Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Landeshauptstadt München saniert im Stadtteil Großhadern (81375) Setzungsschäden im Straßenuntergrund an der Kreuzung Würmtal-/Waldwiesen-/Sauerbruchstraße. Die Hohlräume stammen aus verrotteten Holzausfachungen eines alten Berliner Verbaus. Mit Zement-Niederdruck-Injektionen werden rund 320.000 Liter Suspension in den Boden eingebracht, um den Untergrund zu verfestigen und die Hohlräume zu schließen. Ergänzend sind Erd-, Asphalt- und Pflasterarbeiten sowie die Verkehrssicherung über mehrere Bauphasen hinweg auszuführen.
Die Bauzeit beträgt ca. 3 Monate (Beginn 03.08.2026, Fertigstellung bis Ende Oktober 2026). Die Vergabe erfolgt als Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A ohne Aufteilung in Lose.
Angebotsfrist: 16.07.2026, 09:30 Uhr
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis
Zuschlagskriterium Preis – Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
- Beschleunigungsregelung (Bauzeit)
Angabe des verbindlichen Endes der Bauzeit (Datum oder Werktage) durch den Bieter unter Berücksichtigung vertraglicher Vorgaben sowie Abgabe eines Bauzeitenplans als Balkenplan. Das Bauende darf nicht nach dem in den Besonderen Vertragsbedingungen genannten Bauende liegen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Verkehrssicherung
Einrichten und Vorhalten der Baustelle inklusive Strom- und Wasseranschluss am Ausführungsort (Kreuzung Würmtal-/Waldwiesen-/Sauerbruchstraße, 81375 München). Verkehrssicherung mit Markierungen, Absperrungen, Beschilderung und Verkehrsregelung über insgesamt 10 Verkehrsphasen. Verkehrsrechtliche Anordnung beim Mobilitätsreferat (MOR) ist einzuholen.
Oberflächenaufbruch und Vorbereitung der Injektionsgräben
Aufbrechen der bestehenden Oberfläche (Asphalt und Pflaster), Aushub des Injektionsgrabens mit ca. 80 cm bis 1 m Tiefe, Sicherung und Abstimmung mit Spartenträgern, Herstellung von Suchgräben zur Leitungserkundung.
Zement-Niederdruck-Injektionen
Ausführung von 3-reihigen Niederdruck-Injektionen im Raster mit Zement-Bentonitsuspension. Injektionstiefe ca. 6–10 m unter Geländeoberkante. Bohrungen mit Handbohrgerät, da kein standfestes Planum vorhanden ist. Verpressmaterial: ca. 320.000 Liter Suspension über insgesamt ca. 2.100 m Injektionslanzen. Eingesetzt werden chromatreduzierte Bindemittel gemäß REACH.
Wiederherstellung der Oberfläche
Verfüllung und Verdichtung des Injektionsgrabens sowie Wiederherstellung von Fahrbahn, Radweg und Gehweg je Baufeld (ca. 10–50 m² Fahrbahn, bis zu 10 m² Geh-/Radweg). Umfasst ca. 350 m³ Erdbau, ca. 200 t Asphaltarbeiten sowie die zugehörigen Pflasterarbeiten.
Zusätzliche Stundenlohnarbeiten
Bereitstellung von Personal-, Geräte- und Materialsätzen für zusätzliche, nicht vorhersehbare Arbeiten auf Stundenlohnbasis. Abrechnung erfolgt anhand anerkannter Stundenlohnzettel.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeiner Eignungsnachweis
Präqualifizierte Unternehmen weisen ihre Eignung durch den Eintrag in der Liste des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nach. Nicht präqualifizierte Unternehmen legen das vollständig ausgefüllte Formblatt 124 'Eigenerklärung zur Eignung' vor. Fehlende Unterlagen werden nicht nachgefordert.
Fachliche Qualifikation und Berufserfahrung
Nachweis von mindestens 5 Jahren Berufserfahrung in der Ausführung von Zement-Niederdruckinjektionen zur Untergrundsanierung, belegt durch Referenzen zu vergleichbaren Projekten. Vorgelegt werden müssen außerdem ein Produktdatenblatt des Injektionsguts (Zement-Bentonitsuspension mit chromatreduziertem Bindemittel), die namentliche Benennung von Bauleiter, Stellvertretung und Polier sowie der Nachweis der gerätetechnischen Ausrüstung für die Injektionsarbeiten.
Zulassung für Pflaster- und Asphaltarbeiten
Der Auftragnehmer selbst oder ein eingesetzter Nachunternehmer für die Pflaster- und Asphaltarbeiten muss beim Baureferat München, Hauptabteilung Tiefbau, Abteilung Straßenunterhalt und -betrieb, in die dortige Firmenliste eingetragen sein.
Auf Verlangen vorzulegende Qualifikationsnachweise
Bei engerer Auswahl können folgende Nachweise angefordert werden: Bescheinigungen zuständiger Stellen zur Bestätigung der Eigenerklärungen, Qualifikationsnachweis 'Fachkraft für Straßenwesen', Qualifikationsnachweis des Unternehmens nach ZTV-M 13 Abschnitt 11, Qualifikationsnachweis nach MVAS/RSA sowie der Nachweis chromatarmes Bindemittel gemäß REACH (EG-VO 1907/2006).
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften sind zugelassen und haften gesamtschuldnerisch; sie müssen einen bevollmächtigten Vertreter benennen. Bei Einsatz von Nachunternehmern können Eignungsnachweise auch für diese gesondert verlangt werden. Verpflichtungserklärung und Sachkundenachweis sind für Nachunternehmer innerhalb von 6 Kalendertagen nach Aufforderung nachzureichen.
Nachweis vergleichbarer Projekte im Bereich Zement-Niederdruckinjektionen zur Untergrundsanierung (als Beleg für die geforderte Berufserfahrung)
Vergleichbare Injektionsprojekte zur Untergrundverfestigung/Hohlraumverfüllung; Nachweis per Referenzliste und auf Verlangen per Bescheinigungen zuständiger Stellen