Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde über Kanal- und Straßenbauarbeiten im Ortsteil Brenscheid (Hagener Straße, 58769 Nachrodt-Wiblingwerde).
Im Kern geht es darum, die alten Schmutz- und Regenwasserkanäle samt Schächten vollständig zurückzubauen und durch neue Kanäle (PVC-U, Stahlbeton, PE-HD) zu ersetzen, alle Hausanschlüsse zu erneuern und die innerörtlichen Verkehrsflächen inkl. Unterbau und Asphaltdecke neu herzustellen. Hinzu kommen der Ausbau eines innerörtlichen Teichs (mit Mönchbauwerk) sowie ein neuer Regenwasserkanal bis zur Einleitstelle außerorts.
Die Maßnahme wird einheitlich (ohne Losaufteilung) vergeben. Die Angebotsabgabe erfolgt elektronisch über den Vergabemarktplatz NRW bis zum 14.09.2026 um 09:00 Uhr. Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Niedrigster Angebotspreis100%
Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot mit dem niedrigsten Angebotspreis erteilt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und Vergabeform
Die Ausschreibung umfasst eine kombinierte Kanal- und Straßenbaumaßnahme im OT Brenscheid der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde. Die Leistung wird einheitlich (ohne losweise Vergabe) vergeben – es gibt nur einen Auftragnehmer für die Gesamtmaßnahme. Die Ausführung erfolgt nach VOB/B. Verkehrskonzept: Vollsperrung der Ortslage während der Bauzeit mit bauzeitlicher Ortsumgehung.
Bauabschnitt 1 – Kanal-, Druckrohrleitungs- und Hausanschlussbau
Bestand: Rückbau und Verdämmung der vorhandenen Schmutz- und Regenwasserkanäle sowie der zugehörigen Schachtbauwerke.
Neubau Schmutzwasser:
Neubau Regenwasser:
Hausanschlüsse:
Bypass: Provisorischer Bypasskanal zur Aufrechterhaltung der Entwässerung während der Bauzeit.
Inbetriebnahme: Dichtheitsprüfung (Wasser- oder Luftdruck nach DIN EN 1610) und optische Inspektion aller neu hergestellten Anlagen.
Bauabschnitt 2 – Straßenbau
Erdbau/Verbau: Suchgräben, Normverbau bis 4,00 m Tiefe, Bodenaushub in Homogenbereichen B–F, Handschachtung, Freilegen und Sichern von Bestandsleitungen/Kabeln, Sandbettung, Bodenaustausch (gebrochenes Natursteingemisch 0/45), Geotextil, Rohrbettung, Seitenverfüllung und Überdeckung.
Wasserhaltung: Planumsdrainage (DN 300–500, DA 250/450), Abfangen wasserführender Kanäle, ggf. Pumpenüberwachung 0–24 Uhr.
Oberflächenaufnahme/Rückbau: Asphaltschnitt, Ausbauasphalt Klasse A und B (insgesamt mehrere tausend m²), Straßenbefestigung, Betonpflaster, Bordsteine, Rinnen, Straßenabläufe, Zäune, Verkehrsschilder, Leitpfosten – fachgerechte Aufnahme, Lagerung bzw. Entsorgung.
Verkehrsflächen – Unterbau:
Asphaltarbeiten (Belastungsklasse BK 1,8, Gesamtdicke ≥ 65 cm):
Pflaster- und Borde: Bordsteine, Pflasterstreifen, Betonsteinpflaster (ca. 225 m²), Rasengittersteine, Winkelrandsteine, Nass-Schnitt, Unterbeton C 20/25, Zementmörtel-Verfugung.
Straßenentwässerung: Planumsdränage, PVC-U-Rohre DA 160/200, Bögen, Muffen, Abzweige, Straßenabläufe aus Beton, Schlitzrinnen DN 250 Kl. D, Drainrinnen, Entwässerungsrinnen.
Stütz- und Hangsicherungen: Gabionenkonstruktionen (ca. 110 m), Dränrohre, Winkelstützelemente.
Anpassungsarbeiten: Versetzen/Anpassen von Stromverteilungs- und Straßenbeleuchtungskästen, Anpassung privater Grundstückszufahrten, Pflanzscheiben und Wurzelsperren, Oberbodenandeckung.
Mindestdurchfahrtsbreite: ca. 5,00 m (leichte Verschiebung der Straßenführung).
Bauabschnitt 3 – Regenwasserkanal außerorts bis Einleitstelle
Neubau Regenwasserkanal PE-HD DA 400 (PE 100, SDR 17,6) vom Schacht RW-17 bis RW-24 (Einleitstelle) auf ca. 400 m Länge.
Bauabschnitt 4 – Ausbau innerörtlicher Teich
Ausbau des innerörtlichen Teichs als Regenrückhaltung:
Baustelleneinrichtung, Verkehrssicherung, Sicherungen
Baustelleneinrichtung: Einrichten, Vorhalten (18 Monate) und Räumen der Baustelle, Bauleitungsbüro ca. 30 m², Beweissicherung/Fotodokumentation, Mülltransport für ca. 40 Grundstücke, Sicherstellung Rettungswege, digitales Aufmaß (EDM), digitale Bestandspläne.
Verkehrssicherung: Durchführung nach StVO/RSA21, verkehrsrechtliche Anordnung (Unterlagen erstellen und einreichen), Vollsperrung innerorts und außerorts, Aufstellen von ca. 30–50 Verkehrszeichen, Fußgängerbohlenweg (ca. 50 Stk.), Schrankenzäune (ca. 400–750 m je nach Bereich), Gitterschutzzaunanlage (ca. 200 m, Höhe mind. 2,15 m), Überfahrten mit Stahlplatten.
