Grundinstandsetzung Wehr Geesthacht - Kampfmittel- und Baugrunderkundung Verladestelle / Montageplatz
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Wasserstraßen-Neubauamts Hannover für vorbereitende Arbeiten zur Grundinstandsetzung des Wehrs Geesthacht an der Elbe.
Worum es geht: Auf einer Schleuseninsel und im angrenzenden Gewässer sollen Kampfmittel erkundet und ggf. geräumt sowie Baugrunduntersuchungen durchgeführt werden. Außerdem wird eine Lagerfläche für Teile einer späteren Behelfsbrücke hergerichtet.
Was zu tun ist:
Angebot ausschließlich elektronisch über den Vergabemarktplatz der Bundesverkehrsverwaltung (Bekanntmachungs-ID: CXWSYYBDY6GCKSNG) bis 10.11.2026, 10:00 Uhr. Zuschlagskriterium ist der niedrigste Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Niedrigster Preis100%
Zuschlag erfolgt auf das wirtschaftlichste Angebot mit dem niedrigsten Preis; Zuschlagskriterium laut Bekanntmachung Buchstabe r) ist 'Niedrigster Preis'.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung, Vermessung und Dokumentation
Einrichten und späteres Räumen der Baustelle, Verkehrssicherung (ca. 1,5 km Zuwegung zur Landspitze), Vorschachtung/Handschachtung, Bauzaun.
Technische Bearbeitung: SiGe-Plan (Fachbeitrag in PDF, Version A-1), Bauzeitenplan (digital + 2-fach Papier), Bestandsdokumentation, Beweissicherung der Verkehrsflächen (Erstbegehung mind. 3 Werktage vor Baubeginn), Bestandszeichnungen (vektoriell, farbig), Spartenklärung, Abstimmung mit Versorgungsunternehmen, Schachtgenehmigung.
Vermessung: Netzverdichtung, Absteckung und Endvermessung der Ansatzpunkte (40 Stück), Koordinatenverzeichnisse (xls/pdf/dgn), Messprotokolle, Bestandsplan mit eingemessenen Bohr- und Sondierpunkten sowie GWM (analog 2-fach, digital *.dgn und *.pdf).
Baugrunderkundung – Bohrungen, Drucksondierungen, Grundwassermessstelle
Rammkernbohrungen landseitig (BKF): 3 Bohrungen à 20 m unter Geländeoberkante (GOK).
Rammkernbohrungen wasserseitig (WBKF): 10 Bohrungen à 12 m unter Gewässersohle, inkl. Vorverrohrung.
Kleinbohrungen landseitig (KRB): 15 Bohrungen à 3 m unter GOK und 1 Bohrung à 6 m unter GOK.
Drucksondierungen landseitig (CPT): 4 Sondierungen à 20 m.
Drucksondierungen wasserseitig (WCPT): 4 Sondierungen à 20 m, inkl. Vorverrohrung.
Probennahme: Bodenproben land- und wasserseitig nach DIN EN ISO 22475-1, Schichtenverzeichnisse und Verfüllprotokolle (2-fach), Transport zum BAW-Labor Hamburg (ca. 75 km), Probentransport im klimatisierten Container; Zwischenlagerung max. 12 Monate (genehmigungspflichtig).
Stationäre Grundwassermessstelle (BKF/GWM): 1 Bohrung bis 20 m, Ausbau mit Filterrohr 4 m und Aufsatzrohr 7 m, Funktionsprobe mit Protokoll, Wasserprobennahme und Analytik durch akkreditiertes Labor.
Hindernisbeseitigung: ca. 10 h für 10 m².
Kampfmittelerkundung und -räumung – an Land
Vorarbeiten: Anzeigen nach § 14 SprengG, DGUV-R 113-003, Abstimmung mit Behörden, Bereitstellungslager für Kampfmittel, Arbeitsausfall Wasser (10 h).
Flächensondierung: passive Magnetik ca. 2.600–2.640 m², TDEM (Time-Domain-Elektromagnetik) ca. 7.800–7.831 m².
Tiefensondierung: Vertikalgradiometer für 2 Bohrungen (KB 14/2026, KB 15/2026) bis 4 m unter GOK; Bohrlochsondierung 8 m.
Bodeneingreifende Räumung: manuelles Freilegen von 140 Störpunkten, maschinelles Räumen 75 m³ bis 1,25 m Tiefe, 20 m³ bis 3,50 m Tiefe (mit Verbau).
Baubegleitende Kampfmittelräumung: 1 Einweisung, 3 Anfahrten, 100 h Verrechnungssatz.
Fundbergung und Entsorgung: Aufnahme von Störkörpern/Kampfmitteln verschiedener Fundklassen (A–F, H) bis 100 kg, Schrottaufnahme ca. 500 kg, Sicherung/Bewachung. Abgabepflichtige Kampfmittel an KBD Schleswig-Holstein (Abgabeprotokoll). Abschlussbericht KMR (BFR KMR TS A-9.4.10).
