Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (VOB/A) für Kanal-, Wasserleitungs- und Straßenbauarbeiten im Bereich der Hauptstraße 10–23 in 56379 Winden (Verbandsgemeinde Bad Ems – Nassau).
Die Verbandsgemeindewerke Bad Ems – Nassau erneuern dort den Abwasserkanal (Stahlbetonrohre DN 600–700), die Trinkwasserleitung (Gussrohre DN 125) samt Hausanschlüssen sowie die Straßenoberfläche. Während der Bauzeit ist eine Vollsperrung mit Umleitung vorgesehen.
Angebotsfrist: 01.09.2026, 10:00 Uhr. Ausführungszeitraum: Oktober 2026 bis Mai 2027 (ca. 7–8 Monate). Die Vergabe erfolgt als öffentliche Ausschreibung nach VOB/A – es ist keine Aufteilung in Lose erkennbar, das Angebot ist als Gesamtleistung abzugeben.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis – Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme; bei gleicher Wirtschaftlichkeit erhält das Angebot der Werkstatt für Behinderte den Zuschlag.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBauvorhaben und Ort
Erneuerung der Ortsentwässerung und der Trinkwasserversorgung im Bereich der Hauptstraße 10–23 in 56379 Winden (Verbandsgemeinde Bad Ems – Nassau).
Die Maßnahme erstreckt sich vom Knotenpunkt Schulstraße (Osten) bis vor die Einmündung Triftstraße; die Trinkwasserleitung wird zwischen Triftstraße und Schulstraße vollständig erneuert und in der Hahnenstraße angebunden.
Während der Bauzeit ist eine Vollsperrung mit Umleitungsbeschilderung vorgesehen. Die Zufahrt über die Hahnenstraße soll nach Baufortschritt wieder freigegeben werden.
Das Angebot ist als Gesamtleistung abzugeben – eine Aufteilung in Lose ist nicht vorgesehen.
Bauausführung und Bauzeit
Ausführungsbeginn: Oktober 2026 (bzw. nach Vertragsschluss).
Fertigstellung: Mai 2027.
Gesamtdauer: ca. 7–8 Monate (221 Tage).
Der Auftragnehmer hat vor Baubeginn einen detaillierten Bauzeitenplan in 3-facher Ausfertigung vorzulegen.
Es sind wöchentliche Baustellentermine gemeinsam mit dem Auftraggeber und der örtlichen Bauüberwachung durchzuführen.
Vor Baubeginn sind alle vorhandenen Ver- und Entsorgungsleitungen (Abwasser, Wasser, Fernmelde, Strom, Gas) zu erkunden.
Zum Einsatz kommen erschütterungsarme Geräte gemäß DIN 4150-3.
Für die Trinkwasserversorgung ist in Teilabschnitten eine bauseitige Notversorgung einzurichten.
Wochenweise soll eine Auflockerung der Verkehrsbeschränkungen angestrebt werden.
Verkehrssicherung und Baustelleneinrichtung
Verkehrssicherung ist durch eine Fachfirma auszuführen und mit dem Ordnungsamt abzustimmen.
Leistungen umfassen verkehrsrechtliche Anordnung, Beschilderung, Bauzäune und ggf. Behelfsbrücken.
Original-Lieferscheine für alle Schüttgüter und bituminösen Baustoffe sind positionsbezogen beizufügen.
Stundenlohnarbeiten, Mülltonnentransport und Aufwendungen für Überbrückungen von Leitungsgräben/Kopflöchern sind in die Einheitspreise einzurechnen.
Sämtliche Absteckungs- und Vermessungsleistungen sind in die Positionen einzurechnen.
Kanalbau (Schwerpunkt)
Neuverlegung eines Mischwasserkanals in Stahlbetonrohren DN 600 bis DN 700.
Leistungsumfang:
Anwendbare Normen: DIN EN 1610, DIN EN 1916, ATV A 127, ZTV E-StB, ZTV Asphalt-StB.
Wasserleitungsbau
Vollständige Erneuerung der Trinkwasserleitung als Druckrohrleitung aus duktilem Gusseisen (GGG) DN 125.
