Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Mayen schreibt die Fachplanung Technische Gebäudeausrüstung (TGA) für den Ersatzneubau einer Turnhalle mit Mensa, Frischküche und Klassenräumen an der Grundschule St. Veit aus. Geplant ist ein mehrgeschossiger Holzbau mit Sole-Wasser-Wärmepumpe, Photovoltaik, Dachbegrünung und Gebäudeautomation.
Gesucht wird ein Ingenieurbüro, das die komplette TGA-Fachplanung über alle Leistungsphasen 1–9 und alle Anlagengruppen 1–8 übernimmt. Das Verfahren ist ein zweistufiges EU-weites Verhandlungsverfahren: In Stufe 1 (Teilnahmewettbewerb) werden 3–5 Bewerber anhand von Mindest- und Auswahlkriterien ausgewählt. In Stufe 2 geben nur diese ein Honorarangebot ab und werden nach Qualitätskonzept (60 %) und Preis (40 %) bewertet.
Abgabefrist für den Teilnahmeantrag (Stufe 1): 23. September 2026, 10:30 Uhr (MESZ).
Die Vergabe richtet sich an erfahrene TGA-Fachplaner mit nachgewiesenen Holzbau- und Energie-Kompetenzen. Auch kleine und mittlere Unternehmen sind zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Leistung und Projektabwicklung60%
Qualitative Bewertung der projektbezogenen Methodik, Organisation und Projektabwicklung. Bewertung anhand von 6 Unterkriterien mit je max. 100 Punkten, Gesamtsumme 600 Punkte.
- Wirtschaftlichkeit / Honorarpreis40%
Bewertung des vollständigen Wertungspreises netto (Gesamthonorar LPH 1-9, AG 1-8 für beide Titel einschließlich Nebenkosten). Max. 400 Punkte über lineare Preisformel 400 × max(0; 2 − Pᵢ/Pmin).
Preis-Punkte = 400 × max(0; 2 − (Pᵢ / Pmin)), wobei Pᵢ der Wertungspreis des Angebots und Pmin der niedrigste Wertungspreis ist. Qualitätspunkte = Maximalpunkte (100 je Unterkriterium) × Faktor (0,00 / 0,25 / 0,50 / 0,75 / 1,00). Gesamtpunktzahl = Summe aller Qualitäts- und Preis-Punkte (max. 1000).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAuftrag und Projektrahmen
Die Stadt Mayen plant den Ersatzneubau einer Turnhalle mit Mensa (inkl. Frischküche) und Klassenräumen auf dem Gelände der Grundschule St. Veit in Mayen. Das Gebäude ist als mehrgeschossiger Holz- bzw. Vollholzbau konzipiert und beides sich aus Sport-, Mensa- und Schulbereichen.
Gebäudestruktur:
Aufteilung in zwei Titel (förderbedingt):
Vorgesehene Anlagentechnik: Sole-Wasser-Wärmepumpe als Wärmequelle, Niedertemperatur-Wärmeverteilung, kontrollierte Lüftung mit Zonensteuerung (Unterricht/Sport/Mensa/Frischküche), Photovoltaik mit Eigenstromnutzung, Gebäudeautomation mit Energiemonitoring und Lastmanagement.
