Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Göppingen schreibt im Rahmen der Generalsanierung des denkmalgeschützten Hohenstaufen-Gymnasiums die Lieferung, Montage und Wartung von motorisch betriebenen Vollverdunkelungsanlagen (ZIP-Systeme) öffentlich aus.
Die Leistung ist in zwei Lose (Bauabschnitte) aufgeteilt: Los 1 umfasst das Hauptgebäude und den Nordtrakt (Ausführung ab November 2026), Los 2 den Südtrakt (ab April 2027). Insgesamt sollen rund 32 ZIP-Anlagen in Klassenzimmern und Fachklassen eingebaut werden.
Angebote können nur elektronisch über die Vergabeplattform des Bundes (vergabe24.de) bis zum 27.07.2026 um 09:00 Uhr abgegeben werden. Zuschlagskriterium ist ausschließlich der Preis. Mit dem Angebot sind umfangreiche Eigenerklärungen, technische Nachweise sowie ein zwingend einzureichendes Wartungsangebot vorzulegen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis gemäß Nr. 5.5 des Aufforderungsschreibens. Die für Inspektion und Wartung angebotenen Jahrespauschalen und Gleitklauseln werden in die Wertung einbezogen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Systemanforderungen
Zu liefern und zu montieren sind motorisch betriebene Vollverdunkelungsanlagen als ZIP-System mit beidseitiger durchgehender Reißverschlussführung (keine Aussteifungsprofile).
Technische Spezifikation (gilt für alle Anlagen beider Lose):
Baustelleneinrichtung, Logistik und Nebenleistungen
Pro Bauabschnitt ist eine eigene Baustelleneinrichtung (Aufbau ca. 60 %, Abbau/Räumen/Wiederherstellen ca. 40 %) einzurichten und vorzuhalten. Zum Leistungsumfang gehören außerdem:
Nicht im Leistungsumfang enthalten: Elektroarbeiten (bauseitig nach Bieter-Schaltplänen), Gerüstbau (bauseits, Umbauten nur durch Gerüstbaugewerk mit 2 Wochen Vorlauf), Aufenthalts- und Lagerräume im Gebäude sowie vom AG beigestellte Stoffe.
Organisation, Personal und Dokumentation
Vor Beginn der Arbeiten ist ein deutschsprechender Fachbauleiter nach Landesbauordnung schriftlich zu benennen und auf der Baustelle ständig anwesend zu sein. Bei Einsatz von nicht deutschsprachigem Personal ist ständig eine deutschkundige Ansprechperson vor Ort zu stellen. Außerdem ist ein Sicherheitsbeauftragter mit Weisungsbefugnis gegenüber Subunternehmern und Beschäftigten zu benennen.
Der Auftragnehmer hat die Gefährdungsbeurteilung zu erstellen, die Beschäftigten zu unterweisen (Unterweisung bei wesentlichen Änderungen alle 6 Monate zu wiederholen) und alle Arbeitsunfälle sowie Schadensfälle dem SiGe-Koordinator und ggf. den Behörden/Berufsgenossenschaften zu melden. Alle einschlägigen Arbeitsschutz-, Unfallverhütungs- und Gefahrstoffvorschriften (ArbSchG, GefStoffV, TRGS, DGUV, BaustellV) sind einzuhalten; bei Schadstoffarbeiten ist Anzeige bei der zuständigen BG zu erstatten.
Für Los 2 (BA2 Südtrakt) ist zusätzlich spätestens 2 Wochen vor Abnahme eine Gesamtdokumentation in einem Ordner (Papier und digital) zu übergeben.
Wartung (für die Verjährungsfrist)
Mit dem Auftrag ist die Wartung der installierten Vollverdunkelungsanlagen für die Dauer der Verjährungsfrist verbunden. Der Wartungsvertrag beginnt spätestens 3 Monate nach Abnahme der Anlage und läuft über mehrere Jahre. Die Vergütung erfolgt als Jahrespauschale (netto/brutto) mit Preisgleitklausel; Zahlung wahlweise jährlich, halbjährlich oder vierteljährlich in Teilbeträgen.
Wartungsleistungen:
In der Jahrespauschale abgegolten sind: Wartung, Instandsetzung inkl. Ersatzteile bis 25 € je Wartung/Anlage, Hilfsmittel und -stoffe, Materialien nach Arbeitskarte sowie Nebenkosten (Fahr-/Transportkosten, Auslösung, Tage- und Übernachtungsgelder, Schmutz- und Erschwerniszulagen, Überstunden sowie Sonn- und Feiertagszuschläge). Ersatzteile über 25 € werden gesondert vergütet.
Vom AG werden kostenlos zur Verfügung gestellt: vorhandene Einrichtungen, Versorgungsanschlüsse, Betriebsstoffe (Strom, Wasser, Brennstoffe) sowie Zugänge zu Anlagen und Versorgungsanschlüssen. Mängelansprüche betragen 2 Jahre für Wartungsarbeiten während der Verjährungsfrist und 1 Jahr für Wartungsarbeiten außerhalb.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche und rechtliche Eignung
Erforderlich für alle Lose:
Fachliche und technische Eignung
Referenzen: mindestens 3 vergleichbare Projekte in den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren.
Arbeitskräfte: Nachweis der Verfügbarkeit geeigneter Arbeitskräfte. Bei Zuschlag in enger Wahl sind die durchschnittliche Zahl der Arbeitskräfte (Lohngruppen) sowie die Leitungskräfte der letzten abgeschlossenen Kalenderjahre anzugeben.
Sprache/Personal: deutschsprechender Fachbauleiter nach Landesbauordnung (schriftliche Benennung vor Beginn); bei nicht deutschsprachigem Personal ständig deutschkundiger Ansprechpartner vor Ort. Schriftliche Benennung vor Arbeitsbeginn ist Pflicht.
Dokumentation und Arbeitsschutz: Fähigkeit zur Erstellung von Bautagesberichten, Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen, Stundenlohnzetteln (KEV 321 StL) und – für BA2 – einer umfassenden Gesamtdokumentation. SiGe-Plan ist zu beachten und mit dem SiGe-Koordinator abzustimmen.
Tariftreue und Mindestlohn
Verpflichtungserklärung zur Einhaltung des Mindestlohngesetzes (MiLoG), des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes (AEntG) sowie des Tariftreue- und Mindestlohngesetzes Baden-Württemberg (LTMG-BW) – sofern anwendbar. Die Verpflichtung gilt auch für sämtliche Nachunternehmen und Verleihunternehmen in der gesamten Kette; prüffähige Unterlagen über eingesetzte Beschäftigte sind bereitzuhalten. Verstöße können zu Vertragsstrafe und Ausschluss führen.
Vergleichbare Referenzen über Lieferung und Montage von Verdunkelungsanlagen (idealerweise ZIP-Systeme) im Schul- oder öffentlichen Gebäudebereich
Mit dem Angebot sind mindestens 3 Referenzen über vergleichbare Leistungen einzureichen (KEV 179 AngErg Eignung, Seiten 3–4). Pflichtangaben je Referenz: Baumaßnahme, Ort, Bauherr/Auftraggeber mit Anschrift, Leistungsbeschreibung, Auftragswert gesamt, Eigenleistung in €, Ausführungszeitraum, durchschnittlich eingesetzte Arbeits- und Leitungskräfte, Rolle (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer) sowie besondere technische, gerätespezifische oder zeitliche Anforderungen. Bei Zuschlag in enger Wahl nachzufordern: schriftliche Bestätigung des damaligen Auftraggebers zur auftragsgemäßen Erbringung sowie Ansprechpartner des Auftraggebers.