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Gebäudewirtschaft / ehemalige P&R Anlage Garstedt - Sicherungs- und Instandhaltungskonzept für das Tragwerk

Stadt Norderstedt - Die Oberbürgermeisterin | Stadt Norderstedt - Amt für Gebäudewirtschaft | Vergabekammer Schleswig-Holstein beim Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)Norderstedt, Schleswig-HolsteinVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Worum es geht: Die Stadt Norderstedt sucht ein Ingenieurbüro, das Planung und Überwachung für die Sicherung und Instandhaltung des Tragwerks eines stillgelegten Parkhauses übernimmt.

Was zu tun ist: Das Gebäude (ehem. P&R-Anlage Garstedt, Berliner Allee, 22850 Norderstedt) wurde 1976 gebaut und am 15.12.2025 wegen Schäden am Tragwerk außer Betrieb genommen. Künftig soll es nur noch als begehbares Gründungsbauwerk für Wartungszwecke dienen – mit einer Restnutzungsdauer von mindestens 10 Jahren (Standsicherheit bis 2041).

Gefragt sind Ingenieurleistungen in drei Bereichen:

Planung und Überwachung von TragwerksverstärkungenPlanung und Überwachung einer kathodischen Korrosionsschutzanlage (KKS-B)Planung und Überwachung eines Monitoringsystems zur Tragwerksüberwachung

Verfahren: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb über die Vergabeplattform DTVP. Nach einem Auswahlverfahren werden die drei besten Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Aktive Ausschreibung
Termin / FristOKT2026 APR OKT APR OKT APR OKT APR OKT APR
Bieterfragen-Frist30. Okt. 2026
Angebotsfrist10. Nov. 2026
Bindefrist26. Feb. 2027
Leistungsphasen 1–2 abgeschlossen31. Aug. 2027
Vorlage Haushaltsunterlage30. Juni 2028
Leistungsphasen 3–4 abgeschlossen30. Okt. 2028
Vorlage Ausschreibungsunterlagen30. Juni 2029
Ausführungsbeginnca. 1. Okt. 2029
Leistungsphasen 5–8 abgeschlossen / Fertigstellung30. Apr. 2031
VertragslaufzeitDatum offen168 Monate ab Vertragsbeginn (entspricht ca. 14 Jahren); Beginn ab Zuschlag/Vertragsschluss.
Rügefrist §160 Abs. 3 GWBDatum offen10 Kalendertage nach Kenntnis eines Rügevorkommnisses; bei Versäumnis tritt Präklusion ein.
Monitoring LaufzeitDatum offenBesondere Leistung: 10 Jahre regelmäßige Überwachung und Auswertung mit jährlichem Bericht; ab Inbetriebnahme Monitoring (voraussichtlich 2031).
PreisgleitklauselDatum offenGeltungsdauer 36 Monate ab Vertragsschluss.
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität6 Kriterien
Preis 30%Qualität 70%
  • Projektteam/Projektorganisation40%

    Projektteam, interne Organisation, Präsenz vor Ort sowie Maßnahmen zur qualitäts-, termin- und kostengerechten Leistungserbringung, Abstimmung und Zusammenarbeit

  • Projektanalyse/Herangehensweise30%

    Einschätzung besonderer Anforderungen und Vorgehensweise/Methodik zur Bewältigung dieser Anforderungen, Sanierungs- und Monitoringkonzepte

  • Honorar30%

    Bewertung anhand Gesamthonorar netto und durchschnittlichem Stundensatz bei 200 Stunden Kontingent. Angebote ≥15% unter Durchschnitt = Faktor 5, ≥15% über Durchschnitt = Faktor 0, lineare Interpolation. Durchschnitt aus wertungsfähigen Angeboten und Auftragswertermittlung zu gleichen Teilen.

