Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Stadtverwaltung Mühlhausen für Bauarbeiten zur Trockenlegung und Neuabdichtung der Außenwände des Großen Saals der Gemeindeschänke Felchta.
Die Maßnahme umfasst den Aufbau einer neuen Vertikalabdichtung, den Einbau einer nachträglichen Horizontalsperre, Sanierputz- und Anstricharbeiten sowie umfangreiche Rückbau-, Erd-, Entwässerungs- und Pflasterarbeiten im Außenbereich. Die Bauzeit beträgt rund 2 Monate.
Bieter können das Angebot elektronisch oder schriftlich einreichen. Maßgeblich für die Wertung ist der niedrigste Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Ein Bonus von 15% wird bei Angeboten von Werkstätten für Behinderte eingeräumt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBauleistung im Überblick
Die Leistung umfasst die Trockenlegung der Außenwände am Großen Saal der Gemeindeschänke Felchta. Dazu zählen Freilegung der erdberührten Wände, Aufbringen einer mineralischen Vertikalabdichtung nach DIN 18533 (W1-E), Einbau einer nachträglichen Horizontalsperre, Auftrag von Sanierputz und abschließender Anstrich. Die Baumaßnahme erfolgt abschnittsweise nach bereits erfolgter Sanierung von Dach, Blitzschutz, Elektrik und Akustikdecke.
Baustelleneinrichtung und Dokumentation
Errichten, Vorhalten und Räumen der Baustelle für die gesamte Bauzeit (rund 2 Monate): Aufstellen und Vorhalten eines Bauzauns (ca. 91 m), Bereitstellung von Baustrom und Bauwasser, Aufstellen der Schilder 'Betreten verboten'. Vor Baubeginn ist der Ist-Zustand der Pflasterflächen, Sockelbereiche und Gebäudeanschlüsse zu dokumentieren und der Bauleitung zu übergeben. Während der gesamten Bauzeit sind tägliche Bautagesberichte zu führen und wöchentlich dem Auftraggeber zu übergeben.
Rückbau in den Außenanlagen
Abbrechen eines Pfeilers (Ziegel-/Naturstein) an der Hofeinfahrt, Rück- und Wiedermontage eines Zaunabschnitts (ca. 3 m) sowie Freilegen und Verschließen eines alten Kohleneinführungsschachtes (ca. 2,50 × 2,50 m).
Erd- und Entwässerungskanalarbeiten
Aufnehmen und seitliches Lagern von Betonstein- und Granitpflaster (zusammen rund 64 m²) sowie der Schottertragschicht, teilweise Neu-Lieferung und fachgerechter Wiedereinbau. Bodenaushub zur Freilegung der Kelleraußenwände (ca. 19 m³, max. 0,5 m Tiefe) und der Außenwände (ca. 119 m³, max. 1,5 m Tiefe), Verfüllung mit verdichtetem Schotter (ca. 48 t). Herstellen eines Anschlusses an den bestehenden Straßenkanal mit KG-Rohr DN 100 (ca. 51 m) einschließlich KG-Bögen (24 St), Trassenwarnband und Sandbettung (ca. 16 m³). Rodungs- und Schnittarbeiten an Bäumen sind unzulässig. Im Bereich von Hausanschlüssen, Blitzableitung und Senkkästen ist in Handschachtung zu arbeiten.
Vertikalabdichtung und Sockelschutz
Entfernen des vorhandenen Sockelputzes auf ca. 160 m², Aufbringen einer Haftbrücke und Egalisierung des Untergrunds. Anschließend Aufbringen einer mineralischen Dickbeschichtung als W1-E-Abdichtung gem. DIN 18533 (ca. 160 m²). Einbau einer Noppenbahn mit Vlies-/Gleitfolie (ca. 127 m²) inklusive Abschlussprofil (ca. 133 m) und Anschluss des Kellerfensters. Erneuerung des Sockelputzes einschließlich Armierung und Oberputz (ca. 40 m²) sowie mittel getönter Anstrich des Sockelbereichs (ca. 40 m²).
