Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Landes Baden-Württemberg (Vermögen und Bau, Amt Mannheim und Heidelberg) für den 1. Bauabschnitt des Neubaus „Life-inspired Engineering Molecular Systems (LEMS)" auf dem Campus Im Neuenheimer Feld 219 in Heidelberg.
Gegenstand ist die Errichtung der kompletten Sanitär- und Medieninstallation innerhalb des Forschungs- und Laborgebäudes:
Verfahren: Offenes Verfahren nach VOB/A EU, Zuschlag nach Preis. **Angebotsfrist 14.09.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGebäude und Rahmen
Neubau des Forschungs- und Laborgebäudes „Life-inspired Engineering Molecular Systems (LEMS)" – 1. Bauabschnitt auf dem Campus Im Neuenheimer Feld 219 in 69120 Heidelberg. Hauptgebäude mit 5 Obergeschossen, 2 Untergeschossen (E98/E99), Technik- und Dachgeschoss; abgesetzter Nano-D-Bereich als erdüberdeckter Flachbau in Ebene 99. Hauptnutzung: interdisziplinäre chemische, biologische und physikalische Labore. Technische Erschließung über zwei zentrale Schächte (Nord und Süd). Bauzeit 12.04.2027 – 07.12.2029 (ca. 32 Monate). Arbeitszeiten auf der Baustelle: Mo.–Sa. 6:00–20:00 Uhr.
Gasinstallation
Gasleitungen, Formstücke, Armaturen und Brandschutzabschottungen. (Das Leistungsverzeichnis KG 413 enthält ausdrücklich „Keine Leistungen" – ggf. nur Vorbereitung/Anschlusspunkte.)
Wasseranlagen (Trink-, Brauch-, Regenwasser)
Trinkwasserzentrale in Ebene 98 mit Filter, Wasserzähler und Druckminderer. Trinkwassernetz aus Edelstahlrohren DN 15–DN 50 mit Pressverbindungen. Brauchwassernetz ebenfalls aus Edelstahl. Regenwassernutzung für adiabatische Befeuchtung mit Druckerhöhungsanlage (1 Stück). Dezentrale Warmwasserbereitung über ca. 9 Durchlauferhitzer. Insgesamt ca. 2.150 m Edelstahlrohrleitung DN 15–DN 32, ca. 1.065 m Stahlrohr DN 20–DN 125, ca. 2 m PE-Kunststoff DN 40–DN 100. Druckprüfungen und Wasseranalysen (inkl. Legionellen) sind durchzuführen.
Abwasser- und Laborabwasseranlagen
Schmutzwasserleitungen DN 50–DN 150 aus heißwasserbeständigem PE-HD. Laborabwasserleitungen ebenso DN 50–DN 150 PE-HD. Regenwasserleitungen DN 80–DN 200 aus Gusseisen und PP (ca. 247 m Gussrohr). Druckströmungsentwässerung DN 75. Notentwässerung. 2 Hebeanlagen (Schmutzwasser und Laborabwasser, Förderhöhe 12 m, je 2 Pumpen, DN 150 Zulauf). Frostschutz-Begleitheizung für Regenwasserleitung DN 200. Brandschutzabschottungen und Dichtheitsprüfungen gemäß DIN 1986-30.
Medienversorgung (VE-Wasser und Prozesskälte)
VE-Wasser (Vollentsalztes Wasser): zentrale Versorgungsanlage mit 3.000 l Pufferspeicher, UV-Behandlung und Kühlung. Prozesskälte: 230 kW Gesamtleistung für die Gerätekühlung in den Laborbereichen, mit Freier Kälte und Kompressionskälte sowie Nachspeisung für Kälte- und Heizungsanlagen. Kohlenstoffstahl-Rohre, Wärmedämmung, Ventile, Druckerhöhungs- und Dosieranlagen.