Leistungsumfang:
Verlegung z. T. im Kanalgraben mit Bögen um Schächte; Betriebsdruck ca. 1,29 bar; Fließgeschwindigkeit ca. 0,40 m/s.
Straßenbau / Oberflächenwiederherstellung
Wiederherstellung der Straßenoberfläche im Bereich der Leitungsverlegung:
Die Maßnahme umfasst sowohl die Wiederherstellung im Leitungsgraben als auch die Anpassung der Oberflächen gemäß Bestand.
Vertragsgrundlagen
VOB/B in der Ausgabe 2016 sowie die Besonderen Vertragsbedingungen (Formblatt 214).
Leistungsbeschreibung inkl. Baubeschreibung, Plänen und Leistungsverzeichnis.
Nebenangebote sind für die gesamte Leistung zugelassen, jedoch ausschließlich in Verbindung mit einem Hauptangebot. Reine Preisnachlässe mit Bedingungen sind als Nebenangebot ausgeschlossen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPräqualifikation und Eignungsnachweis
Präqualifizierte Unternehmen können sich durch Eintrag in die Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. qualifizieren – die PQ-Nummer genügt.
Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) mit dem Angebot ein; bei Einsatz von Nachunternehmen sind deren PQ-Nachweis bzw. Eignungserklärung beizufügen.
Auf Verlangen der Vergabestelle sind Bescheinigungen zuständiger Stellen vorzulegen (bei fremdsprachigen Bescheinigungen inkl. deutscher Übersetzung).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angabe des Umsatzes der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre, bezogen auf Bauleistungen und vergleichbare Leistungen (im Formblatt 124).
Sicherheiten:
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Erklärung, dass in den letzten fünf Kalenderjahren vergleichbare Leistungen ausgeführt wurden (Kanalbau, Wasserleitungsbau, Straßenbau).
Erklärung, dass die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.
Bei engerer Wahl: Nachweis über die Zahl der in den letzten 3 Jahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal.
Bei engerer Wahl: drei Referenznachweise vergleichbarer Baumaßnahmen mit den vollständigen Mindestangaben.
Registereintragungen
Vorlage mindestens einer der folgenden Nachweise:
Erklärung, dass keine Eintragungspflicht besteht, ist ebenfalls möglich.
Ab einer Auftragssumme von 30.000 € wird für den vorgesehenen Zuschlagsempfänger ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister gem. § 150a GewO durch den Auftraggeber eingeholt.
Ausschlussgründe und Zuverlässigkeit
Kein Insolvenzverfahren eröffnet oder beantragt; kein Antrag mangels Masse abgelehnt; das Unternehmen befindet sich nicht in Liquidation.
Keine schwere Verfehlung gemäß § 6e EU VOB/A.
Keine Verurteilung in den letzten zwei Jahren wegen Verstößen gegen Vorschriften, die zu Freiheitsstrafe > 3 Monaten, Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder Geldbuße > 2.500 € geführt haben.
Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU Abs. 1–4 VOB/A; ggf. Nachweis einer Selbstreinigung.
Ordnungsgemäße Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen gegenüber Sozialversicherung, Steuerbehörden und Sozialkasse.
Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft mit Vorlage einer qualifizierten Unbedenklichkeitsbescheinigung inkl. Lohnsummen.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften müssen gesamtschuldnerisch haften und einen bevollmächtigten Vertreter benennen; eine entsprechende Erklärung ist mit dem Angebot abzugeben.
Bei Einsatz von Nachunternehmen ist das Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (Formblatt 233) erforderlich; die Eignung der Nachunternehmer ist durch PQ-Nachweis oder Eigenerklärung zu belegen.
Mehrfachangebote sind nicht zugelassen.
Vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren – Kanalbauarbeiten, Wasserleitungsbauarbeiten und/oder Straßenbauarbeiten mit Angabe von Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang/Mengen, durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl, besonderen technischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer) und Bestätigung des Auftraggebers
Vergleichbar mit Kanal-, Wasserleitungs- und/oder Straßenbauarbeiten; Nachweis nur auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle bei engerer Wahl