iRMa - integriertes Regenwassermanagement Flensburg, Aufbau und Betrieb eines digitalen Zwillings für das Niederschlagswassernetz
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Flensburg sucht einen Dienstleister, der ein digitales Kanalmanagementsystem (digitalen Zwilling) für das Regen- und Mischwassernetz aufbaut und betreibt.
Das System soll das Netz in Echtzeit überwachen, Kurzfristprognosen (z. B. bei Starkregen) liefern und Simulationen von Szenarien ermöglichen. Die Leistung umfasst die IT-Infrastruktur (Server in der EU), die Übernahme von Netz- und Flächendaten, hydrodynamische Berechnungen sowie den laufenden Betrieb über 48 Monate. Angebote werden ausschließlich elektronisch über das DTVP-Portal entgegengenommen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis / Honorar30%
Honorarangebot gemäß Leistungsverzeichnis und Vertragsbedingungen. Bewertung mit Punktzahl 0-5. Der Preis wird aus der Wertungssumme ermittelt (nachgerechnete Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen).
- Technischer Wert30%
Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit, Flexibilität und Bedienungsfreundlichkeit der technischen Lösung. Bewertung mit Punktzahl 0-5. Laut Nachsendung 1 wird auch die Wahl der Simulationssoftware und die Konvertierung des MIKE+-Modells hier berücksichtigt.
- Organisation und Teamqualität20%
Büroorganisation und Aufgabenverteilung im Projektteam, verantwortliche Projektleitung, spezifische Projekterfahrung der Mitarbeiter, angemessener Personaleinsatz. Bewertung mit Punktzahl 0-5. Laut Nachsendung 2 fließt auch der realistische zeitliche Ablauf in dieses Kriterium ein.
- Kundenorientierung20%
Erreichbarkeit und Projektkommunikation mit dem Auftraggeber sowie Unterstützung bei der Einführung. Bewertung mit Punktzahl 0-5.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenZiel und Auftragsumfang
Aufbau und Betrieb eines integrierten Datenmodells (digitaler Zwilling) für das Niederschlagswassernetz der Stadt Flensburg im Rahmen des Projekts iRMa (integriertes Regenwassermanagement). Das System dient der Erfassung, Analyse und Aufbereitung von Betriebsdaten, der Echtzeitüberwachung mit Kurzzeitvorhersagen und Warnungen sowie der Simulation geplanter Maßnahmen und Szenarien. In der ersten Ausbaustufe werden das Regen- und Mischwassernetz sowie die durch das Stadtgebiet verlaufenden Gewässer abgebildet.
Einmalige Leistungen – Arbeitspakete AP1 bis AP4
AP1 – Einrichtung der Infrastruktur: Dedizierter Server, Benutzerverwaltung (10 Benutzer), webbasierte Benutzeroberfläche (Karte, Tabelle, Diagramm), GIS-Einbindung (SHP, Raster), Schnittstelle für Niederschlagsdaten (2-h-Prognose, 1 km × 1 km Raster), hydrodynamische Simulationssoftware (1D/2D), Signalübertragung von bis zu 50 Sensoren.
AP2 – Übernahme der Netz- und Flächendaten: Kanalstammdaten Regen-/Mischwassernetz (~8.000 Haltungen/Schächte), Schmutzwassernetz informativ (~6.200 Haltungen/Schächte), Flächendaten (~500 Teileinzugsgebiete), digitales Geländemodell (1 m Raster), Kartengrunddaten (ALKIS) und Luftbilder als WMS.
AP3 – Übernahme des Rechenmodells: Übernahme des hydrodynamischen Rechenmodells (MIKE+) und Ergänzung für gekoppelte 1D/2D-Simulation in 7 Fokusgebieten (~40 ha).
AP4 – Hydrodynamische Berechnungen: 1D-Simulation mit Radardaten, 1D-Prognoseberechnung (2 h Vorhersagezeitraum, max. 15 min Umlaufzeit), einmalig 5 gekoppelte 1D/2D-Simulationen (5a, 10a, 100a, Extrem).
Kontinuierliche Leistungen – K1 und K2 (48 Monate)
K1 – Betrieb der Basisinfrastruktur: Bereitstellung Serverkapazität, Netzanbindung, Wartung der Systemsoftware, Supporthotline, tägliche Datensicherung.
K2 – Hydrodynamische Simulation: Kontinuierliche Beschaffung von Radarmessdaten (DMI Römö, DWD Boostedt), automatisierte Aufbereitung/Korrektur, Kompositierung (1 km Raster), Kurzfristvorhersagen (Nowcasts) 2 h / 5 min, Erfassung und Einbindung von Sensordaten.
Aufwandsleistungen und Schulungen
Anpassungen der Datenbestände und Rechenmodelle, zusätzliche Simulationsszenarien sowie Schulungen: eine 1-tägige Inhouse-Schulung inkl. Anfahrt/Übernachtung und eine 1-tägige Online-Schulung. Im Leistungsverzeichnis sind dafür 200 Stunden EDV-Betreuung (kalkulatorisch 50 Stunden pro Jahr) sowie je 4 Tage Inhouse- und Online-Schulung vorgesehen.
Technische und rechtliche Rahmenbedingungen zur Leistung
Softwarelizenzen sind in die Pauschalpreise einzurechnen (einmalig oder laufend inklusive Softwarewartung). Der Serverstandort muss innerhalb der EU liegen. Die im System verarbeiteten Daten bleiben Eigentum des Auftraggebers. Auftraggeber ist das Technische Betriebszentrum AöR der Stadt Flensburg, Bereich 4 Entwässerung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenEignungsnachweis (vorläufig)
Vorläufiger Eignungsnachweis über das Formular LD Eigenerklärung zur Eignung (Formular 124) ODER über die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).
Gewerbliche und rechtliche Voraussetzungen
Erfüllung der gewerberechtlichen Voraussetzungen für die Ausführung der Leistung (Selbsterklärung im Angebotsschreiben). Ab einer Auftragssumme von 30.000 € wird vom Auftraggeber ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister angefordert.
Alternativer Eignungsnachweis
Statt der Eigenerklärung kann auch eine Eintragung in ein amtliches Verzeichnis (z. B. PQ-Verzeichnis) oder ein Zertifikat gemäß europäischer Zertifizierungsstandards vorgelegt werden.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bei Bietergemeinschaften ist eine Erklärung aller Mitglieder in Textform erforderlich (Formular 234). Der Einsatz von Nachunternehmern ist im Angebot darzustellen (Angabe beteiligter Dritter bzw. Nachunternehmer).
Wettbewerb & Angebotsprognose
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