Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg für Holzbau- und Dacharbeiten am Neubau eines Mensagebäudes in modularer Holzbauweise an der Stechlinsee-Grundschule, Rheingaustraße 7, 12161 Berlin.
Das eingeschossige Gebäude (ca. 575 m², 164 Sitzplätze) umfasst L-förmigen Grundriss mit Servicetrakt (Küche/Ausgabe), Speisesaal mit Sheddach, Eingangsloggia und WC-Anlagen. Zu liefern ist der komplette Holz-Rohbau (Außen-/Innenwände, Stützen, Träger, Brettsperrholz- und Hohlkasten-Decken) bis zum Raumabschluss Dach, inklusive Sheddach-Konstruktion, Holzfenster und -außentüren, Pfosten-Riegel-Glasfassade mit RWA-Steuerung, Dachabdichtung mit Begrünung, Klempnerarbeiten (Winkelstehfalz, Attika, Regenfallrohre) sowie Wartung über 1–4 Jahre.
Bieter müssen ein elektronisches Angebot über die Vergabeplattform Berlin abgeben, die Eigenerklärung zur Eignung (V 124.H F) bzw. Präqualifikation nachweisen, FSC-/PEFC-Zertifizierung für Holzprodukte belegen und auf Verlangen drei Referenzen über vergleichbare Holzbau-Leistungen vorlegen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Bei einer Öffentlichen Ausschreibung nach VOB/A wird der Zuschlag auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt. Ohne explizite Angabe weiterer Zuschlagskriterien in der Bekanntmachung gilt der Preis als alleiniges Zuschlagskriterium.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen
Eingeschossiger, nicht unterkellelter Neubau einer Mensa in modularer Holzbauweise für die Stechlinsee-Grundschule, Rheingaustraße 7, 12161 Berlin. L-förmiger Baukörper mit Servicetrakt (Küche, Ausgabe, Lager), Speisesaal mit Sheddach, überdachter Eingangsloggia und WC-Anlagen. Grundfläche ca. 575 m², 164 Sitzplätze, Gebäudehöhe ca. 5 m. Gründung in Stahlbeton (Fremdgewerk), Tragwerk in Holzmodulbauweise mit hohem Vorfertigungsgrad. Bauausführung von Baubeginn bis spätestens letzter Werktag KW 25/2027, Baubeginn 14 Werktage nach Zugang des Auftragsschreibens. Die Vergabe erfolgt als ein Los (keine Losaufteilung).
Werk- und Montageplanung
Werk- und Montageplanung inkl. Fassadenplanung, Elementplanung und Fertigungsplanung. Positionsgenaue Pläne im Maßstab 1:20 (Ansichten, Grundrisse, Schnitte) und 1:2 (Details, Anschlüsse), sowohl digital im bearbeitbaren Originalformat als auch als PDF mit Revisionsstand. Erstellung eines Witterungsschutzkonzeptes für die Bauzeit. Tachymetrisches Aufmaß und 3D-Aufmaß. Statische Berechnungen für tragende Bauteile, Profile und Verglasungen in prüfbarer Form, Vorlage 6 Wochen nach Beauftragung. Gefahrenanalyse und Risikobewertung gemäß DIN 18650 und DIN EN 12453. Prüf- und Freigabeunterlagen rechtzeitig für den Prüfingenieur. Bemusterung: Handmuster Fassadenschalung, Fensterprofile, Pfosten-Riegel-Konstruktion und Sheddach-Konstruktion mit Architekt abstimmen.
Baustelleneinrichtung und Gerüst
Baustelleneinrichtung, Baulogistik und Bauablaufplanung. Fassadengerüstbau inkl. Statik, Auf- und Abbau, Vorhaltung und Gerüstbekleidung. Dachfanggerüst. Bautüren und temporäre Bauschließungen (Vorhaltedauer ca. 12 Wochen) sowie Notabdichtungen Dach und Notentwässerung.
Holz-Rohbau – Außenwände, Innenwände, Stützen und Träger
Holzrahmenbau-Außenwände (ca. 285 m²) mit Richtschwellen, Verankerungen, Öffnungen für Fenster und Türen in diversen Größen, Attika und Leerrohren. Brettsperrholz-Innenwände (ca. 45 m²) mit Richtschwellen, Verbindungen, Durchbrüchen und Türöffnungen. Tragende Innenwände aus Massivholzelementen. Innenstützen (ca. 4 m, unterschiedliche Abmessungen) und Träger (ca. 160 m, unterschiedliche Längen) aus Brettschichtholz. Anschlüsse und Verbindungen u.a. mit SHERPA-Holzverbindern. Holzschutz vorbeugend und baulich nach DIN 68800. Wärmeschutz Außenwand: U ≤ 0,15 W/(m²K). Holzfaser-Einblasdämmung und Mineralwolle.
