Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWas wird gebaut? Ausbau und Teilsanierung der Kreisstraße K 61 in der Ortsdurchfahrt Nistertal (Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz) im Bereich einer Eisenbahnüberquerung.
Was ist zu tun? Auf rund 275 m werden Erdarbeiten, neue Straßenentwässerung, Frostschutz- und Asphaltschichten (Vollausbau und Deckensanierung), Pflaster- und Bordarbeiten, Brückenentwässerung sowie eine Trinkwasserleitung neu hergestellt. Die Arbeiten erfolgen unter Vollsperrung mit ausgeschilderter Umleitung.
Wie ist der Ablauf? Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A, Auftraggeber ist der Landesbetrieb Mobilität Diez. Angebote werden ausschließlich elektronisch über den Vergabemarktplatz Rheinland-Pfalz eingereicht. Zuschlagskriterium ist allein der Preis; Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Wichtig zu wissen: Das Projekt enthält zwar mehrere fachliche Abschnitte (Entwässerung Brücke DB, Entwässerung Versorgungswerk, gesonderte Rechnung Land), wird aber als ein Los (Los 01-K) vergeben.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Verkehrssicherung
Baustelleneinrichtung: Einrichten und Räumen der gesamten Baustelle als Pauschale für alle LV-Abschnitte.
Verkehrssicherung: Vollsperrung der K 61, Aufbau, Vorhaltung (90 Tage Hauptbereich + 10 Tage nachrangige Arbeiten) und Abbau der Verkehrssicherung; transportable Lichtsignalanlage (LSA); Beschilderung, Absperrgeräte, Absturzsicherung; Kontrolle zweimal täglich (Tagesanbruch und nach Dunkelheit) mit Dokumentation auf Formblättern des AG. Vorankündigung gem. Baustellenverordnung spätestens 2 Wochen vor Baustelleneinrichtung übermitteln. Verkehrszeichenplan mindestens 14 Tage vor Baubeginn zur Prüfung/Genehmigung vorlegen.
Baubüro für den AG: 15 m² mit 1 Arbeitsplatz, Vorhaltung 3 Monate.
Sicherheits- und Gesundheitsschutz (SiGe): SiGe-Plan erstellen und fortlaufend anpassen; SiGe-Koordinator stellen.
Erdarbeiten und Vorarbeiten
Bodenbewegung: ca. 460 m³ Boden lösen/fördern, 10 m³ Fels, ca. 50 m³ Oberboden abtragen.
Abbruch: u. a. Einfriedungsmauer, Stützwand, 16 m³ Abbruch, 1,2 m³ Mauerwerk, 1 Stück Tor, 27 m³ Erdbau und 5 m³ Oberboden auf Privatgrundstücken.
Kabel/Leitungen/Straßenbeleuchtung: Kabelverlegearbeiten, Demontage und Neuherstellung der Straßenbeleuchtung.
Landschaftsbau: ca. 260 m² Oberboden andecken, Rasenansaat (ca. 260 m² + 10 m²), Böschungssicherung; Pflegearbeiten gem. DIN 18917/18919 und ZTV La-StB (Fertigstellungs-/Entwicklungspflege).
Vermarkung/Vermessung: durch den AN nach Übergabe durch den AG.
Straßenentwässerung und Brückenentwässerung
Straßenentwässerung: Ausbau von 8 Straßenabläufen, 28 m Entwässerungsrohrleitung abbrechen; 52 m³ Leitungsgraben; 127 m Sickerstrang mit 254 m² Geotextil und Sickerrohrleitung; 23 m Anschlussleitungen; 6 neue Straßenabläufe; Anschluss an Bestandsleitungen.
Entwässerung Brücke DB (Abschnitt 02): 24 m³ Leitungsgraben, 33 m Anschlussleitungen, Formstücke und Rohranschlüsse, 24 m³ Verfüllung.
Mitteilung an AG: Art und Ort der Verwertung/Deponierung vor Baubeginn schriftlich an den AG.
Frostschutz, Untergrundverbesserung und Asphaltbau
Schichten ohne Bindemittel: 380 m³ Frostschutzschicht (Verkehrsfläche), 130 m³ Frostschutzschicht (Gehwege), 730 t Untergrundverbesserung.
Asphaltbau: 950 m² fräsen, 1.207 m² aufnehmen, 44 m + 70 m Asphaltbefestigung trennen, 630 t teerhaltigen Straßenaufbruch entsorgen (Vorab-Mitteilung Transport mind. 5 Werktage vor Durchführung an AG, Voranmeldung Verwertung/Deponierung); 1.970 m² Unterlage reinigen und mit Bitumenemulsion ansprühen; 840 m² Asphalttragschicht; 970 m² + 100 m² Asphaltdeckschicht; 85 m Fugen herstellen.
Nachweise: Verdichtungsgrad Planum Ev2 > 45 MN/m² mit Abrollversuch (proof rolling); elektromagnetische Dickenmessung der Asphaltschichten; Wiegescheine der Deponie innerhalb von 3 Werktagen vorlegen.
Pflaster, Borde, Rinnen und taktile Elemente
Rinnen: 220 m + 10 m Rinne aufnehmen/herstellen.
Borde: 200 m Bordstein aufnehmen; ca. 70 + 86 + 2 + 38 + 7 + 4 + 2 + 115 m diverse Borde setzen; 40 Stück Bewegungsfugen.
Pflaster: 190 m² Betonsteinpflaster aufnehmen, 152 m² neu verlegen; 25 m² Pflaster auf Privatgrundstücken.