Bewertung über Wertungsfaktor (0-5) multipliziert mit Gewichtung. Maximal 500 Punkte. Honorar: lineare Interpolation - Angebote ≥15% unter Durchschnitt = Faktor 5, ≥15% über Durchschnitt = Faktor 0.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien, Gewichtungen (40% Projektteam, 30% Projektanalyse, 30% Honorar), Unterkriterien und Bewertungsmethode sind in Anlage 3-01 vollständig dokumentiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Aufgabenstellung im Überblick

Die 1976 errichtete und am 15.12.2025 wegen Tragwerksschäden stillgelegte P&R-Anlage Garstedt (Berliner Allee, 22850 Norderstedt) soll künftig nur noch als zu Wartungszwecken begehbares Gründungsbauwerk genutzt werden (gemäß Garagenverordnung und Arbeitsstättenrichtlinie). Das Tragwerk ist schadhaft und muss durch ein Sicherungs- und Instandhaltungskonzept ertüchtigt und für mindestens 10 Jahre standsicher gemacht werden.

Die ausgeschriebene Leistung gehört zur Stufe 2 des Gesamtprojekts (Umnutzung mit Sicherung des Tragwerks). Planung und Ausführung laufen bis 04/2031, der anschließende Leerstandsbetrieb bis 04/2041.

Drei ineinandergreifende Fachplanungen

Die Ingenieurleistungen umfassen drei sich gegenseitig bedingende Leistungsbilder, die interdisziplinär und wechselseitig zu betrachten sind:

Tragwerksverstärkung – Fachplanung und Überwachung gemäß DIN EN 1992-1-1 (Eurocode 2) mit nationalen Anhängen, unter Mitwirkung eines noch zu bindenden Tragwerkplaners.Korrosionsschutzanlage (KKS-B) – Fachplanung und Überwachung gemäß DIN EN ISO 12696:2017-05, mit Anbindung an das vorhandene Hausnetz (Mitwirkung Haustechniker).Monitoring – Fachplanung und Überwachung gemäß DBV-Merkblatt „Brückenmonitoring" (Fassung August 2018), mit Messdatenerfassung und Handlungsempfehlungen über 10 Jahre.

Leistungsphasen nach HOAI

Die Leistung ist in Anlehnung an § 35 HOAI 2021 zu erbringen und umfasst die Leistungsphasen 1 bis 8 mit stufenweiser Beauftragung:

LP 1 – Grundlagenermittlung (Fristsetzung 08/2027): Bestandsaufnahme, Variantenstudie, Aufgabenstellung TragwerksplanungLP 2 – Vorplanung (Fristsetzung 08/2027): Auswahl und Vergleich möglicher Verstärkungen, Anodensysteme, Monitoring-Leistungsbild Phase 1LP 3 – Entwurfsplanung (Ziel 04/2028): gewähltes Verstärkungs-/Dauerhaftigkeitskonzept, Phase 2 DBV-MonitoringLP 4 – Genehmigungsplanung (Ziel 10/2028): Begleitung der GenehmigungLP 5 – Ausführungsplanung: Leerstandsmanagement, DBV-Phase 3LP 6 – Vorbereitung der Vergabe (Ziel 06/2029): Qualitätssicherung, DBV-Phase 3LP 7 – Mitwirkung bei der Vergabe: QualitätssicherungLP 8 – Objektüberwachung (Maßnahmen 10/2029–04/2031): DBV-Phase 4 – Installation, Betriebsbereitschaft, Datenerhebung

Besondere Leistungen gemäß Anlage 10 HOAI werden nicht beauftragt. Die Bewertung der Leistungsphasen erfolgt in von-Hundert-Anteilen (LP 1: 2 %, LP 2: 7 %, LP 3: 15 %, LP 4: 3 %, LP 5: 25 %, LP 6: 10 %, LP 7: 2 %, LP 8: 32 %, LP 9: 2 %; Gesamt: 98 %).

Konzeptbestandteile des Angebots

Vom Bieter ist im Angebot ein vollständiges Sanierungs- und Monitoringkonzept vorzulegen:

Sanierungskonzept (bauliche Maßnahmen): Konzept zur Lastumlagerung mit Abstützmaßnahmen an Stützen und Wänden, Deckenabfangungen, konzeptabhängiger Installation der Tragwerkssicherung (Stahlbau / Release-Bereiche).Sanierungskonzept KKS-B: Korrosionsschutzanlage mit Anodensystemen in horizontaler, vertikaler und überkopf-Anordnung, Betondeckungserhöhung (15 mm), Ankopplungsmörtel (30 mm), Messtechnik und Steuerungseinheiten, Anschluss an das Hausnetz.Monitoringkonzept: Inbetriebnahme, Auswertung der Messdaten und Handlungsempfehlungen über eine Laufzeit von 10 Jahren.

