Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Zweckverband Stausee Bitburg schreibt im offenen Verfahren Dienstleistungen für ein Projekt aus, bei dem Sediment aus dem Stausee Bitburg in den Unterlauf der Prüm verbracht wird. Um sicherzustellen, dass das Gewässer keinen Schaden nimmt und die Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie eingehalten werden, sind ein gewässerökologisches Monitoring sowie die ökologische Baubegleitung über mehrere Jahre erforderlich. Bieter müssen Eigenerklärungen, Honorarkalkulation und weitere Unterlagen elektronisch über die Vergabeplattform subreport ELViS einreichen. Zuschlag erhält das preisgünstigste Angebot.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis/Honorar100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme; bei gleicher Wirtschaftlichkeit wird der Zuschlag auf das Angebot der Werkstatt für Behinderte erteilt.
Der Preis (in €, netto) wird ermittelt aus der Wertungssumme des Angebots. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme unter Berücksichtigung etwaiger Nachlässe. Für Werkstätten für Behinderte wird ein Bonus von 15 Prozent eingeräumt. Der Preis wird auf einer Punkteskala von 0 bis [Punkte] normiert: Niedrigster Preis = max. Punkte, 0 Punkte = fiktives Angebot mit 2,0-fachem des niedrigsten Preises, lineare Interpolation mit bis zu 3 Stellen nach dem Komma.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGrundleistung Monitoring
Das gewässerökologische Monitoring ist über 2 Jahre Pflicht (optionale Verlängerung um 2 weitere Jahre) jeweils zweimal jährlich im Mai und November durchzuführen. Zu den Pflichten zählen: Sohlsubstrat-Anteile (Methode Meier et al. 2006), Kolmation (9 Probestellen, Verfahren ÖKON & GEOTEAM 2014, 1x jährlich im Mai), Elektrobefischung (3 Befischungsstrecken à mind. 100 m mit 2 Anodenführern und 1 Helfer, watend) sowie Makrozoobenthos-Untersuchungen (3 Probenahmestellen, WRRL-Methodik Perlodes). Vor Maßnahmenbeginn ist je Parameter eine Nullaufnahme durchzuführen. Nach jeder Erfassungsrunde sind Datenauswertung und Berichterstellung vorzunehmen.
Messstellen und Untersuchungsgebiet
Die Probenahmen erfolgen an festgelegten Messstellen an der Prüm: unterhalb Pegel Wiersdorf, an der WRRL-Messstelle Prüm bei Wettlingen und an der WRRL-Messstelle Prüm-Mündung. Untersuchungsgebiet ist der Stausee Bitburg (Biersdorf am See und Wiersdorf) sowie die Prüm zwischen Stausee und Mündung.
Berichte und Abstimmungen
Jährlich ist ein Zwischenbericht zu erstellen und bis 31.03. des Folgejahres an die SGD Nord zu übermitteln. Nach Ende des Monitorings ist ein Abschlussbericht vorzulegen. Der Monitoring-Vorschlag ist mindestens 3 Monate vor Maßnahmenbeginn mit der SGD Nord abzustimmen. Berichte zur ökologischen Maßnahmenbetreuung sind gemäß § 17 Abs. 7 BNatSchG zu fertigen.
Ökologische Maßnahmenbetreuung
Die ökologische Maßnahmenbetreuung muss vor Beginn des Sediment-Transfers starten und über die ersten 2 Jahre laufen (optionale Verlängerung +2 Jahre). Sie umfasst die Überwachung der naturschutzfachlichen Auflagen aus der wasserrechtlichen Erlaubnis, die Kontrolle der Einhaltung natur- und umweltschutzrechtlicher Vorgaben, die Dokumentation des Ausgangszustands vor baulicher Inanspruchnahme, die fachliche Beratung des Auftraggebers und anderer Auftragnehmer sowie Ortstermine zur Abstimmung. Im Bedarfsfall sind bei Konflikten mit dem Artenschutz Maßnahmen vorzuschlagen und mit den Naturschutzbehörden abzustimmen.
Optionale und besondere Leistungen
Optional können Monitoring und Maßnahmenbetreuung um 2 weitere Jahre (insgesamt 4 Jahre) verlängert werden. Besondere Leistungen sind funktions- und qualifikationsabhängige Zusatzleistungen, die nur bei nachgewiesenem Bedarf zum Einsatz kommen, z.B. zusätzliche Ortstermine oder Überschreitungen der vereinbarten Terminpauschalen (Halbtages-/Tagespauschalen bis 31.12.2028, geänderte Konditionen ab 01.01.2029).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenRegistereintragung und Rechtsform
Nachweis der Eintragung in einem relevanten Berufs- oder Handelsregister (z.B. Handelsregister), nicht älter als 1 Jahr zum Zeitpunkt des Ablaufs der Teilnahmefrist. Ausländische Bewerber legen eine Bescheigung der zuständigen Behörde des Herkunftslandes vor, ggf. mit Übersetzung. Nicht eintragungspflichtige Unternehmen geben eine Eigenerklärung ab. Bei Bietergemeinschaften ist der Nachweis je Mitglied separat zu erbringen.