Dachkonstruktion und Raumabschluss
Dachtragwerk als Sheddach-Konstruktion mit Brettsperrholz-Dachdecken (ca. 260 m² Nebenräume + 16,56 m² Oberlicht) und Hohlkastenelement-Dachdecken (ca. 275 m² Speisesaal, LIGNATUR oder gleichwertig) mit Verstärkungen, Brandschutz REI 30, Oberflächenbehandlung, Akustik-Lochung, Wärmedämmung, Luftdichtung und Installationskanälen. Sheddach-Oberlicht als Holztafelbauteile mit Kerto-S-Platten innen, Dampfsperre, Dämmung, Unterspannbahn, Lattung und OSB-Schalung außen. Innenverkleidung der Außenwände mit Dreischichtplatte. Abhangdecke im Flur.
Fenster, Türen und Fassade
Holzfenster (10 Stück) und Außentüren aus Holz (2 Stück) in diversen Größen mit 3-fach Isolierverglasung und Vogelschutz, Uw ≤ 0,90 W/(m²K), RC2/RC3 nach EN 1627. Fensterbänke innen/außen (je 12,50 m) und Leibungsverkleidungen innen/außen (je 40,00 m). EMA-Komponenten (Fensterkontakte). Hinterlüftete Holzfassade als Fassadenbekleidung (ca. 304 m²) mit Unterkonstruktion, Außenecken und Detailausbildungen im Fensterbereich.
Metallbau Pfosten-Riegel-Fassade und Shed-Dach
Stahl-Pfosten-Riegel-Fassade (RAICO Therm+ S-I oder gleichwertig) mit ca. 185 m² Verglasung inkl. Vogelschutz, Lüftungsflügel, ein- und zweiflügelige Türelemente, Türschließeranlagen, Fingerschutz, seitliche/fußpunkt/obere Anschlüsse, Ganzglasecke, Zug- und Druckstab, Montageplatten. Fassade Shed-Dach (ca. 20 m²) als Pfosten-Riegel-Konstruktion als Dachfläche mit seitlichem/Pult-/Fußpunkt-Anschluss und Lüftungsflügel. Korrosionsschutz C3/C4 nach DIN EN ISO 12944.
Antriebe und RWA-Steuerung
Elektrische Kettenantriebe für Fassade (18 Stück, KA-1-ACB 24V DC) mit Konsolensatz und Linear-Riegelantriebe (9 Stück, VLD 51/038-BSY+). Für das Sheddach: 5 Hochleistungs-Kettenantriebe CDP-TW-BSY+ mit Konsolensatz. RWA-Zentrale CPS-M1-060 (1 Stück), 2 RWA-Bedienstellen RT 46, Wind-/Regensensor WRS-S, 2 Schlüssellüftungstaster mit Profil-Halbzylindern, inklusive Montage, Anschluss, Inbetriebnahme und Einweisung.
Dachabdichtung und Klempnerarbeiten
Dachaufbau (ca. 470 m²) mit Dampfsperre, PIR-Dämmung (16 cm/8 cm), Gefälledämmung, Attika-Abdichtung, 2-lagiger Abdichtung, Flüssigkunststoff und Sheddach-Rinne. Einbauteile: 13 Attikaeinläufe DN70/DN100 für Haupt- und Notentwässerung, Dunstrohr DN150, Durchdringungen, provisorische Entwässerung, Lichtkuppel 1,50 × 1,50 m. Absturzsicherung aus Edelstahl-Seilsystem und Steigleitersystem. Dachbegrünung mit Trennlage, Drainagekies, Schutz-/Drän-/Filterschicht, Vegetationsschicht, Randbegrenzung, Fertigstellungspflege 2 Jahre und Unterhaltungspflege 2 Jahre. Klempnerarbeiten: strukturierte Trennlage, Winkelstehfalzdeckung (Dach 30 m², Fassade 10 m²), Ortgang, Pultfirst, Traufabschluss, Fassadenabschluss. Attikaverblechung Titanzink (130 m), Regenfallrohre DN100/DN70, Fallrohrbogen und Standrohre (insgesamt 20 m).