Sicherungen: Grenzsteine (ca. 10 Stk.), Mastlaternen, Schalt- und Elektroschränke, Baumschutz, Grundstückseinfriedungen (ca. 800 m), Baufeldrodung (Grasnarbe, Oberboden, Rodung, Baumfällung D 10–60 cm, Heckenschnitt/-rodung).
Leergewerke und Telekommunikation
Kabelschutzrohrgräben (gleichzeitig mit Kanalbau):
Diese Leerrohre dienen der späteren Aufnahme von Telekommunikations- und Versorgungs-/Energieanlagen.
Reinigung, TV-Inspektion, Dichtheitsprüfung und Dokumentation
Geräteanforderungen: Hochdruck-Reinigungsfahrzeug ≥ 170 bar, ≥ 350 l/min, ≥ 250 m Schlauch; Saug-/Spül-Kombifahrzeug (wasserautark); ferngesteuerte TV-Kamera (≤ DA 450) mit Videoaufzeichnung; Digital-Schacht-Kamera 306°×360° (≤ 35 cm/s); statische und dynamische Plattendruckgeräte; Erdbaugeräte für Planum, Verdichtung und Asphalteinbau.
Leistungen:
Dokumentation/Datenträger:
Stundenlohnarbeiten, Materiallieferungen, Qualitätsanforderungen
Stundenlohnarbeiten: Verrechnungssätze für Poliere, Facharbeiter, Helfer; Geräte wie Bagger, Frontlader, Rüttler, Kompressor, Motorpumpe, Stemmhammer, LKW-Kipper.
Materiallieferungen: Beton C16/20 (Leitungssicherung) bzw. C30/37 (Auftriebssicherung), Kaltasphalt zur Verkehrssicherung, Schottertragschicht, Oberboden, Sand 0/2, Kabelschutzrohre PE-HD.
Allgemeine Qualitäts- und Norm-Anforderungen:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung und Präqualifikation
Nachweis der allgemeinen fachlichen, wirtschaftlichen und technischen Leistungsfähigkeit. Akzeptiert wird alternativ:
Auf Verlangen der Vergabestelle nach Shortlisting sind zusätzlich vorzulegen: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskarte/IHK-Eintragung, Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Finanzamt, Sozialkasse, § 48b EStG), qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen. Ab Auftragssumme ≥ 30.000 EUR wird der Auszug aus dem Gewerbezentralregister durch den AG eingeholt.
Fachliche Eignung – Kanalbau (offene Bauweise)
Erfüllung der Anforderungen der Gütesicherung Kanalbau RAL-GZ 961, Beurteilungsgruppe AK2. Nachweis durch RAL-Gütezeichen Kanalbau oder gleichwertigen Nachweis (personelle, technische und organisatorische Anforderungen).
Fachliche Eignung – Inspektion, Reinigung, Dichtheitsprüfung
Für die Durchführung von TV-Inspektion, Kanalreinigung und Dichtheitsprüfung muss die Eignung nach RAL-GZ 961 für die Beurteilungsgruppen vorliegen:
Nachweis durch RAL-Gütezeichen oder gleichwertigen Prüfbericht mit Verpflichtungserklärung zur Gütesicherung.
Referenzen und Umsatz
Referenzen: Mindestens 3 vergleichbare Kanalbaumaßnahmen der letzten 5 Kalenderjahre (offene Bauweise). Vergleichbarkeit nach Bauweise, Tiefenlage, Rohrdimensionen, Verbau- und Wasserhaltungsmaßnahmen, Umfang und Komplexität. Pro Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Eigenleistungsumfang mit Mengenangaben, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Umsatz: Angabe der Umsätze der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für vergleichbare Leistungen (inkl. ARGE-Anteil).
Personelle Anforderungen
Arbeitskräfte: Ausreichende personelle Kapazität für die Ausführung. Auf Verlangen Nachweis der durchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
Qualifikation Bedienungspersonal: Mindestens 2 Bedienungspersonen je Hochdruck-Reinigungsfahrzeug.
PE-HD-Schweißarbeiten: Sachkundiges Personal (Schweißzertifikat) für die Verschweißung der PE-HD-Druckrohrleitungen und Hausanschlussleitungen.
Gerätetechnische Mindestanforderungen
Nachweis/darüber Verfügbarkeit von:
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften: Alle Mitglieder sowie ein bevollmächtigter Vertreter sind zu benennen (Formular 531). Alle Mitglieder haften gesamtschuldnerisch und müssen gemeinsam die Eignungskriterien erfüllen.
Nachunternehmer/Eignungsleihe: Bei Unterauftragsvergabe Erklärung nach Formular 533a mit Leistungsteilen und Nachunternehmerangaben. Bei Eignungsleihe Formular 534a oder 534b.
Nebenangebote: Zulässig, jedoch nicht zur Bauzeit, zum vorgegebenen Rohrmaterial und zum vorgesehenen Fahrbahnaufbau.
Nachtragsangebote: Prüffähiges Nachtragsangebot mit Leistungsverzeichnis, Mengen-/Preisermittlung, Kalkulation und Darstellung der Auswirkungen auf Bauablauf und Bauzeit.
Auftragsbezogene Referenzen über vergleichbare Kanalbaumaßnahmen der letzten fünf Jahre (offene Bauweise). Vergleichbarkeit nach Bauweise, Tiefenlage, Rohrdimensionen, Verbau- und Wasserhaltungsmaßnahmen, Umfang und Komplexität.
Mindestangaben je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke. Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.