließsysteme im Obergeschoss sowie an Zugangstür und Plattformlift werden bauseits geliefert und montiert.
Gitterroste an den Eingangstüren, Teile der Pflaster- und Eingangssituationen sowie der weiterführenden Außenanlagen, Flutlichtkabel einschließlich Verlegung im Außenbereich und Telefon- und Internetleitungen bis zum Anschlusspunkt im Technikraum sind nicht im Leistungsumfang enthalten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenUnternehmer- und Eignungsnachweis
Das Unternehmen muss Unternehmer gemäß § 56 HBauO sein. Die Eignung wird durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. oder durch das Formblatt Eignung, Anlage 6-030, mit den darin geforderten Angaben nachgewiesen. Die weiteren nach § 6a Abs. 3 VOB/A geforderten Eignungsnachweise sind zu erbringen.
Beteiligt sich eine Bietergemeinschaft, muss sie nach Auftragsvergabe als gesamtschuldnerisch haftende Arbeitsgemeinschaft mit bevollmächtigtem Vertreter organisiert sein.
Nachunternehmer
Etwaige durch Nachunternehmer auszuführende Leistungen sind im Teilnahmeantrag anzugeben. Auf gesondertes Verlangen sind Nachweise und weitere Angaben zu den Nachunternehmern vorzulegen.
Bauleitung und technische Aufsicht
Der Auftragnehmer muss die ordnungsgemäße Einrichtung und den sicheren Betrieb der Baustelle sicherstellen. Für die gesamte Bauzeit ist eine sachverständige, deutschsprachige technische Aufsicht bereitzustellen.
Ein projektverantwortlicher Bauleiter ist während der gesamten Bauzeit mit der Überwachung der Bauausführung zu betrauen und dem Auftraggeber schriftlich und namentlich zu benennen. Geeignete Fachbauleiter sind für Koordination und Durchführung zu stellen und ebenfalls schriftlich und namentlich zu benennen.
Planungs- und Prüfkompetenz
Der Auftragnehmer muss einen TGA- und Tiefbauplaner verpflichten. Für die Durchführung der Tiefbau- und Planungsleistungen wird die entsprechende fachplanerische Qualifikation beziehungsweise Eignung vorausgesetzt.
Erforderliche Prüfsachverständige sind zu beauftragen. Die Kosten der behördlichen Genehmigung und etwaige Honorarkosten für die Prüfstatik sind vom Auftragnehmer zu tragen. Die erforderlichen fachplanerischen und gutachterlichen Leistungen für TGA-Planung und -Ausführung sind abzudecken.
Material- und Umweltanforderungen
Für Holzwerkstoffe ist ein FSC- oder PEFC-Nachweis erforderlich. Für Naturstein aus der EU sind CE-Kennzeichnung und Nachweis der ILO-Kernarbeitsnormen gefordert. Materialökologische Nachweise und die Anforderungen des Umweltleitfadens der Freien und Hansestadt Hamburg sind einzuhalten.
Für die vorgesehenen Materialien und Produkte sind die geforderten Sicherheitsdatenblätter, technischen Informationen, Umweltdeklarationen und Herstellererklärungen bereitzustellen. Materialien der geforderten Qualitätsstufe dürfen erst nach Prüfung und Freigabe eingebaut werden.
Baugrundrisiko
Der Auftragnehmer trägt das Baugrundrisiko. Erforderliche Baugrundverhältnisse, Bodenaustausche, Verdichtungsnachweise, Wasserhaltung und örtliche Prüfungen sind bei Planung und Kalkulation zu berücksichtigen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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