Barrierefreiheit: 45 m Noppenfolie; taktile Leitelemente (Rippen-/Noppenplatten).
Angleichungen (Abschnitt 01): 15 m Mauerwinkel, 7 m Bordstein, 2 Stück Blockstufen.
Wasserleitungsbau (Trinkwasser) und VGW-Ausstattung
Wasserleitung: 70 m PE-HD-Rohr DA 180; 60 m³ Bodenaushub; 55 t Basaltsplitt; 1 Stück Unterflurhydrant DN 80; diverse Formstücke.
Schächte/Ausstattung: 17 Stück Straßenkappen aus-/einbauen, 2 Stück Hydrantenkappen, 16 Stück Schachtabdeckungen.
Prüfung: Druckprüfung 15 bar nach DIN 4279; Desinfektion 80–100 ppm SANOSIL mit 24 Stunden Einwirkzeit; Lieferscheine täglich unaufgefordert vorlegen.
Eigenüberwachung, Prüfungen und Dokumentation
Vor Beginn: Eignungsnachweis Asphaltmischgut mind. 10 Tage vor Einbau; Erstprüfung Beton spätestens 4 Wochen vor Betonierbeginn; Prüfplan Eigenüberwachung mind. 10 Kalendertage vor erster Prüfung; Einbau-/Logistikkonzept (bei Asphalteinsatz mit Beschicker) 10 Kalendertage vor Baubeginn; Geräteliste bei digitalen Vermessungsgeräten.
Während der Ausführung: Bautagesberichte täglich; Liefernachweise bei Abrechnung nach Tonnen sofort/spätestens am nächsten Arbeitstag; Aufmaß/Messprotokoll (REB) spätestens 10 Werktage nach gemeinsamer Feststellung; Bestandspläne digital (DWG + PDF); Beweissicherung vor/während/nach Bauarbeiten.
Brückenbau (sofern relevant): Standsicherheitsnachweis, Ausführungspläne, Statik; Nachweis STANAG 2021 Brückeneinstufung; Unterlagen Fahrzeug-Rückhaltesysteme (Einbauhandbuch, Konstruktionszeichnungen).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Zuverlässigkeit / Ausschlussgründe
Keine Ausschlussgründe gem. § 6e EU VOB/A: Keine schwere Verfehlung, die die Zuverlässigkeit in Frage stellt; keine rechtskräftige Verurteilung in den letzten 2 Jahren mit Freiheitsstrafe > 3 Monaten, Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder Geldbuße > 2.500 €; ggf. Nachweis der Selbstreinigung.
Steuern/Sozialversicherung: Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.
Kein Insolvenzverfahren: Kein beantragtes/eröffnetes Insolvenzverfahren; kein Antrag mangels Masse abgelehnt; keine Liquidation.
Fachliche Eignung und Registereintragungen
Registereintragung: Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK-Eintragung – oder Nachweis, dass keine Eintragungspflicht besteht.
Mitgliedschaft Berufsgenossenschaft ist nachzuweisen.
Präqualifikation: Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis (PQ-Liste) genügt; ansonsten HVA B-StB Eigenerklärung zur Eignung (oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung, EEE).
Eignungsleihe: zulässig für technische/berufliche und wirtschaftliche/finanzielle Leistungsfähigkeit (gesonderte Erklärung).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Mindestjahresumsatz: in der Vorlage nicht beziffert (Feld leer – „vom Auftraggeber einzutragen"); auf Verlangen Bestätigung durch vereidigten Wirtschaftsprüfer/Steuerberater oder testierte Jahresabschlüsse/Gewinn- und Verlustrechnungen.
Weitere Nachweise auf Verlangen: Freistellungsbescheinigung § 48b EStG, Insolvenzplan (falls einschlägig).
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Referenzen: mindestens 3 vergleichbare Referenzen über die Ausführung von Bauleistungen in den letzten 5 Kalenderjahren (mit Bezeichnung der Leistung, Auftragswert, Ausführungszeitraum, Auftraggeber); auf Verlangen Bescheinigungen über die ordnungsgemäße Ausführung. Optional akzeptiert der AG auch ältere Referenzen (sofern angekreuzt).
Arbeitskräfte: Erklärung, dass die erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen; auf Verlangen jahresdurchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre nach Lohngruppen und Angabe des technischen Leitungspersonals.
Optionale ergänzende Nachweise (sofern vom AG angekreuzt): Technische Fachkräfte mit Qualifikation/Funktion; technische Ausrüstung; Maßnahmen zur Qualitätssicherung; Lieferkettenmanagement- und Überwachungssystem; Umweltmanagementmaßnahmen.
Sprache, Form und Bietergemeinschaften
Sprache: Angebot in deutscher Sprache.
Formulare: vorgegebene Vordrucke verwenden; elektronisches Angebot in Textform (§ 126b BGB).
Bietergemeinschaften: gesonderte Erklärung (ARGE-Erklärung, bevollmächtigter Vertreter, gesamtschuldnerische Haftung).
Nachunternehmer: Art und Umfang der Nachunternehmerleistungen im Angebot angeben; auf Verlangen Nachunternehmer benennen und Eignungsnachweis vorlegen.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen über die Ausführung von Bauleistungen in den letzten 5 Kalenderjahren
Vergleichbare Bauleistungen (Straßenbau/Tiefbau); je Referenz Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (Anteil Bieter), Ausführungszeitraum und Auftraggeber; auf Verlangen Bescheinigungen über die ordnungsgemäße Ausführung in Anlehnung an Muster