Stahlbau und Wartung
Stahlbauarbeiten: Unterkonstruktion Lüftungsgerät mit Werk- und Montageplanung, Stützenfüßen, Deckenanschluss und Rahmen IPB 120 mm. Wartung: Wartungsvertrag nach AMEV für die RWA-Anlage (jährlich, 1–4 Jahre nach Abnahme) sowie jährliche Wartung der Anschlageinrichtungen (1–4 Jahre nach Abnahme).
Nicht enthaltene Fremdgewerke
Nicht im Auftragsumfang enthalten und von anderen Gewerken zu erbringen: Betonarbeiten (Fundamente, Bodenplatte), Metallbau Pfosten-Riegel-Fassade als eigenes Gewerk (hier Bestandteil des Auftrags – Abgrenzung beachten), Dachabdichtungsarbeiten, Klempnerarbeiten (Bestandteil des Auftrags – Abgrenzung beachten), Elektro-, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärarbeiten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenRegistereintragung
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle für die auszuführenden Leistungen oder bei der Industrie- und Handelskammer – alternativ ist auch keine Registereintragung zulässig, sofern keine entsprechende Verpflichtung besteht. Nachweis auf Verlangen.
Zuverlässigkeit – keine Insolvenz und keine schwere Verfehlung
Es darf kein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet sein, kein Antrag auf Eröffnung mangels Masse abgelehnt sein und der Bieter darf sich nicht in Liquidation befinden. Liegt ein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan vor, ist dieser auf Verlangen vorzulegen. Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A; keine Eintragung im Wettbewerbsregister beim Bundeskartellamt.
Steuern, Abgaben und Sozialversicherung
Ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Auf Verlangen vorzulegen: Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse, Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes bzw. Bescheinigung in Steuersachen, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Berufsgenossenschaft
Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft und Vorlage einer qualifizierten Unbedenklichkeitsbescheinigung mit Angabe der Lohnsummen auf Verlangen.
Wettbewerbsregister-Abfrage
Ab einer Auftragssumme von 30.000 € wird der Auftraggeber für den Bieter, der den Zuschlag erhalten soll, eine Abfrage beim Wettbewerbsregister des Bundeskartellamts durchführen.
Fachliche Leistungsfähigkeit – Arbeitskräfte
Verfügbarkeit der für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte. Auf Verlangen: Angabe der Zahl der in den letzten 3 Kalenderjahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
Finanzielle Leistungsfähigkeit – Umsatz
Angabe des Umsatzes für Bauleistungen und vergleichbare Leistungen in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren.
Technische Leistungsfähigkeit – Referenzen
Nachweis vergleichbarer Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren. Bei Angebot in engerer Wahl: drei Referenznachweise mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang mit eigenen Mengenangaben, Zahl eingesetzter Arbeitnehmer, Beschreibung besonderer technischer/gerätespezifischer Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung (Haupt-AG/ARGE/NU) und Bestätigung des Auftraggebers.
Sprache und Formalitäten
Alle einzureichenden Unterlagen sind in deutscher Sprache vorzulegen; fremdsprachige Bescheinigungen sind mit Übersetzung beizufügen. Kopie der Ausschreibung ist dem Schreiben an die Nachprüfungsstelle (Senatsverwaltung) beizufügen, falls eine Rüge erfolgt.
Auftragsspezifische Fachkundenachweise
Zusätzlich können auftragsspezifische Fachkundenachweise gemäß § 6a Abs. 3 VOB/A verlangt werden; die konkreten Einzelheiten sind dem Formblatt V 124.H F (Eigenerklärung zur Eignung, Hochbau) zu entnehmen. Bei Nicht-Präqualifizierten ist dieses Formblatt zwingend mit dem Angebot einzureichen; Präqualifikation im ULV oder im Präqualifikationsverzeichnis ist bevorzugt.
Vergleichbare Holzbau-Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren (drei Referenznachweise erforderlich, falls Angebot in engere Wahl kommt)
Mit eigenem Personal ausgeführter maßgeblicher Leistungsumfang in Holzbau; Angabe Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Zahl eingesetzter Arbeitnehmer, Kurzbeschreibung der Baumaßnahme inkl. Besonderheiten, Art (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Haupt-AG/NU/ARGE) und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung