Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht:
Der Gebäudemanagementbetrieb der Landeshauptstadt Saarbrücken (GMS) sucht ein Planungsbüro für die Objektplanung der Außenanlagen (Freianlagen) der Montessori-Grundschule Rußhütte in Saarbrücken.
Hintergrund: Die Schule wird bis 2029 zur gebundenen Ganztagsgrundschule erweitert (von 130 auf 200 Schüler). Dafür entstehen zwei Neubauten (Anbau Grundschule und Nachmittagsbetreuung). Die Außenanlagen (ca. 2.000 m²) müssen neu gestaltet und an die Neubauten angeschlossen werden.
Was zu tun ist:
Verfahren: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb – zunächst Bewerbung, dann max. 5 Bieter zur Angebotsabgabe.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis40%
Bewertung des Angebotspreises über lineare Interpolation. Günstigster Angebotspreis erhält 600 Punkte (=40% der Gesamtpunktzahl), der doppelte günstigste Preis erhält 0 Punkte.
- Kriterium 1: Organisation, Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals17.33%
Bewertung der Bürostruktur, Projektorganisation, Qualifikation und Berufserfahrung des Projektteams (Projektleiter, Bauleiter, Teammitglieder), Kommunikations- und Präsenzkonzepte. Max. 260 Leistungspunkte.
- Kriterium 2: Wirtschaftlichkeit16%
Wirtschaftlichkeit und Kostenkontrolle in Entwurfsplanung (Förderantrag), Ausführungsplanung/Ausschreibung und Ausführungsphase. Max. 240 Leistungspunkte.
- Kriterium 3: Qualität18.67%
Darstellung des Qualitätsmanagements im Projektteam. Max. 280 Leistungspunkte.
- Kriterium 4: Terminsicherheit in Planungs- und Ausführungsphase8%
Darstellung des Planungs- und Ablaufterminplans sowie Maßnahmen zur Terminsteuerung. Max. 120 Leistungspunkte.
Lineare Interpolation der Preispunkte: Z = maxPP - ((AP - GAP) / GAP) * maxPP, wobei maxPP = 600, AP = Angebotspreis, GAP = günstigster Angebotspreis. Der günstigste Preis erhält 600 Punkte (=40%), der doppelte günstigste Preis erhält 0 Punkte. Leistungspunkte: Wichtung × Faktor (0-5). Gesamtwertung = Preispunkte (max. 600) + Leistungspunkte (max. 900) = max. 1500 Punkte. Bei Punktgleichheit entscheidet der niedrigste Preis. Mindestpunktzahl für Leistungskatalog (Kriterien 1-4): 250 Punkte, sonst Ausschluss.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAufgabenstellung und Flächen
Gegenstand: Objektplanung Freianlagen gemäß § 39 HOAI (gemäß Vertragsentwurf Bezug auf § 40 Abs. 1 HOAI 2021).
Bezug: Erweiterungsneubau der Montessori-Grundschule Rußhütte in Saarbrücken zur gebundenen Ganztagsgrundschule (von 130 auf 200 Schüler), zwei Neubauten (Anbau Grundschule und Nachmittagsbetreuung).
Zu überplanende Freifläche: ca. 2.000 m², aufgeteilt in:
Gelände: Im Bereich des Spielgeländes ist ein Gefälle von ca. 8 % vorhanden, das als Gestaltungselement integriert werden soll. Erforderliche Geländemodellierungen sind möglichst im Massenausgleich auszuführen.
Kostenrahmen (anrechenbare Kosten nach DIN 276-1, KG 500): ca. 336.134,45 € brutto / 400.000,00 € netto (netto-Wert in einer Quelle). Honorarzone IV.
Projektlaufzeit: Beauftragung geplant Q4 2026; Fertigstellung der Gesamtmaßnahme bis 30.06.2029 (Pflicht aus Förderprogramm); Inbetriebnahme der Ganztagsgrundschule Sommer 2029.
Leistungsbild und Beauftragung
Leistungsphasen: Grundleistungen der Objektplanung Freianlagen LPH 1–8 (Grundlagenermittlung bis Objektüberwachung); LP 9 ist nicht beauftragt.
Stufenweise Beauftragung:
Bearbeitung in zwei Teilbereichen:
Sonstige Leistungspflichten (aus Vertragsentwurf):
Vergütung: Nebenkosten nach § 14 HOAI werden erstattet (gesondert auszuweisen). Stundensätze oder Pauschalen für besondere Leistungen werden nicht in die Angebotssumme eingerechnet.
Anforderungen an Material, Gestaltung und Schnittstellen
Material- und Gestaltungsgrundsätze (für beide Teilbereiche):
Schnittstellen und Koordination:
Besonderheiten LPH 6/7 (Ausschreibung/Vergabe):
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVerfahren und Bewertungslogik
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach § 17 VgV / § 74 VgV (kein Planungswettbewerb).
Ablauf in zwei Stufen:
1. Eignungsprüfung (Teilnahmewettbewerb): Bewertung anhand Bewerbungsbogen, Referenzen und Unternehmensprofil; maximale Teilnehmerzahl 5.
2. Angebotswertung: Nur die in Stufe 1 ausgewählten Bewerber werden zur Angebotsabgabe aufgefordert; Zuschlagskriterien gemäß Anlage 3 „Zuschlagskriterien" (siehe nachfolgender Abschnitt).
Mindestpunktzahl im Teilnahmewettbewerb: Insgesamt mindestens 40 Punkte (aus Referenzprojekt bis 160 Pkt. und Mitarbeiternachweis bis 20 Pkt.), sonst Ausschluss.
Losentscheid: Bei Punktgleichheit mehrerer Bewerber und Überschreitung der max. 5 Teilnehmerplätze erfolgt die Auswahl gemäß § 75 Abs. 6 VgV durch Losentscheid.
Nebenangebote: Nicht zugelassen.
Russland-Sanktionspaket: Eigenerklärung gemäß BMWK-Rundschreiben vom 14.04.2022 (EU-VO 833/2014 i. d. F. 2022/576) ist von allen Bewerbern/Bietern, Mitgliedern von Bietergemeinschaften und ggf. Unterauftragnehmern/Eignungsleihgebern (>10 % des Auftragswerts) abzugeben.
Fachliche Eignung (Referenzen)
Vergleichbare Referenz (Anlage „Referenzprojekt"): 1 Referenzprojekt zu Außenanlagen einer Grundschule oder eines Gebäudes mit ähnlicher Funktion im Bereich Pädagogik/Bildung.
Mindestanforderungen an das Referenzprojekt:
Bewertungsmatrix Referenz (max. 160 Punkte):
Nachweis (auf gesonderter Anlage):
Persönliche und unternehmerische Eignung
Berufliche Befähigung: Nachweis der beruflichen Befähigung; für HOAI-Pflichtleistungen Planungsberechtigung als Architekt/Ingenieur. Rechtsform gemäß § 43 Abs. 1 VgV (z. B. Architekt, Ingenieur, GbR, GmbH, AG).
Mitarbeiternachweis (Anlage): Anzahl festangestellter Ingenieure/Bachelor/Master – gestaffelte Punkte (1–2: 5 Pkt., 3–5: 10 Pkt., 6–10: 17,5 Pkt., >10: 20 Pkt.).
Eintragung im Berufsregister: am Sitz/Wohnsitz (oder Erklärung, dass keine Verpflichtung besteht) – bei Eintritt in engere Wahl.
Persönliche Zuverlässigkeit (Eigenerklärung):
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit: Nachweis einer Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung.
Gewerbezentralregisterauszug (gem. § 150a GewO): wird bei Auftragssumme ≥ 30.000 € durch den Auftraggeber angefordert (Eintritt in engere Wahl).
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften (ARGE): Möglich gemäß § 43 Abs. 2 VgV.
Nachunternehmer / Kapazitäten anderer Unternehmen (Eignungsleihe):
Angebotsabgabe: Elektronisch (qualifizierte Signatur/Siegel) oder in Textform über die Vergabeplattform.
Zuschlagskriterien (2. Stufe – Wertung der Angebote)
Hinweis: Diese Kriterien sind keine Eignungskriterien, entscheiden aber über den Zuschlag in Stufe 2. Sie sind hier zur Information aufgeführt, damit Bewerber wissen, worauf sie sich vorbereiten sollten.
Gewichtung gesamt: 1.500 Punkte (Preis 40 % / Leistungskatalog 60 %).
Kriterium 1 – Organisation, Qualifikation und Erfahrung: max. 260 Pkt.
Kriterium 2 – Wirtschaftlichkeit: max. 240 Pkt.
Kriterium 3 – Qualität: max. 280 Pkt.
Kriterium 4 – Terminsicherheit: max. 120 Pkt.
Kriterium 5 – Angebotspreis: max. 600 Pkt.
Mindestpunktzahl für Kriterien 1–4: 250 Punkte – geringere Punktzahl führt zum Ausschluss.
Außenanlagen einer Grundschule oder eines anderen Bildungsbaus (Schule/Gebäude mit ähnlicher Funktion im Bereich Pädagogik und Bildung) – Objektplanung Freianlagen gemäß § 39 HOAI
Eigenerklärung/inhaltliche Erläuterung (½–2 DIN A4-Seiten), Planunterlagen (Lageplan, Ansichten, Schnitte, Details; max. 4 DIN A3- oder 8 DIN A4-Seiten, Maßstab mind. 1:50), Referenzschreiben des Bauherrn, Kontaktdaten des Auftraggebers, Benennung Projektleiter und Bauleiter, Angabe der erbrachten HOAI-Leistungsphasen 2–8. Eine allgemeine Firmenbroschüre wird nicht gewertet.