Kampfmittelerkundung und -räumung – im Wasser
Tauchtrupp: 2 Anfahrten, vollflächige sedimenteingreifende Kampfmittelräumung 10 Tage (Tagessatz, max. 10 h/AT), Splitterschutz einrichten und vorhalten (je 25 m, 3 Wochen).
Anforderungen Personal: mind. 2 Taucher mit Befähigungsschein nach § 20 SprengG, 1 Signalmann, 1 Taucherhelfer; Verantwortliche Person nach § 19 SprengG.
Geräte: Motorboot (Aluminium/Holz, mind. 110 kW/150 PS, 2 Anker, Befeuerung, Funkgerät, Rettungsmittel), Sicherungsfahrzeug mit mind. 3 Personen gemäß Schiffsattest; Ponton mit geprüftem Stabilitätsnachweis und ZSUK-Bescheinigung.
Lager- und Vormontagefläche für Behelfsbrücke
Standort: Schleuseninsel nordöstlich der Wehranlage Geesthacht (Elbinsel, östlichstes Dreieck), mit Zuwegung (ca. 1,5 km) und alternativer Zuwegung östlich parallel zur B 404.
Leistung: Herrichten der Fläche inkl. Bewuchsräumen und Vorschachtung, sodass Behelfsbrückenteile gelagert und auf eine schwimmende Einheit verladen werden können.
Probennahme und Analytik Wasser
Wasserproben durch Fachpersonal mit Kompetenznachweis, Analytik durch akkreditiertes Labor, Prüfbericht (2 Stück) als Gesamtbericht. Ergebnisbericht und Tabelle zur Wasseranalyse.
Datenlieferung und Dokumentation
Richtlinie Datenlieferung (Ri-DaLi, Stand 04/2025) ist zu beachten.
Zeichnungen/Schnitte: CAD als MicroStation-DGN (V10.17.x ff. / CONNECT Edition 2023 ff.) mit WSV-Schriftfeld (Anlage 3); zusätzlich PDF/A-1; Zeichnerische Darstellung Vertikalschnitte 245 m.
Office: docx, xlsx, pptx, mpp (Microsoft Office 2016 ff.).
Bohrdaten: Sondierergebnisse ASCII (BAW-Format) plus Ausgabeplot, Koordinatenverzeichnisse, Messprotokolle, Aufnahmepunktbeschreibungen.
Fotodokumentation: JPG mind. 300 dpi und 4 Mio. Pixel mit korrekten EXIF-Daten; Dateinamen YYYY-MM-DD_Projekt_Motiv_Nr.
Berichte: Feldbericht, Ergebnisbericht, Probentabelle (Baugrund), Abschlussbericht GWM (DVGW W 121), Anomaliekarten, Messkurven je Bohrloch, Freigabeplan, Störpunktliste, Abschlussbericht KMR.
Übergabe: je Auftrag analog (1-fach, farbig, Ordner) und digital (pdf, dxf/dgn, ASCII-Protokolle, CD/DVD); Übergabe Fotos/Beweissicherung umgehend; Berichte spätestens 14 Tage nach Beendigung der jeweiligen Erkundung; Geophysik-Auswertung 7 Werktage nach Ausführung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage
Angaben zu Registereintragungen (z. B. Handelsregister) – Eigenerklärung nach Formblatt 133/333a-B.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis des Umsatzes mit vergleichbaren Leistungen – Eigenerklärung nach Formblatt 133/333a-B. Ein konkreter Mindestbetrag ist in den vorliegenden Unterlagen nicht genannt.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Referenzen und Personal
Referenzen: mindestens 3 Referenzen zu Kampfmittel- und Baugrunderkundung aus den letzten 5 Jahren, davon mindestens 1 Referenz Baugrunderkundung im Wasser und mindestens 1 Referenz Kampfmittelerkundung. Eigenerklärung Formblatt 133/333a-B.
Angaben zu Arbeitskräften: Eigenerklärung Formblatt 133/333a-B.
Zusätzliche Fachkunde (Dritterklärung Formblatt 133/333a-B):
1. Fortbildungs-/Qualifikationsnachweis 'Fachkraft nach DIN CEN ISO/TS 24283-1' (Bohrgeräteführer, Gültigkeit 7 Jahre).
2. Erlaubnis nach § 7 SprengG.
3. Befähigungsscheine nach § 20 SprengG für den Räumstellenleiter sowie für die vor Ort vorgesehenen Feuerwerker bzw. Taucher.
Sonstige Eignungsnachweise (Formblatt 133/333a-B)
Zusätzlich: Erklärung zur IT-Sicherheit (ERF WEITERE).
Geräte- und Personennachweise (Baustelle/Wasser)
Kampfmittel- und Baugrunderkundung
mindestens 1 Referenz Baugrunderkundung im Wasser und mindestens 1 Referenz Kampfmittelerkundung; Eigenerklärung mit dem Angebot (Formblatt 133/333a-B)
Wettbewerb & Angebotsprognose
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