Fachplanungsumfang TGA – Leistungsphasen und Anlagengruppen
Gegenstand ist die Fachplanung Technische Ausrüstung gemäß §§ 53 ff. HOAI über alle Leistungsphasen 1–9 und alle Anlagengruppen 1–8:
Leistungsphasen (LPH 1–9):
1. Grundlagenermittlung
2. Vorplanung
3. Entwurfsplanung
4. Genehmigungsplanung
5. Ausführungsplanung
6. Vorbereitung der Vergabe
7. Mitwirkung bei der Vergabe
8. Objektüberwachung (Bauüberwachung)
9. Objektbetreuung und Dokumentation
Anlagengruppen (AG 1–8):
Planungsanforderungen:
Schnittstellen und besondere Planungsanforderungen
Die TGA-Planung muss eng mit folgenden Bereichen abgestimmt werden:
Besondere Schwerpunkte:
Zeitlicher Projektablauf (Planung und Bau)
Vorgesehene Eckpunkte (Planung und Bau):
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenMindestkriterien (K.O. – müssen alle erfüllt sein)
M.1 – Berufliche Qualifikation
M.2 – Berufshaftpflichtversicherung
M.3 – Vergleichbare Referenz (Mindestreferenz)
Auswahlkriterien (Bewertung für Rangfolge/Einladung zur Stufe 2)
Die Bewertung erfolgt mit max. 500 Punkten – Gewichtung 60 % Auswahlreferenzen (A.1, 300 P.) und 40 % Projektteam/-Personen (A.2, 200 P.).
A.1 – Auswahlreferenzen / vergleichbare Erfahrung (300 Punkte)
Bis zu 3 Unternehmensreferenzen (Anlage R1, R1.1–R1.3). Bewertung in drei Bereichen:
A.2 – Projektbezogene Kapazität und Schlüsselpersonen (200 Punkte)
Wirtschaftliche und rechtliche Eignungsanforderungen
Zusätzlich zu den oben genannten Mindestkriterien sind folgende Angaben/Erklärungen einzureichen:
Bei Bietergemeinschaften sind die Angaben für jedes Mitglied zu erklären; bei Einsatz von Drittunternehmen ggf. auch von diesen.
Nachforderung von Unterlagen: Fehlende Unterlagen können nach § 56 VGV nachgefordert werden (kein Anspruch).
Verfahrensrahmen und Auswahlmechanik
Stufe 2 – Hinweis (zur Information): In Stufe 2 werden Qualifikation, Referenzen und Personalkapazität NICHT erneut bewertet. Bewertet werden dort nur:
Rüge- und Nachprüfungsfrist: Verstöße gegen das Vergaberecht sind innerhalb von 15 Tagen nach Kenntnis über die Vergabeplattform zu rügen; danach ggf. Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer Rheinland-Pfalz.
Mindestreferenz (K.O.-Kriterium M.3): Fachplanung Technische Ausrüstung im Hochbau
Anlagengruppen 1–5 (oder vergleichbare technische Komplexität), Leistungsphasen 3–8; Formblatt Anlage R1
Auswahlreferenzen für A.1.1 – Vergleichbarkeit der TGA-Planungsanforderungen
Mind. 5 Anlagengruppen, LPH 3–5 und LPH 6–8; komplexe Raumluft-/Küchenabluft-/Sicherheits-/GA-Anforderungen; Formblatt R1.1–R1.3
Auswahlreferenzen für A.1.2 – TGA-Integration im Holz-/Holzhybridbau
Frühe Trassen-/Schacht-/Durchbruchsplanung mit Holzbaukonstruktion; Schnittstellen zu Tragwerk/Brandschutz/Schallschutz/Luftdichtheit; Vorfertigung/Montage oder BIM-Koordination; Formblatt R1
Auswahlreferenzen für A.1.3 – Regenerative Energie- und Automationssysteme
Wärmepumpe/Niedertemperatur-Wärmeverteilung; Geothermie/Erdsonden o.ä.; PV mit Eigenstromnutzung; Gebäudeautomation/Energiemonitoring/Lastmanagement; Formblatt R1
Persönliche Projekterfahrung der TGA-Gesamtprojektleitung (A.2.2)
Mind. 2 Projekte mit Leitungs-/Verantwortungsfunktion; mind. 1 Projekt mit persönlicher Verantwortung über ≥ 5 AG und LPH 3–8; verantwortliche TGA-Koordination mit Objektplanung + mind. 1 weiterem Fachbereich (Tragwerk/Bauphysik/Brandschutz); Formblatt R2