Projektumfeld und Termine

Das Projekt ist eingebettet in ein dreistufiges Vorgehen (Schließen der Anlage – Umnutzung mit Sicherung – Leerstandsbetrieb). Der Nutzungsänderungsantrag wird separat durch den Auftraggeber im 3. Quartal 2026 gestellt. Wichtige Bezugspunkte für den Bieter: Vorlage der Haushaltsunterlage 06/2028, Vorlage Ausschreibungsunterlagen 06/2029, Baubeginn 10/2029, Fertigstellung 04/2031, Monitoring-Laufzeit 10 Jahre. Vertragslaufzeit: 168 Monate ab Vertragsbeginn, Bindefrist des Angebots 26.02.2027.

Honorar und Vergütung

Die Vergütung erfolgt nach HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) mit einem im Honorarformblatt zu beziffernden Honorarzone, Honorarsatz, Zu-/Abschlag, Instandsetzungszuschlag und Nebenkostenpauschale. Für die Honorar-Bewertung ist zusätzlich ein Stundenkontingent von 200 Stunden zum Durchschnittsstundensatz im Angebotsschreiben zu beziffern. Die anrechenbaren Kosten betragen 3.533.000 EUR netto (davon KKS-B-Anlage 1.331.000 EUR, Monitoringsystem 1.296.000 EUR, Tragwerksverstärkung 906.000 EUR).

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Wirtschaftliche und finanzielle Eignung

Mindestumsatz: 0,4 Mio. EUR netto im Mittel der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (bei Bietergemeinschaften addierte Umsätze aller Mitglieder; bei Nachunternehmern Umsätze für relevante Leistungsbereiche).Berufshaftpflichtversicherung: bestehend mit einer Deckungssumme von mindestens 1,5 Mio. EUR für Personenschäden und 1 Mio. EUR für sonstige Schäden. Diese Summen sind von jedem Mitglied einer Bietergemeinschaft und jedem Nachunternehmer einzeln nachzuweisen. Maximierung pro Versicherungsjahr mindestens die doppelte Deckungssumme.

Technische und berufliche Eignung

Vorgeschriebene Fachqualifikationen (mindestens eine der genannten Qualifikationen muss nachgewiesen werden):

Sachkundiger Planer für Betoninstandhaltung (skP) mit gültigem Personenzertifikat gemäß Festlegungen des Ausbildungsbeirats Sachkundiger Planer beim DPÜ e.V. – für die Planung der Instandhaltung von Betonbauwerken nach TR Instandhaltung.

ODER

Korrosionsschutz-Spezialist Qualifikationsgrad 4 gemäß DIN EN ISO 15257:2017.

Zusätzlich für das jeweilige Leistungsbild:

Fachplaner KKS-B: mindestens 3 Referenzen in Planung und Überwachung von KKS-Anlagen.Fachplaner Monitoring: mindestens 3 Referenzen zur Messdatenerfassung mit Tragwerksbezug, Anlehnung an DBV-Merkblatt „Brückenmonitoring".

Referenzanforderungen (Bewertung mit max. 100 Punkten)

Es werden Referenzen in vier Kategorien gewertet – pro Kategorie ist mindestens eine grundsätzlich wertbare Referenz erforderlich:

Tragwerksverstärkung gemäß Eurocode 2 (max. 30 Punkte, ab 3 Referenzen je 10 Punkte)Kathodische Korrosionsschutzanlage (KKS-B) (max. 30 Punkte, ab 3 Referenzen je 10 Punkte)Monitoring (max. 30 Punkte, je Referenz max. 10 Punkte – 5 Punkte für Planung/Umsetzung und 5 Punkte für Auswertung)Öffentliche Auftraggeber (Vergaberecht DE oder EU) (max. 10 Punkte, ab 2 Referenzen je 5 Punkte)

Gemeinsame Mindeststandards für alle Referenzen: Ingenieurleistungen zur Instandsetzung/-haltung von Betonbauwerken, Abschluss nicht vor 2020, anrechenbare Baukosten mindestens 0,5 Mio. EUR netto, Leistungsumfang mindestens abgeschlossene Planung und Beginn der Umsetzung; bei Monitoring zusätzlich mindestens 2 Jahre Messdatenauswertungen. Referenzen aus früheren Tätigkeiten sind zugelassen, sofern eine Bescheinigung des früheren Arbeitgebers/Auftraggebers über die leitende Position vorliegt.