Berufshaftpflichtversicherung
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen von 1,5 Mio. EUR für Personenschäden und 0,5 Mio. EUR für sonstige Schäden. Alternativ Bescheigung eines Versicherers, dass der Abschluss im Auftragsfall zugesagt wird. Bei Bietergemeinschaften separater Nachweis je Mitglied, das leistungsrelevante Arbeiten erbringt.
Personal und Schlüsselpersonal
Erklärung über Führungskräfte und durchschnittliche jährliche Beschäftigte der letzten 3 Jahre (inkl. Ingenieure/Architekten). Mindestens 2 Personen müssen ein abgeschlossenes Hochschulstudium in Biologie, Landschaftsökologie, Geoökologie, Umweltwissenschaften, Landespflege oder einem vergleichbaren naturwissenschaftlichen Studiengang mit nachgewiesenen Erfahrungen in der Gewässerökologie vorweisen. Der verantwortliche Projektleiter muss ebenfalls über dieses Qualifikationsprofil verfügen und ist namentlich mit Diplomzeugnis oder Berufsregistereintrag sowie Eigenerklärung zur Übernahme der inhaltlichen Projektführung zu benennen. Änderungen am Schlüsselpersonal nach Zuschlag sind nur mit Zustimmung des Auftraggebers zulässig.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung über den Gesamtumsatz und den spezifischen Umsatz im Tätigkeitsbereich in den letzten 3 Geschäftsjahren (Formular EE/EigE). Bei Bietergemeinschaften je Mitglied separat; bei Neugründungen sind die vorhandenen Geschäftsjahre anzugeben.
Fachliche Eignung (Referenzen)
Nachweis geeigneter Unternehmensreferenzen, die nicht älter als 5 Jahre sind. Gefordert werden: (1) gewässerökologisches Monitoring in Gewässerläufen von mindestens 2 km Länge mit Erfassung von Sohlsubstrat-Anteilen, Kolmation, Fischen und Makrozoobenthos inkl. Datenauswertung und Berichten; (2) ökologische Maßnahmenbetreuung in aquatischen Systemen. Die Anforderungen können auf mehrere Referenzprojekte verteilt und auch über Eignungsleihe durch benannte Nachunternehmer oder Mitglieder einer Bietergemeinschaft erbracht werden.
Zwingende rechtliche Erklärungen
Abgabe der Eigenerklärungen zu Ausschlussgründen (kein Insolvenzverfahren, keine schweren Verfehlungen gem. §§ 123/124 GWB, ordnungsgemäße Zahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen, Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft). Verpflichtungserklärung zur Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns bzw. Mindestentgelts nach LTTG/LTMG, einschließlich Sicherstellung der Einhaltung durch Nachunternehmer. Erklärung zur Russland-Sanktionskonformität gemäß EU-VO 2022/576 (Haupterklärung sowie Angaben zu Eignungsleihe, Nachunternehmern und Lieferanten; ggf. Nachweis, dass betroffene Leistungen 10% der Auftragssumme nicht überschreiten oder Ausnahme nach Art. 5k Abs. 2 vorliegt).
Hinweise zum Verfahren
Verfahrensart: offenes Verfahren gem. § 15 VgV. Zuschlagskriterium: Preis (einziges Wertungskriterium ist das angebotene Brutto-Honorar inkl. Optionen und Nebenkosten, 100%). Elektronische Einreichung über subreport ELViS ist zwingend; physische Einreichung ist nicht zulässig. Nachforderung von Unterlagen nach Fristablauf ist nicht ausgeschlossen. Nebenangebote und mehrere Angebote je Bieter sind nicht zugelassen. Kosten der Teilnahme werden nicht erstattet. KMU sind entgegen einer anderslautenden Formulierung zur Teilnahme geeignet.
Gewässerökologisches Monitoring in Gewässerläufen von mindestens 2 km Länge, mit Erfassung von Sohlsubstrat-Anteilen, Kolmation, Fischbestand und Makrozoobenthos, jeweils inkl. Datenauswertung und Berichterstattung
Referenzen können vom Bewerber, von einem Mitglied einer Bietergemeinschaft oder über Eignungsleihe durch einen benannten Nachunternehmer erbracht werden
Ökologische Maßnahmenbetreuung in aquatischen Systemen (z.B. Beratung, Begleitung, Bauaufsicht ökologischer Maßnahmen)
kann mit der Monitoring-Referenz zusammen in einem oder mehreren Projekten nachgewiesen werden