Sanitärobjekte
12 Waschbecken, 12 Ausgussbecken, 17 WCs, 1 barrierefreies WC, 5 Urinale, ca. 8 Notduschen. Anschluss von 5 bauseitigen Einbauküchen (Spülen und Spülmaschinen). Komplette wasser- und abwasserseitige Rohrsysteme mit Zubehör.
Brandschutz und Feuerlöscher
Rohr- und Kabelabschottungen (R90) für verschiedene Materialien. Lieferung von ca. 106 Handfeuerlöschern (CO₂, Schaum, Pulver); Montage und Positionierung durch den Nutzer.
Nebenleistungen, Dokumentation und Probebetrieb
Gerüstbau und wiederkehrende Einweisungen. Revisionsunterlagen 3 Wochen vor Abnahme: Funktionsbeschreibung, Bedienungsanweisungen, Wartungsvorschriften, Bestandszeichnungen (CAD farbig, .dxf/.dwg/.pdf), Strang- und Schaltschemata, Ersatzteillisten, Prüfprotokolle, Errichterbescheinigung – 3-fach Papier, 1-fach digital. Schalt- und Funktionsschemata farbig DIN A0. Hydraulischer Abgleich und Funktionsmessungen. Wasser- und Kühlwasseranalysen. Probebetrieb 3 Monate (720 Stunden). Koordination mit Rohbau, Heizung, Lüftung, Elektro, Labortechnik und Gebäudeautomation.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung und Präqualifikation
Zugelassen sind präqualifizierte Unternehmen (PQ-Nummer) oder Bieter mit ausgefüllter Eigenerklärung zur Eignung (Form 124) bzw. Einheitlicher Europäischer Eigenerklärung (EEE). Inhaltlich sind Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung sowie technische und berufliche Leistungsfähigkeit nachzuweisen. Die genauen Mindestanforderungen (Mindestanzahl Referenzen, Mindestjahresumsatz etc.) sind dem Formblatt Eigenerklärung zur Eignung zu entnehmen.
Referenzen
Auswahlkriterium ist die Eignung über Referenzen zu früheren Arbeiten (slc-abil-ref-work). Referenznachweise sind auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen, mit den im Formblatt Eigenerklärung zur Eignung genannten Angaben.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in Handwerksrolle oder IHK (Handwerkskarte), Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Finanzamt, Sozialkasse und Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen), Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG, ggf. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan. Bei gemeinsamer Haftung mit Kapazitätsgeber ist dies im Formblatt 236 zu erklären.
Stammpersonal (VHB 962)
Mindestens 70 % der Leistungen sind mit Stammarbeitskräften des eigenen Betriebs zu erbringen. Auch bei Nachunternehmerleistungen müssen mindestens 70 % des übertragenen Leistungsumfangs mit Stammarbeitskräften des Nachunternehmers erbracht werden. Verzeichnis der eingesetzten Arbeitskräfte ist vor Baubeginn unaufgefordert in Textform vorzulegen, Personalaustausch ist unverzüglich mitzuteilen.
Ausschlussgründe und Sanktionen
Eigenerklärung Russlandsanktion (Art. 5k EU-VO 2022/576) in Textform gem. § 126b BGB – keine Beteiligung russischer Staatsangehöriger, russischer juristischer Personen (>50 % Anteile) oder auf Anweisung handelnder Personen/Unternehmen. Verpflichtung gilt auch für Unterauftragnehmer/Lieferanten/Kapazitätsgeber, soweit >10 % des Auftragswerts auf sie entfallen.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bonushinweis
Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 % auf die Wertungssumme; Nachweis der Eigenschaft ist mit dem Angebot zu führen.
Zuschlagskriterium
Zuschlag nach Preis (niedrigster Preis).
Referenzen zu früheren Arbeiten (Auswahlkriterium 'slc-abil-ref-work'); konkrete Anforderungen sind in der 'Eigenerklärung zur Eignung' definiert
Auf Verlangen der Vergabestelle mit Angaben aus Formblatt Eigenerklärung zur Eignung vorzulegen