Rechtliche Eignung

Keine Ausschlussgründe gemäß § 42 Abs. 1 VgV sowie §§ 123, 124 GWB.Eigenerklärung zu Artikel 5k EU-Sanktionsverordnung (keine russische Sanktionsbetroffenheit, weder beim Bewerber noch bei Unterauftragnehmern/Eignungsleihern/Lieferanten mit mehr als 10 % des Auftragswertes).Keine unzulässige gesellschaftliche Verknüpfung mit anderen Bietern (oder Offenlegung).Selbstreinigung ist möglich bei Vorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 125 GWB.Bei Bietergemeinschaften: gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder und Benennung eines bevollmächtigten Vertreters.Bei Eignungsleihe: Verpflichtungserklärung gemäß § 47 Abs. 1 VgV.Nachforderung: Fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen können nachgefordert werden.

Auswahlverfahren

Die drei punktbesten geeigneten Bewerber werden zur Angebotsabgabe aufgefordert. Bei Punkte-Gleichstand entscheidet das Los. Die Angebote werden nach Zuschlagskriterien bewertet (Projektteam/Organisation, Honorar, Konzepte), maximal 500 Punkte; für die Zuschlagsfähigkeit sind mindestens 140 Punkte erforderlich.

Referenzprojekte
ab 3 Referenzen (je 10 Punkte) ReferenzenZeitraum: Abschluss nicht vor 2020Volumen: anrechenbare Baukosten mind. 0,5 Mio. EUR netto

Fachplanung und Überwachung von Tragwerksverstärkungen gemäß DIN EN 1992-1-1 (Eurocode 2)

Ingenieurleistungen zur Instandsetzung/-haltung von Betonbauwerken; Leistungsumfang mind. abgeschlossene Planung und Beginn der Umsetzung

ab 3 Referenzen (je 10 Punkte) ReferenzenZeitraum: Abschluss nicht vor 2020Volumen: anrechenbare Baukosten mind. 0,5 Mio. EUR netto

Fachplanung und Überwachung einer kathodischen Korrosionsschutzanlage für Stahlbeton (KKS-B)

Ingenieurleistungen zur Instandsetzung/-haltung von Betonbauwerken

je Referenz 5 Pkt. Planung/Umsetzung + 5 Pkt. Auswertung ReferenzenZeitraum: Abschluss nicht vor 2020Volumen: anrechenbare Baukosten mind. 0,5 Mio. EUR netto

Fachplanung Monitoring (Planung, Ausführungsbegleitung Monitoringkonzepte, Messdatenauswertungen)

Bei Monitoring: mind. 2 Jahre Messdatenauswertungen

ab 2 Referenzen (je 5 Punkte) ReferenzenZeitraum: Abschluss nicht vor 2020Volumen: anrechenbare Baukosten mind. 0,5 Mio. EUR netto

Referenzen für öffentliche Auftraggeber (Anwendung des öffentlichen Vergaberechts DE oder EU)

Ingenieurleistungen zur Instandsetzung/-haltung von Betonbauwerken unter Vergaberecht

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 55%4–10 · 40%11+ · 5%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 21 erledigt
Teilnahmeantrag (Phase 1 – Eignung)
Angebotsphase (Phase 2 – nach Aufforderung)
Formale Anforderungen
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Stadt Norderstedt - Die Oberbürgermeisterin | Stadt Norderstedt - Amt für Gebäudewirtschaft | Vergabekammer Schleswig-Holstein beim Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Anschrift
22846 Norderstedt
Ort
22850 Norderstedt
Kategorie
Schleswig-Holstein
Veröffentlicht
Angebotsfrist
—
Auftraggeber-Website
www.norderstedt.de ↗

Erfüllungsort

Ort der Leistung
22850 Norderstedt
Schleswig-Holstein

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