Entsorgung, Umwelt- und Nachbarschaftsschutz
Alle anfallenden Materialien (z. B. Abbruchziegel, Putz, Aushubboden, PE-Folie, Sockeldämmung) sind fachgerecht zu entsorgen; Entsorgungsnachweise (Übernahme-, Begleit- und Wiegescheine) sind dem Auftraggeber zur Verfügung zu stellen. Die anfallenden Stoffe werden mit dem Ausbau Eigentum des Auftragnehmers. Maut-, Transport-, Deponie- und Separierungskosten sind in die Einheitspreise einzurechnen. Beeinträchtigungen sind auf das Unvermeidliche zu beschränken, Leitungsbeschädigungen und Altlastenfunde sind unverzüglich zu melden. Das Nachbargrundstück ist – soweit für die Arbeiten nötig – sorgfältig zu betreten. Der Kleine Saal ist während der Baumaßnahme möglichst nutzbar zu halten.
Personal auf der Baustelle
Der Auftragnehmer hat einen Bauleiter zu benennen, der während der gesamten Bauzeit die Aufsicht führt. Zusätzlich muss während der gesamten Bauzeit ein fachlich geeigneter Vorarbeiter oder Polier auf der Baustelle anwesend sein. Der Einsatz von Nachunternehmern bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Auftraggebers; Nachunternehmer müssen fachkundig, leistungsfähig und zuverlässig sein und die gewerblichen Voraussetzungen erfüllen.
Normen, Vorschriften und SiGe
Sämtliche Arbeiten und Materialien müssen den einschlägigen Normen und Bestimmungen in der jeweils neuesten Fassung, dem Stand der Technik sowie den Unfallverhütungs- und Umweltschutzvorschriften entsprechen. Die Ausführung erfolgt nach VOB/B und VOB/C. Der SiGe-Koordinator wird durch den Auftraggeber gestellt (Stadt Mühlhausen, Dipl.-Ing. Esther Müller).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung und Registereintragungen
Bieter müssen fachkundig, leistungsfähig und zuverlässig sein und die gewerblichen Voraussetzungen erfüllen. Sie haben auf Verlangen Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug und – soweit einschlägig – die Eintragung in der Handwerksrolle (Handwerkskarte) bzw. bei der IHK vorzulegen.
Persönliche Lage und Ausschlussgründe
Es dürfen keine Insolvenz-, Liquidation oder vergleichbaren Verfahren vorliegen. Schwere Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A in den letzten zwei Jahren schließen aus (keine Freiheitsstrafe > 3 Monate, keine Geldstrafe > 90 Tagessätze, keine Geldbuße > 2.500 €). Gegebenenfalls können Maßnahmen zur Selbstreinigung die Zuverlässigkeit wiederherstellen; ein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan ist auf Verlangen vorzulegen.
Steuern, Sozialversicherung und Berufsgenossenschaft
Auf Verlangen vorzulegen: Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts bzw. Bescheinigung in Steuersachen, Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (soweit beitragspflichtig), qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen sowie die Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Fachliche und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Auf Verlangen ist die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre (gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal) zu erklären. Für nicht präqualifizierte Bieter ist das Formblatt 'Eigenerklärung zur Eignung' (Form 124) einzureichen; präqualifizierte Bieter können ihre PQ-Nummer angeben. Der Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für vergleichbare Bauleistungen (inkl. ARGE-Anteil) ist anzugeben.
Referenzen
Falls das Angebot in die engere Wahl kommt, sind 3 Referenznachweise über vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren vorzulegen (Details siehe 'reference_projects').
Sprache und Nachreichung
Sämtliche Bescheinigungen sind in deutscher Sprache bzw. mit deutscher Übersetzung vorzulegen. Fehlende Unterlagen werden durch die Vergabestelle nachgefordert und sind innerhalb angemessener Frist nachzureichen.
Thüringer Vergabegesetz und KMU
Mit dem Angebot ist eine Eigenerklärung zum Thüringer Vergabegesetz einzureichen. Bieter können den KMU-Status erklären. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 % auf die Wertungssumme; die Eigenschaft als Werkstatt für Behinderte ist mit dem Angebot nachzuweisen.
3 Referenznachweise über mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbare Bauleistungen
Vergleichbare Bauleistungen (Außenwandabdichtung / Trockenlegung); Pflichtangaben je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit ausgeführten Mengen, Zahl der durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmer, Beschreibung besonderer technischer/gerätespezifischer Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Vorlage nur bei engerer Wahl des Angebots.